Test des Sony Ericsson Z300i

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Mit dem Z300i hat Sony– Ericsson ein schlichtes und günstiges Klapphandy auf den Markt gebracht, das alle Grundfunktionen beherrscht. Mit wenigen Grundlagen soll der Nutzer zudem Klingeltöne komponieren, mit dem Handy im Internet surfen und nach Lust und Laune kreativ sein. inside-digital.de hat getestet, ob das Z300i trotz seines günstigen Preises nicht nur die Erwartungen erfüllen kann, die ein Nutzer von einem Einsteigergerät erwartet, sondern vielleicht auch etwas mehr an Komfort und Unterhaltung bietet. Hier geht’s zum Testbericht.Das Z300i wird in dem für Sony- Ericsson typischen Karton geliefert. Er ist recht klein, viereckig, in grau und grün gehalten. Auf der Oberseite ist das Handy abgebildet, die Unterseite zeigt das Modell in allen erhältlichen Farben. Die Verpackung ist schlicht und erfüllt ihren Zweck. Öffnet man den Karton liegt das Handy direkt in einer Abdeckung aus Pappe vor. Unter der Pappabdeckung verbergen sich das Ladegerät, der Akku sowie die Bedienungsanleitung. Diese Ausstattung ist sehr spartanisch – auch bei Einsteigergeräten gehören ein Headset sowie ein Datenkabel mittlerweile zur Standardausstattung.

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Test des Sony Ericsson Z300i-4 Um das Z300i in Betrieb nehmen zu können, schiebt man den Akkudeckel auf, legt Sim-Karte sowie Akku ein und schließt den Deckel wieder – der Zusammen-/ Auseinanderbau funktioniert einfach und problemlos. Selbst Benutzer ohne viel Erfahrung mit Handys werden mit diesem System keine Probleme haben. Auf den ersten Blick wirkt das Handy schlicht, aber klassisch gestaltet. Zudem ist es recht klein, liegt aber gut in der Hand. Mit gerade einmal 90 Gramm liegt es deutlich unter der magischen 100 Gramm Grenze, welche die Hersteller gerne unterschreiten.

Trotz seiner geringen Größe fühlt sich das Handy robust an. Die verwendeten Materialien wirken hochwertig und scheinen alltäglichen Belastungen standzuhalten. Die Spaltmaße sind sehr gering und bieten so Staub und Schmutz kaum Angriffsfläche. Die Anschlussstelle für das Ladegerät ist leider nicht geschützt – sie kann also leicht verschmutzen. Dafür lassen sich Anbauteile leicht anbringen und wieder entfernen.

Von Außen bietet das Z300i wenig Auffälliges. Die einzigen Besonderheiten sind das runde Außendisplay sowie die Wipptaste zur Regelung der Lautstärke. Klappt man das Handy auf, findet man ein schlichtes, elegant gestaltetes Tastenfeld. Im oberen Teil sind die Steuerungstasten, die kreisförmig um die Auswahltaste angeordnet sind. Rechts daneben ist die Anrufbeendtaste und die Löschtaste. Links angeordnet sind die Anrufannahmetaste und die Menütaste. Im unteren Teil ist die Standard-Nummern-Tastatur. Die An/Aus- Taste ist unten links angeordnet.

Test des Sony Ericsson Z300i-5Die Tasten liegen angenehm weit auseinander – auch mit weniger schlanken Fingern läuft man nicht Gefahr, mehrere Tasten auf einmal zu betätigen. Leider liegen sie recht tief im Handy – die Bedienung ist dadurch etwas erschwert. Durch ein leichtes Klacken kann der Nutzer den Druckpunkt der einzelnen Tasten gut spüren. So funktioniert auch das Schreiben einer SMS absolut problemlos und auch blind sehr schnell. Durch die vier kreisförmig angeordneten Steuerungstasten und der runden Auswahltaste in der Mitte funktioniert die Navigation durch das Menü sehr gut. Die Tasten reagieren schnell. So kann man sehr präzise alles ansteuern und auswählen.

Die solide Verarbeitung lässt sich auch beim Vibrationsalarm gut spüren. Allgemein ist die Verarbeitung des Z300i gelungen und bietet ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis.Test des Sony Ericsson Z300i-6Der Gesprächspartner klingt klar und deutlich und auch die eigene Stimme wird gut verstanden. Die Lautstärke ist während des Gesprächs durch die Wipptaste auf der linken Seite des Handys regelbar – zuverlässig und leicht. Das Z300i kann eine Standby-Zeit von 250 Stunden und eine Gesprächszeit von bis zu fünf Stunden aufweisen. Die Ladezeit liegt bei ungefähr zwei Stunden. Die Angaben des Herstellers stimmen mit der Realität durchaus überein. Der Empfang ist im Vergleich zu anderen Modellen durchschnittlich – auch in schwachen Netzen.Test des Sony Ericsson Z300i-7 Wie für ein Klapphandy typisch, besitzt auch das Z300i zwei Displays. Das kleine, runde LCD-Display auf der Handyklappe hat einen Durchmesser von 15 Millimetern.

Das Innendisplay ist 26 x 26 Millimeter groß – bei einer Auflösung von 128 x 128 Pixel kann es 65.536 Farben darstellen.

Die Farbwiedergabe ist gut, die Farben wirken satt und haben eine hohe Leuchtkraft.

Das Gesamtdarstellung wirkt leicht pixelig. Bei starker Sonneneinstrahlung ist es kaum zu lesen, dafür macht es im Dunkeln aber eine gute Figur. Unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ kann man den Kontrast und die Displaybeleuchtung ändern.

