Test des Sony Ericsson W380i

17 Minuten

Sony Ericsson W380i

Das neue Walkman-Handy von Sony Ericsson, das W380i, technisch (fast) identisch mit dem Z555i von Sony Ericsson, kommt dieser Tage auf den Markt. Bei Sony Ericsson ist es ja bereits Mode, dass diese Clamshell-Phones im Einsteiger- bzw. mittleren Segment zu finden sind. Da stellt sich doch die Frage, ob durch diese Modellvielfalt das Walkman-Segment der Lifestyle-Klasse von Sony Ericsson nicht etwas überfrachtet wird?

 

Vor allem drängt sich die Frage auf, ob dergleichen ähnliche Modelle wie das Z555i und das aktuell im Test befindliche W380i sich nicht gegenseitig Konkurrenz machen? Laut Hersteller ist das W380i ein „Ganz gefühlsbetonter“ Vertreter der Walkman-Serie. Ob das W380i nur einen Schwerpunkt auf der „Gefühlsbetonung“ hat oder auch die technischen Werte im Gesamten zu überzeugen wissen, das wird unser ausführlicher Test im inside-digital-Testcenter beantworten.

Sony Ericsson W380iDas SE W380i wird in einer schwarz-weissen Box geliefert, die von der Aufmachung ebenfalls Ähnlichkeit mit der Lieferbox des Z555i hat. Die Aufmachung des Kartons ist für ein Lifestyle-Phone im Einsteiger-Segment ausreichend ansprechend.

Der Lieferumfang ist noch guter Standard. Neben dem Li-Ionen-Serien-Akku BST-39 mit 3,6 V und 650mAh, einem Stereo-Headset, einem USB-Verbindungskabel und einem Netzladeteil hat SE dem W380i noch eine Memory Stick Micro-M2 – Speicherkarte mit 512 MB und eine ausführliche Betriebsanleitung in Buchform in verschiedenen Sprachen und die Kurzerklärung für die Gestensteuerung beigefügt.

Alles ist relativ lose verpackt in der kleinen Box untergebracht.

Sony Ericsson W380i

 

Sony Ericsson W380i

Beim ersten „Anfassen“ liegt das Klapp-Phone sehr gut in der Hand. Es wirkt sehr handlich, da es mit 16 mm sehr dünn ist und kaum aufträgt. Das Testgerät wurde in der Farbe „Magnetic Grey“ geliefert, wodurch es etwas eintönig wirkt. Die Optik wird nur durch das orangene Walkman-Symbol auf der Klappen-Vorderseite etwas aufgelockert.

 

Im Deckel des W380i ist ein OLED-Display integriert, das erst sichtbar wird, wenn durch einen Tastendruck auf der Deckeloberfläche oder bei einem eingehenden Anruf dieses aktiviert wird. ImUnterschied zum Z555i ist dieses OLED-Display längs im Klappendeckel verbaut, während es beim Z555i quer eingebaut wurde. In diesem schmalen Display verbergen sich die hologramm-ähnlichen Anzeigesymbole für verpasste Anrufe, erhaltene Nachrichten, eingehender Anruf, Netzstärke, etc.. Des weiteren werden die Infos des Walkmans über den aktuell laufenden Titel angezeigt. Die gesamte Optik ist in einem matten Farbton gehalten, weshalb Fingerprints bei diesem Modell keine Rolle spielen dürften.

 

Sony Ericsson W380iDas W380i wirkt insgesamt gut verarbeitet – Spaltmasse, Tasten und sonstige Bedienelemente sind relativ passgenau eingearbeitet, was die Robustheit des Gehäuses unterstreicht. Auch bei einem etwas kräftigeren Zupacken lässt sich dem Gehäuse kein Knirschen und Knacken entlocken. Die SE-typische gute Verarbeitung ist beim Modell W380i ebenfalls vorzufinden.

 

Das Einlegen der SIM-Karte ist sehr einfach und erfordert keinen besonderen Aufwand. Der SIM-Kartenleser ist oberhalb des Akkus untergebracht. Daneben befindet sich auch der Schacht für die mitgelieferte 512 MB – M2-Memory Stick Micro – Speicherkarte.

