1&1 Kostenfalle: Diese böse Überraschung droht im Homeoffice

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Auf diese Überraschung können 1&1-Kunden sicher gern verzichten: Wer sein Wohnzimmer in denen vergangenen Wochen zum Büro gemacht hat und Kunde bei 1&1 ist, hat möglicherweise eine böse Überraschung auf seiner Rechnung gehabt. Denn ganz schnell kann das Homeoffice zum Kostentreiber werden.
Mutter und Tochter im Home-Office
Bildquelle: Marina Andrejchenko / Adobe Stock

Grund dafür sind die zahlreichen Telefonkonferenzen, die in den vergangenen Monaten stattgefunden haben. Denn obwohl es sich in der Regel bei professionellen Telefonkonferenzen inzwischen um Festnetznummern als Einwahlnummer handelt, entstehen dir bei 1&1 im Homeoffice Kosten für das Gespräch. Und das sogar, wenn du eine Flatrate für Telefonate ins Festnetz gebucht hast.

Der Grund: Schon seit 2011 berechnet 1&1 für zahlreiche Festnetznummern Telefonkosten in Höhe von 2,9 Cent pro Minute. 1&1 erweitert die Liste laufend um neue Nummern. Mittlerweile sind es annähernd 5.000 Rufnummern, die in einer Liste von 1&1 aufgeführt werden. Da diese Liste stetig wächst, hast du auch keine Garantie, auf Dauer von den Kosten verschont zu bleiben. 25 neue Nummern sind allein in der Corona-Zeit dazugekommen.

So teuer ist die 1&1 Kostenfalle

Für dich als Kunden von 1&1 bedeutet das, dass eine Telefonkonferenz, die du mit einen Kollegen über ein Konferenzportal geführt hast, berechnet wird. Ein einstündiges Meeting kostet dich aufgrund des Minutenpreises 1,74 Euro. Bei zwei Tagen pro Woche und insgesamt zehn Wochen Homeoffice wäre es schon 34,80 Euro. Je nach Job dürftest du mit zwei Stunden Telefonkonferenz pro Woche jedoch nicht auskommen. Bei der Verbraucherzentrale NRW häufen sich jetzt die Beschwerden.

1&1 begründet die Berechnung von Konferenzportalen seit jeher damit, dass die Telefonflatrate dafür gedacht sei, die Kommunikation von Mensch zu Mensch zu fördern. Konferenzdienste weise man daher gesondert aus und berechne sie. Dass auch Telefonkonferenzen die Kommunikation zwischen Menschen gerade in Corona-Zeiten gefördert hat und fördert, scheint man bei 1&1 jedoch anders zu sehen.

Videokonferenz als Alternative

Eine gute Alternative zu Telefonkonferenzen sind übrigens Videokonferenzen. Sie nutzen deine Breitbandleitung. So fallen garantiert keine Telefonkosten an. Wer kein Video von sich zeigen will, kann auch nur per Ton teilnehmen. Achtung: Einige Videokonferenzen bietet auch die Einwahl per Telefon an – hier gerätst du dann wieder in die Kostenfalle, die es in dieser Form nach unserer Kenntnis nur bei 1&1 gibt. Übrigens auch bei Handyverträgen.

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6 KOMMENTARE

  1. Die verlinkte Seite bei 1&1 heisst
    Servicerufnummern_Fraud_print.xlsx
    Und was heisst „Fraud“ auf Deutsch?
    Alles klar?
    Mit freundlichen Grüßen

  2. Bei mir war es laut telefonischer Absprache, was natürlich auf Band aufgenommen wird ,aber eins und 1 & 1 nicht stört.Auf der Rechnung waren auf einmal 4 €… Mehr und ich habe das sofort storniert. Das ist eine ganz einfache Betrugsmasche was da abläuft und keiner macht was dagegen. Ich möchte mit diesem Verein nichts mehr zu tun haben.

    • Erklär mir bitte Kurz weiso es Betrug ist, wenn 1&1 in den AGBS festhältdas die Flatrate nicht für alle Festnetznummer gilt, und dir das somit auch vor Vertragsabschluss bekannt ist.

      Ich verstehe schon das dass nervig ist, und ja das die Liste jederzeit erweitert werden kann ist nicht Ok, aber perse, ist es kein Betrug. Sondern das gute Recht vvon 1&1.

  3. Sorry, es ist immer wieder das alte Thema. Nicht überall wo Flatrate drauf steht ist sie auch drin. Das die Nummernliste allerdings erweitert wird, müsste gestoppt werden. Meinem Empfinden nach kann das nicht rechtens sein. Normalerweise müsste der Kunde 4 Wochen vor der Ergänzung informiert werden, damit er ein außergewöhnliches Kündigungsrecht geltend machen kann. Seit ich damals für 1und1 gearbeitet habe, hat sich also nichts geändert.

  4. wer bekommt die aktualisierte Liste denn ? Niemand.. somit ist es definitv nicht Grundlage der AGB, denn dazu müsste es statisch sein, zum Tag des Abschlusses. Ausserdem ist es eine miese Masche, wenn man sich wieder in den 1990 er befindet und Listen wälzen muss um zu sehen, ob Kosten entstehen. Da wäre eine Ansage beim Gesprächsaufbau sinnvoller, wenn überhaupt !

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