Test des Sony Ericsson Zylo

17 Minuten

Sony Ericsson Zylo

Mit dem Zylo bringt Sony Ericsson ein weiteres Walkman-Handy auf den Markt. Musik und noch mal Musik heißt es dank Mega-Sound im FLAC-Format, Shake-Control, Musikerkennungsfunktion und der Möglichkeit Musikanrufe zu tätigen. Dank Facebook MySpace und Twitter kann man die neuesten Musikentdeckungen auch unterwegs an seine Freunde weitergeben. Für schnellen Musikdownload aus dem Internet sorgen EDGE und UMTS mit HSPA. Die nettesten Partymomente oder Tanzeinlagen können mit der integrierten 3.2 Megapixel-Kamera aufgenommen werden. Was es über das Sony Ericsson Zylo sonst noch zu berichten gibt, steht im Praxistest auf inside-digital.de.

Das Zylo liegt lose, zusammen mit dem Zubehör, in seiner Originalverpackung, bestehend aus einer sehr kleinen orange-bunten Pappschachtel. Mit dem Handy werden ein 900 mAh Li-Ion Akku, ein Netzteil, ein Stereo-Headset, eine sehr knapp gehaltene Bedienungsanleitungen in verschiedenen Sprachen und Informationsheftchen geliefert. Angesichts der Tatsache, dass es sich beim Zylo um ein Walkmanhandy handelt, ist das Fehlen eines USB-Datenkabels zur Musikübertragung vom PC auf das Handy enttäuschend. Auch eine MicroSD-Speicherkarte befindet sich, trotz Speicherkartensteckplatz, nicht im Lieferumfang. So wird der 260 Megabyte große interne Speicher des Handys bei Musikliebhabern schnell voll sein. Ebenso findet man keine CD mit Synchronisationssoftware im Zubehör. Die Software kann man sich jedoch kostenlos von der Sony Ericsson Website herunterladen.

Sony Ericsson Zylo
Sony Ericsson Zylo

Hakt man mit dem Daumennagel unter eine Einkerbung zwischen Akkudeckel und Cover, lässt sich die Rückseite des Handys leicht hochziehen und abnehmen. Nicht besonders vertrauenserweckend wirken hierbei die beiden dünnen Laschen, mit denen der Deckel an der Unterseite in der Verankerung gehalten wird. Diese könnten bei mehrmaligem Öffnen und Schließen schnell einmal wegknicken. Um die Simkarte in ihren Steckplatz zu schieben, muss zunächst einmal der Akku entfernt werden, da die Karte durch den Akkurand an ihrem Platz gehalten wird. Das Entnehmen des Akkus ist nicht nötig, wenn man die MicroSD-Speicherkarte einlegen möchte, denn ihr Slot liegt unter der Akkuabdeckung, neben der Akkueinbettung.

Sony Ericsson ZyloDie Verarbeitungsqualität des Sliders ist eher zweckmäßig, als hochwertig. Das verbaute Plastik wirkt stabil, allerdings wurden einige Teile, beispielsweise die Außentasten, nicht ganz millimetergenau verarbeitet und sitzen mit ungleichmäßigem Abstand zum Cover an ihrem Platz. Der Slidemechanismus gleitet leicht und rastet deutlich und fest an seinen Endpunkten ein. Am unteren Rand des Sliders wären etwas geringere Spaltmaße zwischen Ober- und Unterseite wünschenswert. Mit seinen Außenmaßen von 103.0 x 52.0 x 16.0 Millimetern und 115 Gramm Gewicht liegt das Zylo, dank abgerundeter Ecken, gut in der Hand.

Das Handy lässt sich schon einmal etwas fester drücken, ohne dass dabei etwas knarzen und knacken würde, was angesichts seiner jungen Zielgruppe erfreulich ist. Wie von Sony Ericsson Handys gewohnt, hat auch das Zylo einen breiten und offenen FastPort-Steckplatz für Netzteil, Headset und Datenkabel. Die Anbauteile sitzen ohne Wackler in dem Multifunktionssteckplatz. Eine 3.5 Millimeter Klinkenbuchse, an die ein eigenes Headset angeschlossen werden kann, sucht man beim Zylo vergebens – diese sollte heute bei Walkmanhandys eigentlich schon eine Selbstverständlichkeit sein. Die Kameralinse liegt frei und ungeschützt auf der Rückseite des Handys, so dass sich auf dieser nach längerer Benutzung unschöne Kratzer breit machen könnten.

