Smart TV kaufen: Diese Kriterien solltest du unbedingt beachten

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Smart TVs sind eine Investition, die du dir gut überlegen, vor allem aber durchdenken solltest. Für sein Geld sollte man schließlich das bekommen, was perfekt zu einem selbst und der Wohnsituation passt. Worauf es beim Kauf eines Smart TVs also ankommt, zeigen wir dir im Folgenden.
Samsung-Fernseher aus der 2021-Serie an einer Wand
Bildquelle: Samsung

Analoge Fernseher gibt es heutzutage fast gar nicht mehr. Bei Fachhändlern oder Elektronikfachmärkten finden sich fast ausschließlich Smart TVs, die an sich noch einmal besondere Funktionen mit sich bringen. Worauf es beim Kauf eines Smart TVs im Allgemeinen sowie im Speziellen ankommt und wie du zu deinem perfekten Fernseher kommst, dabei helfen die folgenden Punkte.

Die Größe des Fernsehers ist entscheidend

Ein entscheidendes Kaufkriterium für einen Fernseher sollte die Größe sein. Wie ist deine Wohnsituation? Hast du viel Platz oder einen Schuhkarton als Wohnzimmer? Willst du deinen Fernseher womöglich direkt am Bett haben oder ganz woanders? Entscheidend ist der Abstand, den du von deiner Sitzposition bis zum Smart TV hast. Pauschal kann man sagen: Je größer der Fernseher und geringer der Abstand, desto verpixelter respektive verschwommen kann das Bild sein. Als Faustregel gilt, dass der Abstand zum Fernsehgerät immer das etwa zwei- bis dreifache betragen soll wie die Display-Diagonale groß ist.

Im gängigen Mittelfeld sind TVs mit einer Display-Diagonale zwischen etwa 32 Zoll und 55 Zoll. Doch wer den Markt beobachtet oder in Fachmärkte geht, sieht, dass auch Fernseher immer mehr wachsen. Ein Extrembeispiel: „The Wall“ von Samsung, die teils über 500 Zoll bieten.

Ein Kriterium hinsichtlich der Größe kann auch sein, wie der Smart TV im Zimmer untergebracht werden soll: Soll er stehen oder an der Wand befestigt sein? Sehr große Fernseher bringen nämlich auch ein gewisses Gewicht mit sich, sodass eine Wandaufhängung nur bedingt Sinn ergibt.

Display und Design: Die perfekte Wahl treffen

Neben der Größe deines künftigen Smart TVs spielt auch die Display-Art mitunter eine Rolle. Gedanken solltest du dir außerdem über die Auflösung machen. Doch der Reihe nach. Display-Techniken gibt es viele – LCD, LED oder OLED, um einige zu nennen. Im Wesentlichen unterscheiden sich die Technologien hauptsächlich in der Art der Hintergrundbeleuchtung und der Pixel. Jede einzelne Technik hat ihren speziellen Vorteil.

Während LCD im Prinzip die preisgünstigte Möglichkeit ist, ein Display zu bauen, bietet die Technik keine starken Kontraste. LED greift das hingegen auf und bietet sowohl einen hohen Kontrast als auch daraus resultierende gute Schwarzwerte. OLED schneidet im direkten Vergleich am besten ab. Der Grund: Anders als bei LCD und LED leuchten die eingesetzten Leuchtdioden aus sich heraus, es kommt keine flächige Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz. Deswegen stellen OLED-Displays Inhalte am kontrastreichsten und mit tiefen Schwarzwerten sowie kräftigen Farben dar.

Abgesehen von der grundlegenden Display-Technologie an sich stellt sich noch die Frage: Flatscreen oder Curved-TV? Flatscreens können vor allem mit einem sehr stabilen Blickwinkel punkten. Das lohnt sich vor allem, wenn du mit mehreren Menschen einen Filmabend machst und ihr euch über einen größeren Raum verteilen müsst. Das fällt bei einem Curved-TV weg. Denn um den Vorteil des leicht gebogenen Fernsehers auszureizen, musst du mittig davor sitzen. Ist das jedoch gegeben, vergrößert die Technik dein Blickfeld, ohne das du deinen Kopf viel hin und her bewegen musst.

Samsung Curved-TV im Wohnzimmer

Bildschirmauflösung passend zur Wohnsituation

Hinsichtlich der Auflösung gilt, je höher die Pixeldichte, desto schärfer das Bild. Mit einer Full-HD- oder noch besser Ultra-HD-beziehungsweise 4K-Auflösung bist du bei modernen Smart TVs auf der sicheren Seite. HD-Qualität gilt heutzutage als überholt. Einige Modelle bieten schon eine 8K-Auflösung. Hier solltest du allerdings bedenken, dass es noch nicht viele Filme, Serien und Co. in 8K-Qualität gibt und dir die Auflösung somit nur wenig bringt.

Apropos: das betrifft auch die Bildwiederholfrequenz. Je höher die Frequenz, desto flüssiger ist auch die Darstellung von Filmen und Co. Hier sollten es mindestens 60 Hertz sein. Doch auch hier solltest du darauf achten, was dein restliches Zubehör – zum Beispiel TV-Receiver oder Blueray-Player – unterstützen.

