Test des Sony Ericsson W395

20 Minuten

Sony Ericsson W395
 

Mit dem W395 will Sony Ericsson seine erfolgreiche Serie von preisgünstigen Musikhandys fortsetzen. Der schicke Slider erschien soll im ersten Quartal diesen Jahres auf dem deutschen Mobilfunkmarkt und besticht laut Hersteller durch satte Bässe und superklaren Sound. Auf den folgenden Seiten erfahren sie, ob es Sony Ericsson gelungen ist seine Erfolgsstory mit den Walkman Handys fortzusetzen, oder ob das W395 im Sumpf der Billighandys unter geht.

Sony Ericsson W395Sony Ericsson liefert das W395 in einer kompakten, quadratischen Verpackung an seine Kundschaft aus. Die Verpackung ist in den Farben weiß und violett gehalten und passt gut zur Zielgruppe und zum Endgerät. Auf der Vorderseite des Kartons ist das W395 aufgedruckt. Darüber hinaus sind Informationen zum Hersteller und der Modellbezeichnung zu finden. Der Sony Ericsson Schriftzug und die Modellbezeichnung zieren auch die Seiten der Verpackung. Die Rückseite ist identisch zur Vorderseite gestaltet. Klappt man den Karton auf kommt das Handy zum Vorschein. Der Slider ist in einem Formeinsatz aus Pappe platziert. Der Formeinsatz ist ebenfalls aufklappbar. Unter ihm verbirgt sich der Lieferumfang der lose in der Verpackung liegt. Im Einzelnen sind das: Handy, Akku, Ladekabel, USB-Kabel, Bedienungsanleitung, Headset und Speicherkarte (1 Gigabyte). Die Bedienungsanleitung ist als Faltblatt ausgeführt und in drei Sprachen (deutsch, französisch, spanisch) übersetzt. Eine PC Suite würde den Lieferumfang sinnvoll ergänzen.

Sony Ericsson W395
Sony Ericsson W395

Der Akkudeckel lässt sich problemlos öffnen und schließen, gleiches gilt für das Einsetzen und Entfernen des Akkus. Unter dem Akku befindet sich der SIM-Karten-Steckplatz. Das Einsetzen und Herausziehen der Karte geht leicht von der Hand.

Sony Ericsson W395Praktischer Weise befindet sich der Speicherkartenslot außen am Gerät. Der Steckplatz für die Speicherkarte ist zu dem mit einer aufklappbaren Schutzvorrichtung versehen. Auch hier gelingt das Einsetzen und Herausnehmen der Karte einwandfrei. Das W395 gefällt von seiner Form und Ästhetik her auf Anhieb, nur die Farbkombination mit Grau, Violett und Brombeer ist etwas gewöhnungsbedürftig. Wer es etwas bodenständiger mag legt sich das Handy in der Farbvariante „Blush Titanium“ zu. Trotz des durchgängig verbauten Plastiks wirkt der Slider keineswegs billig. Die Kombination aus matten und hochglänzenden Oberflächen verleiht dem Gerät eine noble Note. Keine Frage, die Proportionen stimmen bei diesem Mobiltelefon und auch die Spaltmaße sind gering. Lediglich das Spaltmaß des Schlittens dürfte etwas kleiner sein. Mit den Abmessungen 96x47x14,9mm und einem Gewicht von 96 Gramm passt das Musik Handy problemlos in jede Hemd- oder Hosentasche. Die Qualität der äußerlichen Bauteile und Tasten ist ebenfalls gut. Gleiches gilt für Steckverbindungen. Auch wenn mancher Stecker leicht wackelt steht einer zuverlässigen Verbindung via Kabel nichts im Wege. Der Schlitten gleitet sehr gut.

