Kinder, die auf Bildschirme starren

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Steve Jobs hat mit dem iPod, iPhone und iPad die Technikwelt verändert und machte aus Apple eines der weltweit erfolgreichsten Unternehmen aller Zeiten. Umso überraschender ist es, dass der ehemalige Apple-Chef seine Kinder von den erfolgreichsten Produkten des Unternehmens fernhielt - dem iPhone und dem iPad.
Steve Jobs während der iPhone-Präsentation
Bildquelle: youtube/BorisLeeHK

Jobs, der im Jahr 2011 starb, mag zwar ein instinktives Gespür für Technik gehabt haben, er war aber auch ein Vater, der seinen Kindern den Zugang zu elektronischen Geräten nur eingeschränkt erlaubte. Als Nick Bilton, Journalist bei der „New York Times“, Jobs im Jahr 2010 fragte, ob seine Kinder das iPad mögen, erwiderte der ehemalige Apple-Chef: „Sie haben es noch nicht benutzt. Wir beschränken die Zeit, in der sich unsere Kinder zu Hause mit Technik beschäftigen.“

iPhone, iPad und Co. machen das Leben für Eltern heutzutage viel einfacher. Teure Technik verkommt zum High-End-Spielzeug, das während einer langen Autofahrt den Eltern Ruhe verschafft, während die Sprösslinge im Schein der Displays in eine andere Welt abtauchen.

Sollte man also, statt Apple und anderen Technik-Konzernen für die Eltern-Assistenten zu danken, über den möglichen Schaden, den Tablets und Smartphones Kindern und Jugendlichen zufügen, besorgt sein? Jobs sah es anscheinend so. Auch fand Bilton in zahlreichen Gesprächen mit CEOs anderer Technikunternehmen heraus, dass diese es ähnlich handhaben wie einst Jobs. Sie schränken die Zeiten ein, in denen ihre Kinder vor Displays sitzen.

Die Gefahren sind allgegenwärtig: Immer öfter werden Kinder und Jugendliche über das Internet und soziale Netzwerke von Mitschülern schikaniert und gemobbt. Hinzu kommt eine Abhängigkeit; eine Sucht nach Smartphones.

Jobs war zweifellos ein Genie, aber er wollte nicht, dass seine Kinder auf Bildschirme starren. Walter Isaacson, Autor der Biografie „Steve Jobs“, verbrachte viel Zeit im Haus des einstigen Apple-Chefs und bestätigt, dass persönliche Gespräche der Zeit vor einem Bildschirm immer bevorzugt wurden. „Jeden Abend traf sich die Familie am Esstisch und sprach über Bücher und Geschichte. Keiner zog jemals ein iPad aus der Tasche.“

Quelle: New York Times

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  • Steve Jobs während der iPhone-Präsentation: youtube/BorisLeeHK
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