Test des Sony Ericsson T250i

10 Minuten

 

Sony Ericsson T250i: Draufsicht

Mit dem T250i bringt Sony Ericsson ein neues Handy im Einsteigesegment auf den Markt. Das T250i ist ein Phone im Barren-Design mit einer für diese Geräteklasse typischen Grundausstattung ohne besonders herausragende Funktionen. Auch der Hersteller wirbt mit den beiden wichtigsten Ausstattungsmerkmalen: „Musik ab!" über das integrierte UKW-Radio und „Aufnehmen und senden!" mit der integrierten Kamera und versenden mit dem integrierten MMS-Client. Das Sony Ericsson T250i ist in zwei Farbvariationen lieferbar: „Aluminium Silver" und „Aluminium Black". Ein optisch sehr ansprechender Newcomer, so lautet der erste Eindruck dieser Sony Ericsson-Neuerscheinung. inside-digital.de zeigt die Stärken und Schwächen in einem aktuellen Testbericht.

 

Sony Ericsson T250i: Verpackung

Das T250i wird in einer grau-weißen, kleinen Box geliefert. Die Aufmachung des Kartons ist einfach und unauffällig. Der durchschnittliche Lieferumfang ist magerer Standard. Neben dem Serien-Akku BST-36 mit 780mA und einem Netzladegerät ist noch ein Stereo-Headset als Lieferumfang beigefügt. Eine ausführliche Betriebsanleitung in Buchform in mehreren Sprachen und eine Info-Broschüre mit SAR-Informationen runden den Lieferumfang ab. Alles ist sauber verpackt in der Box untergebracht.

 

Sony Ericsson T250i: Lieferumfang

 

Sony Ericsson T250i: zerlegtes Gerät Rückseite

Sony Ericsson T250i: TastaturBeim ersten Anfassen liegt das T250i sehr gut in der Hand. Das dunkle, matte Finish in Aluminium Black mit dem alufarbenen Metall-Gehäuserahmen macht einen hochwertigen Eindruck. Die etwas eintönig wirkende Optik wird durch die beiden alufarbenen Tasten und dem Navi-Key-Rahmen aufgelockert. Das T250i hat ein sehr dünnes Gehäuse, dass die Handlichkeit besonders unterstreicht. Spaltmaße, Tasten und sonstige Bedienelemente sind passgenau eingearbeitet. Nichts knirscht, auch wenn man das Handy etwas fester anfasst.

 

Das Einlegen der SIM-Karte ist sehr einfach und erfordert keinen besonderen Aufwand. Der SIM-Kartenleser ist oberhalb des Akkus untergebracht. Über einen festen Gehäusespalt kann die SIM-Karte in den Kartenleser eingeschoben und bei Bedarf wieder herausgezogen werden. Dann den Li-Polymer-Akku einsetzen, den Akkudeckel aufdrücken, der bei diesem Modell aus der kompletten abnehmbaren Gehäuserückseite besteht, und das Handy ist betriebsbereit. Auch im betriebsfertigen Zustand wirkt das Phone sehr klein und handlich. Das Kunststoffmaterial des Gehäuses macht einen sehr stabilen Eindruck.

Sony Ericsson T250i: GrößenverhältnisAn den Außenseiten findet man bei diesem Modell keine Tasten. Lediglich am rechten oberen Gehäuserand befindet sich das Infrarot-Auge. An der Oberseite ist die Buchse für das Netzladekabel und dem Headset angebracht.

Auf der Vorderseite befindet sich ein TFT-Bildschirm mit 128 x 160 Pixel und 65.536 Farben, darunter der 4-Wege-Navi-Key mit den beiden Smart-Tasten und darunter je eine Taste mit der Rufannahme- und der Rufbeendigungsfunktion. Letztere dient zugleich als Ein-/ Ausschalttaste. Wiederum unter diesen Tasten ist eine herkömmliche Handy-Tastatur vorhanden.

Die Tasten sind etwas erhaben mit einem relativ großen Abstand zueinander angebracht und haben eine ausreichende Größe. Ein deutlicher Druckpunkt und ein sauberes Ansprechverhalten können dem Gerät durchaus attestiert werden. Fehlbedienungen sind hier eine Seltenheit.

 

Der integrierte Vibrationsalarm kann wahlweise mit oder ohne Rufton eingestellt werden und ist auch in der Hosen- bzw. Jackentasche deutlich zu spüren.

