Test des Sony Ericsson Z550i

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Test des Sony Ericsson Z550i-1Die perfekte Mischung aus Eleganz, Komfort und Funktionalität: so preist Sony Ericsson das neue Z550i an. Das Handy soll mit stylischen Features den Büroalltag aufpeppen und gleichzeitig Maßstäbe in der Qualität setzen. Auf den ersten Blick scheint das Gerät diese Anforderungen auch erfüllen zu können: Die herkömmlichen Funktionen sind – zumindest auf dem Papier – durch technische Neuentwicklungen ergänzt.

Doch kann ein Businesshandy auch ein Lifestylebegleiter sein? Büro trifft Individualität und Design – noch immer ein Wunschtraum, oder ab sofort Realität? Der inside-digital.de-Test gibt Antworten.Das Sony Ericsson Z550i kommt in einem quaderförmigen Karton mit weißem Deckel daher. In der Deckelklappe gibt es ein Sichtfenster in Größe des Telefons, welches von feinen horizontal verlaufenden silbern- und goldfarbenen Linien umgeben wird. Links oben prangt der Herstellername, in der unteren Ecke findet sich der Name des Modells in silberner Schrift.

Die gleiche Beschriftung findet sich ebenfalls auf der Vorder- und Rückseite des Kartons wieder. Hier ist die Schrift weiß auf goldenem bzw. silbernem Grund. Auf der Unterseite der Schachtel wird das Linienmuster der Oberseite nochmals aufgenommen: Goldene Linien spannen sich über die Mitte der Fläche und trennen somit den Herstellernamen von einer Fotografie des Handys in geschlossener und aufgeklappter Position.

Die für den Karton gewählten Farben schließen optisch an das Klappendesign des Telefons an, welches sowohl in silberner, als auch goldener Ausführung erhältlich ist. Die Schachtel ist in ihren Ausmaßen der Kompaktheit des Handys selbst angepasst und das Sichtfenster, unter dem sich das Telefon befindet, macht regelrecht Lust auf den Inhalt. Eine Überraschung bereitet das folgende Design. Beim Öffnen des Deckels löst sich die Geradlinigkeit auf und das Handy befindet sich nun gebettet in eine goldene Pappnische. Pappniesche..Über ein Loch in der Mitte kann man das ganze Pappgestell bequem aus dem Karton ziehen und den weiteren Lieferumfang begutachten. Neben der Bedienungsanleitung, dem Garantieschein, zwei Informationsblättern zu Sony-Ericsson-Spielen und der Emissionsrate des Handys liefert der Hersteller den Akku separat mit. Außerdem sind Kopfhörer und Ladekabel im Lieferumfang enthalten. Die Kopfhörer dienen sowohl als Headset als auch zum Musik hören. Auf ein USB-Kabel hat der Hersteller leider verzichtet, Verbindungen zwischen PC und Handy erfolgen also via Bluetooth

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Test des Sony Ericsson Z550i-4Das Einlegen der SIM-Karte ist einfach. Auf der Rückseite des Telefons gibt es einen gekennzeichneten Bereich, der darauf schließen lässt, dass sich hier der Akkudeckel aufschieben lässt. Bei leichtem Druck mit beiden Daumen löst sich der Deckel. Zuerst kommt ein flacher Akku zum Vorschein. Unter diesem befindet sich die Halterung für die SIM-Karte. Von der Seite eingeschoben, wird die Karte von zwei Haltezähnchen fixiert, die auch eine mögliche Verwechslung der Einschubseite ausschließen. Der Akkudeckel wird von unten nach oben aufgeschoben und rastet fest in der Halterung ein.

Die Oberfläche der Handyklappe besteht aus gebürstetem Aluminium, in dem der Herstellername vertikal eingraviert ist. Ein kleines Display in der Klappenmitte ist von einem Spiegelrahmen eingefasst. Das obere Viertel der Klappe besteht aus schwarzem Plastik, aus dem die silbern eingefasste Linse der Kamera optisch hervor sticht. Der Materialmix ist ansprechend und besonders das Außendisplay fügt sich schön in das Klappendesign ein. Derweil besteht die Rückseite komplett aus Plastik. In der oberen Mitte lässt sich der Lautsprecher des Handys erahnen, der kreisrund angedeutet ist. Die Mitte dieses Kreises bildet der Sony-Ericsson-Ball in silbern und grün, darunter wieder in vertikaler Schrift der Herstellername als leichter Aufsatz auf dem Akkudeckel.

