Test des Sony Ericsson W550i

20 Minuten

SonyEricsson W550i - aufgeklapptNachdem das W800i inzwischen ein rasender Verkaufsschlager von SonyEricsson ist, bringt der schwedische Hersteller mit dem W550i das Nachfolgermodell auf den Mobilfunkmarkt. Das zweite Walkmanhandy des Hauses besitzt diesmal nur eine 1,3 Megapixel Kamera und keinen Speicherkartenslot. Dafür hat es ca. 250MB integrierten Speicher und lässt sich elegant aufschwenken. Ob das Gerät ein besseres Preis-/Leisungsverhältnis hat als sein Vorgänger – diese Frage werden sich nun viele stellen, die vor der Auswahl des Handyneukaufs stehen. Wie gut ist die auf den ersten Blick schwächere Kamera? Wie hört sich die Musik an? Reicht der Speicher für genügend Musik und ist die Bedienung genauso einfach? All diese Fragen beantworten wir in unserem ausführlichen Testbericht.Anders als das W800i kommt sein Nachfolgermodell W550i in einer deutlich schlichteren Kartonschachtel. Auf der Vorderseite ist das Gerät zusammen mit dem Headset auf einem weißen Hintergrund abgebildet. Die Seiten sind entweder orange oder weiß gestaltet mit verschiedenen Informationen zum Gerät oder verschiedenen Abbildungen. Auf der Rückseite ist das Gerät in verschiedenen Öffnungswinkeln zu sehen.

SonyEricsson W550i - Lieferumfang

Öffnet man den Karton des Gerätes, so findet man zunächst einmal sämtliche Dokumentationen und Informationsbroschüren. Neben der Anleitung, Garantie-, Support- und Strahlungsinformationen findet man auch noch eine Software-CD. Unter der Abtrennung der Schachtel findet sich dann endlich das Gerät, ein Akku, der Akkudeckel, ein Ladegerät, das zweiteilige Headset sowie ein Datenkabel. Zusätzlich legt SonyEricsson noch eine zweite Oberschale mit in das Paket, diese besteht aus Akkudeckel und Displayrahmen.SonyEricsson W550i - WechselschaleBeim Zusammenbau des Gerätes sollte man schon mit ausreichend Zeit und Seelenfrieden an die Sache gehen. Die SIM-Karte muss auf der Rückseite des Gerätes tief in dieses hinein geschoben werden, bis diese einrastet. Der Akku wird danach in der Rückseite eingesetzt, hierbei kann sich dieser aber schnell verkanten. Danach ist der Akkudeckel auf das Gerät zu schieben, wobei dies auch nur kompliziert und mit etwas Mühe vonstatten geht. Das Coverteil der Front, der Displayrahmen, scheint, da dieses sehr dünn ist, auch sehr gebrechlich. Wenn man diesen abnimmt oder das Cover tauschen will, muss man aufpassen, dass man diesen nicht zerstört.

Der Look des W550i ist gleich auf den ersten Blick peppig und leicht verspielt. Blickt man unter die Oberfläche, fallen einige Mankos auf. So ist z.B. die Schutzklappe über der Schnittstelle für das Datenkabel bzw. das Ladegerät selbst so am Gerät angebracht, dass diese aus dem Design heraus steht. Nach mehrerem Öffnen und Schließen leiert auch das Gummi des Schutzes etwas aus. Auch die Kamera steht aus dem restlichen Teil des Rückcovers heraus. Wenn das Gerät auf einem Tisch liegt, hat es dadurch keine gerade Liegefläche. Der Bügel wirkt auch etwas störend und ob dieser eine Funktion unterstützt ist nicht bekannt.

SonyEricsson W550i - GrösseDas Gerät fühlt sich in der Hand etwas klobig an. Da die Seitenkanten eher spitz und nicht, wie bei manchen Vorgängern, abgerundet sind. Wenn man den oberen Teil des Gerätes schwenken will, spürt man einen starken Widerstand. Mit einer Hand alleine lässt sich das Gerät nicht aufschwenken. Zumindest nicht, ohne dass man Angst haben muss, das Gerät dabei aus der Hand fallen zu lassen. An den Stellen des Wechselcovers gibt das Gerät nach und fühlt sich nicht gerade robust an. Auch die Verbindung zwischen den beiden Hauptteilen des Gerätes wackelt. Im Ausgangszustand kann das obere Teil des Gerätes nicht über 180° gedreht werden. Würde man weiterdrehen, ist davon auszugehen, dass das Gerät beschädigt würde. Dadurch muss man sich merken, in welche Richtung man das Gerät aufgedreht hat.