 

Über einen festen Einschub kann die SIM-Karte in den Leser eingesetzt und bei Bedarf wieder herausgezogen werden. Dann den Li-Ionen-Akku einsetzen, den auch bei diesem Modell leider wieder fummeligen Akkudeckel drauf, der alles andere als leichtgängig einsetzbar ist – fertig! Der Akkudeckel wird nicht wie meist üblich aufgeschoben, sondern er muss über diverse kleine Plastiknasen am Gehäuse fixiert und festgedrückt werden. Auch im betriebsfertigen Zustand wirkt das Phone klein und handlich. Das Plastikmaterial des Gehäuses hinterlässt einen relativ stabilen Eindruck. Durch die abgerundeten Kanten des Gehäuses hat das W380i einen sehr handschmeichlerischen Charakter.

An den Außenseiten befinden sich eine Lautstärkewippe (rechts) und die Ladebuchse für den Stecker des Ladegerätes auf der linken Seite.Sony Ericsson W380i

 

An der oberen Gehäuserückseite ist ein kleiner orangefarbener Schiebeschalter vorhanden, mit dem man die Sperre der Außentasten aktivieren und wieder deaktivieren kann.

 

Das W380i verfügt über drei Sensortasten, die sich direkt unterhalb des OLED-Displays auf der Folder-Vorderseite befinden. Mit diesen Tasten lässt sich im zugeklappten Zustand der Walkman von außen bedienen.

 

Weitere Tasten oder Bedienelemente sind sonst nicht vorhanden.

Auf der Vorderseite befindet sich rechts oben das Objektiv der 1.3 MP-Kamera mit einer runden Umrandung. Unterhalb der Kamera ist eine Signallicht integriert, das zur Steuerung der Gestenkontrolle dient.

Links neben dem Kameraobjektiv ist ebenfalls eine runde punktförmige Gehäuseöffnung integriert, unter der sich der Gerätelautsprecher für die Freisprechfunktion befindet.

Nach dem Öffnen der Klappe wird das TFT-Display mit 262.144 Farben bei 176×220 Pixel sichtbar. Das Display wirkt wie auch beim Schwestermodell Z555i sehr kontrastreich und leuchtstark.

 

Im unteren Gehäuseteil befindet sich ein kreisförmiger 5-Wege-Nav-Key, mit einer dicken alufarbenen Umrandung, der von vier Tasten umgeben ist. Der Nav-Key hat mittig eine orangefarbene zentrale Bestätigungstaste.

 

In der oberen Reihe sind zwei Tasten für das Softmenü und darunter – je links und rechts vom Nav-Key – befinden sich noch zwei weitere Tasten. Die linke Taste ist mit der Return-Funktion belegt, die rechte Taste ist mit der Lösch-Funktion belegt. Auch diese Tasten sind optisch im Alu-Look gehalten.

 

Unter diesem oberen Tastenfeld ist dann eine herkömmliche Handy-Tastatur, die ausreichend beleuchtet ist um auch in dunkleren Umgebungen die Tastenbelegung gut erkennen zu können. Die Tastenbeleuchtung wirkt sehr gleichmäßig und hell. In der herkömmlichen Tastatur befinden sich in der obersten Reihe drei Tasten mit Sonderfunktionen: links die Internet-Starttaste, mittig die Ein-/Ausschalttaste, mit der auch die Situationsprofile aufgerufen werden können und rechts eine Taste zum Aufruf der Verknüpfungen mit einzelnen Programmfunktionen und Informationen. Diese Tastenanordnung ist mit dem Schwestermodell Sony Ericsson W380iZ555i identisch. Nur die Optik der Tasten unterscheidet sich bei diesen beiden Modellen.

Der integrierte Vibrationsalarm kann wahlweise ohne oder mit Rufton eingestellt werden, die individuellen Einstellungen können über die Profile vorgenommen werden. Der Vibrationsalarm ist deutlich zu spüren.

Sony Ericsson W380iDie Sprachqualität und der Empfang sind sehr gut. In allen Netzbändern ist der Empfang und der Rufaufbau zuverlässig stabil. Selbst in schwach versorgten Gebieten bucht sich das W380i noch ohne Schwierigkeiten in das Netz ein. Bei beiden Gesprächspartnern ist die Verständigung klar und deutlich. Während des Gespräches kann mit dem seitlichen Wippschalter die Lautstärke verändert werden.

