Test des Sony Ericsson W300i

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Test des Sony Ericsson W300i-1Auf dem aktuellen Handymarkt sprießen die Musik-Handys wie die Pilze aus dem Boden.

Mit der eigenen Walkmanreihe hat sich der schwedische Handyfabrikant Sony Ericsson weit an die Spitze geschoben.

Neben den Top-Geräten wie dem W800i und W810i bringt der Hersteller aber auch einfache Walkman-Geräte für den etwas kleineren Geldbeutel heraus.

Doch wie kann sich das W300i als Walkman beweisen, wenn es für eine laute Wiedergabe nur einen integrierten Lautsprecher hat? Und wie gut ist die VGA-Kamera, die im Gerät eingebaut ist?

Andere Geräte – auch die von Sony Ericsson – tischen hier mit Komponenten auf, die weit mehr als zwei Megapixel aufnehmen können. Und ist ein Gerät bei dem es auf die Musikfunktionalität ankommt in anderen Bereichen noch leicht zu bedienen?

Diese und viele anderen Fragen klärt unser ausführlicher inside-digital.de Testbericht.
Das W300i wird in einem weißen Karton geliefert, der an beiden Seiten orange bedruckt ist. Auf der Oberfläche ist das Gerät mit einem Headset abgedruckt, unten in zwei verschiedenen Positionen und Öffnungswinkeln der Geräteklappe. Auf einer Seite ist ein Aufkleber mit Geräteinformationen über Modell, Farbe, Netz- und Sprachversion.

Öffnet man die Verpackung, liegt das W300i in der obersten Etage der Unterteilung. In
das Gerät ist bereits ein eingesetzter M2-Memory-Chip mit 256 Megabyte Speicherkapazität eingelegt. Unter dem Handy sind zwei kleine Schachteln: In der einen ist das Ladegerät, in der anderen der Akku, ein USB-Datenkabel sowie ein Headset mit verschieden großen Aufsätzen. Unter den Schachteln sind die Bedienungsanleitung in Deutsch, Französisch und Italienisch, Kurzanleitung in denselben Sprachen, eine Übersicht von erhältlichen Zubehör, Informationen zu den SAR-Werten und zu der Garantie und eine Software-CD.

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Test des Sony Ericsson W300i-4Der Zusammen- und Auseinanderbau des Gerätes benötigt Geduld und Geschick: Der Akkudeckel lässt sich nur schwer, unter Druck, vom Gerät entfernen. Die SIM-Karte muss einfach eingeschoben werden. Darüber legt man den Akku, welcher teilweise in das Gerät versenkt wird. Da auf dem Akku keine Bezeichnung vorhanden ist, welche Seite oben und welche unten ist, lässt sich dieser nur durch Ausprobieren richtig einsetzen. Der Memory-Chip ist seitlich unter dem Akkudeckel versteckt und lässt sich nur mit langen Fingernägeln oder einem spitzen Gegenstand aus dem Gerät entfernen.

Das Gerät hat keine Ecken oder Kanten – die Formen sind einheitlich geschwungen und rund. Einzig ein Bügel auf der Rückseite des Gerätes sticht heraus – so fühlt es sich im geschlossenen Zustand auch etwas klobig an. In geöffneten Zustand lässt sich das W300i besser greifen – allerdings behindert auch hier der Bügel ein wenig den Komfort. Das Gerätegehäuse besteht komplett aus Plastik und fühlt sich nicht sonderlich hochwertig an. Da das Testgerät bei der Benutzung leicht knarzt, traut man dem Gerät eher eine mittelmäßige Robustheit zu. Der Klappmechanismus des W300i ist stabil und das Gerät lässt sich nach etwas Übung mit einer Hand öffnen. Ist das W300i geschlossen, lässt sich zwischen dem oberen und dem unteren Gehäuseteil ein leichtes Wackeln verzeichnen.

Test des Sony Ericsson W300i-5Die Spaltmaße bei Akkudeckel und Oberschale sind verhältnismäßig weit. Die Achse des Klappmechanismus hat kein großes Spaltmaß durch welches Staub eindringen könnte.