Fernseher: Anschlüsse für spezielle Vorlieben

Wie bei jedem Elektrogerät gilt: Es sollten nicht nur ausreichend, sondern auch die passenden Anschlüsse vorhanden sein. Sonst hängst du entweder in den Seilen oder musst (teuer) nachrüsten. HDMI gilt als Standard unter den Schnittstellen, wenn es um die Bildübertragung geht. Der HDMI-Anschluss sollte je nach Auflösung in der Version 2.1 vorhanden sein, da dann 4K-Inhalte übertragen werden können. Möchtest du außerdem weitere Geräte anschließen, zum Beispiel Konsolen, sollten mindestens zwei oder drei HDMI-Slots an dem Smart TV vorhanden sein. Gleiches Spiel gilt für USB-Anschlüsse, die die Verbindung mit externen Geräten – zum Beispiel Festplatten – ermöglichen. Per CI+-Anschluss kannst du außerdem Erweiterungskarten einsetzen, die du unter anderem für Pay-TV-Sender brauchst.

Doch nicht nur die physischen Verbindungsmöglichkeiten spielen eine Rolle, sondern auch die kabellose Übertragung. Wie eingangs erwähnt, macht ein Smart TV seinem Namen erst alle Ehre durch die Internetverbindung. Die ist entweder durch LAN oder WLAN gegeben. Bekannt ist, dass LAN die stabilere Internetverbindung herstellt, während WLAN oft schwankt oder durch weitere Geräte belastet ist. Du solltest dementsprechend darauf achten – vor allem als jemand, der gerne streamt – dass dein Fernseher zumindest beide Möglichkeiten anbietet. Auch Bluetooth sollte mit an Bord sein, damit du beispielsweise kabellose Kopfhörer oder Ähnliches anschließen kannst.

Welcher Smart TV-Hersteller bietet was?

Von den grundlegenden Funktionen her sind die meisten Smart TVs gleich. Doch wenn du bestimmte Funktionen oder Spezialitäten von spezifischen Herstellern haben willst, solltest du nicht wahllos zu einem Gerät greifen. Dazu zählen bestimmte Design, Ökosysteme, Technologien oder Ausstattungen.

Bietet Samsung beispielsweise mit der The Frame-Serie Smart TVs, die sich als Kunst in deiner Wohnung integrieren lassen, versucht der südkoreanische Hersteller auch seine Fernseher in das gesamte Ökosystem einzubinden. Philips punktet indes mit der populären Ambilight-Technik, die in Echtzeit Farben von Inhalten nach außen widerspiegelt.

Ein Mann sitzt vor einem Fernseher, der nach außen hin leuchtet.
Die Ambilight-Technik von Philips.

TV-Betriebssysteme mit Eigenheiten

In den Punkt Herstellereigenschaften spielt auch das Betriebssystem des Smart TVs ein. Das kannst du dir vorstellen wie bei deinem Smartphone oder Tablet. Aktuell gibt es vor allem vier große Player am Markt: Android TV, Tizen OS (von Samsung), WebOS (LG) und My Home Screen (Panasonic). Sie unterscheiden sich zum Teil deutlich in ihrer Handhabung und dem Funktionsumfang, unter anderem in der Kompatibilität mit Apps. Kommt Android TV bei vielen Smart TVs – ähnlich wie bei Smartphones – zum Einsatz, basieren WebOS und Tizen auf dem PC-Betriebssystem Linux. Panasonic hat My Home Screen derweil gänzlich selbst entwickelt.

Hier kommt es letztlich auf den eigenen Geschmack an und darauf, was dir wichtig ist. Hast du dir ein paar Modelle herausgesucht, informierst du dich am besten vor dem Kauf über das installierte Betriebssystem und was es kann.

Smart TV-Funktionen und der Datenschutz

Mit der Internetfähigkeit kommen einerseits viele Funktionen, die dir den Fernsehgenuss erleichtern und ihn spannender Gestalten. Durch HbbTV (Hybrid broadcast broadband TV) kannst du mit dem Fernseher interagieren und beispielsweise in Echtzeit mehr Informationen zu einer Sendung im Fernsehen abrufen. Des Weiteren sind in vielen smarten Fernsehmodellen Mikrofone und Webcams integriert, sodass du das Gerät per Sprachassistent steuern kannst.

Allerdings kommen mit den smarten Funktionen auch die gleichen Datenschutzprobleme wie beim Handy, Tablet oder Computer auf. Legst du Wert darauf, welche deiner Daten abgegriffen und weitergereicht werden, solltest du dich vor dem Kauf über die Datenschutzpolitik des Herstellers informieren. Spätestens aber bei der Einrichtung ist es wichtig, die richtigen Einstellungen zu (de-)aktivieren. Worauf es beim Smart TV-Datenschutz wirklich ankommt, ist in diesem ausführlichen Ratgeber zusammengefasst.

Schon mal an Energieeffizienz gedacht?

Nicht selten hört man das Beispiel des Fernsehers im Standby-Modus, der für unnötige Zusatzkosten bei der Stromrechnung sorgt. Manche Modelle verbrauchen aber mehr als andere. Möchtest du dir also keinen Stromfresser nach Hause holen, informiere dich über die Energieeffizienzklasse des jeweiligen Smart TV-Modells. Das kannst du einfach auf dem Label ablesen. Wichtig ist, dass du nicht nur auf das ausgewiesene Energielabel achtest, sondern auch auf den angegebenen Stromverbrauch.

Energielabel ab 2021: Die wichtigsten Fragen und Antworten zu TVs, Waschmaschinen und Co.

Budget setzen

Zu guter Letzt spielt selbstverständlich auch dein Budget eine Rolle beim Kauf eines Smart TVs. Ein klares Limit solltest du dir schon vor der Suche setzen und dir dann genau überlegen, was du wirklich von deinem Fernseher erwartest. Je nach Budget solltest du also Abstriche in Kauf nehmen. So kannst du Enttäuschungen vermeiden und dich nicht von Verkäufern überreden lassen, ein Smart TV außerhalb deiner Preisklasse zu kaufen.

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