 

Mit einer Tastenbetätigung lässt sich die integrierte Freisprecheinrichtung einschalten. Auch hier ist die Verständigung klar, jedoch wirkt die Wiedergabe über den Gerätelautsprecher bei höherer Lautstärke sehr leise und dünn – die Lautstärke ist für eine etwas lautere Geräuschkulisse in der Umgebung nicht immer praxistauglich, die teilweise unzureichende Lautstärke musste auch beim Z555i bemängelt werden.

Die Gesprächs- und Standby-Zeiten gibt der Hersteller mit 7 Stunden und 300 Stunden an. Im Test konnte eine Standby-Zeit von ca. 250 Stunden und eine Gesprächszeit von ca. 6 Stunden erreicht werden. Da keine besonderen Funktionen/Anwendungen in dem Gerät vorhanden sind, außer dem MP3-Player und das UKW-Radio, die die Akku-Kapazität rascher dezimieren könnten, ist eine lange Standby- und Gesprächszeit realistisch zu erzielen.

Als Handset mit Triband und EDGE-Unterstützung ist ein internationaler Einsatz in den meisten Ländern mit dem W380i gewährleistet.

Sony Ericsson W380iDas SE W380i verfügt über ein hochauflösendes TFT-Display mit 176 x 220 Pixel und 262.144 Farben. Die Farben wirken satt und kontrastreich, die Ausleuchtung des Bildschirms ist gleichmäßig und ausreichend hell. Im direkten Sonnenlicht oder bei heller Umgebung sind die Inhalte des Displays teilweise schlechter erkennbar.

 

Die Helligkeit des Farb-Displays kann in fünf Stufen eingestellt werden. Der Kontrast kann nicht geändert werden.

 

Für die Farbdarstellung gibt es fünf verschiedene Grundthemen (Balance, Clarity, Stripe, Vibes und Walkman) die Sony Ericsson beim W380i Designs nennt.

 

Ein Bildschirmschoner – wahlweise ein selbstgewähltes Bild – steht dem Handy-User ebenfalls zur Verfügung.

 

Bei Bedarf kann in den Voreinstellungen ein Bild als Begrüßung beim Aktivieren des Handys eingegeben werden.

 

Als Hintergrund kann ein Motiv aus einer Anwendung oder aus den Designs gewählt werden.

 

Statusmeldungen wie Netzstärke, Akku-Ladezustand, Signalisierungsart, Datum und Zeit und bei Bedarf die Homezone-Verfügbarkeit lassen sich auf dem Display mit einem Blick ablesen. Nach ca. 15 Sekunden wird der Bildschirm ganz abgeschaltet und bleibt dunkel. Statusinfos können dann auf dem Innen- und Außendisplay nur durch Betätigung einer Taste angezeigt werden.Sony Ericsson W380i

 

Das W380i verfügt über ein monochromes OLED-Display mit 36 x 128 Pixel außen auf der Vorderseite der Klappe. Das OLED-Display ist längs in der Klappenfront integriert. In diesem Display verbergen sich Icons in Hologramm-Form, an denen der User sehen kann ob Anrufe verpasst wurden, Meldungen eingegangen sind, ein Anruf gerade eingeht oder die Netzverbindung verfügbar ist. Bei geschlossenem Folder sind wichtige Meldungen wie verpasste Anrufe, neue Mitteilungen etc. nach dem Abschalten des Status-Displays erst wieder zu erkennen wenn die seitliche Wipp-Taste betätigt wird. Eine LED-Signalisierung für eine aktive Netzverbindung ist nicht integriert.

Das SE W380i-Walkman-Phone ist mit einer integrierten Kamera ausgestattet. Die Kamera ist mit einem 1.3-Mega-Pixel-Objektiv ausgestattet. Mit dieser Kamera können Aufnahmen mit einer maximalen Auflösung von 1280 x 1024 Pixel gespeichert werden. Die Ausstattungsmerkmale der Kamera sind relativ dürftig. Ein digitaler 4-facher Zoom führt die Ausstattungsliste der Kamera an. Allerdings ist der digitale Zoom in der Einstellung „1 MP“ bei der Bildgröße nicht verfügbar. Nur bei der Wahl einer geringeren Auflösung (VGA 640×480 oder QVGA 320×240) kann der 4-fach-Digital-Zoom aktiviert werden. Die Bildhelligkeit lässt sich ebenfalls über den Nav-Key in vier Stufen einstellen.

