50 Mbit/s sind zu langsam: So stark ist schnelles Internet gefragt

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Die Nachfrage nach schnellen Internetleitungen in Deutschland steigt. Dabei meint „schnelles Internet“ keineswegs 50 Mbit/s, sondern weitaus mehr. Die Zahlen für DSL und VDSL sind sogar rückläufig, Gigabit ist auf dem Vormarsch.
Eine Computertastatur mit einer VDSL-Taste
Bildquelle: Deutsche Telekom

Von den 36,2 Millionen Internetanschlüssen, die es Ende 2020 in Deutschland gibt, sind schon 2,9 Millionen Haushalte mit einer Datenrate von mehr als 250 Mbit/s im Netz unterwegs. Zu diesem Ergebnis kommt die VATM Marktstudie 2020, die der Verband zusammen mit Dialog Consult und dem anerkannten Telekommunikations-Experten Professor Dr. Torsten J. Gerpott vorgestellt hat. Die Zahl der gebuchten Gigabit-Anschlüsse hat man jedoch nicht extra erhoben. Trotzdem ist schnelles Internet auf dem Vormarsch.

Das bedeutet, dass binnen Jahresfrist mehr als 1,6 Millionen Haushalte sich für einen Anschluss auf Basis von Glasfaser oder DOCSIS 3.1 entschieden haben und Datenraten jenseits der 250 Mbit/s gebucht haben. Auch die Zahl der Kunden, die einen VDSL-Anschluss mit Vectoring oder Supervectoring oder aber einen schnellen Kabelanschluss gebucht haben, ist stark gewachsen. 1,9 Millionen Anschlüsse mehr als im Vorjahr surfen mit 51 bis 250 Mbit/s im Netz – insgesamt 14 Millionen.

Nachfrage nach DSL- und VDSL-Geschwindigkeit rückläufig

Rückläufig sind hingegen die Zahl der Kunden, die einen Anschluss mit typischen DSL oder VDSL-Datenraten nutzt. Mit VDSL-Datendaten von 17 bis 50 Mbit/s gaben sich mit 11,5 Millionen Haushalten insgesamt 500.000 Haushalte weniger zufrieden als im Vorjahr. Klassische DSL-Datenraten von 7 bis 16 Mbit/s gibt es noch in 5,5 Millionen Haushalten. Hier entschied sich offenbar eine Million Kunden, die Geschwindigkeit nach oben zu modifizieren. Mit langsamen DSL von 6 Mbit/s oder weniger waren noch 2,3 Millionen Haushalte online – 200.000 weniger als im Vorjahr.

Es ist mitnichten so, dass jene Kunden, die sich für schnelle Anschlüsse, entschieden haben, alle zu Vodafone gewechselt sind. Vodafone hatte Anfang des Jahres einen Gigabit-Anschluss für unter 40 Euro monatlich angeboten. Aktuell ist dieses Angebot erneut buchbar. Allerdings legten die Kabelnetze im gleichen Zeitraum um lediglich 300.000 Kunden zu. 400.000 Kunden entschieden sich für die Glasfaser-Technologie. Im Umkehrschluss dürfte Vodafone also einen Großteil seiner Bestandskunden überzeugt haben, zu dem Gigabit-Angebot zu wechseln.

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2 KOMMENTARE

  1. Hahaha hier wird über schnelles Internet berichtet. Ich wäre froh, wenn ich überhaupt Internet hätte. Habe ein Haus gekauft und dort sei kein Internet vorhanden. Lächerlich

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