An der rechten Außenseite des Zylo befindet sich eine Wipptaste zur Lautstärkeregulierung und darunter eine kleine Walkmantaste für die Shake-Control-Funktion. Unter dem Display sieht man zwei schmale Auswahltasten, zwei halbkreisförmige Tasten für das Anrufmanagement, eine runde Aktivitätentaste zur Direktanwahl von Neuigkeiten, aktiven Anwendungen, Verknüpfungen und Internet, und die „C“-/Löschtaste. Inmitten der Funktionstasten befindet sich ein runder Vier-Wege-Navigationskey mit einer Auswahl-/OK-Taste in seiner Mitte. Alle Außentasten sind gut bedienbar, ohne dabei hinzuschauen, da sie erhaben sind und sich durch unterschiedliche Formen voneinander abgrenzen. Der Druckpunkt der Tasten für das Anrufmanagement ist dabei allerdings sehr schwammig. Etwas ungünstig ist auch die Positionierung der beiden oberen Auswahltasten, denn diese liegen eher mittig, während sich die dazugehörigen Bedienelemente auf dem Display sehr weit außen befinden, also nicht direkt über den Tasten – das irritiert bei der Bedienung sehr.

Bei aufgeschobenem Slider kommt ein klassisches alphanumerisches Tastenfeld zutage. Beim silberfarbenen Testmodell ist auch dieses in Silber gehalten. Die dunkelgrauen Nummern- und Buchstabenaufdrucke wirken etwas blass und könnten zur besseren Erkennbarkeit kräftiger gestaltet sein. Die Tastenreihen sind gewölbt und die einzelnen Tasten angenehm breit, so dass eine komfortable Bedienung auch mit dickeren Fingern möglich ist. Allerdings dürfte auch hier der Druckpunkt etwas knackiger sein. Erfreulicherweise liegt zwischen unterem Rand der Slider-Oberseite und oberer Tastenreihe ein halber Zentimeter Abstand, so dass man während der Bedienung nicht ständig mit dem Daumen gegen den Sliderrand stößt, wie es bei vielen anderen Slide-Handys der Fall ist. Während der Bedienung werden sowohl die Tastensymbole der Außentastatur, als auch die des alphanumerischen Tastenfeldes von unten weiß beleuchtet.

Sony Ericsson ZyloDurch ein sogenanntes Zauberwort kann die Sprachsteuerung des Zylo aktiviert werden. Das Zauberwort muss man sich selber ausdenken und nach einem vorangegangenen Ton aufsprechen. Im Test war jedoch nie ein Ton zu hören, so dass trotz lautloser Umgebung kein Zauberwort aufgenommen werden konnte und das Programm zusätzlich immer wieder aufforderte, das Wort in leiserer Umgebung aufzunehmen. Diese Funktion klappte nicht – da half auch keine Zauberei. Gleiches passierte bei dem Versuch, die Sprachwahl zu aktivieren. Auch hier kam trotz mucksmäuschenstillem Umfeld beim Testgerät immer wieder die Aufforderung, die Befehle in leiserer Umgebung aufzunehmen.

Sony Ericsson ZyloDie Empfangsanzeige des Sony Ericsson Zylo erreichte, trotz guter Netzabdeckung, im D1-Netz fast nie die volle Statusanzeige. In E+-Netzen erreichte sie im Test fast immer nur die ersten zwei Balken. Gesprächsabbrüche gab es aber nicht. Die Gesprächsqualität des Handys ist auf Festnetzseite gut. Der Gesprächspartner im Festnetz klingt dagegen etwas dumpf. Dank seitlicher Wipptaste kann man die Lautstärke so weit hochregeln, dass ein Gespräch auch in lauterer Umgebung noch möglich ist. Eine hohe Lautstärke zeigte im Test auch die Freisprechfunktion des Zylo – man konnte den Gesprächspartner im Festnetz so deutlich hören, dass ein Gespräch auch hiermit in lauterer Umgebung noch gut möglich sein sollte. Eine witzige Funktion des Zylo ist die Musikanruffunktion. Hiermit kann man während eines Telefonates Hintergrundgeräusche, die schon auf dem Handy vorinstalliert sind oder Musik abspielen lassen. So kann dem Gesprächspartner vorgegaukelt werden, dass man sich beispielsweise gerade auf einem Flugplatz befindet oder ein Baby im Hintergrund schreit. Im Test wirkten die Geräusche sehr authentisch.  Der Hersteller bescheinigt dem Zylo eine Gesprächszeit von bis zu 4 Stunden in GSM- und 3 Stunden und 30 Minuten in UMTS-Netzen. Im Standbybetrieb soll es 339 Stunden in GSM- und bis zu 403 Stunden im UMTS-Netz durchhalten. Außerdem sollen Videoanrufe mit einer Dauer von bis zu 2 Stunden möglich sein. Im Test zeigte die Statusanzeige des Akkus, nach sechs Tagen Standby, bei einer halben Stunde Gesprächszeit, zwei Tagen Bluetooth-Standby und moderatem Gebrauch von Kamera und Walkman, noch 49 Prozent Ladung an.

