Test des Sony Ericsson W880i

22 Minuten

Sony Ericsson W880i: Draufsicht

Mit nur 9,4 Millimetern ist das W880i das bislang kompakteste Walkman-Handy von Sony Ericsson. Bis zu 900 Songs lassen sich auf dem mitgelieferten 1 Gigabyte Memory Stick Micro (M2) speichern. Der überarbeitete Walkman Player 2.0 soll eine optimierte Navigation bieten und der Akku verspricht einen Musikgenuss von 20 Stunden. Zudem verfügt das W880i über UMTS, 2-Megapixel-Kamera und verschiedene Multimedia-Features. Wie sich das neue Mitglied der Walkman-Familie in der Praxis schlägt, hat inside-digital.de getestet.Sony Ericsson W880i: VerpackungEin großer Karton für ein kleines Handy – grau umhüllt kommt der neue Stern am Himmel der Musik-Handys. In elegant glänzender Hülle mit dezenten orangefarbenen Applikationen und weißen Schriftzügen verspricht der Karton dem neuen Besitzer eine ultraschlankes Musikhandy – wie schlank das neue Modell ist, zeigt eine hervorgehobene Abbildung des W880i-Profils in metallic-orange.

Der geöffnete Karton präsentiert eine leuchtend orange Einlage – in einer Einlassung liegt das kompakte Musikhandy. Unter der Pappabdeckung ist das passende Zubehör untergebracht. Der Lieferumfang bietet neben dem obligatorischen Ladegerät und Akku, alles, was sich der Musikliebhaber für den Einsatz des neuen Walkmanhandys wünschen kann: ein USB-Kabel, ein Stereo-Headset mit austauschbaren Kopfhöreraufsätzen und eine Software-CD mit der sich die Software „Disc2Phone“, „PC Suite“, „Apple Quick Time Player“ und „Adobe Photoshop Album SE“ auf dem Computer installieren lassen. Mit den verschiedenen Programmen kann der Nutzer seine Daten vom Handy auf dem PC sichern, verwalten und anschauen oder Musik auf den mitgelieferten 1 Gigabyte Memory Stick Micro (M2) übertragen.

Die Bedienungsanleitung ist in Deutsch, Italienisch und Französisch beigelegt. Zusätzlich informiert eine kleine extra Anleitung über den Einsatz der Software „Disk2Phone“ und die Bedienung des Music-Players.

Der Umfang des Zubehörs ist absolut ausreichend um das Gerät in vollem Umfang nutzen zu können. Besonders hervorzuheben sind die 1 Gigabyte Speicherkarte, auf die locker zwischen 500 und 600 Songs passen und kaum den Kauf einer weiteren Speicherkarte notwendig macht (bis zu 8 Gigabyte sind möglich) und das Stereo-Headset, welches durch die verschieden großen Aufsätze für fast jedes Ohr passend sind.

Sony Ericsson W880i: Lieferumfang
Sony Ericsson W880i: zerlegt in Bestandteile

Sony Ericsson W880i: TastaturDer fast als filigran zu bezeichnende Akkudeckel des W880 muss einfach über zwei winzige Einkerbungen abgezogen werden. Wer keine Angst hat etwas zu beschädigen und die Fingernägel nicht all zu kurz sind, wird mit dem Öffnen kein Problem haben. Das Einlegen der SIM-Karte ist kein Problem – sie wird einfach anhand einer kleinen Zeichnung in den dafür vorgesehen Schlitz geschoben, die Entnahme der Karte hingegen gestaltet sich etwas schwieriger, da sie relativ tief im Gerät sitzt und nur über eine kleine Oberfläche wieder hinaus gezogen werden kann. Der Akku lässt sich einfach einlegen und sitzt ebenso wie SIM-Karte absolut fest und passgenau. Der Deckel muss dann einfach wieder eingerastet werden und es kann losgehen.

