9-Euro-Ticket: Das sagt der Bahnchef zu einem Nachfolger

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Aus für das 9-Euro-Ticket. Die Züge dürften wieder leerer werden. Doch die Politik spricht über mögliche Nachfolger. Was sagt der Bahn-Chef zum 9-Euro-Ticket und den möglichen Nachfolgern? Und wann wird die Leistung der Bahn wieder besser? Bahn-Chef Lutz gibt Antworten.
Das 9-Euro-Ticket
Das 9-Euro-TicketBildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside digital

In einem Interview mit dem Handelsblatt ging es in erster Linie um die Pünktlichkeit der Bahn – aber auch das 9-Euro-Ticket. Die Pünktlichkeit der Bahn hat den vergangenen Monaten nicht nur im Regionalverkehr, sondern auch im Nahverkehr massiv zu Wünschen übrig gelassen hat. „Die Qualität und Zuverlässigkeit der Bahn ist zurzeit nicht akzeptabel“, gab Lutz unumwunden zu. „Wir haben für dieses Jahr im Fernverkehr eine Pünktlichkeit von 70 Prozent prognostiziert. Das wird eher anspruchsvoll.“ Er betonte, dass derzeit bei der Bahn so viele Züge wie noch nie unterwegs seien und auch so viel gebaut wird wie noch nie. Die Infrastruktur sei maximal belastet. Er versprach: „2023 wird es besser“.

Das allerdings gilt nicht für die Kosten, die der Bahn entstehen. Da die Bahn mit Strom fährt, ist auch sie von den steigenden Energiekosten betroffen. Für dieses Jahr habe man sich noch durch entsprechende Verträge absichern können. 2023 aber werde man die Preiserhöhungen „mit voller Wucht“ spüren. Blieben die Strompreise mit dem aktuellen Stand stabil, hieße das für die Bahn bereits, dass sie zwei Milliarden Euro mehr nur für den Strom ausgeben muss, rechnete Lutz im Handelsblatt vor.

Nach 9-Euro-Ticket: Werden Bahn-Tickets teurer?

Zu erwarten ist, dass die Bahn deswegen ihre Ticketpreise erhöhen wird. Dem wollte Lutz jedoch nicht vorweggreifen. Man informiere traditionell Ende September über künftige Ticketpreise.

Teurer wird es auf jeden Fall schon ab September für alle Fahrgäste im Nahverkehr. Denn das 9-Euro-Ticket endet. Auf die Frage der Handelsblatt-Reporter, ob sich Lutz über eine Nachfolgeregelung freuen würde, antwortete der Manager ausweichend. Er verwies darauf, dass allein die Bahn 26 Millionen Tickets verkauft habe. Das sei ein toller Erfolg. „Aber klar ist auch, dass unsere Infrastruktur gerade auf Engpassstrecken und an überlasteten Knotenpunkten an ihre Grenzen kommt. Deshalb wäre es eine gute Idee, für jeden Euro, der in ein Nachfolgeticket fließt, mindestens einen Euro in die Verbesserung des Angebots und den Ausbau der Infrastruktur zu stecken.“

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1 KOMMENTAR

  1. Halinka.rubia@web.de

    Jetzt wo die Schule ferien beendet sind ..sowieso wird wenniger Stress mit die Reisende geben und weniger verspatungen.
    Und das Umweltschünend /zachlt es dankbar zurück..

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