Die Zubehörteile wie Ladegerät, USB-Datenkabel und Headset haben auf den Seiten des Anschlusses zwei Führungsstege, durch welche diese fest in dem Gerät sitzen. Durch eine einfache Kombination aus einem leichten Druck nach unten und einem Ziehen lassen sich die Teile ohne Probleme wieder vom W300i lösen. Es lassen sich zudem handelsübliche Kopfhörer mit einem 3,5mm Klinkenanschluss anschließen.
Auf den Geräteseiten sind rechts ein Infrarotport und links die Steuerungstasten für die integrierte Walkman-Funktion. Auf dem Frontcover ist eine integrierte VGA-Kamera, neben der ein kleiner Spiegel für Selbstportraits angebracht ist. Auf der Rückseite befindet sich ein kleiner Lautsprecher – auf der Außenseite des Frontcovers ist sich ein kleines zweifarbiges Außen-Display, welches – je nach Einstellung – nach einiger Zeit deaktiviert wird oder Uhrzeit und Status-Informationen anzeigt.

Test des Sony Ericsson W300i-6Ist das Gerät aufgeklappt, ist auf dem unteren Teil eine Zwölf-Nummern-Tastatur, darüber befindet sich mittig eine 5-Wege-Navigationstaste – an den Seiten sind jeweils ein Softkey sowie rechts die „Korrektur-“ und links die „Zurück-Taste“.

Unter der Zahlentastatur befindet sich links eine kleine Taste welche sofort die Walkman-Funktion startet und auf der rechten Seite ist die Power-Taste des Gerätes. Auf der linken Geräteseite ist zudem eine Wipp-Taste mit Eingabe-Taste – diese Tasten dienen der Lautstärkereglung sowie der Walkman-Steuerung.

Die Nummerntastatur hat ein stark gewöhnungsbedürftiges Design. Viele Tasten sind verkürzt und direkt an die obere Taste geheftet. Da der Übergang fast nahtlos ist, lässt sich eine einzelne Taste ohne genaues Hinschauen kaum ertasten. Der Druckpunkt der Tasten lässt sich nicht genau erfühlen und bei dem Testgerät knarzten die Nummerntasten auf der rechten Seite.

Alle anderen Tasten haben einen guten Druckpunkt und lassen sich leicht bedienen. Die Navigationstaste funktioniert präzise. Lediglich die Power-Taste ist etwas in das Gerät eingelassen und nahe an der Rautetaste – so steht schnell mal ein Rautezeichen im Display.

Der Vibrationsalarm ist kräftig und wenn das W300i auf einem Hohlkörper liegt schallt ein lautes Dröhnen durch den Raum. Trotzdem ist der Alarm nicht intensiv genug, dass er in einer locker sitzenden Hose oder durch eine Handtasche gespürt werden kann.

Der Vibrationsalarm kann so eingestellt werden, dass er entweder komplett deaktiviert ist, immer aktiviert ist oder das Gerät nur vibriert, wenn die Töne auf Lautlos gestellt sind.

Ist das Gerät aufgeklappt findet man im unteren Teil einen Gummistopper für den Klappmechanismus, damit die Klappe nicht zu fest auf das Gegenstück trifft.

Dieser Gummistopper ist etwas höher als der Rest des Gerätes und stört das Gesamtbild – hier ist aber das Mikrofon integriert. Test des Sony Ericsson W300i-7Wird eine Gesprächsverbindung hergestellt, ist die Sprachqualität sofort tadellos. Unabhängig davon, ob man sich in einer lauten Umgebung oder alleine in einem hallenden Raum befindet. Auch der Gegenüber bestätigt einen klaren und deutlichen Klang.

Während eines Gespräches kann die Lautstärke über den seitlichen Wipp-Schalter auf der linken Seite geregelt werden. Hier kann, egal ob normal oder über die integrierte Freisprechfunktion telefoniert wird, aus insgesamt neun Lautstärkestufen gewählt werden. Da die Taste aber klein und stark in das Gehäuse eingelassen ist, lässt sich diese erst nach etwas Übung präzise bedienen. In der lautesten Lautstärke hat die integrierte Freisprechfunktion einen metallischen Klang.

Die Gesprächszeit gibt der Hersteller auf seiner Homepage mit neun Stunden an, die Standby Zeit mit 400 Stunden – diese Laufdauer konnte im Test nicht bestätigt werden.Test des Sony Ericsson W300i-8Aufgeklappt präsentiert das W300i ein TFT-Display mit einer Auflösung von 176 x 220 Pixel und 262144 Farben. Die Farben werden getreu und genau wiedergegeben, durch die niedrige Auflösung lässt sich jedoch jeder einzelne Pixel erkennen. Außen ist ein zweifarbiges Display – es hat eine Auflösung von 101 x 80 Pixel.