Für den SAR-Wert bei der Nutzung am Ohr gibt der Hersteller 0,88 W/kg an.

Sony Ericsson ZyloAuf einer 2,6 Zoll Diagonale gibt das TFT-Display des Zylo 65.536 Farben in einer Auflösung von 240 x 320 Pixel brillant und scharf wieder. Die Bildschirmhelligkeit ist manuell in fünf Stufen konfigurierbar. Direkte Sonneneinstrahlung erschwert die Ablesbarkeit der Displaydarstellung, macht sie aber nicht ganz unmöglich. Brillieren kann der Monitor bei indirektem Licht oder Dunkelheit. Zwar ist die Bildschirmgröße nicht vergleichbar mit der von zeitgemäßen Touchscreengeräten, aber für die Funktionen eines Non-Touchscreen Walkmanhandys absolut ausreichend. Videos werden auf dem Display flüssig und angenehm klar wiedergegeben. Gute Dienste leistet hierbei der Lagesensor des Zylo, denn dieser schwenkt die Displayansicht zur Videowiedergabe oder zum Surfen im Internet vom Hoch- ins Querformat, wenn das Handy gedreht wird. Vom Hoch- ins Querformat klappte das im Test ohne Verzögerung, während der umgekehrte Schwenk schon mal drei bis vier Gedenksekunden dafür benötigte. Laut Hersteller-Website sollte das Zylo eine Gestensteuerung haben, die dafür sorgt, dass Anrufe oder Alarme stumm geschaltet werden, wenn man die Hand vor dem Objektiv der Kamera bewegt – diese funktionierte beim Testgerät jedoch nicht. Dafür funktionierte die Shake-Control-Funktion einwandfrei, mit der man durch einen Handgelenkschwenk von einem Musiktitel in den nächsten wechseln kann, wenn sich das Zylo im Walkman-Modus befindet und die Walkmantaste gedrückt ist.

Das Sony Ericsson Zylo verfügt über eine 3,2 Megapixel-Kamera ohne Blitz und Autofokus. Als Sucher dient das Display im Querformat, als Auslöser der OK-Button. Das Knipsen von Aufnahmen ist auch bei zugeschobenem Slider möglich. Da das Zylo keinen Autofokus hat, reagiert der Auslöser ohne Verzögerung. Die Kamera hat folgende Einstellungsmöglichkeiten:

  • Sony Ericsson ZyloAufnahmemodus (Normal, Panorama, Rahmen, Bildfolge)
  • Bildgröße ( 3 Megapixel, 2 Megapixel, 1 Megapixel, VGA 640 x 480)
  • Nachtmodus
  • Selbstauslöser
  • Belichtungsmodus
  • Weißabgleich
  • Effekte
  • Position hinzufügen (Geo-Tagging)
  • Überprüfung
  • Verschlusstöne
  • Einstellungen zurücksetzen

Im Videomodus gibt es die Einstellungsoptionen:

  • Videoformat (Normal, für MMS)
  • Nachtmodus
  • Selbstauslöser
  • Mikrofon
  • Belichtungsmodus
  • Weißabgleich
  • Effekte
  • Überprüfung
  • Einstellungen zurücksetzen

Auf dem Handydisplay betrachtet, machen sowohl Kamera- als auch Videoaufnahmen einen ordentlichen Eindruck. Schaut man sich die Fotos auf einem PC-Monitor an, wirken sie zu den Rändern hin leicht verschwommen und durchgehend etwas blass. Aufnahmen im Dämmerlicht sind noch gut erkennbar, während Schnappschüsse bei Dunkelheit, mangels Fotoleuchte, unbrauchbar sind. Insgesamt sind bei guten Lichtverhältnissen geschossene Aufnahmen, dafür dass es sich nicht um ein ausgesprochenes Fotohandy handelt, akzeptabel. Videos wirken auf dem PC-Bildschirm zwar etwas unscharf, können aber durchaus noch dem Spaßfaktor zugeordnet werden.