Sony Ericsson W880i: GrößenverhältnisDie Micro SD-Karte wird durch einen extra, mit einer Gummiklappe geschützten Einschub an der Seite des Handys eingeschoben- diese Lösung ist einfach und praktikabel, da nicht wie bei vielen anderen Modellen der Akkudeckel entfernt werden muss, um die Speicherkarte einzulegen.

Das Walkman-Handy ist in zwei Varianten erhältlich: silber / schwarz oder schwarz / orange-rot. Bei beiden Varianten ist die Vorderseite aus gebürstetem Edelstahl, während die Rückseite durch eine spezielle Beschichtung rutschfest gehalten ist. Im Test war die schwarz / orange-rot- Variante des Modells. Die Vorderseite des Gerätes ist dabei komplett schwarz – nur die Tasten stechen glänzend orange und die Innenkamera sowie Navigationskreuz in silber hervor.

Sony Ericsson W880i: BeleuchtungDie Tastatur ist eher ungewöhnlich: anstelle von Tastenflächen sind kleine, schmale Metall-Stifte integriert, diese wirken auf den ersten Blick viel zu klein, als dass man sie bequem bedienen könnte, stellen sich in der Praxis jedoch auch bei größeren Handy als praktisch heraus, da die Tasten sich deutlich voneinander unterscheiden und einen sehr gut spürbaren Druckpunkt haben. Blind SMS-Tippen ist damit gar kein Problem. Nutzer, die gerne und viel SMS schreiben, könnten jedoch schnell einen Ansatz von Hornhaut auf den Fingerkuppen bekommen, da die schmalen Tasten tief in die Haut eindrücken.

Neben der Standard-Tastatur verfügt das W880 über ein ebenso winziges Navigationskreuz, bei dem sich die Richtungen sehr gut steuern lassen, die Navigationstaste jedoch etwas zu tief eingelassen und durch dir glatte Metall-Oberfläche etwas zu rutschig, um diese immer gezielt drücken zu können. Die vier Richtungstasten lassen sich individuell mit einzelnen Funktionen für einen schnelleren Zugriff belegen. Um das Steuerkreuz sind zudem sechs weitere Tasten zur Annahme und zum Beenden eines Anrufes, Zugriff auf das Aktivitätenmenü, Zugang zum Browser sowie eine „Zurück“- Taste und eine Lösch-Taste, die gleichzeitig dem Ein- und Ausschalten des Gerätes dient. An den Seiten dienen zudem eine Walkman-Taste und eine Kamera-Taste dem Direktzugriff auf MP3-Player und Kamerafunktion, zudem sorgt eine winzige Schiebe-Taste an der Seite für die Lautstärke-Regelung oder den Zoom bei Nutzung der Kamera. Tasten und Elemente sind absolut stimmig in das Design des Modells eingefügt – lediglich die Anschlussstelle für das Lade- oder Datenkabel wirkt unpassend, das sie im Verhältnis zu den anderen Elementen des Handys sehr groß ist und nicht extra abgedeckt ist.

Sony Ericsson W880i: RückseiteDamit der Nutzer ganz sicher weiß, was für ein Handy er in der Hand hält, ist das Walkman-Logo gleich dreimal auf der Oberfläche des W880i: auf der Vorderseite rechts oberhalb des Displays und unter der Tastatur neben dem Mikrofon sowie auf der Rückseite im glänzenden Metallic. Die Rückseite ist komplett in dem kräftigen rot-orange leicht schimmernden Ton und hat dezent die 2-Megapixel-Kamera und das Sony Ericsson Logo integriert.

Alle Bauteile sind sehr passgenau und lassen kaum Spaltmasse zu – die Verarbeitung wirkt hochwertig und fühlt sich ebenso an. Lediglich die Anschlussstelle für das Lade- oder Datenkabel ist ungeschützt und somit nicht gegen Schmutz gefeilt. Insgesamt wirkt das kantige W880i nicht nur im Vergleich zu seinen teilweise klobigen Vorgängern und anderen UMTS-Handys sehr schlank und kompakt. Das Handy misst gerade einmal 103 x 47 x 9,4 Millimeter und wiegt nur 71 Gramm – die Leichtigkeit und die Beschichtung der Rückseite lassen das Handy angenehm in der Hand liegen.

