Test des Sony Ericsson Z770i

26 Minuten

Sony Ericsson Z770i

Seit der Entstehung von Sony Ericsson steht die Initiale „Z" nicht mehr für den romantischen Filmhelden Zorro aus Mexiko. Vielleicht würde ihm aber eben dieses neue Handy 770i aus der Z-Serie imponieren. Die Reihe „Z" kennzeichnet Klapptelefone der Firma und diesmal bringt der skandinavisch-japanische Mobiltelefonhersteller einen schwarz-silbernen Falter der Extraklasse heraus.

Äußerlich macht sich das Gerät sehr gut. Wie steht es um die „inneren Werte" des galanten Silberlings mit großer Klappe? Wird auch die Verarbeitung das halten, was der erste Eindruck verspricht? Das und die Antwort darauf, ob Zorro vielleicht auch ein Z770i gefallen würde, können Sie im inside-digital.de Test nachlesen.

Sony Ericsson Z770iDas auffallende Merkmal der Verpackung des Sony Ericsson Z770i sind die vier parallel verlaufenden schlangenartigen Linien, welche die Frontseite der Verpackung zieren. Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass das in einander gehende und sich verlaufende Muster auch auf der Farbwahl der Verpackung zu sehen ist: Drei nebeneinander liegende Seiten des Päckchen sind weiß und die anderen drei, die sich um die ersten drei zu winden scheinen, sind schwarz. Und jeder der Farben besitzt eine Frontseite, die mit dem Abbild des Telefons versehen ist. Wird der Karton geöffnet, findet man das Z770i in einem Trenndeckel, der wieder mit den Schlangenlinien versehen ist. Darunter liegt das Zubehör und unter einer weiteren Ebene sind die mehrsprachigen Handbücher.

Der Lieferumfang umfasst das Standardzubehör sowie ein USB-Kabel und eine Software-CD mit Treibern. Letzteres war allerdings beim Testgerät nicht vorhanden. Für Testzwecke wurde ein solch ein Kabel aus der Redaktion verwendet. Da aber manche Funktionen ohne Treiber nicht zugänglich sind, konnten diese nicht getestet werden. Für Gespräche im Auto oder Musikhören unterwegs wurde ein Headset samt Ohrschützer mitgeliefert, der auch über einen Ruf-Annahme-Knopf verfügt.

 

Sony Ericsson Z770i

 

Sony Ericsson Z770i

Das Telefonchassis wurde größtenteils aus einem angerauten Leichtmetall angefertigt, das sich sehr gut anfühlt. Im geschlossenen Zustand präsentiert sich die obere Seite in schwarz mit einer etwas weit hervorstehenden Kameralinse. Darunter ist ein Schriftzug des Herstellers, der ebenfalls minimal aus der Decke emporragt und zudem noch mit einem Linienartigen Muster versehen wurde.

Sony Ericsson Z770iEtwas tiefer sitzt ein kleines rechteckiges und in Silber gehaltenes Display mit abgerundeten Seiten. Den unteren Rand schließt eine Modellbezeichnung – ebenfalls in Silber – mit einer länglichen blauen Zierleiste ab.

Auf der linken Seite wurde der Universalsteckplatz für das Lade- und USB-Kabel sowie das Headset verbaut. Rechts sitzt der Slot für den Memory Stick Micro und eine wiegenförmige Plus/Minus-Taste, die zur Lautstärkeregulierung dient. Im Gelenkkopf – der Verbindung der beiden Klappenteile findet man eine Öse zur Befestigung eines Bands.

Die Rückseite des Telefons samt Akkudeckel ist komplett aus Plastik. Über dem Batterieverschluss befindet sich ein kleines silbernes Teil, das an das Display von der Vorderseite erinnert – allerdings wurde dies nur aus ästhetischen Gründen verbaut. Oben thront das Logo von Sony Ericsson, das ebenfalls minimal aus dem Gehäuse ragt. Genau genommen weist die Rückseite gewisse optische Parallelitäten zur Vorderseite auf.

Im aufgeklappten Zustand sieht man oben das 3,4 mal 4,6 Zentimeter große und spiegelnde Display, das von einem schwarzen Hintergrund umrahmt wird, auf dem der Firmenschriftzug und die Modellbezeichnung sichtbar sind. Im unteren Teil findet man die schlangenförmigen Linien von der Verpackung wieder, die diesmal die Umrisse der numerischen Tasten sowie einiger anderer Knöpfe markieren.

