Samsung Gear Sport und Gear Fit 2 Pro offiziell vorgestellt

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Sport, Sport, Sport! Samsung hat sich entschieden, die IFA in Berlin zu nutzen, um sich von der besonders fitten Seite zu zeigen. Wie schon im Jahr 2016, als die Smartwatches Gear S3 Classic und Gear S3 Frontier vorgestellt wurden, wird auch in diesem Jahr das Themenfeld Wearables in den Fokus gerückt. Verwunderlich ist das nicht, denn das neue Smartphone-Flaggschiff Galaxy Note 8 wurde kürzlich im Rahmen einer eigenen Keynote präsentiert.
Samsung Gear Sport
Bildquelle: inside-digital.de / Hayo Lücke

Und so ging es in der großen IFA-Keynote von Samsung eben darum, wie man sportbegeisterten Nutzern dabei helfen kann, noch mehr Spaß an den täglichen oder wöchentlichen Workouts zu haben. Und in diesem Zusammenhang präsentierte der südkoreanische Elektronikkonzern nicht nur das schon vor einigen Tagen aus Versehen öffentlich gemachte Fitness-Armband Gear Fit 2 Pro, sondern mit der Gear Sport auch eine neue Smartwatch, die speziell an den Interessen von Sport-Fans ausgerichtet ist. Wenn man so will schickt Samsung der mit Sportuhr ein Konkurrenz-Produkt zur Apple Watch Sport in den Ring.

Samsung Gear Sport

Bunt, bunter, Samsung Gear Sport: Wer sich für die neue Smartwatch aus dem Hause Samsung entscheidet, hat die Qual der Wahl. Denn der neue Personal Trainer am Handgelenk steht mit seinem wahlweise schwarzen oder blauen Gehäuse in Kombination mit insgesamt 23 Armbändern zur Verfügung. Dabei können sich Träger der Smartwatch gleichermaßen für Armbänder aus Leder, Stoff oder Plastik entscheiden; ganz den persönlichen Vorlieben entsprechend. Die Breite des ausgewählten Bandes liegt aber grundsätzlich bei 20 Millimetern.

Samsung Gear Sport
Bildquelle: inside-digital.de / Hayo Lücke

Herzstück der 50 Gramm leichten und 11,6 Millimeter dicken Samsung Gear Sport ist ein Dual-Core-Prozessor mit einer maximalen Taktrate von 1 GHz. Ihm werden nicht nur 768 MB Arbeitsspeicher sondern auch 4 GB Flash-Speicher zur Seite gestellt. Der Antrieb fällt damit identisch zur Gear S3 Classic und Gear S3 Frontier aus und auch das Betriebssystem wurde nicht verändert: Wie die Schwestermodelle basiert auch die Gear Sport auf Tizen OS, einem auf Linux aufgebauten mobilen Betriebssystem.

Etwas kleiner fällt bei der Sport-Smartwatch allerdings das Display aus. Statt 1,3 Zoll bei Gear S3 Classic und Gear S3 Frontier kommt die Gear Sport mit einem 1,2 Zoll großen SuperAMOLED-Touch-Bildschirm aus. Für eine Auflösung von 320 x 320 Pixeln reicht es aber dennoch. Geschützt wird das Display durch Gorilla Glass 3.

Samsung Gear Sport: Pressebilder

Etwas überraschend: Die Akku-Kapazität wurde gegenüber den beiden Schwestermodellen wieder zurückgefahren. Statt 380 mAh stehen bei der Gear Sport nur 300 mAh zur Verfügung. Inwiefern sich das auf die Akkulaufzeit auswirken wird, kann erst ein ausführlicher Test zeigen. Ein kabelloses Aufladen der neuen, sportlichen Armbanduhr ist aber in jedem Fall möglich.

Zur weiteren Ausstattung zählen Bluetooth 4.2, WLAN 802.11 b/g/n, GPS-Unterstützung und NFC. Entsprechend werden auch die Samsung-Dienste Connect und Pay direkt von der Gear Sport unterstützt. Ein umfangreiches Fitness-Programm, das ab Werk vorinstalliert ist, darf natürlich nicht fehlen. Auf der Rückseite der Uhr ist wie bei allen modernen Sport-Uhren ein Herzfrequenzmesser integriert.

Gemäß 5-atm-Klassifizierung ist die Uhr auch dafür ausgelegt, um einem Wasserdruck von 5 bar standzuhalten. Anders ausgedrückt: Die Uhr beim Duschen oder in einem heftigen Regenschauer zu tragen, stellt kein Problem dar. Beim Schwimmen sollte man aber eher auf Geräte setzen, die mindestens 10 atm vorweisen können. Es ist also ratsam, die Samsung Gear Sport eher nicht im Schwimmbad zu tragen. Wer es doch tut, riskiert einen Defekt der eigenen Uhr, der über die Hersteller-Garantie nicht abgedeckt ist.