Beim Öffnen der Klappe entsteht ein Widerstand, der dem Benutzer die Sicherheit gibt, dass das Handy sich nicht von allein öffnen wird. Im Allgemeinen macht die kompakte Form des Gerätes einen sehr belastbaren Eindruck.

Test des Sony Ericsson Z550i-5Sowohl mit der linken, als auch der rechten Hand lässt sich das Sony Ericsson Z550i gut bedienen. Die einzige Schwierigkeit bildet das Aufklappen mit einer Hand, da man einiges Fingerspitzengefühl benötigt und sich der bereits erwähnte Widerstand beim Öffnen in diesem Falle als Nachteil erweist.

Die einzelnen Bauteile sind passgenau, gut abgestimmt und qualitativ hochwertig. Der einzige Überstand entsteht auf der Handyklappe, wo die Linse der Kamera etwa drei Millimeter heraussteht. Staub und Dreck können lediglich am Scharnier der Klappe und am Lautsprecher auf der Rückseite eindringen.

Über einen Anschluss an der Unterseite des Handys lassen sich externe Bauteile an das Telefon anschließen. Der Anschluss ist als Brücke zum Ladekabel, zu den Kopfhörern und einer Dockingstation einsetzbar, ein gleichzeitiger Gebrauch von zwei Anschlusselementen ist nicht möglich.

Test des Sony Ericsson Z550i-6Alle Stecker sitzen fest am Telefon an und sind sehr leicht zu installieren. Dennoch besitzen die Anschlüsse die nötige Festigkeit, die einen Abbruch der Verbindung nahezu vollkommen ausschließt. Zudem fügen sie sich schnörkellos in das Design-Konzept ein.

Weitere äußerliche Besonderheiten sind zweifelsohne die Kamera, das Außendisplay und die Seitentasten für die Lautstärke. Das blau unterlegte, digitale Display zeigt neben der Uhrzeit auch den Ladezustand und den Netzempfang an. Bei eingehenden Anrufen erscheint hier auch die Nummer bzw. der Name des Anrufers, sofern er im Telefonbuch verzeichnet ist. Der SMS-Eingang wird mit einem Briefumschlag und dem Namen des Absenders gekennzeichnet. Sobald die Beleuchtung erlischt, erscheint im Außendisplay nur noch die Uhrzeit. Die Kamera auf der Oberseite der Klappe erweist sich bei längerem Gebrauch als das störendste Merkmal des Handys. Da die Linse nicht geschlossen oder abgedeckt werden kann, muss man sehr auf die Sauberkeit dieses Bereiches achten.

Die Lautstärketasten an der rechten Seite des Telefons sind auch beim Telefonieren gut zu erfühlen, da sie sich durch ihre glatte Oberfläche und Materialbeschaffenheit vom Plastikmantel absetzen.
Die Tastenanordnung des Sony Ericsson Z550i zeichnet sich durch kurze Wege und die praktische Doppelbesetzung aus. Es gibt sieben Navigationstasten, die sich optisch durch ihre silberne Oberfläche von den restlichen schwarz unterlegten Tasten unterscheiden.

Um die ringförmig angeordneten Hauptnavigationstasten befindet sich links und rechts jeweils eine Auswahltaste. In der Mitte des Ringes ist die Hauptmenü/Enter-Taste. Unter den zwei seitlichen Auswahltasten befinden sich die Rücktaste und die Löschtaste, die durch einen Pfeil bzw. ein C gekennzeichnet sind. Das Zentrum der Tastatur bilden die Zahlentasten gemeinsam mit den Raute- und Stern-Keys. Den Abschluss bilden unten links die Aktivitäts-Menütaste und unten rechts die Ein/Aus-Taste.

Alle Tasten sind einzeln angeordnet und liegen etwas tiefer als der Rahmen, in den sie eingebettet sind. Die Tastenfühlbarkeit leidet allerdings keineswegs darunter, alle Zahlentasten können gezielt angesteuert werden und besitzen einen angenehmen Druckpunkt. Mit einiger Übung ist sogar „blindes“ SMS-Tippen möglich. Verwirrend wirken dabei jedoch die vier Auswahltasten, die oberhalb und unterhalb des Zifferboards liegen.

