Test des Telekom MDA 3

23 Minuten

Multimedial arbeiten und kommunizieren – das ist das Motto zum T-Mobile MDA III. Wie effektiv die Arbeit mit diesem Smartphone ist, was es alles kann und wo seine Schwächen liegen, all das wollen wir herausfinden und haben das Gerät dem inside-digital-test unterzogen.Das MDA III wird in einem relativ großen Standard Karton geliefert. Hauptthema des Designs ist das T-Mobile Gerät und somit fehlen auf ihm jegliche Feature-Informationen über das Handy selbst.

Die Größe des Kartons erklärt sich von selbst, sobald man den Lieferrumfang näher betrachtet. Enthalten sind das T-Mobile MDA III mit Windows Mobile 2003 SE für Pocket PC Phone Edition, ein Lithiumpolymer Akku, ein Stereo-Headset, eine Ledertasche, eine USB Docking-Station mit Lademöglichkeit für einen zusätzlichen Akku (nicht enthalten), Ein Netzladegerät, ein Ersatzstift, ein Handbuch mit Kurzanleitung, sowie eine extra CD-ROM mit Microsoft Active Sync 3.7.1 und Microsoft Outlook.

Die mitgelieferten Sachen übersteigen in jedem Fall den Standard-Lieferumfang, was den Preis von ca. 700,- € ohne Vertrag rechtfertigt, wenn man zusätzlich noch bedenkt, dass das Gerät mit vielen Features ausgestattet ist, welche man bei manchem PDA schmerzlich vermissen muss.

T-Mobile MDA 3 - Lieferumfang
T-Mobile MDA 3 - Aussenansicht geöffnetUm das MDA III in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen braucht es nur wenige Handgriffe und die sind dazu noch kinderleicht. Das Einlegen der SIM-Karte ist genauso einfach wie der Anbau des Akkus, welcher gleichzeitig als Abdeckklappe fungiert. Wechselcover zum MDA III gibt es nicht.

Äußerlich ist der MDA III auf den ersten Blick ein „normales“ Smartphone mit Touchscreen, doch schaut man genauer hin, so entdeckt man eine ausziehbare QWERTZ-Softtastatur. Durch den matten Metalllook wirkt das Gerät sehr hochwertig. Obwohl die Rückseite im Vergleich zum Rest schwarz ist, fügt auch sie sich gut ins Design ein.

Hält man das Gerät in der Hand so fällt sofort auf, dass es ein ganz schönes Gewicht auf die Waage bringt. Die Bedienbarkeit mit dem Stift ist sehr gut, sobald man den Dreh raus hat. Um mit ausgeschobener Tastatur zu arbeiten, sollte das MDA III auf einer geraden Oberfläche liegen, da er frei in der Hand gehalten ein Übergewicht bekommt und so das Schreiben erschwert wird. Alle Elemente des T-Mobile Gerätes machen einen langlebigen Eindruck.

Die Spaltmaße des Smartphones sind klein und gleichmäßig, was auf eine hohe Verarbeitungsqualität schließen lässt und die Langlebigkeit aufgrund verminderter Staubeindringung unterstützt. Auch bei ausgezogener Tastatur treten keine Öffnungen oder Schlitze in den Innenraum des Handys zu Tage, so dass das Innenleben des Gerätes zu jeder Zeit geschützt ist. Ein weiteres Indiz für hohen Qualitätsanspruch des Herstellers sind die passgenauen Anbauteile, egal ob es sich um das Headset, die Dockingstation oder das Netzkabel handelt.

T-Mobile MDA 3 - RückseiteAn äußeren Besonderheiten und Bedienelementen hat das MDA III einiges zu bieten. Im unteren Teil, zwischen den Tasten zum Sprechen/Senden und Beenden finden wir ein Navigations-Pad. Darüber finden wir in einer Reihe mit Icons gekennzeichnet eine Menütaste, eine Messaging-Taste, eine I-Explorertaste und eine Bestätigungstaste. Über dem Display sind links und rechts vom Lautsprecher Schnellzugriffstasten für die Kontaktliste und für den Kalender. Auf der linken Seite des MDA III finden für Zugriffstasten für die Kamera und die Tonaufnahme und einen Lautstärkeregler, welcher entweder während eines Gespräches oder im normalen Gebrauch funktioniert. Die Infrarotschnittstelle ist ebenfalls auf der linken Seite. Auf dem Rücken des Gerätes finden wir die Kamera sowie einen Portraitspiegel für Selbstportraits. On Top finden wir neben der Power-Taste den Anschluss für den Kopfhörer und einen Steckplatz für eine externe MMC-Speicherkarte. Das MDA III ist bis zu 512 MB großen Karten kompatibel.