Sony Ericsson Z770iDem Navigationsbutton wurde zwar eine klassische Einteilung vergeben – vier Richtungspfeile mit einem Bestätigungsfunktion in der Mitte -, aber die Einzelnen Tasten wurden als Einzelteile verbaut, was im Gesamtlook dem Telefon ein frisches Aussehen verleiht. Der Einschaltknopf wurde ebenfalls auf diese Seite des Z770i verbaut. Man findet ihn auf der rechten Seite unten, vor einer dezenten Version der Zierleiste, die man schon auf dem Deckel des Telefons vorgefunden hat.

Das kühl gehaltene Design erweckt trotz der Klappe einen recht stabilen Eindruck. Die Spaltmaße sind minimal und die Teile passgenau. Lediglich das Gelenk zwischen den beiden Seiten des Telefons gibt beim Öffnen ein leises knarrendes Geräusch von sich. Die numerischen Tasten sind durch ihre Umrisse gut zu fühlen und ermöglichen eine gute Orientierung auf der Tastatur.

Sony Ericsson Z770iDie Tasten fühlen sich durch ihre metallisch raue Beschaffenheit gut an. Die Tastentrennung wurde aus einem gummiähnlichen Stoff gefertigt, der die Orientierung auf der Klaviatur vereinfacht. Der Druckpunkt stimmt sowohl bei den numerischen Tasten als auch bei der mittleren Taste des Steuerknopfs. Die vier Richtungstasten der Navigationstaste sind allerdings nicht so gut entworfen, da sich die Steuerung über die dünnen Linien als etwas schwierig zeigt. Je nach Einstellungen, kann man den Tastendruck stumm belassen oder ihm einen Ton sowie ein Klick zuordnen – die Vibration als Druckbestätigung ist nicht möglich.

Der Zusammenbau der wenigen austauschbaren Teile ist unkompliziert. Die SIM-Karte sitzt in einem Einschubfach fest und wird vor dem Herauslösen durch den Akku geschützt. Der Akkudeckel scheint lose zu sitzen, allerdings erweist sich der Halt ebenfalls als sicher. Das Ladekabel und das USB-Kabel sind durch dübelartige Bolzen, die sich im Handy verhaken einwandfrei gehalten und garantieren eine große Bewegungsfreiheit auch mit angeschlossenem Kabel.

Sony Ericsson Z770iDas Gerät weist einen recht niedrigen Rauschpegel auf. Allerdings klingt die Stimme leicht hohl und matt, als ob man sich in einer leeren Halle unterhalten würde. Der Gesprächspartner hat beim Testanruf über eine veränderte Wahrnehmung der Stimme geklagt (E-Plus zu E-Plus), ansonsten gab es auch da kaum Störgeräusche. Sollte man sich in einer lauteren Geräuschkulisse befinden, kann man die Lautstärke während des Gesprächs per Knopfdruck auf die seitlichen Plus/Minus-Tasten erhöhen – dies lässt sich auch im Menü verändern. Auch auf der Straße, im Menschengedränge oder im Bus zeichnet sich das Gerät durch ein klares Wortverständnis aus. Im Lautsprecherbetrieb hört man den Gesprächsteilnehmer ebenfalls deutlich – nur leider viel zu leise.

Sony Ericsson gibt Standbyzeiten bis zu 340 und Gesprächszeiten über acht Stunden an. Sollte das Handy nur angeschaltet sein und in der Zeit ohne Benutzung bleiben, mag das vielleicht zutreffen. Bei normalem Betrieb stimmen diese Zahlen nicht. Dennoch erweist sich die Ausdauer des Akkus vom Z770i als recht lang.

Nach vier Tagen sehr regen Telefonbetriebs (hauptsächlich Telefonie) hat die Batterie erst aufgegeben und musste geladen werden. Dabei könnte man ungefähr von einer Gesprächszeit von über drei Stunden ausgehen. Bei zusätzlicher Anwendung des Musikplayers oder häufigem Spielen dürfte sich die Akkulaufzeit dann natürlich verkürzen.

Sony Ericsson Z770iDas Z770i verfügt über zwei Bildschirme: ein 3,5 mal 1,1 Zentimeter kleines externes Schwarz-Weiß-Display, das über den Batterie- sowie Netzstatus informiert und auch die Uhrzeit anzeigt. Bei Anruf wird dort der Name des Kontakts oder die unbekannte Nummer eingeblendet. Sollte man das Gespräch nicht entgegen nehmen können, wird auch diese Information dort in Form eines halbrunden Pfeils eingeblendet.