Der Vibrationsalarm ist relativ schwach spürbar und funktioniert auch mit Klingelton. Dadurch, dass die Vibration sehr gering ist, bewegt sich das Handy keinen Millimeter wenn es auf einer glatten Oberfläche liegt. Das verhindert unnötige Freiflüge gen Fußboden und erhöht die Haltbarkeit des Gerätes. Sony Ericsson W880i: ZubehöranbindungSprachqualität und Empfang sind in allen Netzen sehr gut. Man kann seinen Gesprächspartner laut und deutlich auch bei Nebengeräuschen sehr gut verstehen, sollte dieser mal zu laut oder zu lause werden, kann die Lautstärke mit dem Zeigefinger mittels des Schalters an der Seite verstellt werden, welcher leider ebenfalls sehr klein ausgefallen ist und nur mit etwas Übung blind zu bedienen ist. Einzig bei starken Nebengeräuschen, etwa auf einem Flughafen oder an einer stark befahrenen Straße reicht die höchste Lautstärke nicht ganz aus. Hier kann aber mit dem Headset schnell ausgeholfen werden.

Der Lautsprecher kann während des Gespräches nur etwas umständlich über das Menü eingeschaltet werden – ein direkter Zugriff ist nicht möglich. Die Lautstärke ist dann aber sehr hoch einstellbar und ermöglicht ein bequemes, gut verständliches freies Sprechen.

Der Empfang ist auch in schwachen Netzen, an Orten mit schlechtem Empfang oder bei schneller Fortbewegung sehr gut. Selbst bei geringer Signalstärke ist der Gesprächspartner noch gut zu verstehen. Gesprächs- und Standbyzeit sind dank des starken Akkus mit 6,5 Stunden, bzw. 425 Stunden recht ordentlich.

Mit dem W880i kann der Nutzer zudem die Funktion des Videoanrufes nutzen. Dazu muss das UMTS-Netz verfügbar sein. Bei einem Videoanruf sieht man den Gesprächspartner auf dem Bildschirm des Handys und umgekehrt. Die Videoanruffunktion ist einfach zu nutzen und kann entweder über die Kontakte gewählt oder über den Organizer gestartet werden. Hier kann man zudem zuvor testen, welches Bild der Gesprächspartner während des Videotelefonates sieht. Sony Ericsson W880i: KameraDas Display ist mit seinen 2,9 x 3,7 Zentimetern im Vergleich zu anderen Geräten ausreichend groß. Farbwiedergabe und Schärfe sind hervorragend, wer einen Pixel sehen möchte, muss mit einer Lupe rangehen. Die Lesbarkeit ist in allen Lichtverhältnissen, egal ob dunkel oder hell, sehr gut.

Die Display-Einstellungen des W880i sind vielseitig: Der Nutzer kann zwischen vier verschiedenen Designs und unterschiedlichen Hintergrundbildern wählen sowie Startbildschirm und Bildschirmschoner individuell anpassen. Auch die Helligkeit des Displays kann nach den persönlichen Wünschen angepasst werden, der Kontrast ist nicht einstellbar. Zudem kann der Nutzer bestimmen, ob die Uhrzeit groß oder klein auf dem Display erscheint und im Standby angezeigt werden soll oder nicht.

Sony Ericsson W880i: DisplayDie Kamera lässt sich am schnellsten über die Kamerataste an der Seite des Gerätes einschalten, das Kameramenü ist dann nur, wenn man das Gerät horizontal dreht, lesbar. Das Display dient dem Nutzer als Sucher. Man kann als Aufnahmegröße je nach Bedarf zwischen einer Größe von zwei Megapixel, einem Megapixel und VGA, also 0.3 Megapixel, wählen.