Sony Ericsson ZyloSony Ericsson ZyloSony Ericsson Zylo

Die Auswahltasten sind im Standby-Bildschirm mit Direktzugriffen auf Medien und die Google-Suchfunktion belegt. Individuell belegbare Schnellzugriffsfunktionen bieten die Richtungstasten des Navigationskey. Lediglich die obere Richtungstaste ist werkseitig fest mit dem Zugriff auf „Meine Widgets“ belegt, in denen sich Direktlinks zu Facebook, Music Genie, MySpace, Twitter und Walk Mate befinden. Aus dieser kleinen Liste kann ausgewählt werden, welche der Anwendungen künftig als große Widgets auf dem Startbildschirm angezeigt werden sollen. Durch den OK-Button gelangt man in das Hauptmenü, welches die wichtigsten Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten als Icons in Rasterform, als Drehmenü, als Einzelsymbol oder Designdefiniert anzeigt. Vier verschiedene Menüdesigns sind schon auf den Zylo vorinstalliert, weitere können über PayNOW heruntergeladen werden. Unter den Hauptmenü-Icons verbergen sich Sony Ericsson-typische Listenmenüs, teilweise durch Reiter unterteilt, die weitestgehend logisch aufgebaut sind, so dass eine intuitive Bedienung des Zylo gut möglich ist.

Sony Ericsson ZyloSony Ericsson ZyloSony Ericsson Zylo

Im Nachrichtenordner des Zylo findet man, neben den gewohnten SMS/MMS- und E-Mailfunktion Direktlinks zu Momail, Facebook, Sprachnachrichten und zur Mailbox. SMS und MMS werden über das alphanumerische Tastenfeld, wahlweise unterstützt durch Schelleingabe- und Wörterbuch, eingegeben. Einer Nachricht können Bilder, Animationen, Smileys, Videos, Sounds und Textvorlagen hinzugefügt werden. Bilder und Sounds können auch direkt aus dem Nachrichtenprogramm heraus neu aufgenommen werden. Ist ein Bild zu groß für den Versand per SMS, wird die Nachricht automatisch in eine MMS umgewandelt. Hintergrund, Textformat und Textposition können während der Texteingabe bearbeitet werden, außerdem kann man Textstellen kopieren und einfügen.

Sony Ericsson ZyloSony Ericsson ZyloSony Ericsson Zylo

Möchte man E-Mails versenden oder empfangen, muss zunächst ein E-Mail-Konto angelegt werden. Hat man mehrere E-Mail-Adressen, kann für jede ein eigenes Konto angelegt werden. Dabei hilft ein Assistent, der automatisch nach den passenden Servereinstellungen sucht. Alternativ kann ein E-Mail-Konto manuell angelegt werden. Einer E-Mail kann man Bilder, Sounds, Designs, Videos, Visitenkarten und andere Dateien anhängen. Auch hier ist die Neuaufnahme von Fotos, Videos und Sounds direkt aus dem Nachrichtenprogramm möglich. Das Mailprogramm unterstützt die E-Mail-Push-Funktion. Alternativ können Abfrageintervalle in sieben Stufen zwischen 5 Minuten und 24 Stunden eingestellt werden.

Sony Ericsson ZyloSony Ericsson ZyloSony Ericsson Zylo

Sony Ericsson ZyloSony Ericsson ZyloSony Ericsson Zylo

Sony Ericsson ZyloSony Ericsson Zylo

Mit UMTS, HSPA und EDGE ist das Sony Ericsson Zylo gut für den Musikdownload aus dem Internet gerüstet. Dank GSM-Quadband kann man mit dem Handy fast überall auf der Welt telefonieren. Für einen schnellen Datenaustausch zwischen Zylo und PC sorgt Bluetooth 2.0, mit dem im Test die Übertragung einer 1,23 Megabyte großen Datei vom Mobiltelefon zum Computer neun Sekunden dauerte. Alternativ können auch größere Dateien über ein USB-Datenkabel zwischen den Geräten ausgetauscht werden, wobei das Handy als Massenspeicher erkannt wird.