Das große Display ist farbig und zeigt im Standardbildschirm diverse Informationen an. Im oberen Bereich sind Symbole zur Batterie und zur Signalstärke und Netzart zu sehen. Neben dem letzteren wird ein halbrunder roter Pfeil eingeblendet, der über verpasste Anrufe benachrichtigt. Mittig darunter befindet sicht der Name des Betreibers. Weiter unten wird rechts die Uhrzeit sowie das Datum eingeblendet.

Am unteren Bildschirmrand befinden sich die Funktionen der drei darunter liegenden Softkeys. Die Farbwiedergabe des Bildschirms zeigt sehr intensiv leuchtende Farbtöne, die zugleich einen dunklen Charakter haben. Zudem sind bei den hoch auflösenden Grafiken sauber geglättete Konturen zu sehen. Bei den Einstellungen des Displays ist natürlich die Möglichkeit, ganze Grafikthemen zu verwenden ebenfalls vorhanden. Man kann aber auch einzelne Hintergrundbilder benutzen.

Auch der Startbildschirm lässt sich nach eigenem Belieben anpassen. Die Uhrzeit auf dem Standardbildschirm lässt zwei verschiedene Größen zu: klein und Groß. Bei wenig Licht kann man bei der Helligkeit des Displays zwischen fünf Stufen wählen. As Bildschirmschoner können Bilder und Fotos verwendet werden. Nachtschwärmer sowie Sonnenanbeter werden sich freuen, denn bei Dunkelheit ist die Lesbarkeit des Displays ebenso gewährleistet wie bei hellem Sonnenlicht. Lediglich die Oberfläche des Bildschirms spiegelt ein wenig.

Sony Ericsson Z770iDie integrierte 2-Megapixel-Kamera lässt sich entweder über eigene Verknüpfungen oder das Hauptmenü aktivieren. Die Anzeige fungiert im Foto- sowie Videomodus als Sucher und zeigt mehrere Informationen zu aktuellen Einstellungen auf: Unten sind die Softkeyfunktionen eingeblendet – Optionen, Foto und zurück. Der Bestätigungsknopf der Steuertaste dient als Auslöser der Kamera.

In der Mitte befindet sich der Sucher, der je nach Lichtverhältnissen das Motiv entweder gut oder mit grünlichem Rauschen zeigt. Über dem Sucher sind die Modi in Form von einer Kamera und einem Film zu sehen. Zur Unterscheidung wird der aktive Modus mit gelbem und der inaktive Modus mit gräulichem Symbol versehen. Daneben sieht man die Anzahl der verbleibenden Fotos bei eingestellter Bildergröße sowie den Speicherort (Telefon oder Memorystick).

Etwas höher sitzen die Anzeigen zum aktuellen Zoom und dem Lichtausgleich. Bei den Aufnahmeoptionen können viele Einstellungen vorgenommen werden: Der Aufnahmemodus verfügt über vier verwendbare Optionen: Normal, Panorama, Rahmen und Bildfolge. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann man den Nachtmodus dazuschalten. Dieser erhöht die Lichtempfindlichkeit und ermöglicht auch das Schießen von Fotos bei Dämmerung.

Damit das Foto farbecht wird, kann man den Weißabgleich bei unterschiedlichen Lichtfarben einstellen (Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Neonlicht und Glühlampe). Für verspielte Hobbyfotografen gibt es noch die Effekteinstellungen wie Sepia, Schwarzweiß und Negativ. Zusätzlich kann bei der Bildqualität noch zwischen Fein und Normal geschaltet werden. Weitere Einstellungen bringt der Verschlusston mit vier Optionen. Möchte man mal selbst auf dem Foto dabei sein, kann man den Selbstauslöser nutzen und dank der schellen Aufnahmegeschwindigkeit sollten keine Krämpfe der Lachmuskeln entstehen.

Die Anzeige im Videomodus blendet die laufende Zeit der Aufnahme ein, die auch grafisch in einem Balken dargestellt wird. Ansonsten werden auch die Einstellungen dargestellt, die auch im Fotomodus angezeigt werden. In den Aufnahmeoptionen zeichnet sich dasselbe Bild ab.

Nebst den bereits bekannten Funktionen (Nachtmodus, Weißabgleich, Effekte und Selbstauslöser) erscheinen noch einige videospezifische Einstellungen. So kann zum Beispiel die Videolänge zwischen Normal und MMS gewechselt werden. Des Weiteren kann man das Mikrofon optional abschalten. Was fehlt ist die Qualitätseinstellung bei Filmen.