Neben dem bereits erwähnten Navigations-Pad gibt es, wie bei anderen Smartphones auch, die Möglichkeit per Stylus Texte und Nachrichten direkt über den Touchscreen einzugeben. Hierzu steht einem entweder eine Bildschirmtastatur zur Verfügung, oder die lernfähige Texterkennung bei der man handschriftlich Dinge eingibt. Die zweite Variante geht z.T. bedeutend schneller.

T-Mobile MDA 3 - TastaturDaneben bietet uns das MDA III noch eine ausziehbare vollwertige Tastatur, mit der man mit ein wenig Übung auch ziemlich zügig vorankommt. Die Anordnung entspricht der normalen „QWERTZ“-Tastatur ähnlich einer Notebook-Tastatur mit eingefügtem Ziffernfeld. Angesichts des zur Verfügung stehenden Platzangebots, sind die Tasten der Tastatur jedoch leider etwas klein ausgefallen.

Die Tastaturbeleuchtung schimmert in einem sehr schicken Blauton durch die QWERTZ-Tastatur. Das Tastenpad ist flach und ohne sichtliche Wölbungen für die Tasten. T-Mobile MDA 3 - TastaturbeleuchtungDer Grund hierfür liegt auf der Hand, das Pad ist nur so im MDA III gut zu verstauen. Die Steuerung geschieht also nur über Druckpunkte, die durch Ziffern gekennzeichnet sind. Der Druckpunkt ist deutlich fühlbar. Außerdem bedeuten die fehlenden Tasten auch gleichzeitig keine Tastaturgeräusche. Diese Lösung erscheint hochwertig und vor allem vielversprechend in puncto Lebensdauer.

Blind-SMS Schreiben könnte jedoch zum Problem werden, gerade weil die Tasten relativ klein sind und man sich nicht an fühlbaren Markierungen (ähnlich der „5“ des Handys) orientieren kann. Das Navigations-Pad lässt sich präzise bedienen und es kommt nicht zu ungewollten Richtungsänderungen während der Benutzung. Der T-Mobile MDA 3 - Tasten über DisplayVibrationsalarm des MDA III arbeitet geräuscharm und dennoch spürbar. Eine dezente Ankündigung eines eingehenden Anrufes ist also durchaus möglich.

Fraglich ist, wie sich der Schiebemechanismus der ausziehbaren Tastatur, nach einem Jahr Nutzung verhält. Wenn er sich dann immer noch so geschmeidig ein zu ausziehen lässt, dann: „Alle Achtung!“T-Mobile MDA 3 - EingabestiftDie Sprachqualität ist trotz vollem Empfang eher mittelmäßig. Gespräche klingen etwas blechern und stark rauschgedämpft. Beim Telefonat versteht man den anderen auch bei hoher Lautstärkeregelung nur relativ dumpf und leise. Zum einen vernimmt man während des Gesprächs permanent im Hintergrund, das für Handys typische, Rauschen und zum anderen ist das Gerät aufgrund seiner Größe und der Form alles andere als bequem am Ohr zu halten. In diesem Punkt kann jedoch das mitgelieferte Headset Abhilfe schaffen, meine Empfehlung wäre das zumindest. Telefonieren war so um einiges angenehmer und beide Seiten haben sich zudem noch besser verstanden.

T-Mobile MDA 3 - Nummerntastatur für AnrufeDie integrierte Freisprechfunktion versteckt sich bei laufenden Gesprächen im Symbol für die Netzverbindung am oberen Rand des Homescreens. Sie kann aber auch mit einem sehr langen Druck auf die Hörertaste aktiviert werden.

Die Lautstärke kann jederzeit problemlos auch während eines Telefonats angepasst werden, auf der linken Seite des MDA III befindet sich, wie schon erwähnt, ein Lautstärkeregler der die Anpassung der Gesprächslautstärke sehr einfach macht. Bei aktivierter Freisprecheinrichtung lässt sich die Lautstärke zudem über das PDA typische Menü einstellen. Letztere Möglichkeit ist nicht zu empfehlen, da Einstellung hierüber umständliche und unpraktische im Vergleich sind, lasse ich diese Variante auch so im Raum stehen.

