Musikstreaming-Dienst öffnet sich für Nutzer jenseits von Windows

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Nachdem der Musikstreaming-Deinst MixRadio jahrelang als Alleinstellungsmerkmal für die Windows-Plattform fungierte, ist er nun auch auf iOS- und Android-Geräten zuhause und verspricht kostenlosen Musikgenuss für alle Nutzer.
Screenshot der MixRadio-Homepage
Bildquelle: inside-digital.de

MixRadio war jahrelang eine feste Instanz auf Nokia-Handys, brachte es doch kostenloses Musikstreaming auf die Telefone der Finnen und lieferte ein schlagendes Marketing-Argument. Mit der Übernahme von Nokias Mobile-Sparte durch Microsoft wurde MixRadio zum beliebten Spekulationsziel: Würde Microsoft MixRadio behalten und wie gehabt weiterführen? Oder mit dem eigenen Musikstreaming-Dienst Xbox Music zusammenführen? Oder würde man MixRadio veräußern um sich voll und ganz auf Xbox Music zu konzentrieren? Die Redmonder Softwareschmiede entschied sich für letzteres und verkaufte MixRadio zum Ende des vergangenen Jahres an die Firma hinter dem japanischen Messenger Line.

Unter dem neuen Dach meldet sich MixRadio nun zurück und ergänzt sein Portfolio an Apps um Android- und iOS-Apps. „Wir freuen uns, dass ein riesiges neues Publikum unseren personalisierten und unkomplizierten Musikstreaming-Dienst nutzen kann. Viele Benutzer können MixRadio zum ersten Mal erleben“, sagt Jyrki Rosenberg, CEO von MixRadio. Doch auch Nutzer der Windows-Apps müssen sich keine Sorgen machen: „Darüber hinaus werden wir weiterhin einen ausgezeichneten Service für derzeitige Benutzer auf Windows-Phones bereitstellen“, kommentiert Rosenberg die Einführung der Android- und iOS-Apps

Das persönliche Radioprogramm

MixRadio funktioniert, wie der Name schon sagt, eher wie eine persönliche Radiostation und sollte deshalb nicht mit On-Demand-Streamingangeboten wie Deezer oder Spotify verglichen werden. Der Nutzer wählt einige Künstler aus und der Dienst generiert daraus einen Mix, der dem Hörer gefallen soll. Bis zu sechs Mal kann pro Stunde ein Titel übersprungen werden, sofern man nur das werbefinanzierte Angebot von MixRadio einsetzt. Darüber hinaus bietet der Dienst viele kuratierte Mixe zu diversen Themen an.

Mixe können außerdem offline gespeichert werden, damit man sie auch unterwegs anhören kann, ohne dass das Datenvolumen belastet wird. Mit der Zeit lernt MixRadio was dem Nutzer gefällt und wird immer besser. „Wir sind zuversichtlich, dass die Benutzerfreundlichkeit und umfassende Personalisierung mehr als überzeugen. Wir beseitigen das Wirrwarr zwischen dem Hörer und seiner Lieblingsmusik und ermöglichen den Genuss, die Entdeckung und die Wiederentdeckung von toller Musik“, ergänzt Rosenberg.

Kooperationen sollen Geschäft vorantreiben

Neben Microsoft, das den Dienst weiterhin auf seinen Lumia-Smartphones vorinstallieren wird, wurde auch eine Kooperation mit HTC angekündigt. Exklusive Musik-Updates des Dienstes sollen im BlinkFeed-Stream der HTC-Geräte erscheinen und so die Nutzer in den Dienst locken. HTC unterhält bereits entsprechende Partnerschaften mit den Branchengrößen Deezer und Spotify. Außerdem liefert MixRadio die Musik für die Adidas MiCoach Smart Run Watch und ist in die Harman Kardon Omni-Lautsprecher integriert.

Quelle: MixRadio

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