Durch das Wechselcover entsteht leider auch ein entsprechend großes Spaltmaß an diesen Teilen. Hier ist die Wahrscheinlichkeit groß das Staub eindringen kann. Die Lautsprecher sind durch ein Lochgitter geschützt, hier könnte auch Staub eindringen. Da die Ohrmuschel auch durch ein Lochgitter bedeckt ist könnte hier sogar Staub an das Display vordringen.

SonyEricsson W550i - auseinander

SonyEricsson W550i - mit HeadsetAnbauteile wie das Ladegerät, Headset oder Datenkabel sitzen durch seitliche Führungsstege tief im Gerät. Trotzdem wackeln diese ein klein bisschen. Zum Entfernen muss man diese nur leicht nach unten drücken oder vom Gerät abziehen. Störend ist hierbei jedoch der Schutz der Schnittstelle am Gerät, da dieser einem einige Platzfreiheiten nimmt.

Auf der Rückseite des Geräts befindet sich die bereits angekündigte 1,3 Megapixel Kamera, daneben ein Fotolicht und ein Anschluss für eine externe Antenne. Auf der rechten Seite befinden sich eine Infrarotschnittstelle sowie eine Schnellwahltaste für das Kameramenü und ein Wippschalter. Auf der linken Seite findet sich eine Play/Pause-Taste für die Walkmanfunktion und ein Schalter für die Tastensperre. Über dem Display befinden sich zwei Sondertasten, diese werden nur beim Spielen verwendet.

SonyEricsson W550i - TastaturAuf dem unteren Teil der Gerätes befindet sich eine normale Zwölf-Nummern-Tastatur zum Wählen. Im oberen Teil des Gerätes befindet sich, mittig unter dem Display, ein 5-Wege-Navikey. An den Seiten dieses Navi-Key befindet sich auf jeder Seite ein Softkey, eine Steuerungstaste für das Menü und eine Sonderfunktionstaste für den Walkman oder das Internet.

Die Zwölf-Nummern-Tastatur ist klein und eng. Die Tasten liegen in der Vertikalen sehr eng neben einander. Achtet man auf die Tasten, wenn die Beleuchtung an ist, sieht es so aus, als ob sich unter den Tasten jeweils ein Tröpfchen Kleber oder anderes befinden würde. Der Druckpunkt der einzelnen Tasten ist etwas schwer geraten. Die vier Seitentasten des Navikeys fühlen sich wackelig an. Der Auswahlknopf hingegen sitzt fest und hat einen guten Druckpunkt. Die Tasten neben dem Navikey haben einen guten Druckpunkt und lassen sich zielsicher bestätigen. Die Seitentasten am Gehäuse sitzen teilweise etwas zu tief in dem selbigen. Auch haben sie einen leichten Druckpunkt. Auch der Schalter für die Tastensperre lässt sich nur betätigen wenn man diesen gezielt ansteuert. Will man nur kurz mit dem Finger über den Schalter rutschen löst oder setzt sich keine Sperre. Durch die zu eng liegenden Tasten der Nummern bzw. Buchstaben ist es einem, wenn überhaupt, nur mit viel Geschick möglich das Handy blind zu bedienen.

Der Vibrationsmotor des Geräts ist leise ausgefallen. Des einen Freud, des anderen Leid: Im Zuge der Geräuschdämpfung ist aber auch der Vibrationsalarm nur schwach spürbar. So merkt man diesen z.B. nicht, wenn das Handy in der Hosentasche ist und man gerade läuft. Ist das Handy dann mal in einer Jackentasche oder in der Handtasche, verpasst man sämtliche Anrufe, wenn das Handy gerade auf Lautlos gestellt ist.

