Test des Sony Ericsson W595

17 Minuten

Sony Ericsson W595

Ein weiteres Musik-Phone von Sony Ericsson ist seit kurzer Zeit verfügbar, das W595, ein schickes Slider-Phone, das als Nachfolger des W580 die Gunst der Käufer finden will. In mehreren Farben wird der neueste Walkman-Spezialist von Sony Ericsson lieferbar sein. „Pflegen Sie Ihre Freundschaften…Teilen Sie großartige musikalische Momente mit anderen", wie zutreffend ist der aktuelle Werbespruch von SE für dieses Modell? Walkman-Handys von Sony Ericsson gibt es in großer Auswahl. Damit stellt sich die Frage beim neuesten W595: Gibt es herausragende Neuigkeiten bei diesem Modell? Nur Style oder auch aktuelle Technik? inside-digital.de wird diese Fragen in einem aktuellen Testbericht beantworten.

Sony Ericsson W595In einer weiß/grauen kleinen Lieferbox erreicht der neueste Testkandidat unsere Redaktion. Das Testgerät wurde in der Farbe „Active Blue" geliefert, was in der Realität einen stahlblauen Farbton ergibt, der sehr gefällig wirkt. Neben dem W595 befindet sich ein nicht gerade üppiger Standard-Lieferumfang: Netzteil, USB-Verbindungskabel, Stereo-Headset (zweiteilig mit zwei Audioausgängen für Klinkenstecker), Standard-Akku BST-33, 950mAh,) Memory Stick Micro M2 mit 2 GB, Betriebsanleitung in Buchform in mehreren Sprachen, Kurzerklärung der Multimediafunktionen in mehreren Sprachen, CD mit Software (PC Suite), Kurzanleitung Walkman-Player, Garantiebestimmungen. Alles ist etwas lose verpackt in dem Karton untergebracht.

Sony Ericsson W595
Sony Ericsson W595

Sieht gut aus und liegt gut in der Hand – so könnte der erste spontane Eindruck des W595-Sliders lauten. Auffällig sind die beiden stark abgerundeten Gehäusekanten oben und unten, die einen sehr gefälligen optischen Eindruck ergeben und das Aufschieben des Sliders mit einer Hand sehr gut unterstützen.

Sony Ericsson W595 Das blaue Finish mit dem umlaufenden, glänzend alufarbenen seitlichen Gehäuserahmen macht einen guten optischen Eindruck. Die Optik wird klar von dem runden, groß wirkenden zentralen Fünf-Wege-Nav-Key in der blauen Gehäusefarbe und den jeweils seitlich angeordneten hufeisenförmigen Bedienelementen bestimmt. Die typischen Sony Ericsson-Walkman-Symbole (unter dem Display und auf dem Akkudeckel) sind bei diesem Gerät in einem kontrastreichen glänzenden silber gehalten. Das Display wirkt anfangs fast etwas klein. Das Gehäuse wirkt vom ersten Eindruck her relativ hochwertig – nimmt man das W595 jedoch genauer unter die Lupe, dann kommen erste kleinere Defizite ans Tageslicht: Die Spaltmasse des Sliders sind sehr ungleich und der Slider steht etwas weit vom Gehäuseunterteil ab, so dass man durch den Spalt direkt durchsehen kann. Dies hat auch zur Folge, dass der Slider im geöffneten Zustand etwas viel Spiel hat und dadurch im geöffneten Zustand zum Wackeln neigt. Die sonstige Verarbeitung von Tastatur, Display, Akkudeckel und Anschlussbuchsen ist jedoch solide und sauber. Nichts wackelt oder knirscht, hier ist dann doch die Sony Ericsson-typische hochwertige Verarbeitung vorzufinden. Der Schutz gegen eindringenden Staub sollte hier relativ gut sein.

