Amazon-App stark eingeschränkt – zahlreiche Käufe nur im Browser möglich

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Nutzer können demnächst beim Versuch, etwas über die Amazon-App zu kaufen, stattdessen mit einer kurzen Nachricht abgespeist werden. Darin wird erklärt, wieso der Kauf nicht mehr möglich sei. Allerdings könnte die Einschränkung im Jahr 2024 wieder aufgehoben werden.
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AmazonBildquelle: Sundry Photography / Shutterstock

Digitale Güter, wie die Kindle-E-Books, ließen sich in der Android-App von Amazon bisher problemlos erwerben – im Gegensatz zur iOS-App. Doch nun ist damit Schluss. Wer ab sofort ein E-Book über die App kaufen möchte, wird dies nicht mehr tun können. Stattdessen werden Nutzer darüber informiert, wieso digitale Inhalte nun nur über Umwege wie etwa den Browser erhältlich sind: wegen Google.

Google Play Store setzt auf eigenes Bezahlsystem

Sobald Unternehmen das In-App-Bezahlsystem von Google verwenden, profitiert der Tech-Riese finanziell von jeder Transaktion. Daher forderte Google sämtliche Firmen bereits seit Jahren dazu auf, das eigene System zu nutzen. Durchgesetzt hat der US-Amerikaner diese Regelung allerdings nicht – bisher. Laut den neuen Zahlungsrichtlinien des Google Play Store müssen Entwickler, die digitale Waren und Dienstleistungen als In-App-Käufe anbieten, zwingend das hauseigene Abrechnungssystem verwenden. Alle Apps, die dieser Richtlinie nicht nachkommen, sollen ab dem 1. Juni 2022 entfernt werden.

Mit Blick auf diese Regelung hat sich Amazon kurzerhand dazu entschieden, digitale Waren und Dienstleistungen aus seiner Android-App zu verbannen. Und das Gleiche gilt auch für dessen Tochterunternehmen Audible. So lassen sich in der Hörbuch-App keine Audiobücher mehr kaufen, während der Preis für einen Abo-Abschluss in der App von 9,95 Euro auf 10,99 Euro angehoben wurde – nicht jedoch im Browser.

Nur vorübergehende Unannehmlichkeiten?

Interessanterweise startete Google im März und damit beinahe parallel zur Verschärfung der eigenen Richtlinien, ein neues Pilotprogramm. Das Unternehmen gewährt teilnehmenden Entwicklern die Möglichkeit, eigene Abrechnungssysteme zu verwenden. Allerdings nimmt Amazon nicht an dem Programm teil.

Ferner arbeitet die EU bereits seit Längerem an einem Maßnahmenpaket, das Anbieter von App Stores unter anderem dazu zwingen wird, alternative In-App-Bezahlsysteme zu erlauben. Die neuen Maßnahmen werden jedoch wohl erst 2024 umgesetzt.

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1 KOMMENTAR

  1. Frei

    Wenn ein neuer Zahlungssystem viele / am besten meisten Akzeptanzstellen hat, ist dagegen nichts einzuwenden.

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