Aller guten Dinge sind drei

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In der vergangenen Woche wurde von der inside-digital.de-Redaktion sowohl das Galaxy S6 als auch das Galaxy S6 edge ausführlich getestet. Zum Testbericht zählt auch ein standardisierter Akku-Belastungstest, der mit jedem Testgerät durchgeführt wird. Beim Galaxy S6 und S6 edge kam es dabei jedoch zu einigen Ungereimtheiten, die einen noch genaueren Blick notwendig gemacht haben.
Samsung Galaxy S6 / S6 edge
Bildquelle: inside-digital.de

Wie schon hunderte andere Smartphones vor ihnen, mussten sich in der vergangenen Woche auch das Samsung Galaxy S6 und S6 edge innerhalb des Test-Parcours von inside-digital.de einem Akku-Belastungstest stellen. Dieser ist streng genormt und erfolgt bei jedem Gerät, egal ob dies 100, 200 oder 500 Euro kostet, nach dem gleichen Prinzip. 

Die Akkus der Smartphones müssen sich im Test von inside-digital.de bei dauerhaft aktiviertem Bluetooth, WLAN und GPS sowie E-Mail-Push einem 30-minütigen Gespräch, 30 Minuten Musikhören per Webstream sowie 30 Minuten Spielen und einer 30-minütigen HD-Video-Wiedergabe über YouTube stellen. Hinzu kommen die Aufnahme mehrerer Fotos und Videos und das Surfen auf verschiedenen Webseiten. An sozialen Netzwerken sind im Hintergrund Twitter, Facebook und Instagram aktiv. Auf Chat-Programme wie WhatsApp wird im Test verzichtet, da sich eine alltägliche Nutzung schlecht nachstellen lässt und je nach Nutzertyp auch sehr variabel ist. Insgesamt dauert dieser Belastungstest acht Stunden. Danach folgt eine 16-stündige Standby-Phase, in der das Smartphone nicht genutzt wird. Am Ende kann so ein 24-Stunden-Akku-Fazit gezogen werden.

In der Regel wird dieser Akkutest bei den Smartphones nur einmal durchgeführt. Beim Galaxy S6 und S6 edge entschied sich die inside-digital.de-Redaktion jedoch zu einem zweiten und sogar zu einem dritten Durchlauf. Grund dafür waren die ersten Akku-Ergebnisse, die für Flaggschiffe wie das Galaxy S6 bzw S6 edge, ungewöhnlich schlecht ausgefallen sind. So zeigte im ersten Akku-Test die Anzeige des S6 nur noch 31 Prozent an und die 16 Stunden im Standby „überlebte“ das Samsung-Flaggschiff nicht mehr. Am nächsten Tag wurde der Akku-Test erneut durchgeführt, mit etwas besseren, aber auch nicht sonderlich berauschenden Ergebnissen. Das S6 bzw S6 edge kämpfte sich auf 45 Prozent nach acht Stunden und auf magere 12 Prozent nach weiteren 16 Stunden im Standby herauf. Da mögliche Ablauffehler oder Störfaktoren wie zum Beispiel schlechtes Netz / WLAN-Empfang nach zwei Testdurchläufen eigentlich ausgeschlossen werden konnten, ging der Testbericht zum Galaxy S6 und S6 edge mit einer entsprechend schlechten Akkubewertung von 3 von 5 möglichen Sternen online.

Für anschließende Vergleichs-Videos zwischen dem S6 und anderen Flaggschiffen wurde das Smartphone in den folgenden Tagen auch weiterhin von der Redaktion genutzt. Da insbesondere der Standby-Akkuverlust in diesen Tagen deutlich geringer als noch im Test ausfiel, entschied sich die Redaktion zu einem dritten Akkutest. Dieser lief erneut nach den oben genannten Maßstäben ab. Das Motto „Aller guten Dinge sind drei“ gelten wohl auch für die Akkus von Galaxy S6 und S6 edge. Denn erst im dritten Anlauf lieferten die beiden Geräte Akkuwerte ab, die einem Oberklasse-Modell entsprechend gut waren. Beide Modelle zeigten nach acht Stunden noch 62 und nach insgesamt 24 Stunden noch 49 Prozent an. Die Akku-Bewertung stieg dementsprechend von 3 auf 4,5 von 5 möglichen Sternen an.

Samsung Galaxy S6 Akkuwerte
Bildquelle: inside-digital.de

Erst im dritten Anlauf spielte der Akku des S6 seine gesamte Power aus

Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass sich die Leistung des Akkus mit jedem Ladezyklus deutlich verbessert hat und mittlerweile auf dem Niveau anderer Top-Geräte liegt. Wer Probleme mit dem Akku des S6 hat, sollte also dem Akku ein paar Tage Zeit geben, um die volle Leistungsfähigkeit zu erreichen.

Hier geht es zu den entsprechenden Testberichten des Galaxy S6 und S6 edge:

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