9-Euro-Ticket-Nachfolger auch im Flixbus gültig?

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Beim 9-Euro-Ticket galt: gültig in allen Regionalzügen, U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen – aber nicht im Fernbus. Das soll sich beim Nachfolger des 9-Euro-Tickets ändern. Flixbus möchte die Mitfahrt im Fernbus ermöglichen.
Ein Flixbus fäht über eine Landstraße
Ein Flixbus fäht über eine LandstraßeBildquelle: Flixbus

Flix möchte sein nationales Fernbusangebot für Nutzerinnen und Nutzer eines möglichen 9-Euro-Nachfolgetickets bereitstellen. Das teilte das hinter Flixbus stehende Unternehmen Flix SE heute mit. Man wolle damit die Lücke zwischen Regional- und Fernverkehr schließen. Dabei scheint es sich nicht um eine reine PR-Meldung zu handeln. Denn wie Flix SE-Mitgründer und CEO André Schwämmlein in einer Mitteilung des Unternehmens verlautbarte, laufen bereits Gespräche mit der Politik in Bund und Ländern.

Flixbus hatte nach Beobachtungen von Branchenexperten unter dem 9-Euro-Ticket gelitten. Die Fahrgäste haben oftmals lieber den Regionalexpress mit häufigerem Umsteigen zum Flatrate-Preis genutzt, statt ein Busticket bei Flixbus zu buchen. Schwämmlein hatte seinerzeit auch öffentlich gegen das 9-Euro-Ticket gewettert. Parallel zum Rückgang der Fahrgäste sah sich Flixbus mit steigenden Energiekosten konfrontiert. Zuvor war das Unternehmen von der Coronapandemie und den Reise- sowie Kontaktbeschränkungen betroffen und stellte zeitweise den Betrieb ein.

9-Euro-Ticket-Nachfolger: „Ohne Fernbus geht es nicht“

„Für Reisende sind Fernbusse seit Jahren das erschwinglichste und umweltfreundlichste Verkehrsmittel überhaupt – daher finde ich die Idee eines ‘Klimatickets’ grundsätzlich super“, so Schwämmlein. Gegenüber der Politik hätte Flix zum alten 9-Euro-Ticket bereits erklärt, dass gerade im ländlichen Raum Direktverbindungen in Großstädte fehlten. „Im ländlichen Raum sind die Menschen auf den Fernbus angewiesen, wenn sie den PKW stehen lassen wollen“, so der Unternehmenschef. „Ohne Fernbus geht es nicht. Wir stehen bereit, um die Verkehre zu entlasten.“ Eine Aufnahme von Fernbussen wie Flixbus in das künftige Angebot schaffe einen “Mehrwert für Millionen” und das zu einem “Bruchteil des Finanzierungsvolumens”.

Die Politik hat sich zum Ziel gemacht, einen Nachfolger des 9-Euro-Tickets bis 2023 einzuführen. Ob das gelingt, ist offen. Denn es dreht sich dabei alles um die Frage der Finanzierung. Der Bund ist zwar grundsätzlich bereit, Geld zu zahlen – allerdings nur, wenn auch die Bundesländer noch einmal in die Tasche greifen. Bayern hatte bereits erklärt, das nicht tun zu wollen. Bundesverkehrsminister Wissing hatte als neuen möglichen Preis für den Nachfolger des 9-Euro-Tickets einen Preis von 49 bis 69 Euro monatlich genannt. Größter Vorteil wäre hier dann nicht mehr der Preis, sondern die bundesweite Gültigkeit – eventuell auch im Flixbus.

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