Auffällig ist, dass sich unter der Nummerntastatur und an der Rückseite des Oberteiles eine Art Gummistopper befindet. Durch diese scheint das Gerät beim zuschwenken gestoppt zu werden. Aber dies wird auch ein extra Schutz sein, damit sich das Gerät in der Tasche nicht so leicht öffnet.SonyEricsson W550i - HeadsetBaut man eine Verbindung auf, während man in einer etwas lauteren Umgebung ist, hört man als erstes ein starkes Hallen der eigenen Geräusche. Das Handy braucht hierbei ca. eine Sekunde bis es sich eingepegelt hat. Ansonsten ist die Sprachqualität gut und deutlich und man kann seinen Gesprächspartner einwandfrei verstehen. Auch der Gegenüber versteht einen sehr gut und in der Leitung ist kein Rauschen zu hören.

Während eines Gespräches kann die Lautstärke an dem Wippschalter an der Seite des Gerätes reguliert werden. Hierbei kann aus neun verschiedenen Lautstärkestufen gewählt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob man über die Ohrmuschel oder über die integrierte Freisprechfunktion telefoniert.

Mit dem W550i kann im ausgeschwenkten sowie auch im geschlossenen Zustand telefoniert werden. Wenn man das Gerät während eines Gespräches zuschwenkt, wird die Verbindung nicht getrennt.SonyEricsson W550i - DisplayAuf einem integrierten TFT-Display stellt das Gerät 262.144 Farben dar, und das bei einer Auslösung von 176 x 220 Pixeln. Die Farbwiedergabe des Displays ist genau und es wird alles scharf und detailliert dargestellt. Einen Mattschleier überzogen oder kleine Farbabweichungen, wie bei einigen anderen Handys anzutreffen, sucht man hier vergeblich.

Bei direkter Sonneneinstrahlung oder bei direktem Einfall starker Lichtquellen direkt auf das Display kann auf diesem nichts mehr erkannt werden. Das Display spiegelt sich nur noch und man wird geblendet. Die Stärke des Sony Ericsson W550i ist die Nacht: Im Dunkeln ist die Displaybeleuchtung angenehm, es kann alles gut abgelesen und erkannt werden. Wem dies aber trotzdem noch zu hell sein sollte, der kann die Displaybeleuchtung in 10% Schritten zwischen 100% – 50% dimmen. Auch lässt sich einstellen, ob nach einer bestimmten Wartezeit im Stand-By-Modus eine Uhr angezeigt werden oder das Display komplett deaktiviert werden soll.

Im Displaymenü kann eingestellt werden, was als Hintergrundbild dienen soll. Hierfür stehen das Standardbild des Designs, ein frei gewähltes Bild oder gar keine Grafik zur Verfügung. Wer nicht nur den Bildschirmhintergrund, sondern auch die Menüsymbole und die Aufbaustruktur der Symbole ändern will, kann dies einfach über Designs tun. Diese Designs findet man schon auf vielen Webseiten im Internet oder man kann sich diese über Extrasoftware von Sony Ericsson erstellen. Auch der Startbildschirm kann selbst ausgewählt werden, genauso wie der Bildschirmschoner.

SonyEricsson W550i - KameraWird die Kamera im ausgeschwenkten Zustand aktiviert, überrascht eine Meldung, die den Anwender dazu zwingt, dass man das Gerät zuschwenken muss, um die Kamera zu starten. Ist das Gerät dann zugeschwenkt, startet sich der Kameramodus. Auf dem Display sieht man das Bild, welches auch im Endeffekt geschossen wird. Auch werden aktuelle Informationen wie die Auflösung, eingestellte Effekte, das Fotolicht und anderes im Display angezeigt. Da nur fotografiert werden kann, wenn das Gerät zusammengeschwenkt, ist gibt es keine Schnellwahltasten für Kamerafunktionen.

In der höchsten Auflösung dauert es ca. eine halbe bis ganze Sekunde, bis das Bild erfasst wurde. Nach weiteren zwei Sekunden ist das Bild im Handy gespeichert und es kann weiter fotografiert werden.

