43 Millionen Führerscheine werden ungültig: Hier erfährst du, ob deiner betroffen ist

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Rund 43 Millionen Deutsche müssen demnächst ihren Führerschein umtauschen. Der Grund: er wird ungültig. Die Kosten dafür belaufen sich auf mindestens 30 Euro pro Person. Wir haben alles, was du zum Umtausch wissen musst.
Führerschein
43 Millionen Führerscheine werden ungültig: Hier erfährst du, ob deiner betroffen istBildquelle:

Die Zahlen sind gewaltig. Im Jahr 2020 hatten etwa 57,5 Millionen Deutsche einen PKW-Führerschein. Von denen müssen rund 43 Millionen ihren Führerschein ab 2022 gegen ein fälschungssicheres Exemplar umtauschen. Dabei sind nicht nur die etwa 15 Millionen Papier-Führerscheine betroffen. Auch rund 28 Millionen neue Führerscheine im Scheckkartenformat müssen umgetauscht werden.

Diese Kosten entstehen für den Führerschein-Austausch

Wer seinen Führerschein vor dem 18. Januar 2013 gemacht und ihn ausgestellt bekommen hat, muss ihn spätestens bis zum 19. Januar 2033 umtauschen. Dabei sind nicht alle sofort betroffen und es ist komplizierter, als so mancher annimmt. Es hängt entweder vom Alter des Führerscheinbesitzers oder dem Ausstellungsjahr ab. Wer wann dran ist, zeigen zwei Tabellen des ADAC.

Führerscheine, die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt worden sind, müssen spätestens bis zum 19. Januar 2025 ausgetauscht werden Führerscheine, die ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt worden sind, müssen spätestens bis zum 19. Januar 2033 umgetauscht werden

Nun fragen sich vermutlich viele, warum der Führerschein ausgetauscht werden muss. Der Grund: Führerscheine sollen künftig EU-weit fälschungssicher und einheitlich sein. Zudem will man sie in einer Datenbank erfassen, um Missbrauch zu vermeiden.

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Die Kosten für die Umtauschaktion belaufen sich auf über eine Milliarde Euro. Dabei muss jeder Betroffene zur örtlichen Führerscheinstelle und dort einen Antrag auf Umtausch stellen. Dieser erfolgt ohne Prüfung oder Gesundheitsuntersuchung. Für den Austausch berechnet der Staat 25 Euro.

Weitere Kosten nicht ausgeschlossen

Wer seinen Führerschein umtauschen muss, muss bei der Führerscheinstelle seinen Personalausweis oder Reisepass vorzeigen. Zudem benötigt man ein biometrisches Passfoto. Lässt du dieses von einem Fotografen machen, kostet dich das weitere 10 bis 20 Euro. In einem Automaten musst du für ein biometrisches Passfoto mit Kosten in Höhe von etwa 5 bis 8 Euro rechnen. Es gibt aber auch Dienste im Internet, die einen Passfoto-Generator anbieten. Du kannst dort dein selbst gemachtes Foto hochladen und den Bildausschnitt sowie die Proportionen so wählen, dass sie den offiziellen Anforderungen entsprechen. Aber auch hier musst du in etwa 7 Euro zahlen.

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Das passiert, wenn du deinen Führerschein nicht umtauschst

Der Umtausch ist für alle Betroffenen verpflichtend. Wer seinen Führerschein nicht umtauscht und weiterhin mit dem alten „Lappen“ Auto fährt, muss mit einem Verwarngeld in Höhe von 10 Euro rechnen. Im Ausland können zudem weitere Probleme auf dich zukommen.

Bildquellen

  • Führerscheine, die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt worden sind, müssen spätestens bis zum 19. Januar 2025 ausgetauscht werden: ADAC
  • Führerscheine, die ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt worden sind, müssen spätestens bis zum 19. Januar 2033 umgetauscht werden: ADAC
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