Sony Ericsson T250i: HeadsetDie Sprachqualität und der Empfang sind sehr gut. Auch in weniger gut versorgten Gebieten gelingt fast immer ein reibungsloser Gesprächsaufbau. Gesprächsabbrüche sind Einzelfälle. Bei beiden Gesprächspartnern ist die Verständigung klar und deutlich. Während des Gespräches kann mit dem Navi-Key die Lautstärke verändert werden. Über die Menütaste lässt sich die integrierte Freisprecheinrichtung einschalten. Auch hier ist die Verständigung sehr gut. Die Lautstärke ist in einer etwas lauteren Geräuschkulisse gerade noch praxistauglich.

 

Die Gesprächs- und Standby-Zeiten werden vom Hersteller mit 7 Stunden bzw. 300 Stunden angegeben. Im Test konnte eine Standby-Zeit von ca. 200 Stunden und eine Gesprächszeit von ca. 300 Minuten erreicht werden. Je nach Nutzung des Radios verkürzen sich diese Zeiten. Im Praxistest war selbst nach täglicher, gelegentlicher Nutzung des Radios der Akku erst nach fünf Tagen erschöpft. Als Handset mit Dualband ist ein weltweiter Einsatz für das T250i nicht empfehlenswert. Hier müssen klare Abstriche beim Kauf gemacht werden.

Sony Ericsson T250i: BeleuchtungDas Sony Ericsson T250i verfügt über ein hochauflösendes TFT-LCD-Display mit 128 x 160 Pixel und 65.536 Farben. Die Farben wirken etwas matt, die Ausleuchtung des Bildschirms ist gleichmäßig hell. Im direkten Sonnenlicht oder bei heller Umgebung ist das Display deutlich schlechter ablesbar. Die Helligkeit des Farb-Displays kann in fünf Stufen eingestellt werden. Der Kontrast kann nicht geändert werden.

 

Für die Farbdarstellung gibt es vier verschiedene Designs: „Lines", „Metropolis", „Flower" und „Clarity"). Ein Bildschirmschoner steht nicht zur Verfügung. Bei Bedarf kann in den Voreinstellungen ein Bild als Hintergrund beim Aktivieren des Handys eingegeben werden. Statusmeldungen wie Netzstärke, Akku-Ladezustand, Signalisierungsart, Datum, Zeit und bei Bedarf die Homezone-Verfügbarkeit lassen sich auf dem Display mit einem Blick ablesen. Nach ca. 20 Sekunden schaltet das Display ab und bleibt dunkel. Statusinfos können dann nur durch Betätigung einer Taste angezeigt werden. Bei aktivierter Tastensperre sind wichtige Meldungen wie verpasste Anrufe, neue Mitteilungen etc. nur zu erkennen wenn eine Taste gedrückt wird. Eine LED-Signalisierung für Netzverbindung bzw. verpasste Anrufe ist nicht integriert.

Das Sony Ericsson T250i ist mit einer integrierten Kamera ausgestattet. Leider ist die Auflösung der Kamera mit 0,3 Megapixel alles andere als zeitgemäß. Hier hätte Sony Sony Ericsson T250i: KameraEricsson durchaus eine höherwertigere Linse integrieren können. Die Kamera lässt sich damit nur für reine Schnappschüsse gebrauchen, die zudem nur bei besten Umgebungsbedingungen gelingen. Die Bildgröße beträgt 640 x 480 Pixel. Eine Videoaufnahme-Funktion fehlt ebenso wie Einstellmöglichkeiten für die Kamera.

Die Bilder können im internen ca. 3 Megabyte großen dynamischen Gerätespeicher abgelegt werden. Der Speicher ist sehr klein bemessen und dürfte bei häufiger Nutzung der MMS-Funktion in Verbindung mit der Kamera schnell an seine Grenzen gelangen.

 

Sony Ericsson T250i: Foto Schloss
Sony Ericsson T250i: Menü
Sony Ericsson T250i: Dateimanager
Sony Ericsson T250i: Minigolf

Sony Ericsson T250i: Internet

Das eigene Betriebssystem von Sony Ericsson arbeitet schnell und ohne erkennbare Verzögerungen. Das Menü ist einfach und klar strukturiert und sowohl von den Symbolen als auch den Erklärungen leicht verständlich aufgebaut. Die Icons sind klar dargestellt und sind größtenteils selbsterklärend. Über teilweise bis zu vier Ebenen kann man per Tasteneingabe rasch durch das Menü navigieren und die gesuchten Punkte finden. Die Abkürzungen zu einzelnen Menüerklärungen sind ausreichend deutlich. Um z.B. eine SMS zu erstellen reichen normalerweise zwei Tastendrucke.

Am unteren Displayrand werden immer zwei Softtasten angezeigt, die im Grundzustand die Kontakte und die Menütaste zeigen. Diese Belegung kann nicht abgeändert werden.

Die Darstellung und Größe der Schrift ist auch für ältere Menschen ohne größere Schwierigkeiten erkennbar.