Anders sieht es bei den Navigationstasten aus: Durch die enge Anordnung zwischen Hauptmenütaste und Navigationsring kommt es wesentlich häufiger zu der Eingabe eines falschen Befehls. Eine Besonderheit gibt es beim Enter-Befehl. Dieser kann sowohl durch Drücken der Hauptmenütaste, als auch über eine der oberen Auswahltasten gegeben werden.

Das Sony Ericsson Z550i verfügt über einen manuell einstellbaren Vibrationsalarm. Obwohl der Vibrationsmotor sehr leise ist, spürt man die Vibration des Handys auch in der Handtasche, was bei lautem Umfeld ein klares Plus seien kann. Stellt man den Vibrationsalarm an, ist dieser allerdings für alle Profile aktiviert. Eine individuelle Einstellung ist nicht möglich. Dies gilt dann auch für den SMS-Empfang.Test des Sony Ericsson Z550i-7Vielleicht hat Sony Ericsson beim Bau des Handys mehr auf die Qualität der Multimediafunktionen, als auf die Sprachqualität Wert gelegt. Wirklich gut zu verstehen ist der Gesprächspartner nämlich nur, wenn man den Lautstärkeregler auf die höchste Stufe stellt und darauf achtet, dass die Hörmuschel gut am Ohr sitzt. Der Klang ist glücklicherweise trotz der Lautstärke weniger beeinträchtigt. Blecherne Verzerrungen der Stimme beim Telefonieren kommen sehr selten vor und entstehen auch nur, wenn beide Gesprächspartner sich in einer geräuschintensiven Umgebung, wie zum Beispiel an einer stark befahrenen Hauptstraße, befinden, Derweil funktioniert das Mikrophon des Z550i in allen Situationen einwandfrei. Trotz Nebengeräuschen und starkem Wind konnte das Handy diesbezüglich im Test voll überzeugen. Die Gesprächslautstärke lässt sich über eine Regeltaste an der Schmalseite des Handys verstellen, die auch ohne Hinsehen beim Telefonieren leicht zu ertasten ist.Test des Sony Ericsson Z550i-8Das Sony Ericsson Z550i hat zwei Displays. Das Hauptdisplay misst 3 x 4 Zentimeter. Auf der Handyklappe befindet sich ein weiteres digitales Display, welches Uhrzeit, Ladezustand und den Empfang von Nachrichten anzeigt. Das Farbdisplay stellt 262.144 Farben dar und wird oben und unten von einer grau unterlegten Leiste umrahmt. Während die untere Leiste die Menüoptionen anzeigt und damit auf die Auswahltasten verweist, ist die obere Leiste für allgemeine Informationen verantwortlich: SMS-Empfang, Anrufe in Abwesenheit, Bluetoothaktivität, Akkuladezustand oder Empfangsqualität.

Die Schriftfarbe des Hauptdisplays, d.h. die Anzeige von Netzbetreiber, Uhrzeit und Datum, ist immer rot mit schmaler weißer Umrandung. Diese Umrandung ist bei der gewählten Schriftgröße für die Anzeige des Netzbetreibers angenehm . Was allerdings die wirklich wichtigen Anzeigen angeht, so ist die Umrandung bei Uhrzeit und Datum zu üppig. Es ist geradezu anstrengend für das Auge, manche Zahlen voneinander zu unterscheiden. Die hauseigenen Hintergrundbilder und Animationen lassen an Farbbrillianz und –schärfe keine Wünsche unerfüllt, auch aus dem Internet herunter geladene Bilder haben eine hohe Auflösung. Möchte man allerdings ein selbst geschossenes Foto in den Hintergrund setzen, so ist die 1,3-Megapixel-Kamera fast ein wenig zu schwach, wenn die Lichtverhältnisse beim Fotografieren nicht optimal sind.

Test des Sony Ericsson Z550i-9Setzt man das Handy einer starken Lichtquelle oder der Sonneneinstrahlung aus, so ist auf dem Display nichts als die Reflektion des eigenen enttäuschten Gesichtsausdruckes zu sehen. Im Dunkeln arbeitet das Display hingegen tadellos, selbst das Außendisplay spendet genug Licht, um als kleine Leselampe verwendet zu werden.