Als Begrüßung kann man zwischen dreiundzwanzig verschiedenen Hintergrundbildern wählen – ein Text kann nicht eingegeben werden. Die Aus- oder Einschaltanimation kann nicht geändert werden.
Als Hintergrundbild kann man zwischen den voreingestellten Bildern wählen.

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Das Z300i besitzt ein auf Icons basierendes Menü, welches in keiner anderen Form angezeigt werden kann – bei dem Funktionsumfang ist dies jedoch nicht als Schwachpunkt zu bewerten. Es gibt Icons zu den Menüpunkten: Anruf- Info, Internet- Dienste, Verknüpfungen, Spaß und Spiele, Nachrichten, Alarm, Organizer, Telefonbuch und Einstellungen. Die Icons sind ansprechend gestaltet und stellen das dar, was der Nutzer hinter ihnen erwartet.

Vier Menüebenen machen die Bedienung des Handys übersichtlich und leicht. So braucht man zum Beispiel nur vier Tastenklicks, um mit dem Schreiben einer SMS beginnen zu können. Ein paar Schnellzugriffsfunktionen kürzen die Wege zusätzlich ab: Mit der Optionstaste kann man schnell den Rufton ausschalten, die Homepage von Sony aufrufen oder den Status abrufen. Auch die Navigationstasten sind mit Short-Cuts belegt, welche man frei wählen kann und so die vier wichtigsten Funktionen direkt zur Hand hat.

Durch Drücken der Anrufannahmetaste gelangt man zu der Anrufliste. Die Schriftgröße sowie die Art der Schrift kann nicht verändert werden. Die Schriftgröße ist für die Größe des Displays angemessen, jedoch für sehbehinderte Menschen sicherlich nicht geeignet. Die Rufnummernunterdrückung kann man unter „Anruf- Info“ ein- oder ausschalten. Unter diesem Menüpunkt sind zudem die Anruflisten. Hier gibt es eine Liste für unbeantwortete Anrufe und eine Liste in der eingehende, abgehende und unbeatwortete Anrufe aufgelistet sind. Der Nutzer kann eine automatische Wahlwiederholung einsetzen, wenn ein Kontakt besetzt oder das Netz grade nicht erreichbar ist. Das Schreiben einer SMS geht gewohnt einfach. Unterstützt wird man hierbei durch die lernfähige automatische Worterkennung. Bilder, Soundeffekte, Melodien und Animationen können hinzugefügt werden. Ein Zeichenzähler steht nicht zur Verfügung. Überschreitet die Anzahl der Zeichen die Länge einer einzelnen SMS wird dies angezeigt. Ebenso einfach wie das Versenden einer SMS ist das Versenden einer MMS. Nach dem Einrichten des E-Mail Clienten kann man auch E-Mails versenden. Hier kann man entweder nur Texte versenden oder auch Dateien anhängen.Test des Sony Ericsson Z300i-18Die Connectivity lässt sehr zu wünschen übrig. So hat das Handy weder Infrarot noch Bluetooth. Eine PC- Synchronisation ist zwar möglich, kann aber nicht getestet werden, da kein Datenkabel vorhanden ist. Aus demselben Grund kann auch die Connectivity mit Headset nicht getestet werden.

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Sprachwahl und Sprachsteuerung sind nicht möglich. Auch eine integrierte Freisprechfunktion gibt es nicht. Ebenso verhält es sich mit einem Anrufbeantworter. Dafür stehen dem Nutzer acht Profile zur Verfügung, die man nach Belieben anpassen und umbennen kann. So hat man für jede Situation den richtigen Klingelton und die richtige Lautstärke zur Hand.

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Jedem Benutzer kann ein Bild, ein eigener Rufton und eine Gruppe zugeordnet werden. Auch E-Mail- Adressen können gespeichert werden – allerdings nicht zu dem jeweiligen Kontakt. Ansonsten kann man Namen und Rufnummer speichern. Adressen können nicht zusätzlich gespeichert werden. Unter dem Menüpunkt „Organizer“ findet man einen Kalender in den man Aufgaben eintragen kann. Hier kann an ein Thema, das Start und Enddatum und Uhrzeit eingeben. Dazu kann der Nutzer wählen, ob man eine Erinnerung wünscht und wenn ja ob pünktlich, fünf Minuten vorher oder zu einem anderen Datum. Der Erinnerungston kann nicht einzeln gewählt werden. Es gibt einen Wecker den man unter dem Punkt „Alarm“ findet. Hier kann der Nutzer nur die Uhrzeit wählen. Das heißt man kann den Wecker immer nur für den folgenden Tag stellen. Das Alarmsignal kann auch nicht verändert werden. Auch ein Timer und eine Stoppuhr gibt es. Es gibt drei Spiele: Minigolf, Black Jack und ein Jump`n Run Spiel. Alle Spiele sind von mäßigem Unterhaltungswert.

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Das Z300 präsentiert sich als durchaus gelungenes Einsteigerhandy. Für einem Verkaufspreis von 75,- Euro bekommt der Kunde alle Funktionen, die man im Einsteigerbereich erwarten kann – ebenso wie den Abstrich bei der Fülle der verfügbaren Funktionen. Keine Abstriche macht Sony Ericsson hingegen bei der Verarbeitung. Die Materialien sind hochwertig und belastbar. Das Design ist schlicht und eher ein wenig bieder geraten. Das Z300i ist somit das richtige Telefon für alle, die mit ihrem Handy nur telefonieren und SMS schreiben wollen.

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