Sony Ericsson W595Das Einlegen der SIM-Karte erfordert auch beim ersten Mal keine besondere Aufmerksamkeit und auch kein zusätzliches Werkzeug. Unterhalb des Akkus ist der Kartenleser direkt neben dem Speicherkartenleser des Memory Stick Micro angebracht. Die SIM-Karte wird einfach in den Leser eingeschoben, dann den Li-Polymer-Akku einsetzen – fertig! Alles bestens wenn da nicht nur der fummelige Akkudeckel wäre. Dieser muss direkt aufgesetzt werden und dann mit Vorsicht über die kleinen angebrachten Plastiknasen am Gehäuse arretiert werden – eine nicht so komfortable Lösung, da bei jedem Wechsel der Speicherkarte der Akkudeckel wieder entfernt werden muss. Auch im betriebsfertigen Zustand wirkt das Phone sehr handlich. Das Materialmix des Gehäuses aus Kunststoff und Metall hinterlässt einen stabilen Eindruck.

An der linken Außenseite ist nur der Fastport für das Netzladeteil, dem USB-Kabel und dem Stereo-Headset vorhanden. Am oberen Gehäuserand findet man ein längliches silberfarbenes Gitter, unter dem der Gehäuselautsprecher verbaut ist. An der rechten Seite ist eine Wipptaste zur Lautstärkeregulierung und darunter die silberfarbene Walkman-Starttaste angebracht. Die 3.2-Megapixel-Kamera ist auf der Rückseite des W595 angebracht und ist auch im geschlossenen Zustand des Sliders nutzbar. Auf der Vorderseite ist ein Bildschirm mit 240 x 320 Pixel und darüber ein kleiner Lichtsensor vorhanden. Unterhalb des Displays findet man mittig einen Fünf-Wege-Nav-Key mit einer zentralen Taste und je links und rechts davon eine hufeisenförmige Doppeltaste mit einer innenliegenden Einzeltaste.

Die linke Tastengruppe ist belegt mit Softmenütaste (mit „Medien" vorbelegt) nach oben, Verknüpfungsmenü nach unten und mittig des „Hufeisens" die Rufannahmetaste. Die rechte Tastengruppe ist belegt mit Softmenütaste (mit „Kontakte" vorbelegt) nach oben, C-Taste mit Löschfunktion nach unten und mittig der „Hufeisen-Taste" die Rufbeendigungstaste mit der integrierten Ein-Ausschaltfunktion. Die linke „Verknüpfungs"-Taste ist der Schnellzugriff auf das Verknüpfungsmenü für den schnellen Start der individuellen Programmaufrufe. In diesem Verknüpfungsmenü verbirgt sich auch ein Task-Manager, die Internetfunktion mit den gespeicherten Lesezeichen und die Rubrik „Neuigkeiten", in der über eingehende Nachrichten informiert wird. Nach dem Aufschieben des Sliders wird eine herkömmliche zwölfer-Handy-Tastatur in der blauen Gehäusefarbe sichtbar. Das Tastenfeld ist fast plan in das Gehäuse eingelassen. Leichte Erhebungen der einzelnen Tasten sollen die Fühlbarkeit etwas verbessern. Sony Ericsson W595Die Tasten sind ausreichend groß und in einem lockeren Abstand zueinander. Der Druckpunkt ist deutlich spürbar, die Beleuchtung des Tastenfeldes ist sehr unregelmäßig, die Tasten 1 und 2 sind sehr stark beleuchtet, wo gegen die Tasten 0 und # fast gar nicht beleuchtet sind. Dies wirkt sehr unschön und fördert auch nicht die saubere Erkennbarkeit in der Dunkelheit. Die Beleuchtung vom Nav-Key und den Einzeltasten auf der Slider-Vorderseite sind dagegen hell und gleichmäßig. Der integrierte Vibrationsalarm kann wahlweise ohne oder mit den verschiedenen Ruftönen eingestellt werden. Der Vibrationsalarm ist deutlich zu spüren.

Sony Ericsson W595Eine gute Sprachqualität und ein sauberer und stabiler Empfang in allen Netzbändern zeichnen das W595 aus. Selbst in schwach versorgten Gebieten ist ein unterbrechungsfreies Gespräch ohne Probleme möglich. Die Akkustik des W595 über den internen Lautsprecher und auch über die Freisprech-Funktion ist sauber und wohlklingend. Ausreichende Lautstärke und voluminöser Klang können dem W595 attestiert werden. Die Gesprächs- und Standby-Zeiten sind vom Hersteller mit neun Stunden und 385 Stdunden angegeben. Bei Nutzung des UMTS-Bandes verkürzen sich diese Zeiten auf vier Stunden 30 Minuten und 365 Stunden. Ein Videoanruf kann nach Sony Ericsson bis zu zwei Stunden 30 Minuten dauern. Je nach intensiver Nutzung von Walkman und Kamera verkürzen sich diese Zeiten teilweise erheblich. Eine durchschnittliche Standby-Zeit bei normaler Handy-Nutzung von circa fünf Tagen ist jedoch durchaus erreichbar. Als Handset mit Quadband und UMTS/HSDPA steht außerdem dem Einsatz weltweit nichts im Wege.