Sony Ericsson W395Zum Auf- und Zuschieben muss ein leichter, aber bestimmter Widerstand überwunden werden. Sowohl im offenen als auch im zugeschobenen Zustand wackelt der Schlitten nicht. An äußerlichen Bauteilen verfügt der Schwede über einen Multifunktionsanschluss auf der linken Seite sowie einen Lautstärkeregler und eine Kamerataste auf der rechten Seite. Auf der Vorderseite sind die Hörmuschel, das Display und die Tastatur integriert. Lautsprecher und Kameraobjektiv sind auf der Rückseite zu finden. Darüber hinaus besitzt der Slider eine Öse für einen Trageriemen und den Speicherkartenslot oben am Gerät sowie ein Mirkofon am unteren Ende. Im zugeschobenen Zustand stehen dem Bediener die so genannten Funktionstasten zur Verfügung. Der Navigationskey sitzt mittig unter dem Display. Rechts und links davon befinden sich jeweils drei weitere Tasten. Im Einzelnen sind das eine Softkeytaste, die grüne Hörertaste und die Walkmantaste auf der linken Seite sowie eine Softkeytaste, die rote Hörertaste und die c-Taste auf der rechten Seite des Navigationskeys. Schiebt man den Slider auf kommt eine konventionelle Zifferntastatur zum Vorschein. Die Tasten stehen leicht aus der Oberfläche heraus und verleihen dem Gerät eine gute Haptik. Auch bei der Qualität und der Wahl der Druckpunkte der Tasten gibt es nichts zu bemängeln. Als Rückmeldesignale für Tastenbetätigungen stehen verschiedene Töne bereit.

Sony Ericsson W395Geübten Schreibern gelingt das Blinde Tippen problemlos. Der 5-Wege Navigationskey sitzt mittig unter dem Display. Sein Mittelpunkt ist als runde Taste ausgeführt die durch einen äußeren Ring räumlich vom Rest des Gerätes abgetrennt wird.Der Vibrationsalarm ertönt entweder gleichzeitig zum Klingelton oder alleine. Der Vibrationsalarm kann natürlich auch deaktiviert werden. Der verbaute Motor ist durchsetzungsfähig und wird auch wahrgenommen wenn sich das Handy nicht in direktem Kontakt zum Körper befindet.

Sony Ericsson W395Die Sprachqualität des W395 ist durchweg gut. Die Verständlichkeit bei den Gesprächspartnern ist einwandfrei. Die Lautstärke kann über eine Wipptaste rechts außen am Gerät über fünf Stufen eingestellt werden. Das zur Verfügung stehende Lautstärkeintervall ist ausreichend laut, so dass auch in belebter Umgebung telefoniert werden kann. Die Freisprechfunktion aktiviert der User in dem er während eines Telefonates die rechte Softkeytaste betätigt. Auf die gleiche Weise wird der Freisprecher auch wieder deaktiviert. Auch unter Verwendung der Freisprechfunktion ist das Lautstärkeintervall ausreichend und die Verständlichkeit bei den Teilnehmern gut. Gleiches gilt für das Freisprechen mit dem Headset. Der Empfang ist manuell einstellbar für alle vier Frequenzen (850, 900, 1800, 1900 Megahertz) einstellbar.

Laut Hersteller können Dauergespräche von bis zu acht Stunden mit dem schicken Slider absolviert werden. Im Test verbrauchte das W395 circa zehn Prozent seiner Leistung für ein dreißigminütiges Gespräch. Auch beim Empfang gibt es nicht auszusetzen, mit dem Schweden ist man stets erreichbar. Sony Ericsson gibt an, dass der LithiumIonen-Akku im Standby Betrieb bis zu 480 Stunden ohne Aufladung auszukommen. Im Test war nach 120 Stunden der Saft alle. Nach drei Stunden ist der Akku wieder voll einsatzfähig. 30 Minuten Musikgenuss auf mittlerer Lautstärke verbraucht etwa zwei Prozent Akkuleistung, das Fotografieren hat keinen nennenswerten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Akkus. Eine lineare Anzeige im Standby Bildschirm informiert den Benutzer permanent über den aktuellen Zustand des Akkus. Eine präzise Aussage darüber erhält man durch Betätigung der Lautstärketaste.

Der Sar-Wert des W395 beträgt 0,880 W/kg.

