Test des Sony Ericsson Vivaz Pro

17 Minuten

Sony Ericsson Vivaz Pro

Mit dem Vivaz Pro bringt Sony Ericsson eine alternative Variante des Touchscreen-Handy Vivaz auf den Markt, welche mit aufschiebbarer Tastatur das Schreiben von Nachrichten deutlich erleichtern soll. Das Hauptaugenmerk liegt auch auf der 5.1-Megapixel-Kamera mit der auch Videoclips in HD-Qualität gedreht werden können. Zur Bildoptimierung verfügt das Vivaz über Kamerafunktionen wie permanenten Autofokus und Gesichtserkennung. Schnelles WLAN, UMTS und HSPA ermöglichen das Hochladen der Aufnahmen auf Internetplattformen – über den TV-Ausgang können sie auf dem eigenen Fernseher betrachtet werden. Der Hersteller hat außerdem GPS mit entsprechender Navigationssoftware in das Touchscreen-Handy integriert. Wie sich so viel Multimedia im Alltag bewährt, zeigt der Praxistest auf inside-digital.de.

Das Vivaz Pro wird in einer rosa-farbig gestalteten Verpackung ausgeliefert. Im Lieferumfang befinden sich ein USB-Datenkabel mit Netzadapter, ein Akku, ein Stereo-Headset und verschiedensprachige Bedienungsanleitungen. Das Synchronisationsprogramm „PC Companion“ zum Abgleich von Daten zwischen PC und Handy befindet sich auf der, zum Standard-Lieferumfang gehörenden, MicroSD-Speicherkarte. Die 8-Gigabyte große Karte fehlte allerdings bei dem Testgerät. Sie befand sich weder im Gerät, noch war sie in der Verpackung zu finden. Eine Schutzhülle wäre angesichts des empfindlichen Touchscreens wünschenswert gewesen.

Sony Ericsson Vivaz Pro

 

Sony Ericsson Vivaz Pro

Der Akkudeckel stellt die Rückseite des Touchscreen-Handys dar. Um ihn zu entfernen muss mit dem Fingernagel in eine kleine Aussparung gegriffen und kräftig gezogen werden. Das erfordert ein wenig Mut, denn das Plastik des Deckels ist recht dünn und biegsam und macht keinen sehr robusten Eindruck. Der darunter liegende Akku nimmt nur etwa die Hälfte der Handylänge ein. Auf der anderen Hälfte, unter dem Akkudeckel verborgen, befindet sich der Steckplatz für die MicroSD-Speicherkarte. Um die SIM-Karte einzusetzen, muss zunächst der Akku entnommen werden, denn sie steckt in einer Buchse über dem Akku, welcher diese verschließt. Ist alles wieder zusammengebaut, sitzt die Akkuabdeckung sehr fest in ihrer Verankerung.

Sony Ericsson Vivaz ProMit seinen Maßen von 109.0 x 52.0 x 15.0 Millimetern und einem Gewicht von 117 Gramm kann das SE Vivaz Pro noch als Handschmeichler bezeichnet werden und liegt durch abgerundete Ecken und Kanten angenehm in der Hand. Das Handy gibt es, anders als die normale Variante, nur in zwei Farben: Schwarz und Weiß. Bei der Verarbeitung gibt es nicht viel zu meckern. Zwar wurde vorwiegend Plastik verarbeitet, dennoch knackt oder quietscht auch bei festerem Zugreifen nichts. Das sah bei einigen Geräten des schwedisch-japanischen Joint-Ventures in der letzten Zeit anders aus. Die Spaltmaße des Sliders sind äußerst gering. Zwischen Ober-und Unterseite ist nur ein minimaler Spalt. Der Slidermechanismus ist stramm und hält das Display im aufgeschobenen Zustand fest an seiner Position. Das USB-Datenkabel sitzt sehr locker und wackelig im Multifunktionsslot, so dass hier auf Dauer Wackelkontakte entstehen können. Löblich ist das Vorhandensein einer 3.5 Millimeter Klinkenbuchse, die das Anschließen eines eigenen Headsets ermöglicht.