Der Sar-Wert des W595 beträgt mittelmäßige bis hohe 1,00 W/kg.

Sony Ericsson W595Das Sony Ericsson W595 verfügt über ein hochauflösendes QVGA-Display mit 240 x 320 Pixel und 262.144 Farben. Die Farben werden gewohnt knackig angezeigt und die Ausleuchtung des Bildschirms ist sehr gleichmäßig. Selbst im direkten Sonnenlicht oder bei heller Umgebung ist das Display in der höchsten Helligkeitseinstellung stets gut ablesbar. Die Helligkeit des Farb-Displays kann in fünf Stufen von 50 – 100 % eingestellt werden. Der Kontrast kann nicht geändert werden. Für die Farbdarstellung gibt es fünf verschiedene Grundthemen (Clarity, Connecto, Pastelle, Splatta, Walkman) die Sony Ericsson beim W595 Designs nennt. Ein Bildschirmschoner – wahlweise Standard oder ein selbstgewähltes Bild – steht dem Handy-Nutzer ebenfalls zur Verfügung. Bei Bedarf kann in den Voreinstellungen ein Bild aus der Galerie oder einer Anwendung als Begrüßung beim Aktivieren des Startbildschirms gewählt werden. Statusmeldungen wie Netzstärke, Akku-Ladezustand, Signalisierungsart, Datum und Zeit und bei Bedarf die Homezone-Verfügbarkeit lassen sich auf dem Display mit einem Blick ablesen.

Das Display schaltet nach circa 15 Sekunden in einen gedimmten Zustand und nach weiteren fünf Sekunden ganz ab und bleibt dann dunkel. Statusinfos können dann nur durch Betätigung einer Taste angezeigt werden. Bei aktivierter Tastensperre (geschlossener Slider) sind wichtige Meldungen wie verpasste Anrufe, neue Mitteilungen etc. nicht zu erkennen. Hier muss erst die Tastensperre durch das Aufschieben des Sliders deaktiviert werden, damit diese Informationen für den Handy-Nutzer erkennbar werden. Wahlweise kann auch durch einen kurzen Druck auf die Lautstärketaste eine Standby-Anzeige in Form der Uhrzeit aktiviert werden. In diesem Band sind dann ggf. auch die Symbole über verpasste Anrufe und/oder eingegangene Nachrichten zu erkennen. Eine LED-Signalisierung für Netzverbindung bzw. verpasste Anrufe ist leider beim W595 nicht integriert. Die Kamera des Sony Ericsson W595 hat ein 3.2-Megapixel-Objektiv. Damit lassen sich Bilder mit einer maximalen Auflösung von 2048 x 1536 Pixel und Videos mit einer maximalen Auflösung von 240 x 320 Pixel anfertigen. Die Funktionen/Einstellmöglichkeiten der Kamera umfassen folgende Punkte:

-Digitaler dreifach Zoom (nur bei kleinster Bildgröße nutzbar!)
-Aufnahmemodus (Normal, Panorama, Rahmen, Bildfolge
-Bildgröße (3 MP, 2MP, 1 MP, VGA)
-Nachtmodus
-Selbstauslöser
-Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Neonlicht, Glühlampe)
-Effekte (SW, Negativ, Sepia)
-Fotoqualität (Fein, Normal)
-Speicherziel (intern, Speicherkarte)
-Auto-Drehen
-Verschlusston

 

Die Videofunktion der Kamera umfasst folgende Einstellmöglichkeiten:
-Videolänge (Normal, MMS)
-Nachtmodus
-Selbstauslöser
-Mikrofon
-Weißabgleich
-Effekte
-Speicherziel
-Überprüfung