 

Der Aufnahmemodus kann wahlweise zwischen „Normal“ und „Bildfolge“ eingestellt werden, zudem können noch Effekte wie „Schwarzweiß“ und „Negativ“ vorgewählt werden. Ein manueller oder automatischer Weißabgleich, ein Nachtmodus, ein Selbstauslöser und die Auswahl an vier verschiedenen Verschlusstönen runden die Ausstattungsliste der integrierten Kamera ab. Für die Bildqualität können die beiden Stufen „fein“ oder „normal“ voreingestellt werden. Als Speicherziel der Aufnahmen kann der interne 14 MB kleine Gerätespeicher oder die M2-Speicherkarte verwendet werden. Über eine normale Videofunktion verfügt die Kamera nicht, wohl können Serienaufnahmen über die Bildfolge-Funktion aufgenommen werden. In dieser Funktion werden vier Serienbilder in schneller Folge aufgenommen. Eine Fotoleuchte fehlt ebenfalls in der Ausstattungsliste der Kamera.

Die Aufnahmen der Kamera sind durchweg brauchbar. Farbtreue und die Details der Aufnahmen sind sehr ausgewogen. Nur bei schlechten Lichtverhältnissen lässt die Qualität der Aufnahmen stark nach, hier wäre eine Fotoleuchte zur Verbesserung der Aufnahmequalität durchaus sinnvoll.

Bilder, die auf dem W380i abgespeichert sind, können sofort als MMS-Nachricht versendet werden. Der Gerätespeicher ist mit 14 MB relativ knapp bemessen, die mögliche Speicheraufrüstung über M2-Speicherkarten bis zu 2 GB erweitert praxisgerecht die Speicherfunktion.

Auf der 12er-Handytastatur können kurze Texte relativ komfortabel mit T9-Worterkennungs-Unterstützung eingegeben werden.

 

 

Sony Ericsson W380i
 
 
 
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Sony Ericsson W380i
Sony Ericsson W380i

Das Sony Ericsson-eigene Betriebssystem, das in der Form auch beim Z555i Verwendung findet, arbeitet flott und ohne erkennbare Verzögerungen.

 

Die Menüstruktur ist einfach und klar strukturiert und sowohl von den Symbolen als auch den Erklärungen leicht verständlich aufgebaut. Die Icons sind klar dargestellt und sind größtenteils selbsterklärend. Über teilweise bis zu vier Ebenen kann man per Tasteneingabe rasch durch das Menü navigieren und die gesuchten Punkte finden. Die Abkürzungen zu einzelnen Menüerklärungen sind ausreichend deutlich.

 

Um z.B. eine SMS zu erstellen reichen normalerweise vier Tastendrucke. Bei individueller Programmierung des Starts dieser Funktion über die Schnellwahl des Nav-Keys reichen bereits zwei Tastenbetätigungen zum Start der SMS-Funktion.

Am unteren Displayrand werden immer zwei Softtasten angezeigt, die im Grundzustand die Anrufliste und die Menütaste zeigen. Diese Belegung kann nicht abgeändert werden.

Die Darstellung und Größe der Schrift ist auch für ältere Menschen ohne größere Schwierigkeiten erkennbar.

 

Die Rufnummeranzeige beim Angerufenen kann über das Hauptmenü wahlweise voreingestellt werden.

Das W380i hat eine integrierte Anrufliste, die auch getrennt nach „Angenommene Anrufe“, „Gewählte Anrufe“ und „Unbeantwortete Anrufe“ die gewünschten Informationen anzeigt.

Das Schreiben einer SMS bzw. auch MMS gestaltet sich sehr einfach mit diesem Sony Ericsson-Folder-Phone. Eingaben können über die Handy-Tastatur getätigt werden. Eine T9-Eingabehilfe unterstützt bei der Texteingabe.