Zusätzlich stehen als Aufnahme-Modi eine Panorama-Funktion, verschiedene Rahmen, Bildfolgen von vier Bildern und Effekte wie „Schwarzweiß“, „Negativ“ und „Sepia“zur Verfügung. Die Kamera hat einen digitalen Zoom, einen Nachtmodus, verschiedene Verschlusstöne (erklingen beim Abdrücken), einen Selbstauslöser, Weißabgleich und das Speicherziel sind frei definierbar.

Das Auslösen eines normalen Fotos in bester Qualität liegt gut unter einer Sekunde und verdirbt dem Nutzer nicht den Spaß am Fotografieren.

Die Videofunktion bietet dieselben Effekte zudem kann der Nutzer wählen, ob ein Video in voller Länge aufgenommen werden soll oder um es per MMS zu verschicken. Die Aufnahme des Tons lässt sich zusätzlich ausschalten.

Bilder und Videos werden automatisch auf der Speicherkarte abgelegt, welche mit einem Gigabyte Speicherkapazität genügend Platz bietet, sofern sie nicht bereits mit Musikdateien gefüllt ist.

Sony Ericsson W880i: beim Fotografieren

Insgesamt ist die Kamera des W880i im besten Fall für Schnappschüsse geeignet und die Qualität der Bilder und Videos auch für eine Handykamera eher schlecht bis durchschnittlich. Nur bei hervorragenden Lichtverhältnissen und ruhiger Hand gelingen Fotos, die sich auch für weiter nutzen lassen. Da das W880i zudem weder über eine Kameraleuchte oder –blitz verfügt, sind Aufnahmen in schlechten Lichtverhältnissen kaum möglich und trotz optimierten Einstellungen von sehr schlechter Qualität.

Der Augenmerk des W880i liegt jedoch auf seinen Funktionen als Musik-Handy und als nettes Feature für das Bild zwischendurch ist die Funktion ausreichend.

Sony Ericsson W880i: Startbildschirm
Sony Ericsson W880i: Unterhaltung
Sony Ericsson W880i: Spiel
Sony Ericsson W880i: Verfassen
Sony Ericsson W880i: Alle Dateien
Sony Ericsson W880i: Designs
Sony Ericsson W880i: Neuer Kontakt
Sony Ericsson W880i: Organizer
Sony Ericsson W880i: Kalender Wochenansicht
Sony Ericsson W880i: Hinzufügen
Sony Ericsson W880i: Walkman
Sony Ericsson W880i: Hauptmenü
Sony Ericsson W880i: Spiele
Sony Ericsson W880i: Nachrichten
Sony Ericsson W880i: Nachricht schreiben
Sony Ericsson W880i: Musik
Sony Ericsson W880i: Kontakte
Sony Ericsson W880i: Neuer Kontakt
Sony Ericsson W880i: Kalender Monatsansicht
Sony Ericsson W880i: Termin Allgemein
Sony Ericsson W880i: Aufgabe
Sony Ericsson W880i: Walkman Menü

Wer schon einmal ein Handy aus Sony Ericssons Walkman-Reihe in Händen hielt, wird beim Öffnen des Menüs wenig überrascht sein: Zwölf grafische Symbole pulsieren wenn sie ausgewählt werden und zeigen ihre Beschriftung. Doch auch Neulingen dürfte der Umstieg zum W880i leicht fallen – die Oberfläche ist anderen Handys mit einem im Gitter aufgestellten Menü ähnlich und intuitiv bedienbar. Wählt man einen Menüpunkt mit weiteren Unterpunkten – wie „Einstellungen“ – aus sind die einzelnen Unterpunkte übersichtlich in Karteikarten-Darstellung aufgegliedert.