Unter dem großen Touchscreen befinden sich nebeneinander Anruf-, Hauptmenü- und Ende-Taste. Die silberfarbenen Tasten sind leicht erhaben und ausreichend breit gestaltet. Der Druckpunkt ist straff und gleichmäßig. Bei aktiviertem Display sind die Tastensymbole farbig beleuchtet. Auf der rechten Außenseite ist eine schmale Wipptaste angebracht, die während eines Telefonates für die Lautstärkeregulierung und im Kameramodus für die Zoomfunktion zuständig ist. Eine Besonderheit stellen die darunterliegenden Tasten mit getrennter Funktion für Video- und Foto-Aufnahmen dar. Auf der Rückseite befindet sich über der Kamera eine kleine Taste, die bei langem Druck das Gerät ein- oder ausschaltet und bei kurzem Druck ein Menü zur Bildschirm- und Tastatursperre, als auch die Einstellung der Benutzerprofile öffnet. Das Vivaz Pro verfügt über eine ausschiebbare QWERTZ-Tastatur. Die leicht gummierten Tasten sind relativ flach und physisch voneinander getrennt angeordnet. Der Druckpunkt ist stramm und die Hintergrundbeleuchtung sorgt für ausreichend Licht, um auch im Dunkel Texte zu verfassen. Nach einer kurzen Eingewöhnung geht die Eingabe leicht von der Hand. Die hochgestellten Sonderzeichen werden mittels einer blauen Taste aktiviert.

Sony Ericsson Vivaz Pro

Alternativ kann die Eingabe auch über das Display erfolgen. Hierfür stellt das Display eine virtuelle QWERTZ-Tastatur bereit, welches entweder im Quer- oder im Hochkantmodus dargestellt wird. Es empfiehlt sich allerdings, auf die QWERTZ-Tastatur in der Portrait-Ansicht zu verzichten, da die Buchstaben viel zu klein sind und eine Eingabe ohne Stylus nahezu unmöglich ist. Die Bedienung fast aller Menüpunkte ist sehr gut mit dem Finger möglich. Über Sprachwahl und Spachsteuerung verfügt das Vivaz Pro leider nicht.

Sony Ericsson Vivaz ProDie Sprachqualität während eines Telefonats wurde im Test von der Festnetzseite aus als sehr gut beschrieben. Auf Handyseite klang der Gesprächspartner dagegen ziemlich dumpf. Die Lautstärke kann über eine seitliche Wipptaste sehr hoch eingestellt werden, so dass auch bei starken Hintergrundgeräuschen, wie beispielsweise auf Flugplatz oder Bahnhof, ein Gespräch problemlos möglich ist. Anders sieht es mit der Lautstärke der Freisprecheinrichtung aus. Hier stören auf maximaler Lautstärke unschöne Verzerrungen die Qualität. Der Empfang war während des Tests sowohl in D- als auch in E+-Netzen durchgehend sehr gut.

Sony Ericsson gibt für das Vivaz Pro einen SAR-Wert von 1,03 W/kg an.

Sony Ericsson Vivaz ProAuf 3,2 Zoll stellt das TFT-Touchdisplay des SE Vivaz Pro 16,7 Millionen Farben in einer Auflösung von 360 x 640 Pixel dar. Die Displaywiedergabe ist sehr brillant und gestochen scharf. Wie die meisten großen und glänzenden Displays reflektiert auch dieses direkte Sonneneinstrahlung stark, so dass eine Ablesbarkeit der Darstellung kaum möglich ist. Mit Lampenlicht kommt der hochauflösende Monitor dahingegen gut klar. Schaltet sich das Display in den Ruhemodus, ist nichts mehr von der Bildschirmanzeige zu sehen. Erfreulich ist, dass es deshalb zur Signalisierung verpasster Anrufe oder Nachrichten eine kleine LED an der Handyseite gibt, die so lange blinkt, bis man das Display wieder aktiviert hat.

