Amazon Prime-Vorteile ausgesetzt? Das ist der Grund

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Falls Amazon deine Prime-Vorteile zuletzt aufgrund eines Abrechnungsproblems ausgesetzt hat, dann stehst du mit diesem Problem nicht alleine dar. Eine entsprechende E-Mail ist aktuell im Umlauf, nur beantworten solltest du diese auf keinen Fall. Wir verraten, wie du nun vorgehen solltest.
Amazon Paket
Amazon PaketBildquelle: Blasius Kawalkowski

Mittlerweile hat nahezu jeder Internetnutzer das Wort „Phishing“ schon einmal gehört. Dabei handelt es sich um eine Betrugsmasche, bei der Verbraucher dazu gebracht werden, ihre Anmeldedaten freiwillig preiszugeben. Wie die Masche funktioniert, lässt sich am aktuellen Amazon-Beispiel erklären. Zunächst erhalten Betroffene E-Mails, die sie darüber informieren, dass etwa ihre Prime-Vorteile aufgrund eines Abrechnungsproblems ausgesetzt sind, oder dass das Konto aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen ist. Der Vorwand und auch das vorgetäuschte Unternehmen spielen dabei keine Rolle. Wichtig ist lediglich der Link, der Betroffene auf eine nachgemachte Seite weiterleiten soll. Hier eingetragene Login-Daten landen direkt bei den Cyberkriminellen und können je nach Plattform beispielsweise dazu benutzt werden, um dein Bankkonto zu plündern.

Amazon
Phishing-Mail – Amazon

Wieso fallen Nutzer nach wie vor auf Phishing herein?

Obwohl die Phishing-Masche beinahe so alt ist, wie das Internet selbst, fallen nach wie vor täglich unzählige Verbraucher auf den Trick herein. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zunächst ist die Qualität solcher Phishing-Mails in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Heutige Nachrichten weisen oftmals nicht nur korrekte Rechtschreibung und Grammatik, sondern auch das Design des vorgetäuschten Unternehmens auf. In seltenen Fällen wird selbst die E-Mail-Adresse des Absenders getarnt und auch direkte Ansprache ist mittlerweile keine Seltenheit mehr. Doch wie ist das möglich?

Zunächst einmal zum originalen Design: Heutzutage ist Phishing keine Einzelhandlung mehr. Dank Phishing-as-a-Service-Diensten haben Betrüger etwa die Möglichkeit, Kits mit vorgefertigten Templates zu erwerben. Die Hintermänner bieten selbst Abo-Modelle für Phishing-Sorglospakete an. Kostenpunkt: monatlich etwa 800 US-Dollar.

Was die direkte Ansprache angeht, so könnte dein Name entweder aus einem früheren Phishing-Angriff oder aber aus einem Leak stammen. Dank sogenannter Sicherheitslücken in den Systemen großer Internetunternehmen können Hacker gelegentlich persönliche Nutzerdaten der Kunden ergattern. Manchmal veröffentlichen Nutzer entsprechende Informationen sogar freiwillig auf Social-Media-Portalen. Anschließend gelangen entsprechende Informationen oftmals in Darknet-Foren, wo sie entweder verkauft oder gar kostenlos zum Download angeboten werden.

So erkennst du die Phishing-Mails

Aktuell sind gleich mehrere, unterschiedliche „Amazon“-Mails im Umlauf. Wenn du dir nicht sicher bist, ob es sich bei der Nachricht um eine Phishing-Mail handelt, solltest du zunächst auf den Absender sowie eine direkte Kundenansprache achten. In den meisten Fällten reicht bereits das aus, um eine Phishing-Masche zu durchschauen. Alternativ kann auch ein Blick auf die Grammatik oder die direkte Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen helfen. Falls du bereits auf den Link geklickt hast – was man allgemein nicht tun sollte, wenn ein Phishing-Verdacht besteht –, dann könnte die URL den endgültigen Beweis liefern. Denn diese lässt sich nicht so leicht fälschen.

Zu guter Letzt stellt auch die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung eine ausgezeichnete Sicherheitsmaßnahme dar. Worum es sich dabei handelt und wieso diese ebenfalls kein Allheilmittel ist, erörtern wir im folgenden Artikel:

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