Sony Ericsson W395Sony Ericsson hat sein neustes Walkman Handy mit einem 2-Zoll großen TFT Display ausgestattet. Die Anzeige ist 41 Millimeter hoch und 35 Millimeter breit und nennt eine Diagonale von 50,9 Millimetern ihr Eigen. Die Anzeige kann bis zu 262.144 Farben darstellen und 176×220 Pixel auflösen. Farben werden brillant wiedergegeben und Zeichen scharf angezeigt. Einstellungsmöglichkeiten bezüglich der Farben und Zeichen stehen keine zur Verfügung. Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen dürfte das korrekte Ablesen schwer fallen denn zum Teil sind die Zeichen sehr filigran. Das Display sowie die Tasten sind gut und gleichmäßig ausgeleuchtet, so dass das korrekte Ablesen im Dunkeln kein Problem darstellt. Bei direkter Sonneneinstrahlung oder intensivem Lichteinfall kann das Display nur erschwert eingesehen werden. Die Beleuchtungsdauer der Anzeige kann über vier Stufen intervallweise den Wünschen des Users angepasst werden. Weitere Einstellungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Kontrast oder Energiesparmodus stehen für das Display nicht zur Verfügung. Nach circa 18 Sekunden schaltet sich das Display automatisch ab und der Displayschoner wird aktiv sofern dieser eingeschaltet ist. Insgesamt hält der Slider drei Schoner bereit. Weitere Displayschoner können downgeloadet werden. Zur Personalisierung des Mobiltelefons hat Sony Ericsson das W395 mit fünf verschiedenen Designmöglichkeiten ausgestattet. Ein- und Ausschaltanimation können nicht verändert werden, lediglich den Startbildschirm kann der Benutzer modifizieren.

Der Slider verfügt über eine 1,9-Megapixel Kamera (1600×1200 Pixel) mit integriertem 2,5fachem Digitalzoom. Der Hersteller des Objektivs ist unbekannt. Die Kameralinse ist ohne Schutzmechanismus auf der Rückseite des Handys verbaut. In den Kameramodus gelangt man entweder über den Hauptmenüpunkt Kamera oder direkt über die Kamerataste rechts außen am Gerät. Nach nur einer Sekunde Einschaltzeit ist die Kamera startklar. Ebenso so wenig Zeit benötigt sie, um Objekte im Display zu fixieren. Das Display leistet als Sucher sehr gute Arbeit, es folgt auch schnellen Bewegungen ohne Ruckeln oder ähnlichen Störungen. Permanent werden im Display Informationen zur verbleibenden Anzahl von Bildern, der Auflösung und des Speicherziels angezeigt. Als Funktionen stehen die Aufnahme einer Bildfolge (bis zu vier Bilder), ein Selbstauslöser (5 – 15 Sekunden) und Effekte (Sepia, Negativ, Schwarzweiß) zur Verfügung. Einstellungsmöglichkeiten bieten die Fotoqualität (Fein, Normal) und die Wahl des Speicherziels (Telefon, Speicherkarte). Über einen Blitz oder einen Bildstabilisator verfügt der Slider nicht.

Die Speicherung der geschossenen Aufnahmen erfolgt zunächst in einem vorinstallierten Ordner. Dank des Datei Managers können die Dateien später beliebig verschoben, kopiert und umbenannt werden. Das Erstellen eigener Ordner ist ebenfalls möglich. Der zur Verfügung stehende Speicherplatz ist dynamisch und vom Gesamtspeicherplatz abhängig. Fotos werden ausschließlich im JPEG Format gespeichert. Das Einbringen von Effekten kann nachträglich erfolgen. Weitere Bearbeitungsmöglichkeiten bietet das W395 nicht. Betrachtet man die Fotos auf dem Telefon so wird man durch die schlechte Qualität der Bilder enttäuscht. Aufnahmen bei schlechtem Umgebungslicht sind gar nicht zu erkennen. Lädt der Bediener die Fotos auf den Rechner ist die Qualität überraschend gut. Ausnahme sind Nachtaufnahmen die überhaupt nicht erkenntlich sich. Alles in allem dient die Kamera zur Aufnahme von Schnappschüssen, mit einer konventionellen Digitalkamera kann sie nicht im Entferntesten konkurrieren.