Bei beiden Modi (Foto und Video) können noch die Speicherorte der Medien gewählt und der Dateizähler zurückgesetzt werden. Die Qualität der Bilder sieht auf dem kleinen Schirm des Telefons natürlich gut aus. Lädt man diese aber auch den Computer wird man überrascht. Denn es zeigt sich, dass die Kamera sowohl bei wenig aber auch bei sehr viel Licht keine guten Fotos liefert.

Die Bilder wirken etwas pixelig mit einem leichten bis mittelschweren Hintergrundrauschen. Sind die Lichtverhältnisse normal, fallen die Störeffekte zwar weg, dafür ist das Bild teilweise grobkörnig, wodurch ein Zoom kaum möglich ist. Als Digitalkameraersatz eignet sich das Z770i nicht, aber es reicht völlig aus, um zwischendurch einen Schnappschuss zu machen.

 

Sony Ericsson Z770i
 
Sony Ericsson Z770i
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Sony Ericsson Z770i

Einfach gestrickt bringt es auf den Punkt. Die Menüführung ist intuitiv und wird durch passend gewählte Symbole und Beschriftungen noch mehr abgerundet. Das Hauptmenü verhält sich in seinem Aufbau klassisch und bietet mit zwölf Symbolen eine gelungene Auswahl bestehender Zugriffsoptionen.

Ein kleiner Nachteil ist, dass das Menü nur in der Icon- und nicht in der Listenansicht einsehbar ist. Um einen kurzen Einblick über die Menüebenen und die Bedienung des Z770i zu geben, wird nachfolgend der Weg zum Verfassen einer SMS beschrieben: Alle Wege führen ja bekanntlich nach Rom.

Bei diesem Sony Ericsson Handy verhält es sich ähnlich mit den Navigationswegen. Man kann die SMS-Schreib-Funktion über das Hauptmenü erreichen, wo man das Symbol der Nachrichten drückt. Dort muss der erste Menüpunkt „Verfassen" betätigt werden und danach erscheint eine Auswahl der zu erstellenden Nachricht (SMS, MMS, E-Mail und Sprachnachricht). Nach dieser Wahl kommt man direkt zum Schreiben.

Die zweite Möglichkeit dorthin zu gelangen führt über den Verknüpfungsbutton, in dem der Schnellzugriff „Verfassen" bereits erstellt ist. Dann muss man nur noch den Nachrichtentyp wählen und losschreiben. Der letzte Weg führt über die Shortcuts der Navigationstaste, die im Hauptbildschirm verfügbar sind. Standardmäßig ist die linke Taste mit dem Schnellzugriff „Verfassen" belegt.

Die SMS bietet auf dem Z770i neben der simplen Texteingabe auch SMS-Bilder, -Töne und -Animationen anzuhängen. Allerdings nehmen die Nachrichten dann dramatische Längen an. So werden drei Nachrichtenlängen benötigt, um nur eines dieser grafischen Schnick-Schnacks hinzuzufügen. Sollte man sich doch nur auf einen Text beschränken wollen, kann man diesen per Direkteingabe oder T9 eintippen. Dazu kann eine T9-Sprache gewählt werden, deren Wörterbuch auch um neue Begriffe erweitert werden kann.

Bei den Wortvorschlägen kann man noch während des Schreibens aussuchen, ob diese als Liste oder gar nicht angezeigt werden sollen. Beim Schreiben ist kein Zeichenzähler zu sehen. Allerdings erscheint dieser erst ab 20 Zeichen und verhält sich wie ein Countdown, der die verbleibenden Zeichen rückwärts zählt. Überschreitet man das Limit einer SMS, wird man durch ein kleines kurzzeitig erscheinendes Feld darauf aufmerksam gemacht, dass die zweite SMS begonnen wurde. Drückt man während des Tippens auf den Softkey mit der Zurück-Funktion, kann man das Verfassen der Nachricht mit oder ohne Speichern abbrechen oder zum Eingabeschirm wieder zurückkehren. Sollte der Text doch zu wenig sein, kann man die Nachricht in eine MMS umwandeln.

Vor dem Versand von MMS müssen erst Konten auf dem Handy eingerichtet werden. Der Reihe nach werden Informationen zum Profilnamen, der Adresse des Nachrichtenservers und verfügbare Kontoart abgefragt. Danach können Bilder, Töne, Videos und noch mehr Text in die Nachricht eingefügt werden. Beim Verfassen einer MMS erscheint ein anderer Bildschirm als bei der SMS. Man sieht einen hellen Hintergrund mit einem Zähler, der die Anzahl der benötigten MMS für den verfassten Inhalt anzeigt.