Um die neue Smartwatch mit einem Samsung-Smartphone verbinden zu können, muss auf dem entsprechenden Galaxy-Modell mindestens Android 4.3 installiert sein. Bei anderen Android-Smartphones muss mindestens Version 4.4 des mobilen Betriebssystems zur Verfügung stehen. Kompatibel ist die Uhr aber auch mit den folgenden Apple-Smartphones: iPhone 7, iPhone 7 Plus, iPhone 6s, iPhone 6s Plus, iPhone SE oder iPhone 5, die mindestens mit iOS 9 ausgestattet sind.

In den Handel kommt die Gear Sport ab Ende Oktober zu einem Preis von 349 Euro.

Samsung Gear Fit 2 Pro

Zweite IFA-Neuheit von Samsung ist das Fitness-Armband Gear Fit 2 Pro, das vor einigen Tagen schon kurzzeitig und verfrüht auf der Homepage des Herstellers zu sehen war. Das Armband soll vor allem bei wöchentlichen Workouts aber wie die Gear Sport auch im Alltag seinen Dienst verrichten, um Aktivitäten zu tracken, die Herzfrequenz zu messen und Benachrichtigungen vom Smartphone direkt auf dem Display am Handgelenk anzuzeigen. Das Smartphone muss also nicht aus der Tasche gezogen werden, um zu erkennen, wer gerade anruft, oder wer gerade eine Nachricht geschickt hat.

Samsung Gear Fit 2 Pro: Pressebilder

Die technischen Daten und die Ausstattung zeigen sich im High-End-Segment und es kommen einige interessante Features zum Vorschein. So löst das gekrümmte Display mit 216 x 432 Pixeln auf und es kommen so über 300 ppi zustande. Über diverse Watch-Faces lässt sich das nach außen sichtbare Display-Design frei nach der persönlichen Stimmung anpassen.

Neben GPS und Glonass verspricht eine Wasserdichtigkeit von 5 atm eine solide Bewegungsfreiheit für Sportjunkies und Outdoorfans. Auch hier gilt allerdings: Für Wassersport ist das Gear Fit 2 Pro nicht ausgelegt. Der integrierte Personal Trainer erkennt automatisch, welche Sportart betrieben wird, für Premium-Kunden von Spotify steht zudem direkt auf der Uhr eine Offline-Funktion zur Verfügung, sodass erstellte Playlisten auf das Armband übertragen und anschließend ohne Internetverbindung genutzt werden können.

Die technischen Daten in der Übersicht:

  • Display: Curved Super-AMOLED 1,5 Zoll mit 216 x 432 Pixeln
  • Betriebssystem: Tizen
  • Bluetooth: 4.2
  • Ortung: GPS, Glonass
  • WLAN: 802.11 b/g/n 2.4 Ghz
  • Speicher: 4 GB
  • RAM: 512 MB
  • Akku: 200 mAh
  • Sensoren: Bewegung-, Druck-, Lage- und Herzfrequenz-Sensor
  • Gewicht: 33 oder 34 Gramm je nach gewählter Größe

Die Samsung Gear Fit 2 Pro wird ganz in Schwarz und in Schwarz-Rot auf den Markt kommen. Sie kommt in einer kleinen Variante mit bis zu 165 Millimetern Armbandlänge und einem Modell mit bis zu 205 Millimetern Länge am 15. September 2017 für 229 Euro auf den Markt. Bei der Kompatibilität mit Smartphones gibt es keine Unterschiede zur Gear Sport.

Samsung Gear Fit 2 Pro: Hands-On-Fotos

Samsung Gear IconX 2018

Außerdem neu: Die kabellosen In-Ear-Kopfhörer Gear IconX 2018, die zur Markteinführung in Schwarz, Grau und Pink zur Verfügung stehen werden. Mit Android-Smartphones wird per Bluetooth eine Verbindung hergestellt, was aber nicht zwingend notwendig ist, da die Ohrstöpsel auch mit 4 GB Flash-Speicher ausgestattet sind, um die Lieblingsmusik auch ohne verbundenes Handy immer dabei zu haben.

Direkt vorinstalliert ist nicht nur ein bei jedem Training automatisch startender Aktivitätstracker, sondern auch ein Audio-Assistent, der wichtige Hinweise zum geplanten Lauftraining liefert. Über den Sprach-Assistenten Bixby ist eine Kommunikation mit dem Smartphone auch möglich, ohne das Smartphone aus der Tasche zu ziehen. Dafür wird während des Tragens einfach auf einen kleinen Knopf am rechten Ohrstöpsel gedrückt und so eine Verbindung mit dem Smartphone hergestellt. Anschließend sind per Sprachbefehl zum Beispiel Anrufe möglich.

Samsung Gear IconX: Pressebilder

Wer Musik oder Podcasts in den 4 GB großen internen Speicher der Kopfhörer lädt, kann sie nach Angaben von Samsung bis zu sieben Stunden nutzen. Wird eine Bluetoth-Verbindung zum Smartphone aufgebaut sind maximal fünf Stunden Nutzungszeit möglich. Wird über die Ohrstöpsel telefoniert, sind bis zu vier Stunden Nutzungszeit drin.

In den Handel kommen die Gear IconX 2018 ab Ende Oktober. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 229 Euro.

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