Ein vollwertiger Handyersatz kann das MDA III, auf Grund der schlechten Sprach- und Empfangsqualität, nicht sein. In Anbetracht dessen, dass die Sprachqualität beim Benutzen des Headsets um Klassen besser wird, das MDA III sogar eine integrierte Freisprecheinrichtung hat und man sich die Zweitanschaffung eines PDAs ersparen kann schneidet das MDAIII doch nicht so schlecht ab. Hauptargument für das Handy ist, dass es ein wirklich annehmbarer Kompromiss zwischen einem PDA und Handy ist.T-Mobile MDA 3 - Standard BildschirmBeim Display des T-Mobile MDA III handelt es sich um ein TFT-Display mit einer maximalen Auflösung von 320×240 Pixeln und Maßen von 5,7×7,3 cm. Das Design des Bildschirms ist an T-Mobile angepasst. Mit 65.536 Farben hat das Gerät gute Voraussetzungen für eine sehr schöne Farbwiedergabe. Die Schärfe der dargestellten Texte und Icons ist als gut einzustufen – es sind keine grobpixeligen Stellen erkennbar.

Durch eine permanente Beleuchtung des Bildschirms ist die Lesbarkeit sowohl bei Sonneneinstrahlung, als auch bei Dunkelheit gegeben. Es ist möglich für Netz- und Akkubetrieb eine unterschiedliche Helligkeit einzustellen. Es gibt jeweils 10 Stufen. Zu finden ist dieser Punkt im Menü unter Einstellungen > Hintergrundlicht > Akkubetrieb > Helligkeit

T-Mobile MDA 3 - Bilder ansehenWie bei allen Displays mit Hintergrundbeleuchtung, lässt sich auch dieses hervorragend im Dunkeln ablesen. Zumal es sich auch optimal den gegebenen Lichtverhältnissen anpassen lässt. In Stockfinsterer Nacht reduziert man einfach die Beleuchtung ein wenig, was fühlbar angenehm für die Augen ist. Mithilfe der Systemsteuerung, lässt sich das Display in allen Bereichen optimal den Gegebenheiten anpassen. Aufgefallen ist uns, dass das Display bei geringer Beleuchtung einen leichten Gelbstich bekommt.

Natürlich kann man beim MDA III auch Einfluss auf den Look der Benutzeroberfläche nehmen. So kann man verschiedene Hintergrundbilder einstellen, um das Gerät zu personalisieren. Unter dem Menüpunkt Einstellungen>Heute kann man sowohl voreingestellte Bilder nutzen, als auch per Internet oder per BT / Irda Übertragung Bilder auf sein Handheld laden. Eine Begrüßungsanimation haben wir nicht finden können. An dessen Stelle tritt sofort die PIN Eingabe, sofern eine solche in den Einstellungen aktiviert wurde. Der Stromverbrauch für das knapp 39 cm² große Display ist leider entsprechend hoch, dieser lässt sich aber ein wenig reduzieren, indem man die Beleuchtungsintensität ein bischen reduziert.

T-Mobile MDA 3 - Display TastaturDie Bedienung der Foto- bzw. Videofunktion des Gerätes wurde denkbar einfach gestaltet. So befindet sich auf der linken Seite des MDA III ein Knopf, bei dessen Betätigung man sofort ins eigentliche Foto- Videomenü gelangt. Selbiger dient zugleich auch als Auslöser für die Fotoaufnahmen und als Start- und Endknopf bei Videoaufnahmen. In dem Menü angelangt, wird ein großer Displaybereich der Sucherfunktion zur Verfügung gestellt. Auch hier wird im oberen rechten Bereich die aktuelle Zoomeinstellung eingeblendet und unten Links das ausgewählt Format und die aktuelle Länge bei Videos. Zudem befinden sich unten Rechts ein paar praktische Icons, mit Zusatzfunktionen zum jeweiligen Aufnahmemodus (Video oder Foto)

T-Mobile MDA 3 - SD Karten EinschubAufgrund der Größe des Bildschirms ist auch die Sucherfunktion der Kamera bei diesem Gerät sehr gut. Auch Bewegungen werden dank des schnellen Prozessors fast fließend auf dem Display wiedergegeben. Leider ist die Nutzung der gesamten Displayfläche als Sucher beim MDA III nicht mehr möglich. Die Aufnahmegeschwindigkeit ist im direkten Vergleich zu einem Nokia 7610 (1 Megapixel) sehr schnell, aber in anbetracht der erheblich geringeren Kameraauflösung (640×480 pxl) und der schnelleren CPU keine wirkliche Leistung.