Die Tasten der Handy-Tastatur haben einen deutlichen und knackigen Druckpunkt und sind immer zielsicher zu bedienen. Auch die Funktion des Nav-Keys wirkt im Vergleich zum Z555i wesentlich besser, da durch die andere Form der Tasten eine Fehlbedienung in der Praxis weniger häufig auftritt.

 

Alle Tasten sind relativ groß und die Tastaturmatte ist fast plan in das Gehäuse eingelassen.

 

Grundsätzlich gilt auch bei diesem Modell, auch etwas groß geratene Hände bzw. Finger dürften kaum Schwierigkeiten bei der Bedienung haben. 

Der User kann unter 28 Klingeltönen (polyphon 40-stimmig) auswählen. Jedem Kontakt lassen sich wahlweise ein individueller Rufton und/oder ein Bild zuordnen. Selbstgemachte Bilder und gespeicherte Melodien können ebenso einem Kontakt zugeordnet werden.

Wie auch beim Modell Z555i ergänzt ein FM-Radio die multimedialen Eigenschaften des W380i. Das Radio ist relativ einfach von den Ausstattungsmerkmalen. Herausragende Funktion ist die RDS-Funktionalität des integrierten FM-Radios. Der Klang ist gut und ein akzeptabler Hörgenuss über das mitgelieferte Stereo-Headset ist gewährleistet.

Sony Ericsson W380iFolgende Verbindungsmöglichkeiten sind integriert:

  • Bluetooth (mit A2DP-Unterstützung)

  • GPRS (Klasse 10)

  • EDGE (Klasse 10)

  • SyncML (lokal)

  • WAP (2.0)

  • HSCSD

  • USB-Massenspeicher

  • Modem

Die Datenübertragung per GPRS/EDGE funktioniert relativ flott und unproblematisch. Internetinhalte lassen sich problemlos abrufen und über den integrierten WAP-Browser für XHTML-Seiten betrachten.

Das Sony Ericsson W380i verfügt über Bluetooth 2.0. Damit sind problemlos alle gängigen Bluetooth-fähigen Geräte wie Headsets, PC, etc. mit dem W380i zu koppeln und diese kabellosen Funktionen zu nutzen. Die Headset-Funktionalität über A2DP-fähige Stereo-BT-Kopfhörer war einwandfrei möglich.

Die USB-Verbindung klappte generell sehr gut – das W380i ist mit einer Massenspeicherfunktion ausgestattet und wurde vom PC als Massenspeicher/Laufwerk sofort erkannt. Dadurch war eine Übertragung von MP3-Songs, Bildern und Videos auf den internen Gerätespeicher und die eingelegte 512MB – M2-Speicherkarte möglich. Der kleine Gerätespeicher von 14 MB lässt kaum Raum für größere Datenmengen, wer mehr Bedarf an Multimediadaten hat, kann dies mit der M2-Speicherkarten-Lösung realisieren.

 

Eine Datensynchronisierung mit dem PC (außer der USB-Massenspeicher-Unterstützung) war im Test nicht möglich. Auch mit dem mitgelieferten USB-Kabel war die Verbindungsaufnahme mit dem PC möglich, allerdings erkannte die PC-Suite von SE das angeschlossene W380i nicht. Diese Möglichkeit der Datensynchronisation fehlt hier wie auch schon beim Modell Z555i. Alle Daten des Telefonbuches und des Kalenders können ausschließlich über das Handymenü eingegeben werden.

Grundsätzlich können die Datendienste per OTA der Netzbetreiber konfiguriert werden.

Zu den Mitteilungsfunktionen wie SMS und MMS hat das W380i noch einen integrierten E-Mail-Client – ein bekannter Kandidat aus dem Modell Z555i. Mit diesem E-Mail-Programm kann man nach POP3- und IMA4-Standards die E-Mails auf das Handy laden und lesen. Die Einrichtung ist einfach und bis auf größere E-Mails mit Dateianhängen sind alle anderen Nachrichten sauber zu lesen.

