Test des Sony Ericsson T630

16 Minuten

Als Nachfolger des Erfolgsmodells T610 hat SonyEricsson bereits im Februar 2004 den Nachfolger T630 vorgestellt. Ob der Nachfolger eine echte Verbesserung ist, zeigt der inside-digital-Test. Das Gerät ist im Standard SonyEricsson Paket verpackt, der in erster Linie funktionell gestaltet ist. Im Lieferumfang enthalten sind neben dem T630 ein Ladekabel, die Bedienungsanleitung und eine Software CD sowie eine Broschüre zum Thema „Service und Support“.

Sony-Ericsson T630 - Lieferumfang

Mit wenigen Handgriffen lässt sich das T630 in einen betriebsfähigen Zustand versetzen. Der SIM Kartenhalter wirkt hochwertig, ist allerdings fingernagelmordend beim wieder herausnehmen der SIM-Karte. Einfach den Akkudeckel aufschieben und: Voilá, fertig ist das T630.

Sony-Ericsson T630 - FrontalansichtIm Gegensatz zum T610, das ja besonders durch den gebürsteten Alu-Look auffiel, wirkt das T630 doch etwas „spaciger“ und dadurch jünger und etwas weiblicher. Insgesamt wirkt das Handy sehr robust und hochwertig.

Nicht einmal soviel wie eine Tafel Schokolade wiegt das „riegelförmige“ Handy und liegt gut in der Hand. Alle Tasten und Knöpfe sind für Rechts- wie Linkshänder gut mit einer Hand zu bedienen.

Das Spaltmaß ist beim T630 sehr klein und gleichmäßig – ein wichtiges Indiz für hohe Verarbeitungsqualität und Lebensdauer, da wenig Staub eindringen kann. Lediglich die Gehäuseöffnungen an den seitlichen Lautstärketasten trüben diesen Eindruck.

SonyEricsson bedient sich des guten alten Ericsson Standardsteckers – der bei allen Geräten schon seit Generationen der selbe ist. Das hat den Vorteil, dass das T630 Ladekabel zB auch bei den SE Bluetooth-Headsets verwendung finden kann. Gerade im KFZ ein großer Vorteil. Noch ein kleiner Trick für das lösen des Ladekabels vom Gerät: Nicht ziehen, einfach den Stecke nach vorne „abknicken“.

Die Tastatur bedient sich dem selbe Tastenlayout, dass schon beim T610 zu Einsatz gekommen ist. Neben der Zifferntastatur gibt es zwei Softkeys mit jeweils unterschiedlichen Funktionen – eben je nach Menüpunkt – sowie eine „Zurück“- und eine „Korrektur“-Taste. An den Seiten befinden sich eine Kamera- und eine Online-Direktzugriffstaste sowie die Lautstärkeregler „+“ und „-“.

Sony-Ericsson T630 - TastaturVor allem durch das transparente Plastik wirkt die Tastatur nicht so hochwertig wie beim Vorgänger T610. Bei der Bedienung knarzt und knirscht die Tastatur ganz gerne mal.

Doch der Anschein trügt. Die Tastatur lässt sich erstaunlich präzise bedienen und der Druckpunkt deutlich fühlen.

Auch das blind-SMS-schreiben geht mit dem T630 hervorragend. Die Tasten sind leicht gewölbt, so daß die unterschiedlichen Tasten deutlich zu fühlen sind. Etwas mehr Übung bedarf da die Handhabung des Navigations-Joysticks. Zwar hat auch dieser einen deutlichen Druckpunkt, dennoch neigt man beim drücken zu gleichzeitigen Richtungsänderungen. Ein Phänomen, dass allerdings noch aus T68er Tagen bekannt ist.

Eine hervorragende Idee sind die Direktzugriffs-Knöpfe an den beiden Seiten des T630. Mit einem Knopfdruck lässt sich die Kamera aufrufen oder surft man via Wap im Internet. Das ist einfach un unkompliziert und deswegen genau richtig. Ausserdem verfügt das T630 über einen kleinen Spiegel, der auf der Rückseite unterhalb der Kamera angebracht ist. Wer gerne selbstverliebte Eigen-Portraits schiesst, wird diesen schnell zu schätzen wissen.