Sony Ericsson W395Mit Hilfe des Navigationskeys kann zwischen Kamera- und Videomodus gewechselt werden. Auch im Videomodus leistet das Display als Sucher sehr gute Dienste. Bei der Aufzeichnung von Videos wird der User ständig über die Aufnahmedauer und das Speicherziel informiert. Einstellungsmöglichkeiten bieten die Wahl der Videolänge (Normal, MMS), das Speicherziel (Telefon, Speicherkarte) und das Mikrofon (ein, aus). Die Qualität der Videos ist schlecht. Durchweg sind die Aufnahmen verpixelt. Das gilt auch für sehr langsame Bewegungen während der Aufnahme. Auch eine Betrachtung auf dem PC bringt keine Qualitätsverbesserung. Die Speicherung erfolgt ausschließlich im 3GP Format und es gelten die gleichen Bedingungen wie für die Fotos. Eine nachträgliche Bearbeitung der Videos ist nicht möglich. Die Verwendung des Kamera- beziehungsweise des Videomodus hat keinen signifikanten Einfluss auf die Leistung des Akkus.

 

Sony Ericsson W395
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Das Hauptmenü erreicht der User in dem er die Mitte des Navigationskeys betätigt. Das Hauptmenü besteht aus insgesamt 12 Menüpunkten die als animierte Icons visualisiert sind. Das Menü gliedert sich in drei Spalten und vier Zeilen. Das Hauptmenü kann nicht modifiziert werden. Die Untermenüs sind als Listen aufgebaut und sind ebenfalls statisch. Die Bezeichnung der einzelnen Menüpunkte ist sinnvoll und der Aufbau logisch, so dass ein intuitives Zurechtfinden auch ohne in die Bedienungsanleitung zu schauen kein Problem darstellt. Die Wege sind so kurz wie möglich. Um eine Nachricht zu verfassen muss folgender Pfad eingeschlagen werden: Hauptmenü – Nachrichten – Verfassen. Der Zugriff auf das Hauptmenü während eines Telefonates ist möglich.

Am oberen Rand des Standby Bildschirm befindet sich die obligatorische Symbolleisten. Die Leiste informiert permanent über den Empfang und den Leistungszustand des Akkus. Weitere Symbole signalisieren eingegangene Nachrichten und Anrufe, aktive Verbindungen oder Alarme. Am unteren Bildschirmrand findet der Bediener die Uhrzeit und das Datum sowie drei Shortcutfunktionen. Die Bedienung des Navigationskeys geht einfach von der Hand, der Key spricht konkret auf Eingaben an. Vier der fünf Wege können beliebig mit Schnellzugriffen belegt werden, die Mitte des Navigationskeys ist statisch mit dem Zugriff auf das Hauptmenü belegt. Weitere Shortcuts bieten die rechte (Kontakte) und die linke Softkeytaste (Musik) sowie die Kamerataste rechts außen am Gerät. Alle drei Tasten können nicht anderweitig belegt werden. Das Einstellen der Rufnummerübertragung führt den Bediener über den Hauptmenüpunkt Anrufe zur Auswahl Nummer zeigen/unterdrücken. Die Anruflisten sind konventionell in Alle, Angenommen, Gewählt und Unbeantwortet unterteilt und über den Hauptmenüpunkt Anrufe erreichbar. Über eine automatische Wahlwiederholung verfügt das Gerät nicht.