Bei direkter Sonneneinstrahlung oder starkem Lichteinfall sind beide Displays nicht lesbar – der Nutzer wird lediglich geblendet. Im Dunklen lassen sich beide Displays einwandfrei ablesen. Die Helligkeit des Hauptdisplays lässt sich in sechs Stufen einstellen. Im selben Menü kann der Nutzer zudem einstellen, ob die Displays nach einiger Zeit komplett deaktiviert werden oder eine Uhr und verpasste Anrufe oder Kurznachrichten angezeigt werden.

Im Menü kann der Nutzer zudem einstellen, ob das Standardbild des aktuellen Designs, ein eigenes Bild oder keine Grafik als Hintergrund genutzt werden soll. Wer nicht nur den Bildschirmhintergrund, sondern auch die Menü -Symbole und die Aufbaustruktur der Symbole verändern will, kann dies über Designs tun – diese sind auf vielen Webseiten im Internet zu finden oder können selbst über ein Programm von Sony Ericsson erstellt werden. Auch Startbildschirm und Bildschirmschoner lassen sich so individuell belegen.

Die „Nach-Oben-Taste“ der Navigations-Taste ist fest mit der Kameraanwendung des W300i belegt. So sind die Anwendung und die Kamera nach ca. drei Sekunden betriebsbereit – das Display dient als Sucher. Zusätzlich werden Information zu der aktuellen Auflösung, eingestellte Effekte oder verbleibende Bildanzahl angezeigt. Über die Nummerntasten lassen sich die Aufnahmemodi oder Extras schnell ändern.

In der höchsten Auflösung dauert es ungefähr vier Sekunden bis ein Bild nach dem Auslösen gespeichert ist. Nach einem Druck auf die Zurück-Taste lässt sich sofort das nächste Foto schießen.

Als Aufnahmemodi stehen „Normal“, „Panorama“, „Rahmen“ und „Bildfolge“ zur Auswahl. Die Bildgröße kann aus vier verschiedenen Stufen ausgewählt werden: „Groß“ (640 x 480 Pixel), „Mittel“ (320 x 240 Pixel), „Klein“ (160 x 120 Pixel) und „Breit“ (keine Größenangabe). Auch der Nachtmodus lässt sich über das Menü ein- oder ausschalten. Als Aufnahmeeffekt kann aus „Schwarzweiß“, „Negativ“, „Sepia“ und „Solarisieren“ gewählt werden. Auch lässt sich ein Selbstauslöser aktivieren, welcher nach ca. acht Sekunden zum Auslösen kommt. Die Bildqualität lässt sich aus „Normal“ und „Fein“ auswählen und der Verschlusston kann aus vier Standardtönen gewählt werden.

W300i - beim Fotografieren

Direkt aus dem Foto-Menü kann über einen Druck auf die rechte Richtungstaste der Navigationstaste in das Videomenü gewechselt werden. Hier kann der Nutzer aus den Aufnahmemodi „Für MMS“ und „Hohe Videoqualität“ wählen. Die Videogröße kann aus „Groß“ (176 x 144 Pixel) und „Klein“ (128 x 96 Pixel). Auch hier lassen sich der Nachtmodus und die Effekte wie im Foto-Menü wählen. Als Speicherziel lässt sich bei beiden Funktionen zwischen Memory Stick und Telefonspeicher auswählen. Die Ordnerstruktur dafür gibt das Gerät vor.

Die Bilder sind generell unscharf, von einem Mattschleier überzogen und haben auch keine Farbtreue. Leichte Farbverläufe werden nicht dargestellt. Das Standardbildformat ist JPG. Auch die Videos sind unscharf, verpixelt und matt. Zusätzlich stocken sie manchmal. Der Sound lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Das Standardvideoformat ist 3GP.

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Im Standarddesign hat das Gerät eine Iconübersicht mit drei Icons in der Breite und vier Icons in der Höhe. Eine Listenansicht gibt es nicht – durch verschiedene Designs kann aber die Symbolanordnung geändert werden. Eine SMS lässt sich sofort schreiben indem viermal der Bestätigungsknopf der Navigations-Taste gedrückt wird. Standardmäßig liegt eine Verknüpfung zum SMS-Editor auf der linken Richtungstaste der Navigationstaste.

Sonst lassen sich die Richtungstasten der Navigations-Taste frei mit allen aus dem Hauptmenü wählbaren Funktion belegen – nur die obere Richtungstaste ist mit der Kamera fest belegt. Der rechte Softkey ist mit einer Verknüpfung zum Hauptmenü versehen, der Linke führt in die Anrufliste. Ganz unten auf der Tastatur findet sich links eine direkte Walkman-Taste. Auf der linken Gehäuseseite ist Taste für Play/Pause-Taste und ein Wipp-Schalter mit dem sich je nach Druckdauer, die Lautstärke ändern oder der Titel wechseln lässt.