Der integrierte digitale Dreifach- Zoom liefert Bilder in einer ziemlich dürftigen Qualität, der Zoom lässt sich ähnlich wie bei Sony Ericsson-Modellen nur dann aktivieren, wenn man die Bildauflösung entsprechend verringert. Der 3x-Zoom lässt sich also nur aktivieren, wenn die Auflösung auf spärliche 160×120 Pixel verringert wird. Dabei lassen die im Bild auftretenden Artefakte vermuten, dass es sich bei dem Kameramodul um eine billige CMOS-Variante handelt. Ein Nachtmodus ist zwar vorhanden, liefert aber ebenfalls kaum brauchbare Ergebnisse.

T-Mobile MDA 3 - Kamera im Display

Mit Hilfe der mitgelieferten und installierten Bildverarbeitungssoftware lassen sich die Ergebnisse der aufgenommenen Schnappschüsse auf dem kompletten Display darstellen und nachbearbeiten. Recht eindrucksvoll zeigt der Prozessor des Geräts seine Stärken bei der Navigation auf Bildausschnitten, da sich das vorhandene Bildmaterial blitzschnell zoomen und bewegen lässt.

T-Mobile MDA 3 - Display PDA WebseitenDie Kamera kann auch für Videoaufnahmen im MPEG-4 bzw. 3GP-Format genutzt werden. Die Auflösung der Videos beträgt entweder 320×240 Pixel im normalen Modus oder 176×144 Pixel im MMS-Modus. Die maximale Aufnahmezeit eines Videos wird lediglich durch den zur Verfügung stehenden Speicherplatz beschränkt. In der Grundausstattung ist somit Platz für ca. 30 Minuten Videomaterial in QVGA-Auflösung. Bei der Nutzung größerer Speicherkarten sind somit der Aufnahmelänge der Videos im Grunde genommen keine technischen Grenzen gesetzt. Lediglich stellt sich die Frage, der Leistungseinbußen des Systems, bei voller Ausnutzung einer 1 GB Speicherkarte mit einem durchgehenden Film. Auf diesen Versuch haben wir aus Zeit technischen Gründen leider verzichten müssen. Vielleicht möchten Sie uns ja mal Ihre Erfahrungen diesbezüglich mitteilen?

Beachtliche 128 MB RAM Arbeitsspeicher stehen dem System serienmäßig zur Verfügung, die vom Betriebssystem auch für die Dateiablage genutzt wird. Effektiv stehen dem Nutzer aber leider nur etwa 40 MB Speicher für die eigene T-Mobile MDA 3 - Display normale WebseitenDatenablage zur freien Verfügung. Abhilfe schafft hier der an der Oberseite des Geräts integrierte Slot für MMC- oder SD-Karten. Eine solche Speicherkarte ist leider nicht im Lieferumfang enthalten, diese dürfte sich jedoch bei normaler Nutzung relativ schnell als unverzichtbar herausstellen. Hat man ein paar Bilder geschossen, Termine eingepflegt und Emails empfangen usw. so ist der Speicher schnell voll.

Die Ordnerstruktur ist PDA-typisch, sehr einfach strukturiert und überschaubar, zudem lassen sich diese sehr einfach den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen anpassen. Wer im Allgemeinen schon mal etwas mit Windows zu tun hatte, wird hier keinerlei Probleme haben. Die Kameraauflösung mit „lediglich“ 640×480 Pixeln ist für dieses aktuelle Modell keine wirklich Verbesserung zum Vorgänger und schon lange nicht mehr der Stand der Technik.