Eine Synchronisationssoftware zum Abgleich von Kalendereinträgen, Kontakten oder E-Mails wurde leider nicht mit dem Zylo mitgeliefert. Hierfür kann man sich jedoch die nötige Software von der Sony Ericsson Homepage herunterladen. Ein Sony Ericsson iSync-Plugin dient zur Synchronisation von Ereignissen, Aufgaben und Kontakten zwischen Handy und Apple Computern. Mit PC Companion können Mediendateien verwaltet und Produktsoftware aktualisiert werden – dieses ist, neben Windows XP und Vista, auch schon mit Windows 7 kompatibel. Media Go ermöglicht die Organisation, das Abspielen und Übertragen von Mediendateien auf den Windows Computer und Media Sync ist für die Organisation von Mediendateien auf dem Mac OS-Computer zuständig. Das Zylo unterstützt die Synchronisation über Exchange ActiveSync®. Dateien können auch via MicroSD-Speicherkarte auf das Handy übertragen werden, mit der sich der interne 260 Megabyte große Telefonspeicher um bis zu 16 Gigabyte aufrüsten lässt. 

 

Unter dem Walkmansymbol im Hauptmenü verbirgt sich der Walkman des Sony Ericsson Zylo. In ihm gibt es, ebenso wie im Medienordner, ein Menü mit den Unterpunkten: Musikfeeds, PlayNow, Interpreten, Alben, Titel, Playlists, Hörbucher, Podcasts, SensMe, Genre und Jahr, in die auf dem Handy oder der Speicherkarte gespeicherte Titel eingetragen werden. Zur weiteren Unterteilung kann man beliebig viele Playlists anlegen. Außerdem können im Musikordner des Datei-Managers weitere Unterordner eingerichtet werden. Während der Musikwiedergabe kann der Nutzer zwischen verschiedenen animierten Styles wählen, die der Player im Hintergrund abspielt. Außerdem gibt es die Abspielmodi Zufallswiedergabe, Schleife und Schleife/Zufall. Ein Equalizer und Stereoraumklang ermöglichen die Einstellung unterschiedlicher Klangspektren. Während der Wiedergabe werden Titel und Interpret angezeigt. Mit dem Musikerkennungsdienst TrackID können Titel, Interpret und Albumname eines aufgenommenen Titels bestimmt werden. Der Wechsel zwischen einzelnen Titeln geschieht wahlweise über den Navigationskey oder Shake-Control. Über einen Direktlink zu PlayNow kann man Musiktitel vom Internet auf das Handy herunterladen.

Sony Ericsson verspricht einen Mega-Sound im FLAC-Format. Der Klang des Players hat, über den Handylautsprecher genossen, einen trockenen, vollen Klang, dem es jedoch an Bässen fehlt. Diese sind allerdings über das mitgelieferte Headset gut vernehmbar, das für das Preissegment des Handys recht ordentlich ist. Sollte es auch sein, denn es gibt keine 3,5 Millimeter Klinkenbuchse, an die man ein eigenes Headset anschließen könnte. Auch zum Betrieb des Radios wird das Headset benötigt, da es hier als Antenne dient. Hat man es angeschlossen, können ebenso die Handylautsprecher zur Wiedergabe benutzt werden. Mit dem Headset zeigte das UKW-Radio im Test einen guten Empfang. Bis zu 20 Sender kann man manuell oder automatisch suchen und abspeichern.

Der Access NetFront™ – Browser des Sony Ericsson Zylo brauchte im Test 68 Sekunden, um die komplexe inside-digital.de Startseite in klassischer Ansicht, bei EDGE-Verbindung, aufzubauen. Wesentlich schneller sollte es in einer Region mit UMTS-Netz-Abdeckung funktionieren. Beim Browser zahlt sich der Lagesensor des Handys aus, denn im Querformat bietet sich so, trotz relativ kleinem Display, eine respektable Ansicht. Der Browser unterstützt die Speicherung von Webfeeds und Favoriten, eine Lupen-Zoomfunktion und die Speicherung von Bildern. Somit gehört der NetFront™ Browser zwar nicht zu den komfortabelsten seiner Art, unterstützt aber die wichtigsten Funktionen, um ab und zu im Internet zu surfen oder mal etwas über Google nachzuschlagen. Über ein YouTube-App können Videos auf dem Zylo abgespielt werden und über ein AccuWeather-App bleibt man jederzeit über das Wetter auf dem Laufenden. Durch Verknüpfungen mit Twitter, MySpace und Facebook steht man jederzeit in Kontakt mit Freunden. Der GPS-Chip des Zylo ist nur für Geo-Tagging, nicht aber zur Navigation geeignet.