Der Vibrationsalarm arbeitet sehr gut und an sich ziemlich leise. Besonders gut hat uns die Idee gefallen, dass man die Einstellung vornehmen kann, ob der Vibra-Alarm bei jedem Signal arbeiten soll oder nur, wenn die Signaltöne ausgeschaltet sind.Die Sprachqualität beim T630 ist deutlich besser als beim T610. Es gibt so gut wie keine Nebengeräusche. Auch die Lautstärke ist richtig dosiert – und lässt sich einfach während des Gespräches über die entsprechenden Knöpfe an der Seite verändern. Insbesondere im E-Netz schien der Empfang leicht besser zu sein, als in den D-Netzen, markante Unterschiede konnten wir allerdings nicht feststellen. Sony-Ericsson T630 - Display NormalansichtDas T630 besitzt ein TFT-Display mit 65.536 Farben und einer Auflösung von 128 x 160 Pixel. Die Lesbarkeit des Displays insbesondere bei Sonneneinstrahlung ist zufriedenstellend. Gerade im Dunkeln wird das T630 dann allerdings zur „Taschenlampe“.

Die Beleuchtung ist sehr hell, das Display entfaltet hier seine vollen Qualitäten. Unter schlechten Lichtbedingungen wird auch die deutlich höhere Farbbrillianz im gegensatz zum T610 deutlich. Wer die Anzeige weiter optimieren möchte, findet gute Einstellmöglichkeiten was Kontrast und Helligkeit angeht.

Sowohl als Bildschirmschoner als auch als Begrüßungsanimation lassen sich diverse Animationen einstellen. Etwas unverständlich ist die Zeitanzeige als Stromsparmodus, da nach kurzer zeit sämtliche Beleuchtung ausgeht und man die Zeit nicht mehr erkennen kann.

Sony-Ericsson T630 - Display IconsSchaltet man die Kamera ein, fungiert das Display als Kamera-Sucher. Das funktioniert sehr gut, die Bildgröße entspricht dem, wie es im Display angezeigt wird. Rechts oben im Display wird im Kameramodus übrigens die gewählte Bildgröße (s, L, XL) angezeigt.

Leider ist die Aufnahmegeschwindigkeit seit dem T610 nicht schneller geworden. Das hat zur Folge, das man doch recht viele Bilder verwackelt und von scharfen Aufnahmen keine Rede sein kann.

Um kurz mal ein paar Schnappschüsse zu machen oder um den Lieben im Büro via MMS zu zeigen, wie schön es im Sommer am Baggersee ist, reicht die Kamera allerdings aus und bietet noch ein paar nützliche Tools. Zunächst lässt sich die Bildgröße auswählen (120×160, 288×352 und 480×640). Ausserdem verfügt das T630 über einen Nachtmodus, der die Bilder etwas aufhellt, für echte Nachtaufnahmen aber nicht geeignet ist. Weitere Funktionen: Schwarz/Weiß-Aufnahme, Negativ, Sepia und Selbstauslöser. Gut durchdacht ist, dass man im Kameramenü den Standardnamen für Bilder ändern kann. Praktisch ebenfalls die Quickshare-Funktion, durch die man das geschossene Foto sofort via MMS versenden kann. Das Menü besteht aus 12 Icons, deren Bilder hervorragend beschreiben, um welchen Punkt es sich handelt. Je nach Netzbetreiber-Software können die Menüpunkte variieren, wir hatten ein ungebrandetes T630 mit SE-Original-Software im Test. Folgende Menüpunkte umfassen das Hauptmenü:

Sony-Ericsson T630 - Display MenüSonyEricsson – Sofortzugriff auf die SE-Wap-Site
Internetdienste – öffnet den Internet-Browser
Unterhaltung – Anwendungen in Mophun und Java
Kamera
Nachrichten – SMS, MMS, E-Mail, LBS usw.
Meine Freunde – Buddylist für schnellen Zugriff auf wichtige Kontakte, ggf. Instant Messaging

Bilder&Sounds
Telefonbuch
Anruf-Info – Anruflisten, Zeit und Gebühren, etc
Verbindungen – BT, IrDa usw.
Organizer
Einstellungen

Insgesamt gibt es bis zu 5 Menüebenen, die übersichtlich strukturiert und leicht zu bedienen sind. Allerdings ist der Weg bis zum verfassen zB einer SMS mit 4 Menüebenen sehr weit, folgt aber der SE-Menülogik. Damit SMS-Power-User aber schnell zum gewünschten Punkt kommen , gibt es die Schnellzugriffsfunktion durch kurzes nach links drücken des Navi-Joysticks im Ausgangszustand.