Qualitativ können die aufgenommen Bilder mit der integrierten Kamera nicht überzeugen, von der Zoom-Funktion können wir nur gänzlich abraten, diese verringert die Bildqualität nochmals erheblich. Die optischen Unterschiede zwischen aktivierten und deaktivierten Nachtmodus, fallen so gering aus, dass man diesen eigentlich als solchen gar nicht bezeichnen kann, wenn man denn überhaupt einen Unterschied wahrnehmen kann.T-Mobile MDA 3 - ProgrammmenüEin Jeder, der schon einmal in seinen Leben etwas mit einem Windows Rechner zu tun hatte, wird sich im Menü des MDA III, welches ja auf Windows Mobile basiert, auch ohne Bedienungsanleitung, zumindest was die Grundfunktionen anbelangt, zurecht finden. Die Icons im Menü sind gestalterisch und namentlich so gewählt, dass die Funktionen die sich hinter dem jeweiligen Icon verbergen, fast schon von selbst erklärend sind.

Auf dem Startdisplay bekommt man ein Windows typisches Bild angezeigt. Eine kurze Berührung mit dem Stift auf das sich oben links befindende Windowszeichen, „Start“ öffnet ein vertikales Menü von dem aus man zu allen Funktionen des Gerätes gelangt. Zudem lässt sich in diesem Menü die Verlinkung zu wichtigen Programmen anlegen, was einem den Schnellzugriff auf ausgewählte Funktionen erheblich erleichtert.

T-Mobile MDA 3 - Display StartmenüÜber dem Punkt „Systemsteuerung“ im vertikalen Menü, gelangt man zu einem Icon Menü, in dem sich alle Funktionen, des MDA III den eigenen Bedürfnissen anpassen lassen. Mit der Navigation im MDA-Menü dürfte sich auch ein Computerlaie ohne große Schwierigkeiten zurecht finden. Dank der genialen Schnellstarttasten, vorne unter dem Display, bedarf es für das Erstellen einer Nachricht, SMS, MMS, Email lediglich eines Tastendruckes um in das hierfür erforderlich Menü zu gelangen.

Bei aktivierter Freisprecheinrichtung bzw. der Nutzung eines Headsets, lassen sich während eines Telefonats sehr einfach mit Hilfe der Schnellstarttasten, Kontakte und Termine notieren, bzw. Nachrichten erstellen. Diese Funktion stellt sich im Alltag schnell als sehr nützlich heraus. Wie oft hat man in der Vergangenheit schon die Situation gehabt, dass man schnell während dem Telefonieren etwas notieren musste, zum einen hat man gerade dann meist keinen Stift und Papier zur Hand zum anderen führt dass Stift- und Papier-Suchen schnell zu Halskrämpfen, da man allein mit Kopf und Schulter das Handy balancieren muss damit man seine Hände zum Suchen und später Notieren frei hat.

T-Mobile MDA 3 - Tastatur
T-Mobile MDA 3 - untere Seitenansicht
Test des Telekom MDA 3-20
T-Mobile MDA 3 - obere Seitenansicht

Außerdem lassen sich auf diese Art und Weise dem Gesprächspartner sehr einfach Daten, die auf dem Gerät gespeichert sind, so wie z.B. Adressen, Kontakte, etc. während des Telefonats mitteilen. Einmal diesen Komfort immer diesen Komfort, kann ich dazu nur sagen. Im PDA-Menü, lässt sich die Schriftgröße nicht verändern. Dafür aber im Internet Explorer, Word, Excel usw. Selbst lässt sich im umfangreichen Konfigurationsmenü auch die eigene Rufnummer unterdrücken, bzw. lässt sich diese Funktion aktivieren.

Über eine umfangreiche Anrufliste verfügt das Gerät genauso selbstverständlich wie auch über eine automatische Wahlwiederholung. Letzteres lässt sich je nach Bedarf de- & aktivieren und den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Wie es sich für ein aktuelles Gerät gehört, fehlt es dem MDA III auch nicht an einer lernfähigen T9 Funktion. Trotz der vorhandenen Tatstatur, wird man es sehr schnell zu schätzen wissen, dass diese Funktion nicht fehlt. Denn mit den kleinen Tasten bedarf es einiger Übung, um sich mit diesen einigermaßen zügig zurecht zu finden. Hat man sich einmal vertippt, wird automatisch, wenn möglich, ein Korrekturvorschlag angezeigt. Besonders positiv bemerkbar macht sich diese Funktion bei der Verwendung der Display-Tastatur oder der Handschriftenerkennung. Bei Aktivierung der Wortvorschläge bedarf es manchmal nur der Eingabe von einem bzw. 2 Buchstaben, und es wird einem eine vordefinierte Anzahl an möglichen Wörtern angezeigt, die man zum Einfügen nur noch anklicken muss.