Die Schriftart und –größe sind nicht änderbar – weder für die Menü-Schrift noch für das Schreiben einer SMS. Der Menüpunkt zur Rufnummerunterdrückung ist unter Netzoptionen bei den Einstellungen. Die Anruflisten können aufgerufen werden indem im Standby-Bildschirm einfach der linke Softkey gedrückt wird. Hier stehen die Listen „Alle“, „Angenommene“, „Gewählte“ und „Unbeantwortete Gespräche“ zur Auswahl. Zu jedem Eintrag wird hier automatisch das Datum und die Uhrzeit angezeigt.

Im SMS Editor ist eine Wörterbuch-Eingabehilfe (kurz: WB-Eingabehilfe) in vier Sprachen integriert. Die jeweilige Sprache kann über das Einstellungsmenü gewählt werden. Die Eingabehilfe ist lernfähig – alle Wörter die hinzugefügt wurden, können in einem Menü bequem bearbeitet oder gelöscht werden.

Der SMS-Zeichenzähler wird erst bei den letzten 20 Buchstaben einer SMS angezeigt – etwas zu spät, so dass die eine oder andere SMS umgeschrieben werden muss. Eigene SMS Ordner können nicht angelegt werden. Dafür aber lässt sich die Ansicht im Posteingang und den anderen Ordnern so einstellen, dass entweder nur die Nummer, die Nummer und die ersten Textstellen oder die Nummer und Datum/Zeit der SMS angezeigt werden. Vorlagen und Textbausteine gibt es nicht

Genau so einfach wie das SMS schreiben ist das Schreiben einer MMS. Der Zugriff auf die einzelnen Dateien, die man in der bis zu 300 Kilobyte großen MMS hinzufügen will, erfolgt automatisch über das Menü. Über die MMS-Einstellungen kann der Nutzer zudem eine Signatur formulieren und genauso einfach wie Visitenkarten und Designs als Anhang mitschicken.

Im Menü für die Nachrichten ist zudem ein Mailclient. Über diesen kann man seine Mails über POP3 oder IMAP4 empfangen. Der Nutzer kann die Einstellungen hier so wählen, dass die ganze Mail oder nur der Header der Mail geladen werden soll. Als Abfrageintervall für den Eingangsserver können zwischen fünf Minuten bis zwölf Stunden gewählt werden. Als Anhang kann jede Datei gewählt werden welche sich auf dem Gerät befindet.

MP3 und AMR Dateien können problemlos als Klingelton oder Nachrichtensignal gewählt werden. Auch eine WAV-Dateien lassen sich als Klingelton einstellen – im Test wurden diese aber nicht von dem Gerät abgespielt. Die beiden gängigen Videoformate 3GP und MP4 wurden von dem Gerät abgespielt. Bei einer größeren MP4 Datei (14 Megabyte) wurde der Ton zwar wiedergegeben, aber kein Bild dargestellt.

Eine gesonderte Tastensperre gibt es nicht – ist das Gerät zugeklappt, sind die Haupttasten gesperrt. Die einzigen Tasten welche dann aktiv sind, sind die des Walkmans auf der linken Seite, welche aber erst nach längerem Drücken reagieren.Test des Sony Ericsson W300i-24Im Standardlieferumfang ist ein USB-Datenkabel enthalten. Somit steht einem Dateiaustausch oder einer Synchronisation über den PC nichts im Wege. Wer es lieber drahtlos mag findet zudem Bluetooth und Infrarot vor. Über den E-Mail- und den MMS-Editor lassen sich verschiedene Dateien an Nachrichten anhängen – bei E-Mails alle Dateien außer Spielen und Anwendungen, bei MMS nur Bilder, Videos und Visitenkarten.

Verbindet der Nutzer das Gerät über das mitgelieferte USB-Datenkabel mit einem Computer, wird der Benutzer gefragt, ob das Gerät in den Dateiübertragungsmodus wechseln, oder im Telefon-Modus bleiben soll. Im Dateiübertragungsmodus startet das Gerät einmal neu und wird danach vom PC – ohne vorherige Treiberinstallation als Wechseldatenträger erkannt. Im Telefon-Modus lässt sich das Gerät mit dem PC synchronisieren und die anderen Tools mitgelieferten PC-Suite nutzen. Eine Synchronisierung von 200 Kontakten und 100 Kalendereinträgen lief ohne Probleme. Es werden Kontakte, Kalender, Aufgaben und Notizen synchronisiert. Auch eine Synchronisation über einen Internetserver ist möglich.