Die einzige Optimierungsmöglichkeit, die der Hersteller bei der Displayfunktion anbietet, ist das manuelle Einstellen der Helligkeit. Bei höchstmöglicher Beleuchtung wird man dann allerdings darauf hingewiesen, dass dieses die Standby-Zeit verringere. Über die Schriftfarbe und die Hintergrundfarbe des Auswahlbalkens hat man keine Auswahlmöglichkeit, sie sind standardisiert dunkelgrau bzw. rot.
Sowohl für das Hintergrund- und Menüdesign, als auch für Startbildschirm und Bildschirmschoner gelten die gleichen Einstellungsmöglichkeiten: Der User kann sich aussuchen, ob er ein Design aus dem Hause Sony Ericsson oder ein selbst geschossenes Foto bzw. Downloadbild vorzieht.

Der Hersteller bietet vier animierte Designs, eine Startbildanimation und 13 Hintergrundbilder an, die natürlich beliebig durch eigene Bilder ergänzt werden können. Dies ist auch ratsam , denn wirklich angenehm fürs Auge sind von den hauseigenen Designs nur die Wenigsten. Positiv zu erwähnen ist dagegen, dass man jedes Hintergrundbild, sofern es selbst gemacht ist, in der Standardgröße oder in maximierter Form einfügen kann. Maximierte Bilder erstrecken sich über das ganze Display, während die Standardgröße sich nur über etwas mehr als die Hälfte des Bildschirms erstreckt und oben und unten einen zentimeterbreiten Rand lässt.

Statt eines Bildes im Displayschoner – welches eher schlecht zu sehen ist, da dieser sich nur anschaltet, wenn die Beleuchtung ausgeht – kann man sich auch für die Stromsparvariante entscheiden und sich die Uhrzeit anzeigen lassen. Am besten ist es aber, das Handy einfach zu zuklappen, wenn man es gerade nicht benutzt.

Die Kamera des Sony Ericsson Z550i arbeitet mit einer maximalen Auflösung von 1,3 Megapixel. Das Display fungiert bei eingeschalteter Kamera als Sucher und lässt das zu fotografierende Objekt bei entsprechenden Lichtverhältnissen gut erkennen. Der Hersteller bietet vier verschiedene Aufnahmemodi an. Generell kann man sich zwischen drei verschiedenen Bildgrößen entscheiden, die dann vom Normalmodus übernommen werden. Schon bei diesem ersten Schritt wird klar, dass der 4-fache Zoom nur teilweise angewendet werden kann: Er funktioniert lediglich für die kleinste Bildgröße von 160 x 120 Pixeln. Bei Bildmaßen von 640 x 480 Pixeln kann man immerhin noch 2-fach zoomen, misst das Bild jedoch 1280 x 1024 Pixel ist kein Zoomen mehr möglich. Es empfiehlt sich, für den Normalmodus das mittlere Bildmaß auszuwählen. Den digitale Zoom sollte man eher spärlich verwenden, da Bilder sonst häufig unscharf und pixelig werden.

Als weiteren Aufnahmemodus gibt es die Panorama-Aufnahme. Aus drei separat fotografierten Bildern setzt der Editor ein Panoramabild zusammen. Als Orientierungshilfe für Foto zwei und drei erscheint jeweils der rechte Bildrand des zuvor gemachten Fotos an der linken Bildkante im Sucher. Doch trotz dieser Hilfe sieht man später, dass das Foto aus mehreren Teilen zusammengesetzt wurde.

Für den Spaß am Fotografieren sorgen die 24 Rahmen, die bereits im Handy gespeichert sind. Von Blattwerk über eine Taucherglocke bis hin zur berühmten „Mona Lisa“ kann man hier seine Fotos besonders gestalten. Doch gerade bei so kleinen Kopfausschnitten wie dem der „Mona Lisa“ liegt der Erkennungsgrad bei nahezu Null. Das Bild ist meist unscharf und oftmals kann man die Hand gar nicht so still halten, dass man auch wirklich das Gesicht der zu fotografierenden Person im Sucher festhalten kann.

Als weiteren Modus kann man eine Bildfolge einstellen. Hier werden in knapp zwei Sekunden automatisch vier Fotos geschossen, was sich besonders bei bewegten Objekten anbietet. Zuzüglich zu den Aufnahmemodi gibt es auch noch vier Effekte: Schwarz/Weiß, Sepia, Solarisierung und Negativeffekt.

