49-Euro-Ticket kommt nicht im Januar – das ist das neue Startdatum

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Es steht fest: Das 49-Euro-Ticket kommt nicht zum 1. Januar 2023, wie einst geplant. Die Verkehrsminister haben sich jetzt auf ein neues Datum festgelegt, doch auch das wackelte schon, bevor es überhaupt bekannt wurde.
Ein Regionalexpress an einem Bahnübergang
Ein Regionalexpress an einem BahnübergangBildquelle: hpgruesen / Pixabay

Die Sonder-Verkehrsministerkonferenz sollte sich am Dienstag unter anderem zum geplanten 49-Euro-Ticket beratschlagen. Denn beim Nachfolger des 9-Euro-Ticket läuft es längst nicht so rund, wie einst gewünscht. Inzwischen steht fest, dass aus dem ursprünglich mal geplanten Termin zum 1. Januar 2023 nichts wird. Die Verkehrsminister der Bundesländer haben sich in ihrer Konferenz nun auf den 1. April 2023 als Startdatum verständigt. Doch schon bevor die Verkehrsminister nach einer stundenlangen Konferenz, bei der es auch um andere Themen ging, einen Termin nannten, gab es um das Datum schon neuen Streit.

Für den Verband der Verkehrsunternehmen – kurz VDV – sind noch zu viele Fragen ungeklärt. So äußerte sich der Verband im Vorfeld des Treffens der Minister einmal mehr zur Frage der Finanzierung. Die Branche der Unternehmen, die den Nahverkehr vor Ort durchführen, hat Sorge, dass die durch Bund und Länder zusätzlich bereitgestellten Milliarden Euro nicht ausreichen und die Bus- und Bahn-Unternehmen auf den Verlusten sitzenbleiben. „Je länger die Frage der Finanzierung offen ist, desto später kann das #Deutschlandticket eingeführt werden“, hieß es von dem Verband auf Twitter. „Wir weisen seit Monaten darauf hin. Die Branche benötigt die eindeutige politische Entscheidung, dass der Einnahmeverlust komplett von Bund und Ländern ausgeglichen wird.“

Späterer Start soll Finanzierung für 2023 sichern

Doch die Finanzfragen sind auch nach der gestrigen Tagung der Verkehrsminister der Länder weiter offen. Dem Vernehmen nach soll zumindest für das Jahr 2023 die Finanzierung dadurch gesichert sein, dass nun schlichtweg drei Monate weniger finanziert werden müssen. Dass das letztlich nur ein Feigenblatt bei einem dauerhaft angelegten Fahrkartenmodell ist, sollte jedem klar sein. Branchenschätzungen gehen von fast 5 Milliarden Euro aus, die benötigt werden, um das Ticket zu finanzieren. Medienberichten zufolge hätten die Länder zudem angekündigt, anfallende Mehrkosten zur Hälfte zu übernehmen, wenn der Bund die andere Hälfte übernimmt. Bundesverkehrsminister Wissing nahm nicht an der digitalen Sonderkonferenz teil.

Neben den Fragen der Finanzierung macht den Verkehrsunternehmen aber auch die technische Umsetzung noch Probleme. Denn erstmals müssen die digitalen Vertriebssysteme der Unternehmen deutschlandweit synchronisiert werden. Nur so ist am Ende eine Ticketkontrolle bundesweit sinnvoll möglich. Auch der Vertrieb für ein monatlich kündbares, nur per Smartphone oder Chipkarte buchbares Abo muss erst aufgesetzt werden. Das kostet ebenfalls Zeit und Geld.

Am Ende gilt für dich nur das Resümee, dass du auf einen Nachfolger des 9-Euro-Tickets weiter warten musst. Der 1. April 2023 ist letztlich nun auch nur ein von den Verkehrsministern der Länder festgelegter Wunschtermin. Sollte die Branche nicht mitspielen und die Finanzierung weiterhin unsicher sein, könnte auch dieser Termin noch im Winter erneut verschoben werden. Die Folge: Auch im Sommer 2023 könnte plötzlich ein deutschlandweit gültiges Ticket verfügbar sein, das von jetzt auf gleich für volle Busse und Bahnen zur Ferienzeit sorgt.

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2 KOMMENTARE

  1. Markus Venus

    ich Glaube nicht das das 49€ Ticket kommt weil die Politiker sich nicht einigen über die Zahlung. das War schon immer so das die dich nicht einig werden die Ampel Taugt doch nichts

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  2. Mathias kamm

    Die von da oben verarschen uns doch wo es nur geht ich bin ja gespannt wen die sich einig sind, und das, das 49 euro Ticket doch kommt

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