Das Gerät verfügt über einen voll funktionsfähigen EMail-Client. Dieser ist, wie vieles am Windows-Mobile-System, relativ schmucklos, erinnert aber in seiner Symbolik und Arbeitsweise deutlich an seinen Desktop-Vetter Outlook.

T-Mobile MDA 3 - obere Seitenansicht
T-Mobile MDA 3 - Seitenansicht
T-Mobile MDA 3 - untere Seitenansicht

Es können beliebig viele E-Mail-Konten angelegt werden, auch MMS- und SMS-Eingang finden sich in der Ordnerstruktur des Posteingangs wieder. Wer auf minutengenaue elektronische Post verzichten kann und über einen großzügigen Datentarif verfügt kann sein Online-Postfach aber auch einfach in festlegbaren Intervallen nach neuen Nachrichten absuchen lassen.

Außerdem findet man auf dem Gerät einen MMS-Komposer der sich aber weit entfernt von den übrigen Messaging-Funktionen unter dem Menüpunkt „Programme“ befindet. Mit ihm lassen sich mehrseitige Multimedia-Nachrichten aus Bildern und Tonaufnahmen erstellen.

Auch aufgenommene Videofilme lassen sich via MMS an andere Handys versenden, dieses macht aber nur Sinn, wenn das Empfängergerät mit Videodateien umzugehen weiß. Mit Polyphonen (mehrstimmige) Klingeltönen werden die eignen Ohren bei einem Anruf verwöhnt. Da sich die eigentliche Tastatur in das Gerät einschieben lässt ist ein versehentliches Drücken der Tasten so gut wie ausgeschlossen.T-Mobile MDA 3 - OberseiteDer MDAIII verfügt unter anderem über ein Bluetooth Funkmodul, mit diesem sind kabellose Kommunikationen (bis auf eine Distanz von 10 Metern) zwischen mehreren elektronischen Geräten wie Handy, Notebook, PDA, Digitalkamera, Drucker, etc. gleichzeitig möglich. „Sichtkontakt“ muss dabei nicht bestehen.

T-Mobile MDA 3 - UnterseiteAuch hat es eine integrierte Infrarotschnittstelle, diese ermöglicht die kabellose Datenübertragung zwischen dem MDA und einem anderen Gerät mit integrierter Infrarotschnittstelle (z.B. einem Notebook). Das wirklich genialste an diesem Gerät, ist jedoch die vorhandene WLAN(„Wireless Local Area Network“) Schnittstelle mit der eine kabellose Anbindung von mobilen Endgeräten an ein Kabelgebundenes Datennetz ermöglicht wird. Mit dem WLAN kann man z.B. auch Hot Spots nutzen, die sich u.a. in Flughäfen, Bahnhöfen und Hotels befinden. Dort können Sie dann mit Ihrem MDAIII im Internet surfen, E-Mails empfangen und senden oder auch auf Ihr Firmennetzwerk zugreifen und dass alles bei bis zu 11 MBit/s.

T-Mobile MDA 3 - Display Datei ExplorerVon einfachen Bildern über Töne, Animationen sogar kleine Videos lassen sich mit dem MDA III problemlos an andere verschicken. Selbstverständlich wird auch die Funktion des Verschickens von Visitenkarten unterstützt. Lediglich die einzelnen Versandarten unterschieden sich ein wenig, so ist es z.B. selbstverständlich nicht möglich ein Video per SMS zu versenden, aber per MMS oder Email, gar kein Problem.

Ich Grunde genommen lassen sich mit diesem Gerät, dank der Schnittstellenvielfalt, alle nur erdenklich Daten verschicken. Ein weiterer Vorteil gegenüber der Konkurrenz ist die Beigabe des Faxclients, Truefax. Dieser erlaubt den Versand und Empfang von Faxnachrichten.

Nutzern solcher Smartphones, wie dem MDA III, wird dieses sicherlich nicht als Standalone-Lösung nutzen, sondern diese wollen auch ihre persönlichen Daten vom heimischen Outlook mit dem mobilen Endgerät abgleichen. Zu diesem Zweck findet man auf der beigelegten CD die Software ActiveSync, mit der sich problemlos E-Mails, Adressbücher und Kalendereinträge mit MDA III synchronisieren lassen. Dieses funktioniert sowohl vom MDA zum PC als auch anders herum. Die Verbindung zwischen PC und MDA III ließ sich im Test sowohl mit Bluetooth, IrDA und dem USB-Port der Docking-Station völlig problemlos herstellen.