Die Helligkeit kann beim Vivaz Pro manuell geregelt werden. Der kleine Helligkeitssensor über dem Display, dimmt die Anzeige bei Dunkelheit ein. Desweiteren gibt es einen Lagesensor, der die Displayansicht beim Drehen des Handys vom Hoch- ins Querformat schwenkt. Dieses ist nicht nur zur Eingabe von Nachrichten oder Surfen mit dem Internet-Browser, sondern auch während der Navigation in den Handymenüs möglich. Allerdings braucht das Display gut eine Sekunde für die veränderte Display-Darstellung. Der Nutzer kann den Lagesensor außerdem zur Anrufstummschaltung oder den Schlummermodus nutzen. Der resistive Touchscreen reagiert gut und sensibel sowohl auf leichten Fingerdruck, als auch auf eine Stifteingabe. Die Anwahl von Menüpunkten quittiert das Handy mit leichter Vibration, welche aber auch deaktiviert werden kann.

Sony Ericsson spendierte dem Vivaz Pro eine 5-Megapixel-Kamera. Dank separater Tasten muss nicht umständlich zwischen Foto- und Video-Modus gewechselt werden. Sowohl Kamera- als auch Video-Taste dienen als Auslöser für den entsprechenden Modus. Je nach Lichtverhältnissen und beweglichem oder unbeweglichem Motiv reagierte der Auslöser im Test in unter einer Sekunde bis zu maximal zwei Sekunden. Auf einen Xenon-Blitz wurde leider verzichtet, allerdings wurde eine Fotoleuchte verbaut. Das Display fungiert als Sucher, wahlweise im Hoch- oder Querformat. Ein Fingertipp auf den Monitor lässt die Options-Icons auf den Displayrändern erscheinen. Fotos können im automatischen Modus aufgenommen werden – hier übernimmt die Kamera die notwendigen Einstellungen. Für den manuellen Modus gibt es die Haupteinstellungen:

  • Sony Ericsson Vivaz ProSzenen (Auto, Hochformat, Querformat, Nachtaufnahme, Sport, Dokument, Nachtportrait, Strand/Schnee)
  • Aufnahmemodus (Normal, Panorama, Smile Detection, Touch-Auslöser)
  • Autofokus (Auto, Gesichtserkennung, Makro, Unendlich)
  • Belichtungskorrektur
  • Selbstauslöser
  • Bildgröße
  • Leuchte (Ein, Aus)
  • Weißabgleich (Auto, Glühlampe, Neonlicht, Tageslicht, Bewölkt)
  • Bildstabilisator
  • Effekte (Negativ, Solarisieren, Sepia, Schwarz/Weiß)
  • Geo-Tag
  • Auto-Drehen

Für Videoaufnahmen gibt es die zusätzliche Einstellungsmöglichkeit:

  • Videoformat ( 720p, VGA, QVGA, für Bildnachrichten)

Besonders beeindruckt hat im Test die Panoramafunktion. Durch einfaches Weiterdrehen der Kamera in die gewünschte Richtung wird ein weiterer Bildabschnitt exakt dann aufgenommen (der Auslöser reagiert automatisch), wenn er an den vorherigen anschließt. Die aneinandergrenzenden Bilder weisen keinerlei Schnittstellen auf. Auch Gesichtserkennung und Smile Detection (Lächel-Erkennung) funktionieren prima.

Die Qualität der aufgenommenen Fotos ist gut, wenngleich sie nicht ganz an die der Sony Ericsson Cyber-shot-Handy-Serie herankommt. Bei optimalen Lichtverhältnissen werden die Bilder sehr kontrastreich und scharf. Leichte Abstriche müssen bei Aufnahmen in Dämmerlicht gemacht werden – die Leuchtkraft der Fotoleuchte reicht bei weitem nicht an die eines Xenon-Blitzes heran, so dass Aufnahmen hier immer etwas unscharf werden und sich ein Bildrauschen erkennen lässt. Trotz angepriesener HD-Qualität konnten die Videoaufnahmen bei höchster Auflösung im Test nicht überzeugen. Beim Abspielen auf einem PC-Monitor wirken sie ziemlich ruckelig. Dies liegt an den lediglich zwölf Bildern pro Sekunde, welche im Test aufgezeichnet wurden. Für eine flüssige Wiedergabe sollten es mindestens 25 Bilder pro Sekunde sein. Hier muss Sony Ericsson unbedingt ein Update nachschieben. Dass man es besser kann, zeigt die Videoqualität des Satio, welches flüssige und scharfe HD-Videos aufzeichnet. Die Digitalkamera kann man also schon einmal zuhause vergessen, wenn das Sony Ericsson dabei ist – möchte man jedoch zusätzlich gute Videoaufnahmen machen, sollte ein richtiger Camcorder eingepackt werden.