Modifikationen gibt es in reicher Zahl: Als Aufnahmemodus steht einem Normal, Panorama, Rahmen und Bildfolge zur Verfügung. Die Bildgröße kann man aus drei verschiedenen Stufen auswählen und Nachtmodus sowie Fotolicht lassen sich mit einem Klick aktivieren. Als Effekte werden einem Schwarzweiß, Negativ, Sepia und Solarisieren angeboten. Der Weißabgleich kann aus Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Leuchstofflampe und Glühlampe ausgewählt werden. Zusätzlich kann noch die Bildqualität aus zwei Stufen ausgewählt, der Verschlusston eingestellt und festgelegt werden, und ob Datum und Zeit eingeprägt werden sollen.

Bei Videoaufnahmen stehen einem nur zwei Aufnahmemodi zur Verfügung, ebenso nur zwei verschiedene Bildgrößen. Die restlichen Effekte und Optionen sind gleich wie bei den Bildern. Ausgenommen der Verschlusston und die Einprägung des Zeitstempels.

SonyEricsson W550i - Photo schießenDer Speicherort kann nicht verändert werden. Da das Gerät keinen Speicherkartenslot hat, ist man auf den internen Speicher angewiesen. In den Hauptordnern für Fotos und Videos kann man selbst Unterordner anlegen. Hier kann man dann seine Dateien sammeln und verwalten.

Bei Kunstlicht wird ein Bild unscharf und die Farben verdunkelt wieder gegeben. Bei gedimmten Licht wird das Bild von einem Mattschleier überzogen und die starken Farben sind verfälscht. Bei normalen Lichtverhältnissen ist das Bild leider immer noch etwas unscharf, aber die Farben werden realitätsnah wiedergegeben. Das Standardbildformat für Bilder ist dabei JPG, die maximale Auflösung beträgt 1280 x 1024 Pixel.

Die Videos sind bei abgeschwächten Lichtverhältnissen von einem Mattschleier überzogen. Bei normalen Lichtverhältnissen macht die Kamera qualitativ annehmbare Videos. Wenn man schnell zur Seite schwenkt merkt man, dass das Bild immer von unten nach oben aufgebaut wird. Der obere Bildteil wird hier quasi hinterher gezogen. Die maximale Auflösung eines Videos ist 176 x 144 Pixel und das Standarddateiformat ist 3GP.

SonyEricsson W550i - Menü
SonyEricsson W550i - Kontakte
SonyEricsson W550i - Musik
SonyEricsson W550i - Weltkugel
SonyEricsson W550i - Kalender
SonyEricsson W550i - Nachrichten
SonyEricsson W550i - Walkman

Im Standarddesign hat das Gerät eine Iconübersicht mit drei Icons in der Breite und vier Icons in der Höhe. Eine Listenansicht gibt es nicht, durch verschiedene Designs kann aber die Symbolanordnung geändert werden. Eine SMS kann man schreiben, in dem man vier Mal auf den Bestätigungsbutton der Navikeys drückt.

Natürlich lässt sich der SMS-Editor auch auf eine der vier Richtungstasten des Navikeys als Schnellwahl legen. Hier kann man für jede Richtung aus allen im Menü verfügbaren Punkten wählen. Der rechte Softkey ist mit einer Verknüpfung zum Hauptmenü versehen, der Linke führt in die Anrufliste. Unter den beiden Softkeys befindet sich links eine Taste um in den Internetbrowser zu gelangen. Auf der rechten Seite ist eine Schnellwahltaste für den Walkman. Auf der rechten Gehäuseseite findet man eine Kamerataste die auch der einzige Auslöser der Kamera ist. Darüber findet sich ein Wippschalter zum Ändern der Lautstärke bei Gesprächen oder beim Musikhören. Auf der linken Gehäuseseite ist eine Play/Pause-Taste für den Walkman. Darunter ein Taster mit dem man die Tastensperre aktiviert bzw. deaktiviert.

Die Schriftart und –größe lässt sich nicht ändern. Dies gilt sowohl für das Menü als auch für SMS. Will man seine Rufnummer unterdrücken, findet man diese Funktion in den Netzoptionen. Hier kann aus den drei Standardpunkten ausgewählt werden. Die Anruflisten erreicht man einfach wenn im Standbymodus der linke Softkey gedrückt wird. Hier stehen einem die Listen Alle, Angenommene, Gewählte und Unbeantwortete Gespräche zur Übersicht.

