Mobiler Datenhunger in Westeuropa steigt bis 2021 auf 18 GB pro Monat an

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Eine Mobilfunk-Basisstation in Münster.
Bildquelle: Hayo Lücke / inside-digital.de
Neue Zahlen aus der Mobilfunk-Welt: Weltweit sind inzwischen 7,4 Milliarden Mobilfunk-Anschlüsse registriert. Das gab Ericsson im Rahmen der Vorstellung des neuesten Mobility-Reports bekannt. Damit gibt es mehr Mobilfunk-Anschlüsse als Menschen auf der Erde. Das stärkste Wachstum ist momentan bei LTE-Anschlüssen zu verzeichnen, der Nachfolge-Standard 5G wird ab 2020 zunächst wohl nur in Asien und in den USA durchstarten.

Bis zum Jahr 2021 werde es auf der Welt 4,1 Milliarden LTE-Anschlüsse geben, teilte Ericsson weiter mit. Aktuell sind gerade einmal rund eine Milliarde LTE-Anschlüsse in Betrieb. Pro Sekunde wachse die Zahl der Breitband-Anschlüsse auf Mobilfunk-Basis aktuell um 20 Stück, wobei das schnellste Teilnehmerwachstum derzeit in Afrika beobachtet werden könne.  

Der LTE-Nachfolger 5G soll nach Berechnungen von Ericsson im Jahr 2021 an rund 150 Millionen Anschlüssen aktiv genutzt werden. Voraussichtlich ab 2020 sollen erste kommerzielle 5G-Zugänge verfügbar sein – zuerst vor allem in Südkorea, Japan und China, aber auch in den USA.  

Besonders stark wächst nach wie vor der mobile Video-Konsum. Bis 2021 soll dessen Anteil am Datenverkehr rund 70 Prozent ausmachen. Heute liegt er bei etwa 50 Prozent. Gleichzeitig werde sich die Verbreitung von Smartphones von derzeit 3,4 Milliarden auf 6,4 Milliarden fast verdoppeln. Nahezu 90 Prozent des mobilen Datenverkehrs sollen in rund fünf Jahren von Smartphones verursacht werden.  

Eine weitere wichtige Botschaft, die dem neuen Mobility Report entnommen werden kann: Vertraut man den Berechnungen von Ericsson, müssen sich die westeuropäischen Mobilfunk-Netzbetreiber auf einen massiv zulegenden Datenhunger der eigenen Kunden gefasst machen. Werden momentan im Durchschnitt nur 2 GB Datenvolumen pro Mobilfunkanschluss im Monat gemessen, geht man für 2021 von 18 GB monatlich aus. In den USA soll der Datenverbrauch von 3,8 auf 22 GB pro Monat zulegen.  

Quelle: Ericsson 

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  • Eine Mobilfunk-Basisstation in Münster.: Hayo Lücke / inside-digital.de
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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er im Technik-Journalismus durch. Heute ist Hayo nicht nur Feuer und Flamme für die besten Serien bei Prime Video und Sky - ein Netflix-Abo hat er nicht - sondern auch für alles, was mit elektrifiziertem Fahren zu tun hat. Und damit sind nicht nur die ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn gemeint, die er im Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und der Redaktion von inside digital vor den Türen Kölns mehrmals wöchentlich besteigt, sondern vor allem auch Elektroautos.

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