P900 - beim Fotografieren

Besondere Optionen sind der Selbstauslöser und der Nachtmodus. Der Selbstauslöser weist durch ein Tonsignal auf die ablaufende Zeit bis zum Fotoshot hin, das Foto wird rund acht Sekunden nach dem Drücken des Auslösers geschossen. Die Fotoqualität im Nachtmodus bringt jedoch keine erkennbare Verbesserung des Bildes. Möchte man beispielsweise einen beleuchteten Straßenzug bei Nacht fotografieren, so ähnelt das Foto bei der Betrachtung eher einer Flugzeuglandebahn. Wird der Auslöser bereits in der Normalfunktion mit einiger Verzögerung getätigt, so muss man im Nachtmodus bis zu drei Sekunden warten, bis das vertraute „Knipsen“ zu Hören ist und das Bild auf dem Display erscheint. Die höchste Aufnahmegeschwindigkeit besitzt die Kamera eindeutig im Bildfolgemodus.

Auch Videos kann man mit dem Sony Ericsson Z550i drehen. Auf zwei Qualitätsstufen (hohe Qualität und MMS-Qualität) und in zwei Dateigrößen (176 x 144 Pixel oder 128 x 96 Pixel) ist eine Aufnahme möglich. Außerdem gelten die gleichen Effektmöglichkeiten wie bei der Kamerafunktion.
Die Verwaltung der Foto- und Videodateien erfolgt in zwei Speicherzielen: Der Telefonspeicher hat 25 Megabyte Speichervolumen, die Größe des externen Memory Sticks kann der Nutzer individuell bestimmen.

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Das Sony Ericsson Z550i hat zwölf Menüpunkte, die in Icon-Struktur angeordnet sind. Beim Öffnen des Menüs ist der Punkt „Nachrichten“ sofort als Auswahlmöglichkeit angesteuert. Direkt darüber befinden sich die Internetdienste, links die Kamera, rechts der Media-Player und unten der Menüpunkt „Kontakte“. Diese Anordnung ist nicht genug durchdacht, da drei der vier Menüpunkte bereits als Schnellzugriffsfunktion zur Verfügung stehen. Dass sich ihre Anordnung im Hauptmenü ebenfalls durch die kürzesten Strecken auszeichnet, ist eher überflüssig. Viel mehr sollten Menüpunkte wie der „Dateimanager“, der „Organizer“ oder die allgemeinen Einstellungen und Optionen um das Zentrum herum angeordnet sein.

Weitere Menüpunkte sind das Radio, die „Play Now“-Funktion, der Punkt „Unterhaltung“, sowie die Anruflisten. Auch ohne die entsprechende Überschrift der Menüpunkte gelesen zu haben, findet man sich intuitiv gut zurecht. Für Erstbesitzer eines Sony-Ericsson-Handys könnten sich lediglich die horizontale Navigation als gewöhnungsbedürftig erweisen, denn Untermenüpunkte werden über die Links/Rechts-Keys des Navigationsringes angesteuert. Diese Anordnung des Menüs macht einen Wechsel zum Listenmenü unmöglich. Doch mit zwölf Menüpunkten bietet sich das Iconmenü generell besser an. Im Datei-Manager kann man sich entweder alle gespeicherten Dateien anzeigen, oder sich diese nochmals einzeln in Dateien des Memory-Sticks und des Telefons aufschlüsseln lassen. Der Punkt „Anrufe“ funktioniert prinzipiell gleich:Erst werden alle Anrufe gezeigt, dann erfolgt die Differenzierung zwischen angenommenen und unbeantworteten Anrufen, sowie gewählten Rufnummern. Im „Optionen“-Menü erscheinen zuerst allgemeine Profileinstellungen, beim Drücken der rechten Navigationstaste folgen dann Signal- und Toneinstellungen, Bildschirmoptionen, Anruf-Info und Verbindungsoptionen.

Möchte man eine SMS erstellen, so umfasst der Weg ein viermaliges Drücken der Entertaste. Oder aber man nutzt die Shortcut-Funktion und hat nach einmaligem Drücken das Textfeld vor sich. Weitere Shortcuts gibt es zur Kamera und zum Kontaktmenü. Außerdem ist die Anrufliste direkt einsehbar. Sehr sinnvoll vom Hersteller war es, eine Shortcut-Funktion frei wählbar zu gestalten. Beim Drücken der rechten Navigationstaste wird der User gefragt, welche Verbindung er für diesen Key definieren möchte.