Im SMS Editor steht einem die so genannte Wörterbuch-Eingabehilfe (kurz: WB-Eingabehilfe) in vier Sprachen zur Verfügung. Natürlich ist diese Eingabehilfe auch lernfähig. Alle Wörter, die ihr beigebracht wurden, können in einem Menü bequem bearbeitet oder gelöscht werden. Der Zeichenzähler, der angibt, wann eine neue SMS beginnt, erscheint leider erst bei den letzten 20 Zeichen, dadurch muss man die ein oder andere SMS etwas umgestalten. Eigene SMS Ordner kann man nicht anlegen. Dafür aber kann die Ansicht im Posteingang und den anderen Ordnern so eingestellt werden, dass entweder nur die Nummer, die Nummer und die ersten Textstellen oder die Nummer und Datum/Zeit der SMS in der Liste angezeigt werden. Vorlagen und Textbausteine gibt es nicht.

Genau so einfach wie das SMS-Schreiben ist auch das Erstellen einer MMS. Der Zugriff auf die einzelnen Dateien, die man in der bis zu 300 KB großen MMS hinzufügen will, geht über das gleiche Interface wie der normale Dateiexplorer. Gleichzeitig kann man bei der Auswahl von einem Bild bzw. Video direkt auf die Kamera zugreifen, bei einem Sound direkt auf den Audiorekorder. Über die MMS-Einstellungen lässt sich noch eine Signatur formulieren. Diese kann genauso einfach wie Visitenkarten und Designs als Anhang mitgeschickt werden.

Im Menü für die Nachrichten findet sich auch ein Mailclient. Über diesen kann man seine Mails entweder über POP3 oder IMAP4 empfangen. Auch kann eingestellt werden ob die ganze Mail, oder größenfreundlicher, nur der Header der Mail geladen werden soll. Ein Abfrageintervall für den Eingangsserver kann zwischen fünf Minuten bis 12 Stunden gewählt werden. Als Anhang kann man jede Datei auswählen die sich auf dem Handy befindet.

MP3, AAC, Midi und AMR Dateien können problemlos als Nachrichtensignal, Rufton oder sonstiges verwendet werden. Auch Wave Dateien kann man bei dem W550i benutzen, was bei dem Vorgängermodell nicht möglich war. Die beiden gängigen Videoformate für Handy, 3gp und mp4, ließen sich ohne Probleme abspielen.

Als Nachfolger des ersten Walkmanhandy vermisst man auch bei dem W550i die Walkmanfunktion nicht. Der Walkman ist umfangreich wie beim Vorgänger. Er spielt alle Dateien die er auf dem Handy findet und unterstützt. Lediglich Ordnung muss man halten, in dem man seine MP3- oder AAC-Dateien schön nach Interpret und Album in einzelne Ordner sortiert. Oder man überträgt die Dateien ganz einfach mit der Software Disc2Phone die auf der Software-CD vorhanden ist. Dank Playlisten hört man auch nur die Musik, die man auch hören will. Unabhängig davon, ob die Ausgabe über den integrierten Lautsprecher oder dem Headset aktiviert ist, die Qualität ist hierbei spitze. Wem die mitgelieferten Kopfhörer nicht gefallen, der steckt einfach seine eigenen in die 3,5-Milimeter-Klinkenbuchse am Headset ein.
Wenn man das Handy startet, kann man entscheiden, ob man nur den Walkman starten will oder auch die Handyfunktionalität. Somit kann man auch in Bereichen in dem man sein Handy ausgeschaltet haben muss (Flugzeug, Krankenhäuser etc.) damit Musik hören. Auch hier ist das Gerät wieder multitaskingfähig und der Walkman läuft im Hintergrund.

Die Tasten des unteren Teiles des Gerätes sind geschützt, sobald der untere Teil des Handys vom oberen Teil verdeckt ist. Für die Tasten im oberen Teil des Gerätes gibt es den Schalter an der linken Gehäuseseite des Gerätes. Über einen Zug auf diesem lässt sich die Tastensperre aktivieren und deaktivieren. Auch lässt sich eine automatische Tastensperre aktivieren, falls vergessen werden sollte, die Tasten zu deaktivieren. Sobald man das Handy aufschwenkt, sind alle Tasten wieder freigegeben.