Sony-Ericsson T630 - OTA Configuration
 SMS

Überhaupt verfügt das T630 über diverse Abkürzungen in den Menü-Pfaden. Navi-Joystick nach unten – und schon ist man im Adressbuch, nach oben und das „Meine Freunde“-Menü öffnet sich. Auch die vorher schon beschriebenen Schnellzugriffsknöpfe an der Seite für Kamera und Online-Dienst seien hier nochmals erwähnt. Sehr clever: Drückt man die Lautstärketaste an der Seite, so zeigt das Handy Datum, gewähltes Profil, Modellname, und die eigene Telefonnummer an.

Weiteres Plus der „-“-Taste ist, dass sobald ein Anruf eingeht und man vergessen hat die Signaltöne auszuschalten, reicht ein kurzer Druck und das Telefon schweigt. Die beiden Sotkeys direkt unter dem Menü sind treffend und logisch zu bedienen, wobei die linke Taste meistens zur Auswahl und zum weiterführen dient, während die rechte Taste oft viele zusätzliche Funktionen bereit hält. Ebenfalls gut gelöst sind die unter „mehr“ zu findenden Funktionen im Ausgangsbildschirm: Rufton ein/aus, Bluetooth ein/aus, IrDa ein/aus, Notiz, Telefonstatus.

Hervorragend gelöst ist die CLIP/CLIR-Funktion. Hat man einen Kontakt im Telefonbuch oder auf der Anrufliste ausgewählt, so kan man einfachüber „mehr“(rechte Softkey-Taste) in einem kurzen Untermenü die eigen Rufnummer aus-/oder einschalten. Das Beste daran: Die gewählte Einstellung bleibt in der Wahlwiederholungsliste gespeichert. Wenn man also eine bestimmte Nummer speziell ohne Rufnummernübermittlung anrufen möchte, ist man nicht gezwungen, die Rufnummer generell auszuschalten.

Gegen unerwünschtes Zugreifen auf Menüpunkte schützt die zuverlässig arbeitende Tastatursperre, die sich automatisch einschaltet oder manuell über rechte Softkey und „*“ de-/aktivierbar ist.

Über „Anrufe“ lässt sich sofort ein kombinierte Liste aller gewählten, ein- und entgangenen Anruf aufrufen. Markiert wird der jeweilige Typ durch kleine Pfeile, die allerdings nicht so ganz logisch sind. Angenommene Verbindungen werden mit einem kleinen blauen Pfeil nach links dargestellt, entgangene mit einem roten Pfeil nach rechts und gewählte mit einem grünen Pfeil nach rechts.

Das SMS schreiben mit dem T630 ist sehr komfortabel. Angezeigt wird die Großschreibung und ob die lernfähige T9 Software eingeschaltet ist. Neben den EMS-Formatierungen und anmierten Grafiken werden Emoticons wie :-)) als tatsächliche Smilies angezeigt. Im T9 Modus werden alternative Wörter in einer Liste angezeigt, fehlende können ergänzt werden. Wer eine echte „Kurzmitteilung“ tätigen will, kann aus fünf Vorlagen die passende auswählen. Sehr praktisch ist die aus vielen E-Mail-Programmen bekannte Ordnerstruktur mit Posteingang, Postausgang (hier werden Entwürfe gespeichert), Vorlagen, und gesendete Nachrichten. Auch bei den Multimedia-Nachrichten findet sich diese OrdnerStruktur wieder. Ansonsten ist das erstellen einer MMS denkbar einfach. Klasse sind die vielfältigen

Bildbearbeitungsmöglichkeiten, mit denen man die geschossenen Bilder verschönern kann. So gibt es verschiedene Effekte wie Mosaik, Tönung, Negativ, Relief oder schlieren und noch einige mehr. Lustig ist übrigens auch die MusicDJ -Funktion, bei der man auf vier verschiedenen Spuren vorgegeben Musik-Bausteine miteinander kombinieren kann.

Überhaupt klingt das T630 durch die 32-stimmigen Töne sehr erwachsen und wenig wie ein herkömmliches Handy.