T-Mobile MDA 3 - Display SIM ManagerDie Synchronisation mit Outlook funktioniert über die USB-Dockingstation rasend schnell. 1.000 Kontakte waren in 1:10 Minute überspielt. Bei unserem Test vertrug sich ein B-Speech-Headset (sobald erstmals ein Pairing hergestellt wurde) auf Knopfdruck mit dem MDA III und die Übertragungsqualität war relativ gut. Das verschicken von Videos mittels Bluetooth auf ein Nokia 7610 verlief ebenfalls problemlos.

Zudem gab es nach der Konfiguration der WLAN Schnittstelle ebenfalls keinerlei Probleme sich mittels MDA in das heimische WLAN Netzwerk einzuloggen und über diesen im Internet zu surfen. Eine wirklich nette Sache, wenn man z.B. mit dem installierten Messanger im gesamten Haus Dank MDA und WLAN chatten kann, zumal das Teil erheblich handlicher als ein Laptop ist. Dank Tastatur ging das schreiben zügig von der Hand. Vorsicht, Suchtgefahr!T-Mobile MDA 3 - Display Fax ViewerDas Sprachwahlfeature des Betriebssystems funktioniert leider nur im allgemeinen Telefonmodus und lässt sich nicht über das Headset aktivieren. So müssen Kontakte auch bei einem angeschlossenen Headset über die Tastatur des MDA III angewählt werden. Wer sein Telefon über Sprachkommandos steuern will ist beim MDA III definitiv auf die Software von Drittherstellern angewiesen. Das ist eigentlich eine ganz schön schwache Leistung für ein Gerät, das von vielen Nutzern auch als Navigationssystem im Fahrzeug eingesetzt wird.

In den seltensten Fällen lässt sich ein solches Gerät am vorhandenen Autoradio anschließen, damit man eine voll funktionsfähige Freisprecheinrichtung einbauen kann. In diesem Fall bleibt einem nur das Headset oder die Geräteeigne Freisprecheinrichtung, bei der man während der Fahrt vermutlich nur sehr wenig verstehen kann. Um so schlimmer, das die Sprachwahl per Headset nicht funktioniert.

T-Mobile MDA 3 - Display PDF AnzeigeMit diesem Gerät wird einem die Aufnahme von beliebig großen Soundfile und Sprachaufzeichnungen ermöglicht, eben solange Speicherplatz vorhanden ist. Bevor man die Aufnahme startet, kann man ggf. die Tonqualität festlegen. Die aufgenommenen Soundclips lassen sich über den integrierten Lautsprecher wiedergeben. 22kBit hören sich z.B. außerordentlich klar an.

Wie schon erwähnt, lässt sich das Gerät auch während eines Telefonats, im vollen Umfang bedienen. So kann man dem Gesprächspartner während des Telefonats, Soundfiles vom MDA vorspielen. Zudem lässt sich der Gesprächspartner auch Stummschalten, um sich z.B. ein paar Gesprächsnotizen, per Sprachaufzeichnung zu machen.

Die integrierte Freisprechfunktion versteckt sich bei laufenden Gesprächen im Symbol für die Netzverbindung am oberen Rand des Homescreens. Sie kann aber auch mit einem sehr langen Druck auf die Hörertaste aktiviert werden. Auf einen internen Anrufbeantworter wurde bei diesem Gerät verzichtet. T-Mobile MDA 3 - Display Powerpoint AnzeigeGlücklicherweise gibt es ja noch die Mailbox, die ja selbige Dienste verrichtet.

Die Möglichkeit persönliche Profile anzulegen, wie man es von vielen Handys her kennt, fehlt diesem Gerät leider gänzlich. So ist man stets dazu verpflichtet, die Lautstärke des Klingeltons manuell zu verringern oder zu erhöhen, wenn es denn die gegebene Situation erfordert. z.B. Warteraum beim Arzt.