Sony Ericsson W595Die aufgenommenen Bilder und Videos können entweder im internen circa 40 Megabyte großen dynamischen Gerätespeicher oder auf der mitgelieferten zwei Gigabyte M2-Speicherkarte abgelegt und über die integrierten Player betrachtet werden. Der Speicher ist damit erweiterungsfähig und kann ganz den Bedürfnissen des Handy-Nutzers auch mit größeren Speicherkarten angepasst werden. Der Versand von Bildern und Videos über Bluetooth, MMS, E-Mail und online in einen Blog ist ebenfalls möglich. Die Qualität der Aufnahmen ist nicht besonders hochwertig. Farbtreue und Detailschärfe sind nicht immer optimal und können nur auf Schnappschuß-Niveau überzeugen. Selbst Schnappschüsse sind nur bei sehr guten Umgebungs-Lichtbedingungen von einer ausgewogenen akzeptablen Qualität. Da auch ein Fotolicht fehlt, ist ein Einsatz der Kamera bei schlechten Lichtbedingungen eh nicht mehr empfehlenswert. Die Videos sind etwas besser in der optischen Qualität, die Kamera zeichnet in QVGA mit 15 fps auf.

 
Sony Ericsson W595
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Das bekannte Betriebssystem von Sony Ericsson arbeitet flott und gewohnt zuverlässig.
Der Nav-Key ist im fünf-Wege-Modus bedienbar und hat eine zentrale Taste für die Bestätigungsfunktion der Eingaben. Die Bedienung und der Druckpunkt von Nav-Key und den Einzeltasten der Slider-Vorderseite sind im Gegensatz zum Handy-Tastenfeld um Einiges schlechter.

Der Druckpunkt wirkt schwammig und ist kaum zu spüren und die Präzision der Nav-Key-Bedienung lässt zu wünschen übrig. Schade, denn die zwölfer-Tastatur des W595 wirkt da um Klassen besser, das schmälert den Bedienkomfort doch merklich.

Die Menüstruktur ist klar aufgebaut und die einzelnen Menüpunkte sind mit selbsterklärenden Icons versehen. Die Darstellung des Hauptmenüs kann in drei unterschiedlichen Formen erfolgen (Raster, Drehen/Karussell, Einzelsymbol). Die Suche nach einzelnen Menüpunkten ist überwiegend sehr einfach und erfordert nicht unbedingt das Studium der beigefügten Betriebsanleitung. In bis zu vier Untermenüpunkten sind die gesuchten Funktionen und Einträge stets sehr gut zu finden.

Um z.B. eine SMS zu erstellen reichen normalerweise vier Tastendrucke, bei Nutzung der Verknüpfungsfunktion über die Funktionstaste oder der Schnallwahl über den Nav-Key sind nur zwei Tastenbetätigungen zur Erstellung einer SMS-Nachricht notwendig.

Im Verknüpfungsmenü können individuell beliebig viele Programmaufrufe bzw. Funktionen hinterlegt werden.

Der Task-Manager ermöglicht nach dem Multitasking-Prinzip den Aufruf oder die Beendigung der gerade aktiven Anwendungen. Über die Taste „Verknüpfungen" kann der Task-Manager aufgerufen werden.

Die Darstellung und Größe der Schrift ist auch für ältere Menschen klar erkennbar.
Die Rufnummeranzeige beim Angerufenen kann bei Eingabe der zu wählenden Telefonnummer über einen Untermenüpunkt wahlweise voreingestellt werden.

Das W595 hat eine integrierte Anrufliste, die auch getrennt nach „Rufe in Abwesenheit", „Empfangene Anrufe" und „Gewählte Rufnummern" die gewünschten Informationen anzeigt. Eine automatische Wahlwiederholung ist ebenfalls möglich.

Das Schreiben einer SMS bzw. auch MMS gestaltet sich sehr einfach mit diesem Sony Ericsson-Musik-Slider. Eingaben können über die Handy-Tastatur vorgenommen werden.

Die Tasten der Handy-Tastatur haben – wie bereits erwähnt – einen deutlichen Druckpunkt und sind zielsicher zu bedienen. Auch etwas groß geratene Hände bzw. Finger dürften kaum Schwierigkeiten bei der Bedienung der normal großen Tasten haben. Die schlechtere Bedienung des Nav-Key und der Einzeltasten auf der Vorderseite schränkt den Gesamt-Bedienungskomfort deutlich ein. Eine T9-Eingabehilfe ist ebenfalls integriert.

