4.000 neue LTE-Sender: Hier tritt O2 beim Netzausbau aufs Gaspedal

2 Minuten
Lange hing das O2-Netz den anderen Netzen in Deutschland gewaltig hinterher. Diesen Rückstand versucht der Netzbetreiber jetzt aufzuholen. Nicht zuletzt aufgrund des Drucks der Lizenzauflagen. Der Ausbau selbst liest sich allerdings gewaltig.
Das O2-Logo auf einer Wand.
Bildquelle: O2

Seit Jahresbeginn hat Telefónica als Betreiber-Gesellschaft des O2-Netzes demnach 4.000 flächenwirksame LTE-Sender errichtet. Damit habe man auch die Marke von 20.000 Mobilfunkstandorten geknackt. Was viel klingt, ist im Vergleich zur Telekom allerdings immer noch wenig. Sie betreibt mehr als 31.000 Standorte.

Neben den Neubauten gibt es 2.000 weitere LTE-Sender von O2, an denen der Anbieter in den vergangenen Wochen und Monaten weitere Frequenzen in Betrieb genommen hat. Dadurch gibt es für alle Nutzer mehr Kapazität, sodass sich die Surfgeschwindigkeiten in der Summe aber auch für jeden einzelnen Nutzer dieser Zelle erhöht.

5,5 Millionen Menschen mit besserem O2 LTE

Seit Jahresbeginn habe O2 das Netz für insgesamt 5,5 Millionen Menschen verbessert, rechnen die Münchener in ihrer Presseerklärung vor. „Wir bauen unser O2 Netz in hoher Geschwindigkeit aus und sorgen so für einen massiven Digitalisierungsschub in Deutschland“, lässt sich Telefónica-Chef Markus Haas zitieren. Mit den nunmehr 20.000 Standorten „haben wir die Anzahl seit Jahresbeginn um ein Viertel gesteigert. Unser Ausbauprogramm macht riesige Fortschritte, sodass wir unseren über 43 Millionen Kunden bundesweit ein immer besseres O2 Netz für ihre digitalen Anwendungen bereitstellen.“

Die neuen Sender seien in vor allem bisher unterversorgten Regionen in Deutschland entstanden. Dazu zählen etwa neue LTE-Sender in Niederbayern, der Uckermark, im Odenwald, im Westerwaldkreis, in der Südwestpfalz, im Harz und in der Lausitz. Auch touristischen Regionen an Nord– und Ostsee wie die Inseln Poel, Amrum, Spiekeroog, die Eifel, der Schwarzwald oder die bayerischen Alpen würden von einem besseren Netz profitieren.

250 neue Sender pro Woche

Bis Jahresende sollen insgesamt mindestens 7.600 flächenwirksame 4G-Stationen errichtet werden oder auf LTE umgerüstet sein. Bereits in den vergangenen Monaten habe O2 die Ausbaugeschwindigkeit von zunächst 50 LTE-Sendern pro Woche auf rund 250 pro Woche gesteigert. Dieses Tempo wolle man auch in den kommenden Monaten beibehalten.

Einen Ausblick gab O2 auch auf 5G. Das neue Netz stehe „unmittelbar in den Startlöchern“. Der Start des neuen Netzes solle im vierten Quartal erfolgen. Allerdings wird es das Netz zunächst nur in fünf deutschen Städten geben. In welchem Umfang der 5G-Ausbau in diesen Städten erfolgt, teilte O2 jetzt noch nicht mit.

Deine Technik. Deine Meinung.

1 KOMMENTAR

  1. In unserm Ort sehr nahe Freiburg,kann man von glück reden wenn man wenigsten 2G bekommt. Seit der Telefonica Fusion vor ein paar Jahren ist es nur schlechter geworden. In Österreich und Schweiz kann man auf dem Berg sitzen und hat super Empfang, Deutschland ist eine Wüste, in allem.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen

VERWANDTE ARTIKEL