Eine Anzeige in Kilobyte informiert über die aktuelle Größe der Nachricht. Bewegt man den Steuerknopf nach unten, öffnet sich eine Symbolleiste mit Anhangsoptionen. Über das Feld kann man bereits erstellte Bilder, Videos und Sounds zur Nachricht hinzufügen. Man kann aber auch ein Foto schießen oder eine Audiodatei aufnehmen, die angehängt werden soll. Zuletzt bietet die Leiste eine Vorschaufunktion. Über das Optionsmenü, das auf dem Softkey liegt, kann man weitere Sachen einstellen, wie zum Beispiel die Position des Textes, Hintergrund oder Anzeigedauer.

Vor der Benutzung von mobilen E-Mail-Diensten, muss vorher ebenfalls ein Assistent gestartet werden, der Schritt für Schritt Zugangsdaten abfragt und den Account konfiguriert. Ist die Einrichtung abgeschlossen, erscheint ein zweigeteilter Bildschirm: Der Teil des Empfängers und der Betreff wird in dunklem Grau gehalten und der Textteil in einem helleren Farbton. Als Signatur erscheint ein Werbetext der Hausmarke „Mit einem Mobiltelefon von Sony Ericsson gesendet", dieser kann aber problemlos gelöscht werden. Das Feld für Anhänge erscheint wie die Adresszeile in einem dunklen Grau.

Klingeltöne und Signaltöne können in den Einstellungen unter dem Sounds-Reiter angepasst werden. Als Rufton können alle unterstützten Musik- sowie Videoformate gewählt werden. Die Lautstärke lässt sich in acht Stufen oder mit steigendem Volumen einstellen. Der Vibrationsalarm ist leider sehr schwach und ist in einer lockeren Hosentasche kaum spürbar – für aktive Menschen oder Zorro ist dies nicht gerade optimal. Liegt das Telefon auf dem Tisch, hört man eine Vibration mit hoher Frequenz, die auf glatten Oberflächen für genügend Aufsehen sorgt. Die Vibration ist auch optional zusammen mit dem Klingelton einsetzbar.

Die Rufnummernunterdrückung findet man im Einstellungsmenü unter dem Reiter Anrufe. Neben Funktionen, wie Kurzwahl und Anrufe umleiten, kann man dort die eigene Nummer beim Telefonieren ein- oder ausblenden. Man kann aber auch einen Schnellzugriff dorthin über den Verknüpfungsbutton erstellen.

Die Anruflisten sind sehr gut strukturiert. Man kann zwischen vier Listen wählen: einer Gesamtliste, sowie angenommenen, gewählten und unbeantworteten Anrufen. Jedes dieser Kriterien ist zur besseren Kenntlichkeit mit einem farblich gekennzeichneten Pfeil nach typischer Sony Ericsson Art belegt. Zusätzlich zeigen Symbole an, um welchen Eintrag (Mobilfunknummer, Festnetz etc.) es sich bei dem Anruf handelt. Bei unmarkierten Einträgen sieht man den Namen des Kontakts, die Nummer wird bei unbekannten Anrufern angezeigt. Wählt man einen Listeneintrag an, wird noch das Datum und die Uhrzeit des Anrufes eingeblendet.

Die Tastatursperre existiert beim Z770i in dem Sinne nicht. Sie wird einfach mit dem Schließen der Klappe aktiviert und beim Öffnen wieder deaktiviert.

Sony Ericsson Z770iDas Zorro-Fon verfügt über diverse Möglichkeiten zum Datentransfer. So kann man problemlos Bluetooth-Verbindungen mit anderen Handys oder Geräten herstellen und Dateien austauschen.

Es spielt keine Rolle, ob man Bilder, Videos oder Musik versenden möchte, sämtliche Dateiformate können über Bluetooth versendet und empfangen werden. Auf den Einbau einer Infratorschnittstelle wurde verzichtet.

Bei einer USB-Verbindung kann man zwischen vier Modi wählen: Telefonmodus, Medienübertragung, Drucken und Massenspeicher. Im Menü kann aber auch eine Standardverbindungsart festgelegt werden, um die Wahl beim Einstöpseln des USB-Kabels auszublenden. Im Telefonmodus lassen sich alle Funktionen des Handys per Computer ansteuern, auch der Synchronisationsvorgang wird in dem Modus über die PC-Suite gestartet – dies konnte aber auf Grund der fehlenden Treiber für das Gerät nicht getestet werden.