Sony Ericsson Zylo
Sony Ericsson Zylo
Sony Ericsson Zylo
Sony Ericsson Zylo

Der Kalender des Sony Ericsson Zylo wird wahlweise in Monats- oder Wochenansicht angezeigt. Termine sind mit Daten wie Anfang, Ende, Thema, Erinnerung, Ort, Beschreibung und Wiederholung zu versehen. Im Datei-Manager können auf dem Handy gespeicherte Alben, Musik, Bilder, Videos, Designs, Webseiten, Spiele, Anwendungen und weitere Dateien eingeordnet werden. Das Zylo verfügt außerdem über klassische Organizerfunktionen wie Aufgaben- und Notizfunktion, Timer, Stoppuhr, Sprachmemo, Wecker und einen Taschenrechner. Um Klingeltöne, Nachrichtensignale und Tastentöne den äußeren Gegebenheiten anzupassen, gibt es die Profile Normal, Meeting, Kfz-Betrieb, Draußen, Headset, Zuhause, Büro und einen Flight Mode. Zusätzliche Profile können nicht angelegt, die vorhandenen jedoch umbenannt werden. Eine Einstellungsmöglichkeit zur zeitlichen Begrenzung gibt es nicht.

Kontakte können auf dem Zylo mit zahlreichen Detailinformationen wie Name, Nummer, E-Mail, Internetadresse, Bild, Rufton, Nachrichtensignal, Sprachbefehl, Titel, Firma, Straße, Ort, Bundesland, Geburtstag und zusätzlichen Infos versehen werden. Einzelne Kontakte kann man in die Kategorien Geschäftlich, Familie und Freunde einordnen. In der Anrufliste des Handys werden angenommene Anrufe, gewählte Rufnummern und unbeantwortete Anrufe mit Rufnummer, Datum und Uhrzeit angezeigt.

Auf dem Sony Ericsson Zylo sind die Spiele „BejeweledTwist“, „Brick Breaker“, „Bubble Town“ und „Luxor Quest“ als Demoversion und „Dance! Music Genie“, „LocoRoco“, „Powerboat Challenge“ sowie „Quadrapop“ in der Vollversion installiert. Leider nutzt keines der vorinstallierten Spiele den Lagesensor zur Steuerung und auch ein Kippen ins Querformat ist bei diesen Spielen leider nicht möglich. Die Spielesteuerung über den Navigationskey funktionierte im Test jedoch flüssig und zuverlässig. Zudem gibt es die Anwendungen AccuWeather, Checkbook, Music Quiz, und den Neo Reader.

Sony Ericsson Zylo

Das Sony Ericsson Zylo ist mit den wichtigsten Funktionen ausgestattet, die man von einem Walkmanhandy dieser Preisklasse erwartet. Der Klang des Players ist ordentlich, wenngleich über den Handylautsprecher nicht überragend. Auch vermisst man einen 3,5 Millimeter Klinkenanschluss, zum Anschließen eines eigenen Headsets. Insgesamt bietet das Handy, mit einer akzeptablen 3,2-Megapixelkamera, UMTS, Social-Network-Apps und witzigen Gimmicks wie der Musikanruffunktion, alles, was man braucht um unterwegs mit seinem Handy Spaß zu haben und das zu einem günstigen Preis.

Pro:

  • Witzige Musikanruffunktion
  • UMTS mit HSPA
  • Viele Spiele und Social-Network-Apps

Contra:

  • Keine 3,5 Millimeter Klinkenbuchse zum Anschluss eines eigenen Headsets
  • Konfiguration von Sprachsteuerung und Zauberwort funktionierte im Test nicht
  • Mittelmäßige Empfangsqualität sowohl in E+, als auch in D-Netzen
  • Im Test ließ sich die Sprachsteuerung nicht konfigurieren

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen