Amazon verliert DHL als Partner für bestimmte Lieferungen

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Amazon hat in den vergangenen Jahren dem langjährigen Partner DHL vermehrt den Mittelfinger gezeigt und eine eigene Logistikkette aufgebaut. In vielen Großstädten liefert Amazon inzwischen viele Sendungen selber aus. Jetzt dreht DHL den Spieß um und beendet die Zusammenarbeit in einem bestimmten Feld.
Amazon Fresh
Bildquelle: Amazon

Für die Lieferung von frischen Lebensmitteln hatten sich DHL und Amazon vor mehr als zwei Jahren zusammengetan. Für die Zustellung von Lebensmitteln in Hamburg, Berlin, Potsdam und München über Amazon Fresh hat DHL auf sein DHL FoodDelievery Netzwerk zurückgegriffen, das auch für Kunden wie Getnow oder Rewe zum Einsatz kommt. Dabei arbeiten die Kunden und DHL eng zusammen und die Zustellung an die Kunden erfolgt in einem sehr engen Zeitfenster. Bei Amazon liegt dieses auch heute noch bei 2 Stunden von früh morgens bis spät abends.

Wie „Spiegel Online“ unter Berufung auf den Supermarktblog berichtet, ist die Zusammenarbeit zwischen DHL und Amazon jetzt aber beendet. Das habe inzwischen auch DHL bestätigt. „Wir können bestätigen, dass wir entschieden haben, die Zusammenarbeit mit Amazon Fresh im Bereich der Zustellung frischer Lebensmittel bis auf Weiteres nicht mehr fortzuführen“, teilte DHL demnach mit.

Amazon Fresh läuft weiter

Für die Amazon Fresh-Kunden gibt es aber keine Veränderungen, außer dass der Bote nicht mehr von DHL kommt. Stattdessen trägt ein Mitarbeiter eines Kurierdienstes, die Amazon unter der Sparte Amazon Logistics führt, die Lebensmittel bis vor die Wohnungstür.

Die Beendigung der Zusammenarbeit geht wohl einerseits auf den hohen Aufwand, den DHL für die Lieferungen hatte, zurück. Gleichzeitig, so heißt es bei „Spiegel Online“, liege der Markt für online bestellte, frische Lebensmittel bis dato weit hinter den Erwartungen.

Amazon legt die Hürden für Amazon Fresh vergleichsweise hoch, da die Kunden quasi Eintritt für den Supermarkt zahlen müssen. Sie brauche nicht nur ein Prime-Abo, das es derzeit vergünstigt gibt, sondern müssen auch monatlich Amazon Fresh für 9,99 Euro buchen. Zudem liegt der Mindestbestellwert, bei dem weitere Versandkosten entfallen, je nach Stadt pro Bestellung bei 40 bis 50 Euro.

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  • Amazon Fresh: Amazon
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Thorsten Neuhetzki
Thorsten liebt Technik und ist seit 2018 als Redakteur an Bord. Als "alter Hase" in der Branche schreibt Thorsten am liebsten über alles, was mit Breitband, Netzen und Tarifen zu tun hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Super Vectoring, DOCSIS 3.1 oder 5G geht - schnelles Internet ist für Thorsten und seine Berichterstattung das A und O. Abseits des Newsdesks ist Thorsten mit großer Begeisterung auf seinem Tourenrad unterwegs. Vor allem Schweden hat es dem in Berlin wohnhaften Ostwestfalen angetan.

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