Der Datentransfermodus lässt sich ohne Treiber verwenden, dabei wird das Telefon als ein Wechseldatenträger erkannt und man kann problemlos darauf von jedem PC zugreifen. Der Druckmodus erlaubt es sich direkt mit einem Drucker zu verbinden, ohne einen PC dazwischenschalten zu müssen.

Der letzte verfügbare Modus ist die so genannte Medienübertragung. Dabei können Mediendateien mit dem heimischen PC ausgetauscht und mit der Bibliothek des Windows Media-Player synchronisiert werden. Ein Menü zum Importieren von Fotos wie man es von Digitalkameras kennt ist in diesem Menü auch verfügbar. Auch dieser Modus lässt sich ohne zusätzliche Treiber benutzen und auch hier ist es möglich, auf das Telefon via Windows Explorer wie beim Datentransfermodus zuzugreifen.

Bei den Komfortfunktionen hat das Z770i das typische Sony Ericsson Repertoire zu bieten. Die Sprachsteuerung lässt sich unkompliziert bedienen und auch die Erkennung der Befehle geht problemlos von statten. Die Sprachbefehle lassen sich über den Zugriff auf den Kontakt aufnehmen.

Wahlweise geht das auch über die Einstellungen im Hauptmenü, wo der Sprachbefehl zugeordnet und aufgenommen werden kann. Während eines Telefonats kann man das Gespräch auch mitschneiden, um sich später Notizen davon zu machen. Den Mitschnitt kann man dann in der Medienbetrachtung unter dem Punkt Musik wieder einsehen und bei Bedarf auch wieder löschen.

Praktisch ist, dass die Gesprächsnotiz mit dem Namen des Gesprächspartners benannt wird – bei unbekannten Teilnehmern wird die Nummer angezeigt. Auf diese Art kann man gut nachvollziehen, welche Aufnahme zu welchem Gesprächspartner gehört. Auch die Stummschaltung des Gesprächs lässt sich über das Optionsmenü aktivieren. Weitere Funktionen wie Anruf halten oder Anruf hinzufügen sind von dort aus ebenfalls zugängig. Möchte man während des Telefonats vom Hörer zum Lautsprecher schalten, bietet der rechte Softkey unter dem Bildschirm den Direktzugriff auf diese Funktion. Allerdings erweist sich Telefonie über Lautsprecher je nach Umgebungslautstärke als schwierig.

Die Umgebungsprofile kann man durch kurzes Drücken der Ausschalttaste einsehen und wählen. Die Anpassung der einzelnen Profile gestaltet sich aber kompliziert. Denn man muss erst ein Profil wählen und sich dann in das Einstellungsmenü für Signaltöne begeben, wo man es den eigenen Bedürfnissen anpassen kann.

Das Telefonbuch bietet vielen Einträgen Platz. Dabei werden die Möglichkeiten sogar den Ansprüchen eines Business-Nutzers entsprechen. Nach der Eingabe der Nummer kann zwischen Basisdaten gewählt werden. Dazu gehören drei Verschiedne Einträge für Mobiltelefone, ein Privat- sowie ein Geschäftsanschluss, Fax und ein Feld für Anderes. Danach erscheinen verschiedene Reiter, die diverse Felder mit weiteren Eintragsmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Im ersten Reiter kann man Namen und weitere Nummern eintragen.

Der zweite mit einer Weltkugel versehene Reiter bietet Felder für E-Mail- und Webadressen. Im nächsten mit einer Sprechblase versehenen Fenster kann man individuellen Klingelton, Sprachbefehl sowie ein Kontaktbild festlegen. Der Adressschirm (mit einem Haus gekennzeichnet) stellt viele Felder zur umfangreichen Speicherung von privaten und geschäftlichen Adressen zur Verfügung. Im letzten und mit einem Blatt ausgestattetem Reiter gibt es Platz für Notizen und Geburtstagserinnerungen. Das Eintragen neuer Kontakte kann auch während eines Gesprächs vorgenommen werden. Leider bietet das Adressbuch keine Möglichkeit zur Bildung von Anrufergruppen.

Sony Ericsson Z770i
Sony Ericsson Z770i
Sony Ericsson Z770i
Sony Ericsson Z770i

Der Organizer des Z770i verfügt über zahlreiche Zeit- und Arbeitsmanagementfunktionen. Angefangen bei der Alarmfunktion können bis zu fünf verschiedene Einträge mit wiederkehrenden oder einmaligen Zeiten eingestellt werden.

Dazu kann noch jedem Termin ein Klingelton zugewiesen werden. Weiterhin hat man die Möglichkeit noch einen Alarmtext und -bild einzugeben sowie das Verhalten des Telefons bei Stummschaltung zu programmieren. Interessanterweise befinden sich die Alarmeinstellungen im Hauptmenü als selbständiger Punkt und sind nicht im Organizer untergebracht.