Um eine SMS zu erstellen muss folgender Pfad eingeschlagen werden: Hauptmenü – Nachrichten – Verfassen – SMS Nachricht. Der SMS Editor informiert zunächst nur über den gewählten Schreibstil und den eingegebenen Text. Die Anzahl der verbleibenden Zeichen werden erst ab den letzten 20 Zeichen eingeblendet. Eingabemöglichkeiten bieten die Groß- und Kleinschreibung, die Eingabe von Ziffern sowie die T9-Funktion. Die Schreibunterstützung ist lernfähig und funktioniert sehr gut. In eine Textnachricht können folgende Elemente eingefügt werden: Symbol, Soundeffekt, Visitenkarte und Kalendereinträge. Über Textvorlagen verfügt das W395 nicht. Das Erstellen eigener Vorlagen ist jederzeit möglich. Textnachrichten werden ausschließlich im vorinstallierten Ordner gespeichert und können auch nicht im Datei Manager verwaltet werden. Die maximale Speicherkapazität umfasst Platz für 200 SMS. Besonderheiten beim Verfassen von Kurznachrichten bieten das Einstellen der Textausrichtung, der Schriftgröße und des Formates (fett, kursiv, unterstrichen, durchgestrichen).

Der Weg zum Multi Media Service ist nahezu identisch zum Short Message Service. An Stelle der SMS Nachricht muss hierbei nur die Auswahl MMS getroffen werden. Der Editor informiert den Verfasser ständig über die Größe der aktuellen Nachricht sowie die aktuelle Seitenzahl. Diese Informationen sind oben im Editor zu finden. Darunter schließt sich der geschriebene Text an. Unten im Editor befindet sich eine Toolbar mit Icons die die Objekte zum Einfügen symbolisieren. Im Einzelnen sind das: Bilder, Videos, Fotografieren, Sound aufnehmen und Vorschau. Ist ein Bild oder Video zu groß wird es automatisch vom Gerät angepasst. Eine MMS hat mit 300 Kilobyte ihre maximale Größe erreicht. Auch hier erfolgt die Speicherung wieder im vorinstallierten Ordner. Ein Verwalten der MMS Dateien ist ebenfalls nicht möglich. Leider muss der User die Konfiguration der MMS Einstellungen manuell vornehmen, denn nichts ist auf dem Slider diesbezüglich voreingestellt.

Zum Erstellen einer Email muss der Bediener im Nachrichtenmenü die Auswahl Email treffen. Um die Email Funktion nutzen zu können muss zunächst ein Konto eingerichtet werden. Auch dies hat manuell zu geschehen ohne Anleitung oder Hilfestellung durch die Bedienungsanleitung. Der Email Editor gleicht einem konventionellen Editor wie man ihn vom Heimcomputer her kennt. Der Editor zeigt den Empfänger, den Betreff und den geschriebenen Text an. Anhänge können aus dem Datei Manage heraus erledigt werden. Besonderheiten wie Push Mail stehen nicht zur Verfügung.

Sony Ericsson hat dem W395 insgesamt 32 Ruftöne mit auf den Weg gegeben. Die Ruftöne sind alle im M4A, MP3 oder MIDI Format. Weiterhin unterstützt der Schwede die Formate AAC, AAC+, AMR-NB, AMR-WB und WAV. Die Ruftöne sind unveränderlich in Länge und Klangbild. Für die akustische Signalisierung von eingehenden Nachrichten oder Alarmen stehen die gleichen Töne zur Verfügung. Zur Aktivierung der Tastensperre muss der Slider nur zugeschoben werden. Ebenso gut funktioniert auch die Tastenkombination Sterntaste und rechter Softkey.

 

 

