Amazon stellt Dienst ein und löscht deine Daten: So geht es weiter

2 Minuten
Erst vor Kurzem sorgte Amazon für ein Beben, als der US-Konzern bekannt, gab, die Preise in Deutschland zu erhöhen. Nun folgt der nächste Hammer. Amazon macht einen Dienst dicht und löscht die Daten aller Kunden.
Amazon stellt Dienst ein und löscht deine Daten: So geht es weiter
Amazon stellt Dienst ein und löscht deine Daten: So geht es weiterBildquelle: Sundry Photography / Shutterstock

Bei Amazon läuft es derzeit offenbar nicht so gut, wie sich so mancher in dem Konzer erhofft. Nach zwei Quartalen in Folge mit Milliarden-Verlust hat Amazon die Preise für Prime-Mitglieder angehoben – und das teils drastisch. Im Jahresabo ist der Prime-Dienst gleich 30 Prozent teurer geworden. Dabei führt man die Preiserhöhung schneller ein als zunächst geplant. Anscheinend braucht das Unternehmen Geld. Das zeigt auch die Einstellung eines Dienstes, der im kommenden Jahr verschwindet. Nutzer müssen sich eine Alternative suchen und ihre Daten retten, bevor Amazon sie löscht.

Amazon löscht alle Daten

Vor gut elf Jahren, im März 2011, kündigte das Unternehmen Amazon Drive an. Der Dienst sollte ein sicherer Cloud-Speicher sein und vor allem für Prime-Nutzer der Dateisicherung dienen. Doch nun fällt der Dienst dem Rotstift zum Opfer. Am 31. Dezember des kommenden Jahres ist Schluss. Anschließend verschwinden mit dem Amazon-Dienst auch alle Daten und Dateien, die man als Nutzer in der Cloud abgelegt hat. Wer also wichtige Unterlagen in Drive gespeichert hat, muss sie retten, bevor das Unternehmen sie löscht. Ab dem 31. Januar 2023 lassen sich keine weiteren Dateien mehr in die Cloud hochladen.

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Menschen, die den Dienst nutzen, dürften nicht nur deshalb verärgert sein, weil Amazon ihn einstellt, sondern auch, da der US-Konzern die Kosten für das Prime-Abo gerade erst erhöht hat. Die Begründung von Amazon zu dem Aus des Dienstes lautet: „Wir nutzen die Gelegenheit, unsere Bemühungen stärker auf Amazon Photos zu konzentrieren, um unseren Kunden eine spezielle Lösung für die Speicherung von Fotos und Videos zu bieten.“

Das sind Alternativen

Demnach soll Amazon Photos den Drive-Dienst ablösen. Das Problem dabei: Während man bei Amazon Drive Dateien aller Art hochladen konnte, ist Photos für Bilder und Videos vorgesehen. Wer weiterhin Dokumente und andere Dateien in der Cloud sichern möchte, muss sich nach einer Alternative umsehen. Google (Drive), Microsoft (OneDrive) oder Dropbox bieten bis zu 5 GB kostenlosen Speicherplatz in der Cloud an. PCloud, eigenen Angaben zufolge „Europas sicherster Cloud-Speicher“, bietet sogar 10 GB kostenlosen Speicherplatz an.

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21 KOMMENTARE

  1. Norbert

    Google hat immer noch 15 GB für alle Services, incl email.

    Warum ein unendlich foto allein gegen ein 5 GB drive Geld sparen soll erschließt sich mir nicht.

    Antwort
    • Frei

      Google im Gegensatz zu Amazon, kann mit den in seiner Cloud gespeicherten Informationen, wie Fotos, Dateien, usw. viel mehr Geld verdienen, indem Google die Inhalte auswertet, und dadurch gewonnenen Interessenrichtungen, für gezielte Werbung verkaufen kann.
      Nur die wenigsten Nutzer sind so schlau, ihre Daten in verschlüsselten Vera- Cript- Container in Cloud abzulegen.
      Noch besser auf mehreren kleinen Micro SD Karte, die man sicherheitshalber Klonen sollte, und an verschiedenen Orten aufbewahrt.

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  2. Laazaruslong

    Und wer all dem nicht traut, nutzt seine Fritzbox als
    Cloud mit beliebiger Speichergröße (USB-Stick, Nas oder Festplatte).
    Das ist immer noch am sichersten und billigsten.

    Antwort
    • Frei

      Sehr guter Alternative.

      Antwort
      • Frei

        Mit 12 Volt Akku, und mit Internet via LTE (oder Satellit), sogar Strom unabhängig.
        Also auch bei Blackouts, die bald kommen könnten.

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  3. Uwe

    Der Kunde ist immer noch König und hat die Wahl. Prime kann man monatlich kündigen, man muss also nicht mehr bezahlen. Der Konzern würde ganz schnell merken, dass Preiserhöhungen keine gute Idee sind. Für Clouddienste liefert das ein gutes Argument, diese gar nicht erst zu nutzen oder nur gegen vertraglich festgelegte Garantien. Schlecht für weitere Anbieter. Das heutige Amazon ist lange nicht mehr das kundenfreundliche Unternehmen der Anfangszeit. Ich nutze es nur noch, wenn ich etwas woanders nicht bekomme, Amazon es aber hat,also ziemlich selten.