Die Verbindung über Bluetooth mit einem Nokia 9300 und einem Dell Pocket PC lief ohne Probleme. Die Dateien wurden ohne Probleme und in annehmbarer Geschwindigkeit übertragen. Das W300i funkt nach dem QuadBand-Standard auf den Frequenzen von 850, 900, 1800 und 1900 MHz. In den Geräteeinstellungen lässt sich festlegen, ob die Netzwahl manuell oder automatisch erfolgen soll. Einen Frequenzwechsel nimmt das Gerät automatisch vor.

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Die Sprachwahl und Sprachannahme arbeitet zuverlässig und genau, lässt aber kleine Fehler beim Sprechen zu. Eine Sprachsteuerung unterstützt das Gerät nur für die Punkte „Annehmen“ und „Besetzt“. Für andere Dienste ist keine Sprachsteuerung möglich.

Die integrierte Sprachaufnahme kann ausgereizt werden bis der Gerätespeicher voll ist. Auch während eines Gespräches lässt sich die Aufnahme aktivieren. Um die aufgenommenen Dateien abspielen zu können, müssen diese über den Dateiexplorer des Gerätes gesucht und geöffnet werden. Die Dateinamen für die aufgenommenen Dateien lassen sich nicht beim Speichern festlegen, so kann schnell der Überblick verloren werden.

Die integrierte Freisprechfunktion kann während eines Gespräches nur über das Telefonmenü aktiviert werden. Dies geht einfach, in dem zweimal der Mittelknopf der Navigationstaste gedrückt wird. Die Lautstärke ist hoch genug einstellbar, klingt in der lautesten Stufe jedoch etwas unklar. Ist die integrierte Freisprechfunktion aktiviert, funktioniert sie über den auf der Rückseite des Gerätes eingebauten Lautsprecher.

Von Haus aus sind im W300i sieben Umgebungsprofile angelegt, welche mit passenden Namen und Einstellungen eingespeichert wurden. Das jeweils aktivierte Profil lässt sich dann in den Einstellungen unter „Sounds + Signale“ ändern. Um das Gerät Lautlos zu stellen ist kein extra Profil von Nöten, dies geht einfach durch ein langes Drücken der Raute-Taste. Der Profilwechsel ist einfach über ein kurzes Drücken der Power-Taste aufrufbar. Über das dann erscheinende Menü lässt sich das Gerät auch auf Lautlos stellen.

Das Telefonbuch ist sehr komplex, aber trotzdem überschaubar. Zu einem neuen Kontakt lassen sich über verschiedene Stufen folgende Daten eingeben: Name, 5 verschiedene Rufnummern, E-Mailadresse, Webadresse, Anruferfoto, spezieller Rufton, Sprachbefehl, Titel und Firma. Für Firmen- und für Private Kontaktdaten lassen sich Straße, Ort, Bundesland, Postleitzahl und Land hinzufügen. In der letzten Unterteilung lassen sich noch eine kleine Info und das Geburtsdatum hinterlegen. Bei der Eingabe eines Geburtstages wird der Anwender gefragt, ob dieser auch in den Kalender eingetragen werden sollte. Im Gerät können bis zu 1000 Kontakte hinterlegt werden. Das komplette Telefonbuch kann über das Menü auf einem Memory-Stick gesichert bzw. wiederhergestellt werden. Die Reihenfolge lässt sich nach Vor- oder nach Nachname festlegen.

Auch an den Organizerfunktionen hat Sony Ericsson nicht gespart. Im Kalender lassen sich Termine mit Anfangsdatum, Anfangszeit, Dauer (Enddatum und Endzeit), Thema, Ort und Erinnerung speichern. Ist über das Telefonbuch ein Geburtstag in den Kalender eingetragen, lässt sich dieser auch nur über das Telefonbuchmenü und nicht über das Menü des Kalenders ändern. In der Aufgabenliste lässt sich bei einem neuen Eintrag auswählen, ob es sich um eine Aufgabe oder einen geplanten Anruf handeln soll.