Geöffnet wird das Menü über den rechten Softkey unterhalb des Displays oder aber den „Play“-Button in der Mitte der Navigationstaste. Die hohe Displayauflösung lässt die Schrift und die Grafik glatt und schick aussehen. Die „geschliffene“ und farbenfrohe Optik des Menüs verleiht dem W880i einen edlen Touch und das gut strukturierte Menü machen Lust die Tiefen des Menüs zu erforschen. Wem das ursprüngliche Walkman-Design zu bunt ist, dem stehen unter den Einstellungen drei weitere Designs zur Verfügung.

Die Navigation innerhalb des Menüs funktioniert über die Navigationstaste, was einfach und intuitiv vonstatten geht. Über die „Rücktaste“ springt man eine Menü-Ebene höher. Die vier Richtungstasten des Navi-Key lassen sich zudem mit bestimmten Menüpunkten belegen, um auf diese schnell zugreifen zu können. Dabei ist der Zugriff auf nahezu alle Hauptmenüpunkte möglich, für Unterpunkte empfiehlt sich eine Benutzung der Verknüpfungen, die auf einer eigenen Taste das schnelle Aktivieren von z. B. Bluetooth-Verbindungen ermöglicht. Das spart Zeit und Menüebenen, die sonst häufig zu lang sind.

Während eines Gespräches kann der Nutzer jederzeit ins Hauptmenü wechseln, um beispielsweise im Telefonbuch einen Kontakt zu suchen. Die Schriftgröße und Art für das Menü ist fixiert und lässt sich nicht ändern, sie ist jedoch durchgehend in einer angenehmen Größe und in jeder Situation gut abzulesen.

Die Rufnummerübermittlung kann man einfach im Einstellungsmenü verwalten, hier kann man aus den drei Standardfunktionen auswählen. In einem anderen Menü lässt sich einstellen, ob eine automatische Wahlwiederholung aktiviert werden soll. Die Anruferlisten sind wie gewohnt gut, man kann sowohl verpasste, als auch angenommene oder abgegangene Gespräche einsehen, oder aber auf einer gemischten Liste alle auf einmal Revue passieren lassen. Mit dem rechten Softkey kann man hier auch gleich an den Kontakten arbeiten und unbekannte Nummern einfach in das interne Telefonbuch übernehmen.

Beim SMS-Schreiben wird der Anwender von einer lernfähigen T9 Funktion unterstützt. Wer zuvor kein Sony Ericsson Handy hatte, den wird die Auswahl der zur Verfügung stehenden Wörter über ein „Pull-Down“-Menü sicherlich ein wenig ungewöhnlich vorkommen – nach etwas Eingewöhnungszeit ist dies jedoch praktisch.

In der oberen rechten Ecke ist ein Zähler, der die übrigen Zeichen einer einzelnen SMS abzählt. Dieser wird bei den letzten 20 Zeichen aktiv, und zwingt daher manchmal zur Korrektur des zuvor verfassten Textes. Im Nachrichtenmenü findet man neben der Möglichkeit, SMS in alle Welt zu senden, auch die Auswahl eine MMS, Sprachnachricht oder E-Mail zu versenden. Ganz einfach kann man so Bilder, Videos, Töne und Text zu versenden. Hierzu lässt sich aus den Standardspeicherorten des Gerätes auswählen oder noch selbst die Datei, die man einfügen will, erstellen. Die maximale MMS-Größe beträgt, wie üblich, 300 Kilobyte. Die integrierte E-Mail-Software ist umfangreich und sollte den meisten Anwendern locker reichen. Die Konfiguration ist dabei nicht ganz so einfach, muss man doch alle Daten wie Server-Namen etc. erst von Hand eingeben. Praktisch ist die Abfrage, ob die gesamte Mail, oder aber nur der Absender so wie die Betreffzeile auf das Handy herunter geladen werden sollen. Das spart Zeit und, wenn keine Datenflatrate vorhanden sein sollte, auch einen großen Posten auf der Rechnung ein. Zudem kann der Nutzer Abfrageintervall einstellen und eine Signatur für die eigenen E-Mails erstellen. Ist das Konto einmal eingerichtet, lassen sich E-Mails problemlos unterwegs abrufen und versenden.