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    • Elly

      Recht haste Uwe! 🤓 Armes armes Amazon… vielleicht noch staatliche Hilfe?

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  4. Giulio

    Ich sage garnicht in Deutschland man darf nur zahlen und brav der Mund alten

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    • Ricardo

      Es wird Zeit das alle auf die Straßen gehen und den ganzen mal ein Ende setzen . Andere ruhen sich auf unsere Kosten aus und wir sollen zahlen.
      Unfassbar , wir müssten uns mal so in anderen Ländern benehmen ! Wie sich manche hier geben und bewegen . Wem es hier nicht passt soll nach Hause fahren !!!!! Tschüss und gute Reise !

      Antwort
  5. Markus

    Mit 35 Euro jährlich angefangen. Und mit 90 Euro jährlich ist nun Schluss.
    Das „Inklusiv“-Angebot entspricht nicht mehr dem Preis.
    Der Wettbewerb schläft nicht und hält mittlerweile in vielen Bereichen zum Prime-Vergleich sehr gut mit.
    Zuletzt, was für uns bislang noch interessant war, war das Videothekenangebot. Aber dort wird amazon.de auch sehr kreativ um zusätzlich mehr Geld in die Kasse zu spielen.
    Die anfängliche Freude ist leider absolut versickt.

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  6. HSV1887

    Laazaruslong 19. August 2022 at 17:29
    Wenn dein USB-Stick, NÄS, Fritzbox zerstört oder gestohlen wird, sind deine Daten wo gesichert ?

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  7. Ricardo

    Egal ob Amazon oder Netflix , erhöht wird hier doch regelmäßig. Also es wird noch weiter gehen , Schild soll Corona und krieg sein ? Wer es nicht möchte kann es doch kündigen . Wichtig ist das der Rest weiterläuft ( Zigarette und alk ) dafür haben die Leute auch Geld . Aber für alles andere haben die Menschen kein Geld , höre es jeden Tag ……! Aber schuld ist unsere Regierung die ja anscheint viel gewählt haben .

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  8. Hansi

    Alle mit einmal kündigen damit sie mal munter werden

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  9. Peter

    Was jammert ihr hier herum, wer braucht den solch einen scheiß???
    Cloud-speicher und solch einen müll.
    Früher gab es solch einen scheiß auch nicht und die menschen haben auch gelebt und dies besser wie heute. Heute rennt alles zum impfen und demnächst zum chipen, dann kann eu Klaus Schwab und Bill Gats schön kontrollieren.
    Zur info, The Great Reset von Klaus Schwab Menschheitsreduzierung ihr besitzt nichtd mehr sind aber glücklich geschipt und kontrolliert.
    Die Menschheit ist total verblödet, aber hauptsache alles haben, materiell gesteuert und verblödet.

    Antwort
  10. Harald

    Was jammert ihr hier herum, wer braucht den solch einen scheiß???
    Cloud-speicher und solch einen müll.
    Früher gab es solch einen scheiß auch nicht und die menschen haben auch gelebt und dies besser wie heute. Heute rennt alles zum impfen und demnächst zum chipen, dann kann eu Klaus Schwab und Bill Gats schön kontrollieren.
    Zur info, The Great Reset von Klaus Schwab Menschheitsreduzierung ihr besitzt nichtd mehr sind aber glücklich geschipt und kontrolliert.
    Die Menschheit ist total verblödet, aber hauptsache alles haben, materiell gesteuert und verblödet.

    Antwort
  11. Heinz

    Wer wirklich wichtige Daten in einer Cloud, bei wem auch immer, speichert und meint dort seien sie sicher, der hat doch ohnehin den Schuss nicht gehört.

    Antwort
  12. Renate

    Ganz genau, wusste noch nicht mal, dass was Amazon drive ist! Womit sich manche Leute so beschäftigen! Welche wichtigen Daten müssen denn in ner Amazon cloud gespeichert werden????? Habt ihr sonst keine Probleme?

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  13. Toto

    Hier ist aber wieder der gute alte Wladibot unterwegs…🤣

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  14. Frei

    Immerhin lässt Amazon den Nutzer des kostenlosen Dienstes, mehr als 15 Monate Zeit, mit ihren Daten umzuziehen.
    Und das Löschen der Nutzerdaten, nach dieser 15 monate langen Zeit für Datensicherung, ist voll o. k. und begrüßenswert.
    Datenschutzbeauftragte würden es begrüßen.

    Wer braucht heute noch eine schnüffelnde fremde Cloud?
    Mit den extrem günstigen Speicher auf Micro SD Karten (256 GB ab 40 €), lässt sich auf eigenen Handy mit LTE-Faterate, mit entsprechender Software / App, eine eigene private VPN-Cloud einrichten…

    Antwort
  15. RaJoMa

    Ich habe am meiner Fritzbox eine 24 TB Cloud mit einer USV. Noch nie Probleme gehabt. Ist alles dreifach gesichert. Kackt 1 TB ab, austauschen, fertig. Weltweiter Zugriff.

    Antwort
  16. RaJoMa

    Ich habe am meiner Fritzbox eine 24 TB Cloud mit einer USV. Noch nie Probleme gehabt. Ist alles dreifach gesichert. Kackt 1 TB ab, austauschen, fertig. Weltweiter Zugriff.

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