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Auf dem Handy läuft das ursprünglich von Nokia erstellte Symbian S60 Betriebssystem in der fünften Edition. Die Ausstattungsmöglichkeiten des Startbildschirms sind sehr umfangreich, für den weniger technisch versierten Nutzer dadurch schnell auch etwas unübersichtlich. Es stehen fünf verschiedene Standby-Modus-Designs zur Auswahl. Entscheidet man sich für das Sony Ericsson Design kann wahlweise durch Wischen mit dem Finger oder über eine Menüleiste am oberen Bildschirmrand durch fünf verschiedene Startbildschirme geblättert werden, die fest mit den Ansichten „Bevorzugte Kontakte“, „Soziale Netzwerke“, „Flow“, „Album“ und „Verknüpfungen“ belegt sind. In weiteren Modi erscheint beispielsweise lediglich eine Menüleiste am Displayrand, die teilweise flexibel belegbar, teilweise jedoch mit festen Menüpunkten ausgestattet ist. Da es für jeden Modus eigene Einstellungsmöglichkeiten gibt, verliert man hier schon mal den Überblick – weniger wäre an dieser Stelle sicherlich mehr gewesen.

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Am unteren Bildschirmrand findet man eine Menüleiste mit Buttons für Hauptmenü, Wähltastatur und Benutzerprofile. Ins Hauptmenü gelangt man alternativ auch über die Hauptmenütaste unter dem Display. Hier bietet sich dem Symbian-gewohnten Nutzer ein vertrauter Anblick von beschrifteten Menü-Icons. Symbian-typisch ist die Tatsache, dass die Menpunkte der darunter liegenden weitverzweigten Listenmenüs doppelt angetippt werden müssen, um sie zu öffnen. Auch hier gilt das gleiche wie schon beim Standby-Bildschirm – reichhaltig ist nicht immer übersichtlich. Wer nicht mit Symbian vertraut ist, kann sich in den Listenmenüs schnell einmal verlaufen.

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Einer Nachricht können Bilder, Videoclips, Soundclips, Seiten, Vorlagen, Notizen, Präsentationen, Visitenkarten oder andere Dateien hinzugefügt werden. Ist ein Anhang zu groß für eine SMS wird sie automatisch in eine MMS generiert. Aus dem Nachrichtenprogramm heraus können zudem neue Videoclips, Fotos oder Sounds aufgenommen und mit der Nachricht an beliebig viele Kontakte oder Gruppen verschickt werden. Zum Senden und Empfangen von E-Mails muss zunächst ein E-Mail-Konto eingerichtet werden. Ein Assistent hilft in wenigen Schritten bei der Einrichtung. Der Download von E-Mails vom Server kann wahlweise manuell oder automatisch in verschiedenen Intervallen zwischen fünf Minuten und alle sechs Stunden erfolgen.

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Sony Ericsson Vivaz ProEin großes Plus des SE Vivaz Pro ist seine reiche Ausstattung an Verbindungsmöglichkeiten. Neben GPRS, EDGE, UMTS sorgen die Datenturbo HSDPA und HSUPA für einen schnellen Internet-Down- bzw. Upload von Dateien. Über die USB-Verbindung kann das Vivaz Pro als Internet-Modem oder als Massenspeicher zum schnellen Austausch großer Dateien benutzt werden. Wird das Handy via MicroUSB-Kabel (im Massenspeichermodus) an den PC angeschlossen, kann auf das Installationsprogramm für Handytreiber und die Synchronisations-Programme „PC Companion“ mit „PC-Suite“ und „Media Go“ zugegriffen werden. Über diese Applikationen können eine Verbindung zum Internet hergestellt, auf dem Handy navigiert, Anwendungen installiert, Kontakte und Kalender verwaltet und Mediendaten übertragen werden.