Im Untermenü werden bis zu sechs Menüpunkte gleichzeitig aufgelistet, die alle gut lesbar sind. Auch Menschen mit Sehschwierigkeiten sollten beim Lesen keine Probleme mit der Schriftgröße haben.
Möchte man seine Rufnummer unterdrückt halten, so ist das Optionsmenü die richtige Adresse für eine dahingehende Einstellung. Im Untermenüpunkt „Anruf-Info“ muss man auf „Nummer zeigen/ausblenden“ drücken und kann dann die Unterdrückung für alle Netze, oder netzabhängig installieren.

Das SMS-schreiben ist mit dem Sony Ericsson Z550i eine sehr kurzweilige Angelegenheit. Ausgestattet mit einem lernfähigen T9-Wörterbuch, erleichtert es das Tippen der Nachricht. Leider ist nur die Direkteingabe etwas schwer gestaltet, wenn das Wörterbuch ein unbekanntes Wort feststellt. Der Direkteingabemodus übernimmt das falsche wenn auch vollständige Wort und bevor man nun die Korrektur vornehmen kann, muss erst alles gelöscht werden. Positive Eigenschaften des Wörterbuches sind allerdings die selbstständige Vollendung von Wörtern sowie das Fenster, das sich öffnet, wenn es für eine Eingabe mehrere Wortmöglichkeiten gibt. Diese Funktion verschafft eine schnelle Übersicht über die angebotenen Wörter, so dass man im Idealfall gleich zur Direkteingabe wechseln kann.

Gemeinsam mit der SMS kann man auch kleine gelbe Smileys mit vier unterschiedlichen Gesichtsausdrücken versenden. Ein Zeichenzähler erscheint auf dem Display, sobald es an die letzten 30 Buchstaben geht. Als Speicher ziele für selbst verfasste Nachrichten bietet das Sony Ericsson Z550i einen Entwurfsordner, den Postausgang und den Ordner für gesendete Nachrichten, auf dem automatisch alle ausgehenden SMS gespeichert werden, an. Aktuelle Nachrichten erscheinen im Posteingang und können dann in den Ordner für bereits gespeicherte Nachrichten verschoben werden.

Das Erstellen einer MMS gestaltet sich genauso einfach wie das SMS-Tippen. Im Menüpunkt „Nachrichten“ sucht man sich den Nachrichtentyp MMS aus, dann erscheint das Textfeld. Nach Eingabe des Textes kann man Schriftgröße und -farbe beliebig variieren. Dafür stehen 28 Farben zur Verfügung. Hinzufügen kann man Bilder, Sounds und Videos aus dem Telefonspeicher. Zur allgemeinen Gestaltung ist es weiterhin möglich, der Nachricht eine einheitliche Hintergrundfarbe zu geben. Die Textausrichtung kann entweder zur oberen, oder zur unteren Kante hin geschehen.

Die einzige Vorlage, die das Handy anbietet, ist ebenfalls eine MMS. Unter dem Motto „Time to party“ erscheinen drei Party-Animationen und der Verfasser muss lediglich noch Ort, Zeit und Datum der Feier einfügen.

Der Versand von E-Mails ist nur möglich, wenn man sich im Vorfeld mit dem Netzbetreiber in Verbindung setzt, oder auf der Internetseite von Sony Ericsson einen E-Mail-Client einrichtet. Gleichzeitig kann man die Funktion erst nutzen, wenn man sich beim Dienstanbieter registriert. Sony Ericsson unterstützt die Erstellung so weit, als dass beim Handyerwerb bereits eine E-Mail mit den entsprechenden Setup-Informationen im Posteingang zu finden ist. Mit dem E-Mail-Client können dann Nachrichten via UMTS/GPRS oder GSM übertragen werden. Als Anhänge zum Text kann man Bilder und Visitenkarten senden.