 

Auch ein automatischer Abruf gehört zur Ausstattungsliste des E-Mail-Programms. In Zeitintervallen von 5 Minuten, 30 Minuten, 60 Minuten, 2 Stunden, 3 Stunden, 4 Stunden oder 12 Stunden werden die E-Mails automatisch auf das Handy geladen. Selbst eine Push-E-Mail-Funktion ist zu finden. Wer über einen pushfähigen E-Mail-Account verfügt, kann sich die Nachrichten just-in-time auf sein W380i holen.

Die Komfort-Funktionen sind beim SE W380i ebenfalls sehr ansehnlich. Ein Walkman, ein Video-Player und ein UKW-Radio mit RDS-Funktion sind eine sehr gute Multimedia-Ausstattung in diesem Handy-Segment.

 

Auch über einen Voice-Recorder verfügt das W380i. Damit können Sprachnotizen und Melodien aufgenommen werden und bei Bedarf per MMS, E-Mail oder Bluetooth versendet werden.

 

Wie schon beim Z555i hat Sony Ericsson auch dem Modell W380i als Besonderheit ein Gestenkontroll-Programm mit in die Ausstattungsliste gepackt. Mit diesem Programm kann man mit einer Handbewegung den Rufton bei einem eingehenden Anruf stumm schalten oder den Snooze-Modus der Alarmfunktion aktivieren. Dazu muss nur mit einer Handbewegung im Abstand von 0 – 7 Zentimeter über das Kameraobjektiv geschwenkt werden und schon reagiert das Handy entsprechend. Eine nicht uninteressante Alternative zur Tastenbetätigung in diesen Fällen.

Über die integrierte Freisprecheinrichtung lassen sich

Sony Ericsson W380i
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bequem Gespräche führen. Ein guter Klang und eine leider manchmal unzureichende Lautstärke sind die positiven und negativen Eigenschaften dieser Funktion.

Das W380i verfügt über sieben verschiedene Profile, die individuell angepasst werden können. Einen reinen Flight-Modus gibt es ebenfalls, damit der W380i-Slider mit seinen Walkman-Fähigkeiten auch im Flugzeug genutzt werden kann.

Nützliches Zubehör für Businesskunden wie Quick Office (Word-, Excel- und PowerPoint-Dokumente anzeigen und bearbeiten) sucht man bei diesem Gerät vergeblich.

Ein Notizblock- und ein Aufgabenprogramm in Verbindung mit einem sehr detaillierten Adressbuch runden ansonsten die Organizer-Ausstattung ab.

Ein Programm für RSS-Feeds findet man ebenfalls auf dem W380i.

Auf dem Gerät sind bereits drei Spiele vorinstalliert (Extreme Air S, QuadraPop und Sims 2), die dem Handy-User bei Bedarf Entspannung bringen.

Als nützliche Extras sind ein Code-Memo-Programm, ein Rechner, eine Stoppuhr, ein Timer und ein Wecker mit verschiedenen Alarmarten integriert.

Wie bei den meisten Walkman-Modellen von Sony Ericsson hat auch das W380i das TrackID-Programm als Ausstattungs-Plus. Mit diesem Musikerkennungs-Programm rundet Sony Ericsson die Ausstattungsliste des W380i ab.

Sony Ericsson W380i

W380i als Vertreter der Walkman-Reihe oder das Z555i als Lifestyle-Modell? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Zu sehr ähnlich sind sich diese beiden Modelle von Bauart, Ausstattung und Leistungsfähigkeit. Die Unterschiede sind eher gering: Das W380i punktet als reinrassiger Vertreter der Walkman-Reihe mit den etwas besseren Multimedia-Talenten.

 

Beim Modell Z555i kommen Anhänger von herausragenden optischen Merkmalen eher auf ihre Kosten. Auch in Größe und Gewicht gibt es keine großen Unterschiede. Das W380i ist mit den Clamshell-Abmessungen 92 x 49 x 16 mm bei 100 g nah an Optimalmaßen und fast identisch mit dem Z555i. Die Wertung kann auch beim W380i lauten: Handlich klein und für Sakkos und Jackentaschen bestens geeignet. Der Werbespruch des Herstellers: „Perfekt für Musikliebhaber – mit Walkman-Funktion“ ist klar auf den Anspruch als Multimedia-Folder abgestimmt.

 

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