Sony Ericsson W395Zum Aufbau von externen Datenverbindungen hält das Mobiltelefon Bluetooth und das Internet sowie einen USB Anschluss bereit. Der Verbindungsaufbau zu einem anderen Bluetooth-Gerät funktioniert problemlos. Hierzu muss der Bediener nur das vorher festgelegte Passwort eingeben und los geht’s binnen weniger Sekunden. Alle Dateien die sich im Datei Manager befinden können via Bluetooth übertragen werden. Für das Übertragen einer 5,8-Megabyte großen Datei benötigt der Slider 125 Sekunden. Ebenso einfach funktioniert auch die Verbindungsaufnahme zum World Wide Web. Im Gegensatz zu Email und MMS sind hier alle notwendigen Einstellungen vorkonfiguriert. Um im mobilen Internet zu surfen sollte man allerdings etwas Zeit mitbringen. Der Verbindungsaufbau läuft nur träge ab und nimmt bis zu 20 Sekunden in Anspruch. Der Aufbau von Seiten funktioniert etwas zügiger, ist aber mit bis zu zehn Sekunden auch nicht gerade flott. Für den mobilen Internetspaß gehen GPRS Klasse 13 (up- und download 43,2 Kilobit pro Sekunde), WAP 2.0 XHTML und WAP 1.2.1 zur Verfügung. Mit dem W395 geht das Navigieren im World Wide Web einfach von der Hand und bedarf keiner Anleitung. Schließt man das Walkman Handy an den PC an, so wird das Mobiltelefon als Wechseldatenträger erkannt. Hierfür hält das Gerät auch extra einen Modus bereit. Einmal am PC angeschlossen kann das Telefon wie ein handelsüblicher Wechseldatenträger gehandhabt werden. Das Übertragen von Daten zwischen den beiden Geräten geht sehr zügig über die Bühne. Zum Übertragen einer Datei der Größe 5,8 Megabyte werden lediglich 12 Sekunden benötigt.

Über eine Sprachsteuerung oder eine Sprachwahl verfügt das W395 nicht, dafür aber über einen Sprachspeicher der Sequenzen bis zu einer Länge von 30 Sekunden aufnehmen kann. Leider kann dieser Sprachspeicher nicht zum Mitschneiden von Telefonaten genutzt werden. Die Stumm-Schaltung kann der User aktivieren indem er den linken Softkey betätigt. Mit dem rechten Softkey wird die integrierte Freisprecheinrichtung aktiviert. Weitere Merkmale für Anrufe sind das Halten, Makeln und das Anklopfen. Über einen Anrufbeantworter verfügt der schicke Slider nicht. Sony Ericsson hat das W395 mit insgesamt sechs Profilen ausgestattet. Eine Umbenennung der Profile ist nicht möglich und ebenso das Erstellen eigener Profile. Eine Zeitsteuerung der Profile gibt es ebenfalls nicht. Das Mobiltelefon verfügt über einen flexiblen Speicher mit einer Kapazität von zehn Megabyte. Der Speicherplatz kann mit einer MicroSD Karte bis auf maximal vier Gigabyte erweitert werden.

Die Kontakte erreicht der Bediener durch das Betätigen der rechten Softkeytaste oder über den Hauptmenüpunkt Kontakte. Die maximale Anzahl an speicherbaren Kontakten ist dynamisch gestaltet. Pro Kontakt können bis zu vier Rufnummern gespeichert werden. Darüber hinaus ist das Anlegen von Email, Webadresse, Bild, Firma, Adresse, Info und Geburtstag möglich. Das Bearbeiten der Kontakte geschieht mit Hilfe des linken Softkeys. Der Navigationskey dient zur Erstellung neuer Kontakte. Der User kann sich seine Einträge nach Vor- oder nach Nachnamen sortieren lassen. Zur Kurzwahl stehen insgesamt acht Ziele zur Verfügung. Während eines Telefongespräches kann auf die Kontakte zugegriffen werden. Hinter dem Hauptmenüpunkt Organizer findet man eine Vielzahl von Funktionen und Programmen, wie zum Beispiel World Clock, Converter und Alarm. Ein Kalender darf hier natürlich auch nicht fehlen. Im Kalender können Text- oder Spracheinträge getätigt werden. Die Einträge werden in Kategorien (Termin, Meeting, Geburtstag, Anderer, Urlaub, Reise) eingeteilt und folgende Details können hinterlegt werden: Beschreibung, Datum, Anfangszeit, Endzeit, Betreff und Erinnerung. Einträge lassen sich Täglich, Wöchentlich, Wochentags, Wochenende, Zweiwöchentlich, Monatlich und Jährlich wiederholen.