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Eine Aufgabe kann entweder mit oder ohne Erinnerung eingespeichert werden. Bei einem geplanten Anruf lässt sich die Telefonnummer direkt aus dem Telefonbuch übernehmen. Notizen lassen sich ebenso einfach anlegen. Weiter unten im Menü des Organizers findet sich ein Taschenrechner, der die vier Grundrechenarten sowie die Prozentrechnung unterstützt. Wurde eine Java-Anwendung installiert die für den Organizerbetrieb benötigt wird, lässt sich die entsprechende Verknüpfung in einen Unterordner des Organizer-Menüs verschieben.

Zusätzlich finden sich in der Organizerkategorie noch die Menüpunkte für einen Wecker, einen Timer und eine Stoppuhr. Es lässt sich eine individuelle Weckzeit einstellen und ein regelmäßiger Alarm, bei dem die Wochentage frei ausgewählt werden können. Als Alarmsignal kann jede gespeicherte Sounddatei des W300i gewählt werden. Datum und Uhrzeit werden dem Anwender im Standby-Betrieb oder bei zugeklappten Gerät auf dem Außenbildschirm. Je nach Einstellung deaktiviert sich dieser nach einiger Zeit oder zeigt die Uhrzeit an. In den Einstellungen lässt sich zusätzlich festlegen, ob die Uhr aktuell nach der Sommer- oder Winterzeit ticken soll und nach welcher Zeitzone. Auch das Anzeigeformat von Uhrzeit und Datum lässt sich aus allen Standardformaten auswählen.

Zur Unterhaltung werden dem Gerät drei Spiele mitgeliefert: „Neopets“, eine Art Tamagotchi-Clone; „Puzzle-Slieder“, ein Spiel bei dem Bildpuzzle durcheinander gemixt sind und in die richtige Reihenfolge geschoben werden müssen. Ebenso wie „Quadra-Pop“, ein Tetris-Clone mit Musiknoten. Das Spiel Neopets ist nur eine Testversion, welche nach fünf Aufrufen registriert werden muss. Zusätzlich sind noch die Anwendungen VideoDJ, PhotoDJ und MusicDJ vorhanden, bei denen der Benutzer Dateien jeweils bearbeiten bzw. mixen kann. Auch sind drei Bluetooth-Applikationen vorinstalliert, die es ermöglichen, an einem Computer die Maus, eine Powerpoint Präsentation oder einen Media-Player zu steuern.

Als Gerät der Walkmanreihe von Sony Ericsson darf dem W300i natürlich auch kein Media-Player fehlen. Der Walkman ist ebenso umfangreich wie bei den anderen Modellen des schwedischen Herstellers. Es werden alle unterstützten Audiodateien abgespielt, welche auf dem Gerät oder der Speicherkarte sind. Musikdateien können einfach über die auf der CD mitgelieferten Disc2Phone Software auf das Handy übertragen werden. Die Reihenfolge der Musikstücke lässt sich über eigene Playlisten speichern. Der Klang der mitgelieferten Kopfhörer ist für den Alltag absolut tauglich. Die mitgelieferten Kopfhörer lassen sich über den im Headset integrierten 3,5 Millimeter Klinkenanschluss gegen höherwertige Kopfhörer austauschen.

Wird das Gerät eingeschaltet, wird der Benutzer gefragt, ob es nur als Musikplayer fungieren soll oder das Handy komplett aktiviert werden soll. Somit kann der Musik-Player zum Beispiel auch im Flugzeug oder Krankenhaus nutzen. Ist die Handyfunktion aktiviert, ist das Gerät zudem Multitasking-fähig und der Nutzer kann alle Handy-Funktionen nutzen, während der Walkman im Hintergrund läuft.

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Die Betriebssoftware des W300i entspricht fast der seiner Vorgänger, so findet der Nutzer hier ein gut durchdachtes und fehlerfrei laufendes System vor. Die Funktionen sind einfach zu bedienen und das Gerät ist mit allem ausgestattet, was ein aktuelles Handy an Bord haben sollte. Die Foto- und Videoqualität der VGA-Kamera taugt für Schnappschüsse – mehr nicht. Das W300i eignet sich für Anwender, die Wert auf Musik-Funktionen und/oder die Kontakt- und Kalenderorganisation legen. Das Gerät lässt sich zudem gelegentlich als externer Datenträger nutzen, wenn entsprechende Speicherkarten eingesetzt sind. Als mobilen Musik-Player sollte man das Gerät nur verwenden, wenn man über Kopfhörer die Musik genießen möchte – über den externen Mono-Lautsprecher wird der Musikgenuss stark vermindert. Insgesamt wurden viele – manche etwas mangelhafte – Funktionen mit einem guten Bedienkonzept zusammengepackt.

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