Die Installation sowie die Ausführung der Programme funktionierten im Test reibungslos und zügig. Sehr schnell gelang auch die Kopplung und Datenübertragung über Bluetooth zwischen Notebook und Handy. Die Software RoadSync nutzt das Microsoft Exchange ActiveSync Protokoll, um eine drahtlose Push-Synchronisierung von Kalenderdaten, geschäftlichen E-Mails, Aufgaben und Anhängen bereitzustellen. Der interne Speicher des Smartphones ist lediglich 70 Megayte groß, kann aber mit einer MicroSD-Speicherkarte um bis zu 32 Gigabyte aufgerüstet werden. Zur Betrachtung von Fotos oder Videoaufnahmen auf dem Fernseher verfügt das Smartphone über einen TV-Ausgang.

Im MP3-Player des Vivaz Pro gibt es für Musiktitel die Abteilungen PlayNow, Interpreten, Alben, Titel, Playlists, Hörbücher und Podcasts. Im Datei-Manager des Handys können eigene Ordner erstellt werden, in denen man Musiktitel speichern kann. Während der Wiedergabe werden Interpret, Titel und Album angezeigt. Damit sind die Einstellungsmöglichkeiten hiermit auch schon ausgeschöpft. Auf Bass- oder Höhenregler wurde ebenso verzichtet wie auf einen Equalizer. Über den kleinen Handylautsprecher klingt der Player des Vivaz sehr höhenlastig und schepperig. Zudem werden einige Lieder mit einem sehr nervigen Hall versehen. Besser tönt es da schon über das mitgelieferte Stereo-Headset, wenngleich die maximale Lautstärke zu leise ist. Schließt man indes eigene, qualitativ hochwertige, Kopfhörer an oder nutzt das Handy als Mediastation für die heimische Musikanlage, kann der Klang vollends überzeugen. Um das UKW-Radio in Betrieb nehmen zu können, benötigt man das Headset. Das Radio bringt, trotz schlichter Ausstattung, bei wahlweise automatischer oder manueller Sender-Suchfunktion, einen sauberen und rauschfreien Klang.

Im Organizer befinden sich neben praktischen Anwendungen wie Wecker, Sprachmemo- und Suchfunktion, Notizfunktion, Umrechner und Taschenrechner, ein Adobe PDF-Viewer und Quickoffice. Beim Adobe PDF handelt es sich jedoch nur um eine zeitlich limitierte Testversion. Wer das Programm nach Zeitablauf weiter nutzen möchte, muss eine Lizenz hierfür käuflich erwerben. Ähnlich verhält es sich beim Quickoffice. Die installierte Version kann zwar Dokumente anzeigen, möchte man jedoch auf die Vollversion upgraden, mit der Dokumente bearbeitet werden können, muss auch hierfür eine Lizenz erworben werden.

Der schlicht dargestellte Kalender des Smartphones, kann wahlweise in Tages- oder Monatsansicht oder nach Aufgaben angezeigt werden. Einem Termin können Daten wie Betreff, Standort, Anfangszeit, Endzeit, Anfangsdatum, Enddatum, Erinnerung, Wiederholung und Synchronisierung hinzugefügt werden. Raumschiff Enterprise lässt beim Adressbuch grüßen, das im Vivaz Pro als „Logbuch“ bezeichnet wird. Hier werden die Oberpunkte letzte Anrufe, Anrufdauer und Paketdaten in die Unterpunkte unbeantwortete Anrufe, empfangene Anrufe und gewählte Rufnummern, beziehungsweise Sendedaten und empfangene Daten, weiter unterteilt. Übersichtlich gibt sich das Kontaktverzeichnis mit den Unterteilungen „Kontakte“ und „Gruppen“. Einzelnen Kontakten können zahlreiche Kontaktdaten hinzugefügt werden wie beispielsweise Vorname, Nachname, Mobiltelefon, E-Mail, Videoanruf, Internet-Telefon, etc., um nur einige zu nennen. Die Benutzerprofile Allgemein, Meeting, Draußen, Pager und Flight Mode sind auf dem Handy voreingestellt, können jedoch benutzerdefiniert nachbearbeitet werden. Auch die Möglichkeit eigene Profile neu zu erstellen gibt es. Außer den Profilen Allgemein und Flight Mode sind alle Benutzerprofile zeitbegrenzt einstellbar.