Auffällig war jedoch ein Fehler ab Werk: Hat man im Menü eine Auswahl gemacht, so blinkt die Beschriftung der Softkeys im Display kurz auf.SonyEricsson W550i - mit DatenkabelIm W550i sind alle Datenaustauschdienste integriert, die aktuell in den meisten Handys sind. Infrarot und Bluetooth sind integriert und ein USB-Datenkabel ist im Standardlieferumfang dabei. Über den MMS- und Email-Editor lassen sich Anhänge versenden und über GPRS geht das auch noch richtig schnell. Versendet werden können alle Dateien mit Ausnahme der Anwendungen und der Spielen. Und im MMS-Editor können nur Bilder, Videos und Visitenkarten angehängt werden

Verbindet man das Gerät mit dem Computer wird man am Handy gefragt ob es als Wechseldatenträger erkannt werden soll oder zur Synchronisation angeschlossen wird. Bei beiden Funktionen wird der Akku noch aufgeladen. Die Synchronisation mit Microsoft Outlook® lief auf den zweiten Versuch Problemlos. Es werden Kontakte, Kalender, Aufgaben und Notizen Synchronisiert. Auch eine Synchronisierung über SyncML ist möglich.

SonyEricsson W550i - InfrarotDas versenden von Dateien über Bluetooth lief problemlos und einfach, manchmal war die Geschwindigkeit aber etwas langsam. Das W550i funkt Tribandmäßig auf 900, 1800 und 1900 MHz. Es ist eine manuelle und automatische Wahl der Netze verfügbar. Die Funkfrequenz wird vom Gerät automatisch gewählt.

SonyEricsson W550i - schräg
SonyEricsson W550i - seitlich
SonyEricsson W550i - schräg
SonyEricsson W550i - oben
SonyEricsson W550i - schräg
SonyEricsson W550i - seitlich
SonyEricsson W550i - schräg
SonyEricsson W550i - unten

Die Sprachwahl und Sprachannahme arbeitet zuverlässig und genau, lässt aber trotzdem kleine Fehler beim sprechen zu. Eine Sprachsteuerung unterstützt das Gerät nur für die Punkte „Annehmen“ und „Besetzt“. Für andere Dienste ist keine Sprachsteuerung verfügbar.

Die Diktiergerätfunktion kann aufnehmen, bis der Speicher des Handys voll ist. Auch das mitschneiden von Gesprächen ist möglich. Das Abspielen ist ebenfalls möglich, nur muss man hier den langen Weg über das Hauptmenü in den Dateiexplorer machen.

Die integrierte Freisprechfunktion kann während eines Gespräches nur über das Gesprächsmenü aktiviert werden. Sie ist laut und die Qualität ist annehmbar. Wenn die integrierte Freisprechfunktion aktiviert ist läuft sie über den Lautsprecher auf der Rückseite des Gerätes. Wenn man Musik hört läuft zusätzlich noch ein Lautsprecher an der Seite mit.

Im Gerät sind sieben Umgebungsprofile vorangelegt und diese sind auch mit den passenden Funktionen belegt. Zusätzlich kann das Gerät einfach auf Lautlos gestellt werden, hier wird dann der Rufton aktiviert bzw. deaktiviert. Eine neue Funktion ist der Profilwechsel im Sony Ericsson W550i. Wie bei Nokiamodellen kann man hier indem man den Ein-/Austaster drückt das Profil wechseln. Hier kann auch der Rufton ausgeschaltet werden und die Tastensperre aktiviert werden.

Das Telefonbuch ist mehr als üppig ausgestattet. Zu einem Kontakt lässt sich der Name, 5 verschieden Rufnummern, Emailadresse, Homepage, Anruferfoto, spezieller Rufton, Sprachbefehl, Namenstitel, Info und Geburtstag anlegen. Zusätzlich noch zwei Adressdatensätze mit jeweils Straße, Ort, Bundesland, Postleitzahl und Land. Gibt man den Geburtstag ein wird man gefragt ob dieser gleichzeitig in den Kalender eingetragen werden soll. Intern können bis zu 1000 Kontakte gespeichert werden.