Ein weiteres Feature im Nachrichtenmenü ist der integrierte Feedreader, welcher sich nach eigenem Geschmack mit verschiedenen Feeds füllen lässt.

Musik ist ein erklärtes Schwerpunktthema des Sony Ericsson W880i. Dem kommt das schwedisch-japanische Joint-Venture auch nach: Midi, MP3 und alle möglichen Klingeltonformate spielt das Handy ab.

Die Tastatur zu sperren ist ganz einfach: Dank altbewährter Methode „Sternchen“ und „Tasten sperren“ ist der Nutzer vor versehentlichen Anrufen geschützt – genauso wird die Tastatur auch wieder freigegeben. Unter den Sicherheitseinstellungen lässt sich zudem eine automatische Tastensperre aktivieren, so aktiviert das Handy die Tastensperre ganz automatisch. Sony Ericsson W880i: Angeschlossenes ZubehörDas W880i verfügt über zahlreiche Schnittstellen um Daten zu übertragen: es unterstützt Bluetooth, USB, GPRS und UMTS. Per Bluetooth lassen sich problemlos Dateien zu anderen Geräten versenden. Die Verbindung mit anderen Handys funktioniert hervorragend.

Zusätzlich sorgt das USB-Kabel für problemfreie Kommunikation zwischen PC und Handy – entweder über die mitgelieferte PC-Software „PC Suite“ oder direkt – das W880i wird dann einfach als Wechseldatenträger erkannt und die Dateien können selbst in den entsprechende Ordner übertragen werden. Die Übertragung funktioniert sehr gut, bei größeren Datenmengen etwas träge. Um die ein Gigabyte Speicherkarte mit Musik zu füllen, sollte schon eine Stunde Zeit zur Verfügung stehen.

Auch das Empfangen und Senden von E-Mails ist per POP3, SMTP und IMAP4 möglich. Dazu muss der Nutzer ein neues Konto einrichten, wer dies zum ersten Mal machen muss, wird sicherlich ein wenig Zeit dafür benötigen. Sind die Daten einmal korrekt gespeichert, ist die Synchronisation von Namen, Telefonnummern und Terminen kein Problem mehr.

Sony Ericsson W880i: Draufsicht unten
Sony Ericsson W880i: Draufsicht unten rechts
Sony Ericsson W880i: Draufsicht rechts
Sony Ericsson W880i: Draufsicht rechts oben

In Sachen Komfort lässt das W810i keine Wünsche offen. Es kann alles, was man von einem modernen Telefon erwartet (Anklopfen, Makeln, halten, Konferenzschaltung, Stummschaltung – hierzu braucht nur die Sterntaste länger gedrückt werden, etc.) und noch einiges mehr. Die Freisprecheinrichtung hat genug Lautstärke, um bequem freihändig auch in einem etwas lauteren Umfeld zu telefonieren.

Sehr praktisch ist auch der „Flight Mode“ (Flugzeugmodus), er ermöglicht es, die meisten Funktionen auch dort zu nutzen, wo die Nutzung von Handys nicht erlaubt ist. So kann man auch im Flugzeuge oder Krankenhaus den MP3-Player nutzen, Termine verwalten oder spielen.

Der Kalender ist sehr umfangreich. Neben der normalen Monatsansicht bietet er auch eine Wochenansicht. Zudem können Termine mit Anfangsdatum/-zeit, Termindauer, Ort, Beschreibung der Aufgabe und je nach Art des Termins mit einer Wiederholung des Termins in Tagen, Wochen oder Jahren gespeichert werden. Einzelne Termine können kopiert, verschoben oder auch via Bluetooth, SMS, E-Mail oder MMS gesendet werden. Geburtstage werden nicht über den Kalender eingegeben sondern werden direkt aus dem Adressbuch in den Kalender übernommen.