Ab Werk verfügt das Sony Ericsson Z550i über 28 Klingeltöne, die zum Teil im MP3-Format, wie auch als polyphone Klingeltöne mit 40 Stimmen vorhanden sind. Jedes heruntergeladene Lied kann zudem ebenfalls als Klingelton verwendet werden. Insgesamt werden alle MP3/AAC-Formate unterstützt. Der Speicher des Media-Players ist groß genug, um sich einen Songspeicher anzulegen und das Handy bequem als MP3-Player zu nutzen. Außerdem hat das Gerät einen Radio-Tuner.Test des Sony Ericsson Z550i-27Der Datenversand ist beim Sony Ericsson Z550i via Bluetooth, über eine Synchronisierung mit dem Internetserver und mittels Java-Optionen möglich. Der Gebrauch von Bluetooth ist einfach und am effektivsten. Die Reichweite der Verbindung beträgt maximal zehn Meter und die Datenübertragung erfolgt sehr schnell. Über Bluetooth können Songs, Bilder, Videos und Visitenkarten verschickt werden. Die zwei weiteren erwähnten Verbindungsmöglichkeiten erfordern die Einrichtung eines Kontos bzw. eines Setup-Managers über die Sony-Ericsson-Firmenhomepage.

Möchte man die Kontaktdaten auf den PC senden, so erfolgt diese Synchronisation auch nur über Bluetooth. Es können einzelne Kontakte oder das vollständige Telefonbuch versandt werden.

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Das im Lieferumfang enthaltene Headset fungiert sowohl als Kopfhörerset für das Radio, sowie auch als Bluetooth-Headset. Radio hören ist nur mit Kopfhörern möglich, da diese gleichzeitig auch als Antenne dienen. Der Empfang der Antenne ist jedoch denkbar schwach. Während das Signal beim Spaziergang um den Block noch akzeptabel ist, hört man bei der Bahnfahrt öfter das Geräusch, das sich beim Nichtempfang der Radiowellen einstellt. Daher bietet es sich in solchen Situationen eher an, den Media-Player anzuschalten und MP3s zu hören. Die Parallelnutzung der Kopfhörer zum Musik hören und als Headset ist möglich, wenn man im Profilmenü die entsprechende Auswahl trifft. Neben dem Headset-Profil gibt es weiterhin Meeting, Kfz-Betrieb, Draußen, Zuhause und Büro. Eigene Profile kann der Nutzer nicht erstellen.

Das Sony Ericsson Z550i kann auch über Sprachbefehle gesteuert werden. Die Aktivierung erfolgt über ein „Zauberwort“. Danach können Anrufe durch das Sprechen des Namens getätigt, oder Anrufer unter Verwendung der Freisprecheinrichtung über ein mündliches Signal angenommen oder abgelehnt werden. Die Aufnahme der Sprachbefehle kann beliebig oft wiederholt werden, aber meistens reicht schon eine einmalige Aufzeichnung und die Qualität ist ausreichend, um später wieder erkannt zu werden. Sprachbefehle können generell nur gegeben werden, wenn sich das Telefon im Standby-Modus befindet. Rufen Kontaktpartner an, deren Nummer der User mit einem Sprachbefehl versehen hat, so wird der Kontaktname mit dem Klingelton abgespielt.

Einen Sprachspeicher besitzt das Sony Ericsson Z550i nicht. Dafür ermöglicht die integrierte Freisprechfunktion gemeinsam mit der Fähigkeit, mehrere Telefonate parallel zu führen, die Durchführung von Telefonkonferenzen übers Handy. Der Lautsprecher ist stark genug, um zumindest einen Büroraum zu beschallen.

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Das Potenzial des Telefonbuches deckt alle wichtigen Eckdaten der Kontakte ab. Jedem Namen kann ein Foto angehängt werden, dazu sind vier Nummern speicherbar, die aber durch den Unterpunkt „Andere Nummern“ noch durch individuelle Eintragungen erweitert werden können. Das Kontaktmenü erstreckt sich weiterhin über die Eingabe der E-Mail- und Web-Adresse. Differenziert wird zwischen der Firmen- und der privaten Adresse aller Kontakte und den krönenden Abschluss bieten ein Infofeld und die Geburtstagserinnerung. Zudem kann man jedem Kontakt einen persönlichen Rufton zuordnen und Anrufergruppen einrichten. Auch während des Telefonierens hat der Benutzer jederzeit Zugriff auf das Telefonbuch und kann die Kontaktdaten erweitern oder parallele Anrufe einleiten.

Im Organizer spielt sich die gesamte Jahresplanung des Handyusers ab. Angefangen beim Wecker, der einen jeden Morgen mit dem Lieblingssong aus den Kissen holt, geht es weiter über den Kalender, in den alle Termine und Meetings eingetragen werden können. Auch an Geburtstage wird hier erinnert und dank der funktionalen Kopiermöglichkeit von Terminen lassen sich regelmäßig wiederkehrende Meetings schnell einschreiben. Die To-Do-List kennzeichnet selbstständig die noch nicht erledigten Aufgaben und erinnert bei entsprechender Einstellung auch mehrfach an zu erledigende Tasks.