Sony Ericsson Vivaz Pro
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Am schnellsten gelangt man auf dem Sony Ericsson Vivaz Pro über WLAN ins Internet. Der Aufbau der klassischen, sehr komplexen inside-digital.de–Ansicht, dauerte bei WLAN-Verbindung knapp 24 Sekunden, was einen guten Wert darstellt. Im Querformat zeigt sich auf der rechten Displayseite eine Menüleiste mit Lupensymbol, URL-Eingabe-Button und Options-Button. Das Scrollen durch Webseiten in mobiler Ansicht läuft sehr zügig. In der klassischen Ansicht zeigt sich hierbei jedoch schon einmal der eine oder andere Ruckler. Durch zuvor geöffnete Seiten kann in einer 3D-Galerieansicht gescrollt werden. Gezoomt wird wahlweise über einen optional einblendbaren Zoombalken oder doppelten Fingertipp auf das Display, was im Test einwandfrei funktionierte. Ein praktisches Feature ist die Anzeigeoption mit der die Webseite wahlweise im Vollbild (hier wird die Seite groß, in der klassischen Ansicht also nur Teilabschnitte angezeigt), Seitenüberblick (die Seite passt sich in ihrer Breite dem Handydisplay an) oder Bilderansicht (hier werden nur die auf der Seite befindlichen Bilder angezeigt) dargestellt werden kann. Javascripte gibt der Browser ohne Probleme wieder.

Für die Routenplanung und lokale Suche steht Google Maps zur Verfügung. Die Navigation wird mittels Wisepilot, welches in einer Testversion vorhanden ist, durchgeführt. Das benötigte Kartenmaterial wird bei Bedarf aus dem Internet heruntergeladen. Der Sat-Fix kam unter freiem Himmel innerhalb von 20 Sekunden zustande. Neben der Routenführung bietet Wisepilot auch noch das Aufzeichnen von Strecken, eine Routenplanung und eine Suche nach Interessenkategorien in der Nähe seiner Position (POI). Durch Geo-Tagging lassen sich Bilder bestimmten Standorten zuordnen, die hinterher auf einer Karte wiedergefunden werden können.

Das Sony Ericsson Vivaz Pro bietet eine gute Auswahl an vorinstallierten Anwendungen. Die Anwendung TrackID kann Titel, Interpreten und Album eines Titels ermitteln, den man beispielsweise gerade im Radio hört. Desweiteren befindet sich der Barcode-Scanner NeoReader, eine Facebook-Applikation, ein Chatprogramm und ein Youtube-Client auf dem Gerät. Für soziale Netzwerke stehen auf dem Vivaz Pro mit Facebook, Blogger, Jabber, Google talk, PicasaWeb und Youtube einige Programme zur Verfügung. Weitere Software und Musik kann über das PlayNow-Portal gekauft und heruntergeladen werden.

Sony Ericsson Vivaz Pro

Dank der vielen Verbindungsmöglichkeiten, einer sehr guten Tastatur und der umfangreichen Telefonbuch sowie Organizer, brint das Vivaz Pro alles mit, was man von einem Smartphone heutzutage erwarten kann. Zudem ist es noch sehr gut verarbeitet. Mit dem gut ausgerüsteten Internetbrowser macht das Surfen im Internet, dank schnellem HSPA und WLAN, richtig Spaß und auch die Betrachtung von Fotos und Videos ist auf dem 3.2 Zoll großen brillanten Display eine Freude. Aber all dies kann nicht über einige Schwächen hinwegtäuschen. So ist die Kamera zwar funktionell gut bestückt, allerdings kann die Bildqualität nicht vollends überzeugen. Während sich bei Fotoaufnahmen aber noch recht gute Ergebnisse zeigten, erfüllten die HD-Videoaufnahmen im Test ganz und gar nicht die hohen Erwartungen. Auch die Freisprecheinrichtung und der fade Klang des MP3-Players geben Punktabzug. Das Vivaz Pro kann im Gesamten betrachtet allerdings überzeugen und ist für einen Preis von rund 350 Euro einen näheren Blick wert.

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • reichlich Verbindungsmöglichkeiten
  • viele Kamerafunktionen
  • sehr gute Businessfunktionen

Kontra

  • HD-Videoaufnahmen sehr ruckelig
  • mittelmäßige Freisprechfunktion
  • durchwachsener Klang des MP3-Players

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