Der Benutzer kann unter 17 vorinstallierten Klingeltönen (polyphon 72-stimmig) auswählen. Jedem Kontakt lassen sich wahlweise ein individueller Rufton, ein Bild, ein individuelles Nachrichtensignal und/oder ein Sprachwahlbefehl zuordnen. Selbstgemachte Bilder und aufgenommene Melodien können ebenso einem Kontakt zugeordnet werden.

 

Sony Ericsson W595Folgende Verbindungsmöglichkeiten sind integriert:

GPRS (Klasse 12)
EDGE
UMTS
HSDPA
Fast Port
WAP (2.0)
PIM Sync
USB (mit Massenspeicherunterstützung)
Bluetooth (mit A2DP-Stereo-Unterstützung)
PC-Synchronisierung
Modem
HSCSD
SyncML (local und remote)
PictBridge

Die Datenübertragung per GPRS/EDGE funktioniert flott und unproblematisch. Internetinhalte lassen sich problemlos abrufen und über den integrierten NetFront-Browser anzeigen. Die UMTS/HSDPA-Unterstützung beschleunigt zusätzlich merklich den Daten-Traffic, was sich beim Versand/Empfang von größeren Datenmengen sehr positiv in der Übertragungszeit bemerkbar macht. Über Bluetooth verfügt das W595 ebenfalls. Hier ist besonders die A2DP-Unterstützung erwähnenswert, die einen kabellosen Kopfhörerbetrieb ermöglicht. Eine Verbindungsaufnahme mit unterschiedlichen Bluetooth-Geräten ist ohne Schwierigkeiten möglich. Die USB-Verbindung klappt generell ebenfalls sehr gut – das W595 wird automatisch als Massenspeicher/Laufwerk vom PC erkannt. Dadurch ist eine Übertragung von MP3-Songs, Bildern und Videos auf den internen Gerätespeicher und dem großen integrierten Speicher der M2-Karte möglich. Grundsätzlich ist die Möglichkeit der Datensynchronisierung mit einem PC vorhanden.

Die mitgelieferte Sync-Software PC Suite lässt sich sowohl auf einem XP-Rechner als auch einem Vista-PC erfolgreich installieren. Der Datenabgleich mit dem PC PIM (z.B. Outlook) wird schnell und fehlerfrei durchgeführt. Auch die Zuordnung der einzelnen Felder eines Kontaktes sind detailgetreu möglich. Grundsätzlich können die Datendienste per OTA der Netzbetreiber konfiguriert werden. Durch die automatische Konfiguration waren die Netzbetreibereinstellungen ohne Probleme und vollautomatisch zu installieren. Eine manuelle Einrichtung von Nachrichten- und Verbindungskonten ist grundsätzlich möglich aber im Normalfall nicht notwendig. Mit dem integrierten E-Mail-Programm ist der Abruf nach dem POP3-/ und IMAP4-Standard möglich. Auch ein automatischer IMAP-IDLE-Mailabruf ist integriert und mit pushfähigen E-Mail-Accounts realisierbar. Komfortmerkmale wie automatischer Abruf der E-Mails (zeitgesteuert in sieben Schritten von fünf Minuten bis zu 24 Stunden), Größe des Posteingangs und Downloadlimit sind praxisgerechte Bestandteile des integrierten E-Mail-Programmes.

„Musik für Ihre Freunde" – getreu diesem Werbespruch des Herstellers für das W595 findet man in den Multimedia-Programmen eine geballte Leistung. Der Walkman-Modus/MP3-Player des W595 kann überzeugen, die Musikleistung ist ausgezeichnet, Sound und Ausstattung sind auf einem hohen Niveau. Der Player ist mit praxisgerechten Features ausgestattet (Equalizer, Stereosound, Abspielmodus, automatisches Drehen der Anzeige), die eine feine Abstimmung der Player-Nutzung ermöglichen. An dem mitgelieferte Stereo-Headset kann ein weiteres Headset am zweiten Audioausgang angeschlossen werden. Das bedeutet, dass zwei Personen gleichzeitig den vollen Stereo-Sound über Headset genießen können. Auch die Wiedergabe über die sehr gut klingenden Gerätelautsprecher kann durchaus überzeugen. Die Sony Ericsson-eigenen Hilfsprogramme (TrackID und PlayNow) für Titelsuche und Media-Download aus dem Internet sind beim W595 ebenfalls zu finden.