Ebenfalls einfach ist das versenden einer E-Mail – sofern man es geschafft hat, sich ein Konto einzurichten. Alles was man braucht ist einen E-Mail-Account zB bei web.de oder Yahoo. Zur Schonung des Geldbeutels kann man sich beim E-Mail empfangen entscheiden, ob man Header und Text oder nur Header empfangen möchte. Sony-Ericsson T630 - TastaturbeleuchtungMit Bluetooth, Wap-Push, Infrarot-Schnittstelle und dem als Zubehör erhältlichen Datenkabel verfügt das T630 über manigfaltige Verbindungsmöglichkeiten. Sehr userfreundlich ist, dass sowohl Sound als auch Bilder, Animationen, Kontakte und sogar ganze Displayprofile (Themes) über alle möglichen Verbindungstypen versendet werden können. Gelungen ist, dass man sofort das entsprechende Objekt versenden kan, ohne umständlich im Menü zu suchen. Einfach auf „Mehr“ und los geht´s. Das Empfangen von Objekten geht ebenfalls sehr leicht, es muss lediglich die entsprechende Schnittstelle im Ausgangsmenü über die rechte Softkey taste aktiviert sein.

Das synchronisieren der Kontaktdaten funktioniert gut, allerdings sorgt das Namensfeld, bei dem nicht zwischen Vor- und Nachname unterschieden wird immer wieder für Verwirrungen. Zwar kan man im Telefonbuch-Optionsmenü einstellen, ob nach Vor- oder Nachnamen synchronisiert werden soll, optimal ist diese Lösung für ein Business-Modell sicher nicht. Im Gegensatz zu anderen Herstellern bietet das SE T630 die Möglichkeit, das vollständige Telefonbuch an einen anderen User zu senden. Diese Möglichkeit ist für diejenigen, die schonmal häufiger ihr Handymodell wechseln purer Luxus.

Getestet haben diverse Bluetooth-Headsets, die Verbindung zu einem PDA und die Zusammenarbeit mit einem Notebook. In allen Bereichen waren die Verbindungen erstaunlich stabil und fehlerfrei. Auch mit dem Logitech-Headset hatte das T630 keinererlei Schwierigkeiten. In der Zusammenarbeit mit dem PDA hat uns vor allem das versenden von Bildern fasziniert – erst auf dem PDA erkennt man die Qualität der Kamera. Gerade für Menschen, die gerne Headsets benutzen ist die Sprachsteuerung eine der häufig genutzten Komfort-Funktionen. Die T630-Sprachwahl funktioniert sehr zuverlässig, besonders gut, dass das T630 auch beim Blättern im Telefonbuch anzeigt, welcher Eintrag einen Sprachbefehl hat. Ausserdem wird jede Sprachwahl vor dem ausführen wiederholt – auch das ist besonders praktisch für Headset-Nutzer. Sollte das Telefon den falschen Eintrag gewählt haben, bleibt so die Möglichkeit einzugreifen. Ebenfalls praktisch ist die „Zauberwortlösung“, dass die Sprachsteuerung aktiviert. Trekkies werden kaum an dem Zauberwort „Computer“ vorbeikommen, auf den dann das T630 gehorcht. Es empfiehlt sich übrigens für die Sprachbefehle mindestens zwei- besser mehrsilbige Worte zu benutzen.

Sony-Ericsson T630 - Seitenansicht Online-Taste
Sony-Ericsson T630 - Seitenansicht
Sony-Ericsson T630 - Oberseite
Sony-Ericsson T630 - Unterseite
Sony-Ericsson T630 - Rückseite

Die Rekorderfunktion kann natürlich auch für Sprachmemos genutzt werden, die sogar während des Telefonates Gespräche mitschneiden. Das versenden der Sprachmemos ist dann später natürlich möglich, allerdings können diese Aufzeichnungen nicht im Gespräch wieder abgespielt werden. Für den Fall, dass man das Mikrofon stummschalten möchte, reicht es während des Gespräches einfach lange die „c“-Taste zu drücken.

Das T630 verfügt über diverse Profile, die sich zum Teil selbst einschalten (zB Portable FSE). Die Bezeichnungen sind verständlich und die Profile anpassbar. Wir konten allerdings keinen echten Wert dieser Profile feststellen. Die wichtigsten Änderungen wie „Rufton aus“ o.ä. Lassen sich beim T630 schneller über andere Punkte ändern.