Eine Notizfunktion bietet der Organizer nicht, dafür aber die Möglichkeit zum Anlegen von Aufgaben. Auch Aufgaben können wieder schriftlich oder per Spracheingabe angelegt werden. Als Rechenfunktionen hält der Slider einen konventionellen Taschenrechner bereit sowie einen Konverter für Strecken, Volumen, Gewichte, Temperaturen, Geschwindigkeiten und Flächen sowie einen Trinkgeldrechner. World 3D Clock, eine Stoppuhr und ein Timer stellen die Zeitfunktionen dar. Von Haus aus verfügt das W395 über die Spiele Nitro Street Racing (Autorennen), Guitar Rock Tour (Geschicklichkeit) und Sudoku. Für jeden Geschmack ist also etwas dabei und wer nicht genug hat kann die Spiele Palette dank JAVA beliebig erweitern. Über einen Dokumentenleser verfügt das Gerät nicht. Der integrierte Wecker kann bis zu fünf Wecktermine verwalten und funktioniert auch bei ausgeschaltetem Telefon.

Sony Ericsson W395
Sony Ericsson W395
Sony Ericsson W395
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Das Walkman Handy verfügt über einen Hauseigenen MP3-Player der die Formate AAC, AAC+, AMR-NB, AMR-WB, M4A, MP3, WAV und Midi unterstützt. Schließt man das W395 an einen PC an wird der Player als Wechseldatenträger erkannt. Die Anwahl der Lieder erfolgt über die Playlisten. Von Haus aus teilt der Player Musikdateien in die Kategorien Interpreten, Alben, Tracks und Onlinekanäle ein. Eigene Playlisten können selbstverständlich auch erstellt werden. Der integrierte Equalizer verfügt über 11 Spektren, aber leider kann nur eines dieser Spektren vom User nach seinen Wünschen gestaltet werden. Die einzelnen Spektren kommen gut zur Geltung und die Unterschiede sind deutlich hörbar.

Musik kann zufällig oder als Schleife wiedergegeben werden. Verlässt man den Player läuft die Musik einfach weiter, um diese zu stoppen muss der Player explizit angehalten werden. Dementsprechend steigt der MP3 Player auch dort wieder ein wo er zuvor das Lied verlassen hat. Eine ID3Tag Funktion versorgt den Hörer permanent mit Informationen zum aktuell wiedergegebenen Musikstück. Zur Speicherung von Sounddateien können eigene Ordner erstellt werden. Dank des Datei Managers ist das Verwalten der Musik kein Problem. Die Lautstärke kann intervallweise über zehn Stufen mit dem Lautstärkeregler rechts außen am Gerät den Wünschen des Bedieners angepasst werden. Die Lautsprecher sind sehr durchsetzungsfähig. Die wiedergegebene Musik ist von guter Qualität, auch bei maximaler Lautstärke klingt nichts verzerrt. Eine Kleinigkeit gibt es trotzdem zu bemängeln, denn die Bässe gehen leider etwas verloren. Unter Verwendung des Headsets ist die Musikqualität hervorragend. Zwei Prozent seiner Akkuleistung verbraucht der Slider nur bei einer Musikwiedergabe von 30 Minuten auf mittlerer Lautstärke. Als Besonderheiten verfügt der Player über Raumklang, Mega Bass Funktion, Lichteffekte der Tasten und Track ID. Darüber hinaus kann die Visualisierung verändert werden. Hierzu stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl. Weiterhin hat Sony Ericsson dem W395 ein UKW-Radio mit RDS auf den Weg gegeben. Das Radio empfängt Frequenzen zwischen 87,5 und 108 Megahertz und kann zehn Sender speichern.

Sony Ericsson W395
 

Sony Ericsson wird seine Erfolgsstory mit dem orangenen W wohl fortsetzen können, denn das W395 überzeugt in Sachen Musik und deren Wiedergabe. Überhaupt kann sich der solide Funktionsumfang des schicken Sliders sehen lassen, denn es fehlt an nichts. Zwar sind die Kamera und der Organizer begrenzt in ihrer Funktionalität, und auf schnelles Internet per UMTS/HSDPA muss auch verzichtet werden, aber für die angestrebte Zielgruppe ist das völlig ausreichend. Mit einem Einführungspreis von circa 169 Euro ist das W395 auf jeden Fall eine Geldanlage wert..

 

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