Im Menüpunkt „Notizen“ lässt sich besonders gut der Einkaufszettel fürs Wochenende verfassen. Der Rechner ist behilflich bei allen Rechenoperationen. Außerdem gibt es Timer, Stoppuhr und eine Code-Memo. Der Organizer bietet NewsReader und die Ausrichtung nach der Weltzeituhr. Eine dritte Anwendung, die weniger in den Organizer, als viel mehr in das Unterhaltungsmenü passt, ist das Face Warp. Hier können Gesichter fotografiert und verzerrt werden, was bei der Kameraqualität allerdings nicht immer den gewünschten Effekt bringt.

Im eigentlichen Unterhaltungsmenü kann man sich selbst kreativ betätigen oder eine Vielzahl von Spielen ausprobieren. Vorinstalliert sind die Spiele Black Deal, Puzzle Slider und Quadrapop. – allesamt unterstützt von Java.

Fast interessanter als die herkömmlichen Spiele sind der Video-, Photo- und Music-DJ. Obwohl die Möglichkeiten der Video- und Tonbearbeitung relativ gering sind, macht es Spaß, zum Beispiel dem Klingelton eine persönliche Note zu geben. Auf vier Tonspuren kann man seine eigenen Lieder komponieren. Der Video DJ macht bewegte Aufnahmen MMS-fit und im Fotoprogramm kann man schöne Diashows vorbereiten, die sich mit entsprechendem Zusatzmaterial auch gut auf dem heimischen PC zeigen lassen.

Das Sony Ericsson Z550i übernimmt via Bluetooth auch die Aufgabe einer Art Fernbedienung von Desktop, Media-Player und Presenter., sofern diese ebenfalls über eine Bluetooth Schnittstelle verfügen. Diese Eigenschaft zeichnet sich vor allem im Job aus, da Präsentationen mit dem Computer auch aus einigen Metern Entfernung vom Gerät geführt werden können.

Das letzte Feature des Unterhaltungsmenüs ist der Sound Recorder, der allerdings als Diktiergerät nur eingeschränkt verwendbar ist.

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Das Sony Ericsson Z550i möchte sowohl Business- als auch Lifestylehandy sein. Den Spagat zwischen diesen beiden Bereichen schafft es nicht in allen Eigenschaften. Während der erste Eindruck überwiegend positiv ausfällt, zeigen sich schon nach kurzer Zeit einige Defizite im Gebrauch.

Meist sind dies nur kleine, aber dennoch wichtige Dinge, die sich auf Dauer als wahre Umständlichkeiten entpuppen. Allein schon in der Menüführung sind nicht genügend Möglichkeiten der Selbstgestaltung gegeben. Komplizierte Wege werden auch durch die Shortcut-Funktionen nicht vereinfacht. Defizite stecken auch in der Qualität der Kamera. Leider wurde das Hauptaugenmerk nicht auf die Leistung der Mikros beim Telefonieren gelegt. Obwohl sich die Tonqualität auch bei hoher Lautstärke kaum verschlechtert, ist es nicht normal, das oberste Ende der Volume-Skala zu erreichen, nur wenn man im geräuschstarken Umfeld telefoniert.

Eine Stärke ist dagegen die Bluetooth-Funktion. Mit ihr lassen sich alle Dateiformate verschicken -; schnell, einfach und auch für Anfänger gut begreiflich. Auch die intuitive Menüführung funktioniert einwandfrei, da die einzelnen Menüpunkte logisch untergliedert sind. Im Unterhaltungswert gibt es ein klares Lob: Radio, Musikfunktionen und die integrierten Spiele konnten im Test überzeugen.

Mit dem vorhandenen Lieferumfang kann der Käufer die Möglichkeiten des Handys leider nur unzureichend ausschöpfen. Ein USB-Kabel gehört mittlerweile fast zum Standard-Equipment eines jeden Handys.

Für ein Businesshandy reicht die Qualität des Gerätes wohl nicht ganz aus. Als modisches Lifestyle-Handy taugt das Sony Ericsson Z550i allerdings schon.

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