Das Adressbuch kann pro Kontakt bis zu fünf Nummern speichern, zusätzlich können E-Mail-Adresse, Webadresse, Bild, persönlicher Rufton, Sprachbefehl für jede Nummer, Titel, Firma, Straße, Ort, Bundesland, PLZ, Land (Straße bis Land auch noch privat), Bemerkungen und zusätzlich noch der Geburtstag gespeichert werden. Einzelne Kontakte können zudem in eigens erstellten Gruppen gespeichert werden.

Sony Ericsson W880i: Draufsicht oben
Sony Ericsson W880i: Draufsicht oben links
Sony Ericsson W880i: Draufsicht links
Sony Ericsson W880i: Draufsicht links unten

Über die Optionen ist neben einer Datensicherung auf der Speicherkarte auch das Senden des kompletten Adressbuches via Bluetooth möglich.

Die Weckfunktion ist unter dem Menüpunkt Alarme: Hier kann der Nutzer bis zu fünf verschiedene Alarm-Profile speichern. Man kann den Alarmton frei wählen und zusätzlich einen regelmäßigen Alarm definieren. Der Wecker funktioniert auch wenn das Handy ausgeschaltet ist.

Die Aufgabenfunktion dient der Speicherung von noch zu erledigenden Aufgaben oder Anrufen und speichert diese inklusive Erinnerungsfunktion ab. Nach Erledigung kann eine Aufgabe als erledigt markiert werden und steht so zum späteren Abruf bereit.

Notizen können auch gespeichert werden. Zusätzlich zur normalen Textspeicherung kann eine Notiz auch dauerhaft im Standby angezeigt werden, damit diese nicht vergessen wird.

Der integrierte Taschenrechner beherrscht Division, Multiplikation, Addition und Subtraktion. Zudem kann das Vorzeichen gewechselt werden, Dezimalwerte werden akzeptiert und ein Wert kann in den Zwischenspeicher gelegt werden. Dieser erlischt aber mit dem Verlassen des Rechners.

Weiterhin befinden sich im Organizer ein Timer (Countdown), eine Stoppuhr, das Anwendungsmenü (Standard sind „Music Mate“ und „World Clock“) und eine „Code-Memo“, in der wichtige Daten wie Geheimzahlen passwortgeschützt gespeichert werden können.

Sony Ericsson W880i: SpeicherkartenslotDer Walkman-Player bietet alle Features, die man sich für die Verwaltung und Wiedergabe wünschen kann: Die gespeicherten Songs lassen sich nach Interpreten, Alben oder Tracks anzeigen. Der Nutzer kann zudem eigene Abspiellisten erstellen oder die Songs per Zufall abspielen lassen. Mit dem Equalizer können unterschiedliche bereits gespeicherte Profile wie „Normal“ „Mega Bass“ oder „Sprache“ gewählt werden oder die Höhen und Tiefen dem eigenen Geschmack angepasst werden. Der Klang ist – speziell im Mega Bass™ – Modus – mit dem Headset sehr gut. Auch ohne Headset ist er durchaus akzeptabel.

Das W880i verfügt neben dem Walkman-Player, der direkt über die äußere Walkman-Taste gestartet werden kann, über weitere musikalische Features: So kann der Nutzer mittels der mitgelieferten Disc2Phone-Software Musik von der Audio-CD über den PC auf das Gerät übertragen. Dank Bluetooth Audio Streaming kann man die Musik kabellos über ein Stereo-Bluetooth-Headset hören oder unmittelbar über die Stereoanlage zu Hause oder im Auto abspielen. TrackID ermöglicht zudem die Identifikation von Songs und deren Interpreten.