Auch das integrierte UKW-Radio ist von einem sehr guten Standard. Von RDS bis zu individuellen Klangunterstützungen reicht die Ausstattungsliste, die im Ergebnis einen angenehmen und wohlklingenden Sound des Radios gewährleisten. Auch einen Senderspeicher mit 20 Speicherplätzen findet man in der Radio-Ausstattung. Das Sony Ericsson W595 verfügt über eine Sprachaufzeichnungs- und Sprachwahlfunktion. Die Aufnahmen der Sprachaufzeichnung können auch als Ruftöne zugeordnet werden. Über die integrierte Freisprecheinrichtung lassen sich bequem Gespräche führen. Ein guter Klang und eine ausreichende Lautstärke unterstützen den guten Gesamteindruck der integrierten Freisprecheinrichtung. Klassische Profile gibt es beim Sony Ericsson W595 ebenfalls. Bis zu sieben Profile erlauben eine individuelle Anpassung an verschiedenste Umgebungs-Situationen. Ein Flightmodus ist integriert, der alle Sende-/ und Empfangsmodule deaktiviert. Die Nutzung des Walkmans im Flightmodus ist ebenfalls möglich. Nützliches Zubehör für Businesskunden wie Quick Office (Word-, Excel- und PowerPoint-Dokumente anzeigen und bearbeiten) sucht man bei diesem Gerät vergeblich, ist jedoch bei einem Gerät in diesem Marktsegment auch nicht unbedingt zu erwarten.

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Ein Notizblock- und ein Aufgabenprogramm in Verbindung mit einem sehr detaillierten Adressbuch runden ansonsten die knappe Organizer-Ausstattung ab. Auf dem Gerät sind bereits vier Spiele (Extreme Air Snowboarding, Guitar Rock Tour, QuadraPop, Racing Fever GT) und diverse Unterhaltungsprogramme vorinstalliert (MusicDJ, VideoDJ, PhotoDJ), die dem Handy-User bei Bedarf Entspannung bringen. Eine besondere Bluetooth-Funktion „Fernbedienung" erlaubt grundsätzlich das Steuern von anderen Geräten wie Presenter, MediaPlayer und Desktop-PC´s.

Im Praxistest war nach dem Pairen der Geräte über Bluetooth eine Steuerung der anderen Geräte über die Bluetooth-Verbindung mit dem W595 möglich. Als nützliche Extras sind ein Rechner, ein Code-Memo-Programm, eine Stoppuhr und ein Timer integriert. Auch ein Wecker ist Bestandteil der Ausstattungsliste. Als Besonderheit hat Sony Ericsson dem W595 ein umfangreiches Paket von Anwendungen mit auf dem Weg gegeben. Dies sind im Einzelnen: Comeks Strips, Converter, Music Mate 5, Music Quiz, Rock Bobblehead, Walk Mate, World Clock 3D, YouTube. Das Sony Ericsson-Programm TrackID ermöglicht die Suche von kurzen Musiksequenzen, die z.B. über das integrierte Radio aufgenommen wurden, via Internet nach Interpret und Titel des unbekannten Songs.

Sony Ericsson W595
 

Das Sony Ericsson W595 ist ein auf weiten Strecken überzeugendes Modell der Walkman-Serie. Der grundsätzliche Multimediaansatz mit der anspruchsvollen Ausstattung ist auf einem hohen Niveau. Aber wo Licht ist sind auch Schatten, so müssen dem W595 auch einige Kritikpunkte zur Last gelegt werden.Die etwas unterdurchschnittliche Verarbeitung des Sliders, die schlechte Bedienbarkeit von Nav-Key und Tasten der Sliderfront und nicht zuletzt die wenig überzeugende Kamera des W595 sind kaum zu übersehende Schwachpunkte, die noch verbesserungswürdig wären. Da kann auch die stylische Optik diese Schwachpunkte nicht ganz ausmerzen. Wer einen guten Allrounder mit klarem Schwerpunkt auf Musik und Sound sucht, der sollte sich das W595 näher ansehen.

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