Auch die Organizerfunktionen des W550i sind mehr als üppig. Wenn man sich nützliche Java-Applikationen installiert kann man diese in einen „Anwendungen“-Ordner verschieben, der einem im Organizermenü zur Verfügung steht. Im Kalender kann man seine Termine mit Ort, Thema, Dauer und Erinnerung eintragen. Falls man einen Geburtstag eines Kontaktes über das Telefonbuch hat anlegen lassen, lässt sich dieser nicht über das Kalendermenü ändern. In der Aufgabenliste kann man auswählen ob man eine normale Aufgabe anlegt oder einen Anruf, wenn man einen Anruf anlegt kann hier gleich die Telefonnummer mit eingegeben werden. Notizen lassen sich genau so einfach anlegen. Abgerundet wird das Programm noch von dem Rechner der die Grundrechenarten unterstützt und einem Prozente berechnen kann. Zusätzlich findet man im Organizermenü einen Programmpunkt um die Fotoleuchte nochmals alleine zu steuern, somit kann diese als Taschenlampe eingesetzt werden.

Ein Wecker darf bei diesem ganzen Paket natürlich nicht fehlen. Genauso wie ein Countdown-Timer und eine Stoppuhr findet man diesen zusätzlich im Organizermenü. Datum und Uhrzeit bekommt man in der Stand-By Anzeige immer schön unten am Rand angezeigt. Es lässt sich einstellen in welcher Zeitzone man ist und ob aktuell die Sommerzeit aktiv ist. Auch kann sich die Uhr, wenn man die Zeitzone wechselt, automatisch korrigieren. Eine Weltzeituhr wird als Anwendung mitgeliefert.

Wer schon einmal ein Handy von Sony Ericsson hatte, dem werden die mitgelieferten Spiele bekannt vorkommen. Drei sind ab Werk dabei: Extreme Snowboarding, in diesem Spiel fährt man mit seinem Snowboard eine Halfpipe herab und muss so viele Punkte sammeln wie möglich. Gauntlet, ein Minikampfspiel bei dem man sich durch verschiedene Welten kämpfen muss; und Worms Fort 3D, bei dem man mit kleinen Würmern sein Areal verteidigen muss. Alle Spiele kann man im Quer- oder Hochformat auf dem Display spielen. Für Spiele im Querformat kann man das Gerät schließen, da hier die zwei Extratasten am Display zum Gebrauch kommen.

Zusätzlich können auch wieder Fernbedienungsapplikationen installiert werden. Vorinstalliert sind drei Fernbedienungen. Einmal, um eine Maus zu steuern, den Musicplayer zu bedienen oder aber um PowerPoint zu steuern. Daneben finden sich ebenfalls die bekannten Applikationen VideoDJ, PhotoDJ und MusicDJ mit denen man jeweils bestimmte Stücke „zusammenmixen“ kann.Klein und kompakt soll das W550i als zweites Walkmanhandy dastehen. Doch das Design hat seine Tücken: Durch das schwenken wird die Bedienung generell eher erschwert als erleichtert. Man braucht mindestens zwei Hände, um das Gerät zu öffnen. Zusätzlich wirkt der Bügel irritierend und der Anschluss für Ladegerät und Datenkabel hätte auf der gegenüberliegenden Seite besseren Platz gefunden. Auf der Rückseite stehen Kamera und Akkudeckel heraus und lassen dadurch das Handy nicht gerade aufliegen.

Auch Bedienbarkeit ist beim Gehäuse-Design nicht gerade Trumpf: Durch die etwas enge und zusammengepresste Tastatur wird einem auch das Wählen und Schreiben erschwert. Im Inneren jedoch befindet sich dieselbe Software wie im W800i. Dies merkt man an der sehr guten Bedienung und Funktionalität. In dieser Disziplin sammelt das Gerät auch wieder Pluspunkte. Preisbewusste Handyuser sollten, wenn sie nicht viel mit dem Handy machen und pfleglich damit umgehen, das W550i in die engere Auswahl übernehmen. Doch wer eine echte Alternative zum MP3-Player sucht, dem sei weiterhin zum W800i geraten.

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