Im Telefonbuch lassen sich unter einem Namen bis zu acht weiter Informationen speichern. Neben diversen Telefonnummern und einer E-Mail-Adresse gehören noch Titel und Firma mit dazu. Leider können keine Adressen mitgespeichert werden. Wie erwähnt wird im Namensfeld nicht nach Vor- und Nachname unterschieden, ein klares Minus für ein Gerät dieser Klasse. Sehr praktisch ist die Gruppenfunktion, bei der man einzelne Kontakte zusammenfassen kann und an die man zB eine gemeinsame SMS versenden könnte. Ebenfalls gut ist die Kontakt-Ergänzungsfunktion. Beim abspeichern eine neuen Nummer kann diese auch zu einem bestehenden Kontakt dazu gespeichert werden. Falls man mal während des Gespräches auf einen Kontakt zugreifen muss, ist auch dies möglich. Ausserdem können natürlich einzelne Kontakte oder, wie oben erwähnt, das vollständige Telefonbuch versendet werden. Eine schöne Lösung wurde beim Foto-Telefonbuch umgesetzt. Vorausgesetzt, man hat ein entsprechendes Bild abgespeichert, wird das Bild des Gesprächspartners nicht nur bei einem Anruf angezeigt, sondern auch bei eingehenden SMS.

Sony-Ericsson T630 - RückseiteIm Organizermenü finden sich viele nützliche Helferlein. Insbesondere der Kalender und die Terminverwaltung sind für ein Handy sehr gut gelungen. Bei einem neuen Termin kann man Thema, Ort und eine Kategorie (Meeting, Treffen, Reise..usw) auswählen, sogar eine Erinnerungsfunktion ist aktivierbar. In der Kalenderansicht kann man zwischen Tages-, Wochen oder Monatsansicht wählen. So ist Übersichtlichkeit gewährleistet. Einziges Manko: Man kann leider keine Serientermine definieren – gerade bei Geburtstagen ein schmerzlich vermisstes Feature. Andererseits entlastet die Codememo-Funktion das User-Gedächtnis. Das T630 kann sich bis zu 10 Codes (zB Kreditkarte) merken und verschlüsselt ablegen.

Als äußerst praktisch in unserem Test hat sich die Notizfunktion erwiesen. Das besondere: Im Ausgangsmenü kann man sofort auf Notizen zugreifen und diese dann permanent anzeigen lassen. Gerade wenn man etwas wichtiges nicht vergessen möchte, ist dies eine gute Lösung.

Der integrierte Taschenrechner eignet sich wirklich nur für Grundrechen-Übungen, bereits bei der guten alten Punktrechnung-vor-Strichrechnung-Regel hören die Fähigkeiten des gut gemeinten Tools auf.

Ein Triband-Gerät wie das T630 ist natürlich für Weltenbummler gedacht. Damit diese aber nicht in zeitliche Schwierigkeiten geraten, ist das umstellen der Zeit auf verschiedene Zonen sehr leicht möglich, auch das Anzeigen verschiedener Zeit- und Datumsformate erscheint sehr komfortabel, sogar eine Sommerzeitfunktion ist dabei. Wirklich hilfreich ist dabei die Auto-Zeitzonenfunktion, die die eingestellte Zeitzone mit der des eingebuchten Netzbetreibers vergleicht und bei Bedarf angleicht. Leider wird dieser Dienst von deutschen Netzbetreibern noch nicht unterstützt. Auch gut ist der Wecker, der zwischen einmaligen Ereignissen und wiederkehrenden Ereignissen unterscheiden kann.

Damit gerade auf langen Reisen keine Langeweile aufkommt, verfügt das T630 über zwei Spiele- und Anwendungsplattformen: Java und Mophun. Im Auslieferungszustand ist jeweils eine Anwendung mit dabei, V-Rally2 und Q*bert. Insbesondere das Autospiel erinnert an gute alte C64er Zeiten – allerdings mit mittelmäßigem Unterhaltungswert. (Ehrlicherweise waren wir was den Unterhaltungswert angeht in der Redaktion sehr unterschiedlicher Meinung, da unsere Redakteure z.T. Leidenschaftliche V-Rally2-Fahrer sind). Schön, dass man sich bei Bedarf weitere Anwendungen downloaden kann. Das T630 ist mehr ein leicht verbessertes Schwestermodell zum T610 als dessen legitimer Nachfolger. Besondere Stärken liegen in jedem Fall im Connectivity-Bereich und hier besonders bei Bluetooth. Wer die kabellose Funkübertragung schätzt, kommt in diesem Preissegment nur schwer am T630 vorbei. Eklatante Schwächen leistet sich das T630 nicht, aber die immer noch etwas träge wirkende Software und die ein oder andere Kleinigkeit bei den Businessanwendungen (Namensortierung im Telefonbuch) sind unnötig und ärgerlich. Auch etwas mehr Speicherkapazität würde dem Gerät guttun.

Sony-Ericsson T630 - Größenvergleich
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