Der Timer und die Stoppuhr ergänzen neben dem Alarm die Sparte der Zeitfunktionen. Eine Aufgabenliste sorgt für das zeitmäßige abarbeiten fälliger Obliegenheiten. Dabei kann man zwischen einer Aufgabe (Blattsymbol) und einem Anruf (Telefonsymbol) wählen. Beim ersteren muss ein Text eingegeben und die Erinnerungszeit eingestellt werden.

Bei der Anruferinnerung kann man entweder eine Nummer eintippen oder diese über das Telefonbuch eingeben. Der Erinnerungstext sowie die Anrufzeit müssen dann ebenfalls eingegeben werden. Für umfangreichere Texte gibt das Notizblatt die Möglichkeit simple Vermerke festzuhalten – bei Codememos können Passwörter und Login-Daten bequem gespeichert werden.

Für eventuelle Zahlenakrobatik kann der Taschenrechner zur Rate gezogen werden, der mit Standardoperationen gut zu Recht kommt. Zuletzt bietet der Kalender umfangreiches Zeitmanagement: Standardmäßig sieht man die Monatsübersicht, welche den Namen des Monats sowie die Nummer der aktuell gewählten Kalenderwoche anzeigt. Über den farblich getrennten Wochen sind die Wochentage zu sehen – der aktuelle Tag wird durch ein Kästchen um das Datum markiert und die Auswahl ist durch Farbumkehrung des Feldes kenntlich gemacht.

Termine werden in dieser Übersicht leider nur mit einer Dickschrift des Datums markiert, weshalb sie auch leicht übersehen werden können. In der Wochenübersicht sind Tage und Uhrzeiten tabellarisch angegeben. Hier kann man bequem durch die Stundenanzeige scrollen und aktuelle Termine einsehen, die grafisch durch einen Balken in der Tabelle gekennzeichnet sind. Wird in der Monatsübersicht über der Markierung gedrückt, erscheint die Tagesansicht, die Einblick in die Termine des gewählten Tages gibt. Dort hat man auch die Möglichkeit neue Einträge zu erstellen. Neben dem Thema existieren Felder für Anfangszeit und -datum, der Termindauer und der Erinnerungszeit. Im zweiten Reiter kann man optional den Ort des Termins, eine genauere Beschreibung, Ganztägigkeit und Frequenz des Vermerks eingeben.

Die installierten Spiele bieten viel Spaß im Dreierpack: Auf dem schon von früheren Modellen bekannten Tennis Multiplayer, kann Wimbledon auf dem eigenen Handy nachgespielt werden. Ein neues Spiel ist Investigators, eine Art Grafik-Adventure für Knobel-Fans. Freunde von Sherlock Holmes und Dr. Watson werden sich daran sicherlich begeistern können. Allerdings ist hier die Steuerung etwas unübersichtlich. Weiteren kopflastigen Zeitvertreib bietet das Spiel Brain Juice. Dabei muss man verschiedene vorgegebene Suchkriterien in einem Feld aus Quadraten, Dreiecken und Kreisen finden. Wem das noch zu wenig ist, dem bietet Sony Ericsson weitere Downloads von der Hauseigenen Internetseite.

Bei drei DJ-Programmen (Video-, Musik- und Photo-DJ) hat man die Möglichkeit sich kreativ zu betätigen. Egal, ob man sich einen neuen fetzigen Klingelton oder ein witziges Hintergrundbild erstellen möchte. Der Kombinatorik sind keine Grenzen gesetzt.

Um Musik abzuspielen gibt es zwei Möglichkeiten, man kann via Dateimanager im Organizer durch die Ordner navigieren und sich das gewünschte Lied abspielen lassen. Der bequemere Weg ist der Punkt „Medien" im Hauptmenü. Dort hat man die Wahl zwischen den verfügbaren Foto-, Musik- und Videomedien sowie Einstellungen.

Jede weitere Bedienoberfläche ist den Bedürfnissen eines jeden Mediums angepasst und sorgt somit für eine einfache Medien-Navigation auf dem Handy. Im Bereich „Musik" stehen mehrere Optionen zur Verfügung. Man kann sich die vorhandenen Dateien nach Interpret, Titel oder Album anzeigen lassen. Unterstützt werden MP3-, AAC-, WAV- und WMA-Dateien. Weitere Anzeigemöglichkeiten sind Playlists, Hörbücher und Podcasts. Markiert man eins der Menüs, zum Beispiel Alben, so wird die Anzahl der vorhandenen Alben eingeblendet. Drückt man den Navigationsknopf wird eine Liste mit sämtlichen Alben erstellt, bei der man dann in die jeweilige CD einsehen kann, um ein Lied abzuspielen.

