Tesla: Neue Autopilot-Funktion bald zum Download verfügbar

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Künftig können Tesla-Kunden neue Funktionen für ihr Modell nachrüsten. Darunter fällt zum Beispiel ein verbesserter Autopilot-Assistent. Zugleich erklärte Elon Musk, Chef des Elektroautoherstellers, dass neun Prozent der Belegschaft gehen müssen. Das Produktionspersonal sei davon allerdings nicht betroffen und bleibt dem Unternehmen erhalten.
Tesla Model S
Bildquelle: Tesla

Tesla hat es als Autobauer derzeit nicht leicht. Gleich für mehrere Unfälle musste sich der Konzern in den vergangenen Wochen und Monaten verantworten. So fuhren mehrere Fahrzeuge des Herstellers bei aktiviertem Autopilot selbstständig gegen Hindernisse. Zuletzt verunglückte ein Autofahrer des Tesla-Model X tödlich. Der Wagen hatte sich im Autopilot-Modus nach links orientiert um zum Überholvorgang anzusetzen. Dabei erkannte das System den Standstreifen als reguläre Fahrbahnspur. Nach wenigen hundert Metern endete dieser. Das Fahrzeug beschleunigte und fuhr mittig in eine Autobahngabelung. Bereits 2016 gab es den ersten Vorfall.

Tesla weißt seine Kunden darauf hin, dass der in den Modellen des Herstellers eingebaute Autopilot lediglich als Assistenzsystem gedacht sei und das Auto nicht zum selbstfahrenden Gefährt mache. Trotz dessen gingen vermehrt Beschwerden von Kunden ein, die diese Probleme nicht mehr länger hinnehmen wollen und Geld in großem Stil zurückfordern.

Teurer Autopilot zum Nachrüsten

Nun verspricht Tesla verbesserte Funktionen. Besitzer eines entsprechenden Modells können ihren Wagen nun für schlappe 6.000 Euro mit einer Autopilot-Funktionalität ausstatten. Zusätzliche Funktionen zum selbstständigen Fahren kosten je nach Verfügbarkeit und Zulassung durch die Aufsichtsbehörden 3.600 Euro beim Neuwagenkauf. Eine Aktivierung nach Auslieferung kostet hingegen 4.200 Euro. Auch Google hat große Pläne und engagiert sich im Bereich autonomes Fahren.

Mitarbeiter müssen gehen

Bereits vor einigen Wochen kündigte Elon Musk, der Chef von Tesla, eine Neuorganisation des Unternehmens an. So werden neun Prozent der Mitarbeiter bald ihre Koffer packen müssen. Bei etwa 46.000 Stellen entspricht das rund 4.000 Mitarbeitern. Betroffen davon ist zunächst allen voran das mittlere Management heißt es. „Wir vereinfachen unsere Managementstruktur“, so Musk in einem internen Memo. So soll die Bürokratie entschlackt und die Kommunikation vereinfacht werden, um schneller handeln zu können. Die Belegschaft innerhalb der Produktion sei davon nicht betroffen. Das Ziel ist es bis Ende Juni 5.000 Fahrzeuge pro Woche herzustellen. Aktuell verzeichnet der Hersteller Produktionszahlen von 3.500 Stück. Mit dieser Strategie wird versucht die Produktion des Model 3 hochzufahren. Bereits 500.000 Vorbestellungen verzeichne das kalifornische Unternehmen. 

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