Sony Ericsson W880i: mit HeadsetEine coole Funktion für Musikfans, die eine UMTS-Schnittstelle absolut rechtfertigt, liefert das Handy gleich mit: Die Software TrackID liefert Titel, Interpret und Album-Namen gleich via UMTS auf das Handy. Dazu muss man zuvor nur das unbekannte Musikstück aufnehmen und an den Dienst schicken, dieser analysiert das Musikstück umgehend und schickt das Ergebnis zurück. Es empfiehlt sich einmal mehr ein großzügiges Datenpaket oder aber eine Flatrate für das Handy, um diesen Dienst zu nutzen. Doch wer diesen hat, dem sollten bald keine Lieder mehr unbekannt sein.

Von Haus aus wird leider nur ein Spiel mitgeliefert: QuadraPop – ein unterhaltsames und buntes Spiel, welches den Nutzer kurze Wartezeiten unterhaltsam überbrücken lässt. Weitere Spiele lassen sich jederzeit herunterladen und installieren. Spiele die hauptsächlich über die Navigationstaste gesteuert werden, sind jedoch nicht zu empfehlen – durch die äußerst glatte Metalloberfläche rutscht man schnell ab und kann nicht immer gezielt steuern.

Zusätzlich bietet das Handy noch die Programme VideoDJ™, PhotoDJ™, MusicDJ™ und eine Fernbedienungssoftware (Bluetooth) an.

Mit dem VideoDJ™ lassen sich aufgenommene Videos schneiden und kleine Filme erstellen. Der Nutzer kann zum Beispiel Titel hinzufügen und Musik unterlegen. Ein nettes kleines Feature, welches aber zu wenig Möglichkeiten bietet, um wirklich Spaß damit haben zu können. Nutzer die Videos bearbeiten möchten, sollten die Filme auf den PC laden und diese hier bearbeiten.

Der PhotoDJ™ hingegen ist ein nettes Feature und bietet dem Nutzer ausreichend Möglichkeiten, Bilder grob zu bearbeiten. So können beispielsweise Helligkeit und Kontrast verändert werden, Effekte hinzugefügt oder Schriftzüge und witzige Rahmen über das Bild gelegt werden.

Mit dem MusicDJ™ können eigene Klingeltöne oder Melodien anhand von gespeicherten Sounds erstellt werden. Die Spaßfaktor liegt hier nicht besonders hoch.

Eine Sprachaufnahmefunktion ermöglicht zudem die Aufnahme von kurzen Sprachmemos und den Mitschnitt von Telefonaten.

Sony Ericsson W880i: zerlegt in Bestandteile

Mit dem W880i ist Sony Ericsson ein Walkmanhandy gelungen, dass – entgegen der meisten Walkman-Handys – auch die Freunde von flachen, kleinen Modellen anspricht. Das kantige Design und eine angenehmen Haptik überzeugen äußerlich, leider bringt die minimalistische Gestaltung auch Nachteile mit sich: die Tasten aus winzigen Metallstiften drücken sich bei längerem Schreiben unangenehm in die Fingerkuppen und das Navigationskreuz ist durch seine Metalloberfläche etwas „rutschig“ zu bedienen. Das Innere des W880i hingegen lässt für den Musikliebhaber kaum Wünsche offen. Zahlreiche Musik-Features, lange Akkulaufzeit und die mitgelieferte 1 Gigabyte Speicherkarte bieten alles was man für den mobilen Musikgenuss benötigt – der MP3-Player kann künftig getrost zu Hause liegen bleiben. Wünschenswert wäre eine Radiofunktion gewesen, über welche das W880i leider nicht verfügt. Ein weiterer Minuspunkt ist die fehlende Belichtundsmöglichkeit bei Nutzung der Kamera, bei schlechten Lichtverhältnissen sind die Kamerafunktionen somit überflüssig. Die Business-Funktionen mit umfangreichem Adressbuch und prall gefüllten Organizer können den Alltag gezielt erleichtern.

Insgesamt überzeugt das kompakte UMTS-Handy trotz kleiner Mängel durch sein schickes, minimalistisches Design, eine hochwertige Verarbeitung, zahlreiche Features und natürlich die umfangreiche Walkman-Ausstattung für den mobilen Musikgenuss.

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