Während der Wiedergabe sieht man einen Bildschirm, der durch eine grafische Zeitleiste mit aktueller und verbleibender Zeit geteilt wird. Darüber sind das Albumcover sowie der momentane Wiedergabestatus (Pause oder Wiedergabe) zu sehen. Zusätzlich werden die Tracknummer des gespielten Stückes sowie die Anzahl der verbleibenden Lieder angezeigt. In kleinen Lettern wird auch der benutzte Modus des Equalizers eingeblendet. Unterhalb der Zeitleiste befinden sich Informationen zum Stück, seinem Interpreten und zum Album. Die Softkeys am Bildschirm haben folgende Funktionen: „Optionen", „Musiknavigation" und „Zurück". Über die Optionen gelangt man zu weiteren Einstellungen wie Abspielmodus, Equalizer und Stereo-Simulation.

Dort kann man auch die aktuell erstellte Playlist speichern, den Bildschirm in Querformat wechseln oder die Datei versenden, sie löschen oder sich Systeminformationen anzeigen zu lassen. Wird man während der Wiedergabe angerufen, sorgt die Resume-Funktion nach Gesprächsende für einen nahtlosen Fortlauf des Stückes.

Die Musiknavigation wird über die Steuertaste gelenkt und weist eine intuitive Bedienung auf. Lediglich sind die Tasten Oben/Unten mit einer nicht verständlichen Funktion versehen, die den Bildschirm ergrauen lässt und den Titel des spielenden Stückes in Rot einblendet. Der rechte Softkey „Zurück" führt wieder zurück in die vorherige Menüebene. Sollte man einmal vergessen haben das Telefon mit frischer Musik aufzufüllen, schafft der Dienst „Playnow" gute Abhilfe. Die vorinstallierte Software verschafft Zugang zu einer dynamischen Webanwendung, mit der man Inhalte – in diesem Fall Musikdateien oder Klingeltöne – ohne Browser abrufen kann.

Die Klangqualität bei der Lautsprecherwiedergabe ist recht gut. Allerdings kann der Lautsprecher nur mäßig tiefe Frequenzen reproduzieren, weshalb sich auch ein höhenlastiges Klangbild ergibt. Dieses ist allerdings sehr klar mit leicht metallischem Anklang. Über die Kopfhörer erklingt hingegen ein voller Sound, der sehr klar alle Frequenzbereiche wiedergibt und für ein angenehmes Hörerlebnis sorgt. Das Z770i verfügt über eine Equalizer-Funktion mit fünf Einstellungen (Normal, Bass, Megabass, Sprache und Höhenanhebung). Leider führt der Equalizer nur geringfügige Ergebnisse herbei – sowohl im Kopfhörer- als auch im Lautsprecherbetrieb.

Als zusätzliches Plus kann man das Z770i mit Google-Maps zu einem tragbaren Navigationssystem umwandeln, das in verlorenen Ortslagen behilflich wird.

Sony Ericsson Z770i
 

Das Zorro-Fon erweist sich in seiner Handhabung als ein typisch praktisches Sony Ericsson Gerät mit guter Ausstattung und vielen nützlichen Funktionen. Daher bestätigt sich der äußere Eindruck durch die gute Umsetzung der Menüebenen und deren Steuerung. Lediglich beim Verfassen der Nachrichten könnte man sich mehr Einheitlichkeit der Eingabeoberflächen wünschen. Die Verarbeitung zeigt auch auf den zweiten Blick, dass es sich bei dem schwarz-silbernen Falter um ein qualitativ wertvolles Kommunikationsgerät handelt.

Die gute Menüführung und die große Möglichkeit zur individuellen Anpassung zeichnen das Z770i ebenfalls aus – bei der Sprachqualität hapert es noch ein wenig. Auch die Lautstärke des Hörers und des Lautsprechers zeigen noch Optimierungsmöglichkeiten.

Die Kamera leistet mit ihren zwei Megapixeln behelfsweise auch gute Dienste, sie ist aber als Ersatz einer Kompaktkamera nicht zu empfehlen. Zusammenfassend kann man trotz einiger kleiner Mängel sagen, dass Sony Ericssons neues Klapphandy bei Liebhabern dieser Telefonart viel Anklang finden wird.

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