Das Telefonbuch bzw. die Kontaktverwaltung ist im MDA III, Windows mobile typisch, sehr umfangreich. So lassen sich zu jedem gespeicherten Eintrag unzählige Details notieren, Adresse, FaxNr., Geburtstag usw. Der Speicherort lässt sich unter den allgemeinen Telefonbucheinstellungen festlegen. Hier können auch die Einträge von der Sim-Karte aufs Telefon und anders herum kopiert werden. Die Möglichkeit, Telefonbucheinträge mit einem Foto zu versehen, wie wir es vom Nokia 7610 her kennen, gibt es beim MDA III leider nicht. Der Zugriff während eines Telefonats auf das Telefonbuch, ist wie schon erwähnt, gar kein Problem.

T-Mobile MDA 3 - Display Pocket WordFerner dürften gerade für Geschäftsleute der Kalender und die Kontaktverwaltung des MDA III von Bedeutung sein. Der Terminkalender bietet eine Tages-, Wochen-, Monats- und sogar Jahresübersicht. Ähnlich zufriedenstellend ist die Kontaktverwaltung, die sich im Feldumfang an gängiger Business-Software orientiert und alle wesentlichen Felder zulässt, die man auch vom vCard-Format kennt.

Die beliebten Gruppenfunktionen verstecken sich bei Windows Mobile unter dem Punkt „Kategorien“ und werden zwischen Kalender und Adressbuch geteilt, so dass sich witzigerweise Personen beispielsweise in eine Kategorie „Feiertage“ einordnen lassen oder Termine in die Kategorie „Freunde“. Wer sich nicht mit der kompletten Terminverwaltung herumschlagen will, kann einfach Gebrauch von der integrierten Aufgabenliste machen. Diese lässt ziemlich umfangreiche Meta-Angaben zu einer Aufgabe zu. So kann ein Task ebenfalls in besagte Kategorien eingeordnet, automatisch wiederholt, als öffentlich oder privat markiert oder hoch oder niedrig priorisiert werden. T-Mobile MDA 3 - Display GPRS VerbindungFällige Aufgaben werden leider nicht im Kalender angezeigt. Hier zeigt das MDA seine stärken.

Über eine digitale Uhr verfügt das Gerät selbstverständlich auch, Zeitzonen lassen sich Windows typisch festlegen. Die installierten Spiele variieren von Modell zu Modell. Diese lassen sich aber jederzeit ergänzen. Eine große Auswahl an Windows mobile Games finden sich überall im Internet.

T-Mobile MDA 3 - Display Bluetooth GeräteT-Mobile MDA 3 - Display Verbindungsassistent
T-Mobile MDA 3 - Display LAN ManagerT-Mobile MDA 3 - Display Media Player
T-Mobile MDA 3 - Display SolitairT-Mobile MDA 3 - Display Spiel Jawbreaker
T-Mobile MDA 3 - Display Kalender JahresübersichtT-Mobile MDA 3 - Display kalender Monatsübersicht
T-Mobile MDA 3 - Display Kalender WochenansichtT-Mobile MDA 3 - Display Kalender Tagesansicht

Besonders hervorzuheben bei diesem Gerät ist die vorhandene, ausziehbare, physische QWERTZ-Tastatur, die, wenn man sich einmal an sie gewöhnt hat, Schreibarbeit ungemein erleichtert und beschleunigt. Auch der W-LAN-Support ist wirklich eine klasse Sache!

Mit dem neuen Betriebssystem Windows Mobile 2003 SE, lässt sich der Bildschirm im Vergleich zur Vorgängerversion, auch horizontal verwenden, was sich beim betrachten von Webseiten als außerordentlich nützlich erweist. Die Unhandlichkeit, das Gewicht, die geringe Akkulaufzeit und die Tatsache, dass die Sprachwahl mittels Headset nicht funktioniert fiel negativ auf.

Alles in allem, stellt das MDA III in der Entwicklung der Hybridgeräte zwischen PDA und Mobiltelefon ohne Frage einen weiteren Meilenstein dar.

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Samsung Galaxy Fold in einer Hand
Samsung-Smartphone mit Kamera unter dem Display kommt 2020
Was man nicht alles schon erfunden hat, um das Display-Gehäuse-Verhältnis bei Smartphones zu verbessern. Den Auftritt machte ein Steg aka Notch. Es folgten unter anderem eine herausfahrbare Kamera, ein Kamera-Loch sowie ein zweites Display auf der Rückseite, das eine Frontkamera überflüssig macht. Nun scheinen solche Ideen demnächst überflüssig zu werden. Das erste Handy mit einer Kamera unter dem Display soll nämlich bereits 2020 erscheinen.

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