Die Rufnummeranzeige beim Angerufenen kann wahlweise voreingestellt werden.

Das T250i hat eine integrierte Anrufliste, die durch Symbole getrennt „Rufe in Abwesenheit", „Empfangene Anrufe" und „Gewählte Rufnummern" anzeigt.

Das Schreiben einer SMS bzw. auch MMS gestaltet sich sehr einfach. Eingaben können über die Handy-Tastatur getätigt werden. Eine T9-Eingabehilfe unterstützt bei der Texteingabe.

Die Tasten der Handy-Tastatur haben – wie bereits erwähnt – einen sehr deutlichen Druckpunkt und sind immer zielsicher zu bedienen. Auch etwas groß geratene Hände bzw. Finger dürften kaum Schwierigkeiten bei der Bedienung haben.

Der User kann zwischen zwölf Klingeltönen (polyphon 40-stimmig) wählen. Den Kontakten lassen sich keine individuellen Ruftöne und/oder Bilder zuordnen.

Im Sony Ericsson T250i ist ein FM-Radio integriert. Nach dem Anstecken des Stereo-Headsets, das auch gleichzeitig als Antenne dient, ist das Radio betriebsbereit. Komfortfunktionen wie Sendersuchlauf, Senderspeicher mit RDS-Funktion, etc. erleichtern die Bedienung und unterstützen den Anwender bei der Inbetriebnahme.

Sony Ericsson T250i: FrontansichtFolgende Verbindungsmöglichkeiten sind integriert:

  • IR

  • GPRS

  • WAP (1.2.1)

  • HSCSD

Die Datenübertragung per GPRS funktioniert schnell und unproblematisch. Internetinhalte lassen sich problemlos abrufen und über den integrierten Browser anzeigen.

Die IR-Verbindung ist ohne Probleme nutzbar.

Über Bluetooth verfügt das T250i nicht.

Eine Synchronisation mit dem PC ist mit dem T250i nicht möglich.

Die erforderlichen Einstellungen für die Datendienste können über den jeweiligen Netzbetreiber „Over The Air" empfangen werden. Die Konfiguration der Netzbetreibereinstellungen erfolgt automatisch.

Ein E-Mail-Programm bietet das Sony Ericsson T250i nicht.

Mit dem integrierten UKW-Radio spielt das T250i seine wichtigste Stärke aus. Ein entspannter Hörgenuss der Radioprogramme ist problemlos möglich.

 

Sprachsteuerung und Voice-Recorder sucht man bei dem Handy vergeblich.

Über die integrierte Freisprecheinrichtung lassen sich bequem Gespräche führen. Ein ausreichender Klang und eine akzeptable Lautstärke hinterlassen einen passablen Gesamteindruck.

Nützliches Zubehör für Businesskunden wie Quick Office (Word-, Excel- und PowerPoint- Dokumente anzeigen und bearbeiten) findet man bei diesem Gerät nicht.

 

Sony Ericsson T250i: Ansicht oben
Sony Ericsson T250i: Ecke oben links
Sony Ericsson T250i: Seitenansicht links
Sony Ericsson T250i: Ecke unten links

Im Kontakteordner des Gerätes können bis zu 300 Kontakte gespeichert werden. Jedem Kontakt können drei Telefonnummern zugeordnet werden. Weitere Informationen zu den Kontakten lassen sich nicht abspeichern.

Auf dem Gerät sind bereits drei Spiele vorinstalliert (QuadraPop, Minigolf und Black Deal), die dem Handy-User bei Bedarf Entspannung bringen.

Als nützliche Extras sind ein Kalender, ein Rechner, eine Stoppuhr, ein Timer und eine Alarmuhr mit verschiedenen Alarmarten integriert.

 

Sony Ericsson T250i: zerlegtes Gerät Front

Schlicht, einfach aber mit einer guten Optik und Verarbeitung, so könnte das Ergebnis in der Kürze lauten. Sicher ist das T250i kein Phone für einen Handy-User, der viel Wert auf Business-Funktionen, eine stattliche Multimedia-Ausstattung oder ein Handy mit zeitgemäßen Connectivity-Eigenschaften sucht. Wer allerdings den Schwerpunkt auf grundlegende Funktionen bei einer guten Verarbeitung legt, für den ist das Sony Ericsson T250i durchaus ein Kandidat, den es sich lohnt näher anzuschauen. Die handschmeichlerische Größe von 100 x 45 x 13 Millimeter bei gerade mal 82 Gramm macht das T250i zu einem angenehmen Leichtgewicht. Das integrierte UKW-Radio wertet das T250i durchaus auf. Wenn jetzt noch eine etwas zeitgemäßere Kameraausstattung in diesem Modell von Sony Ericsson integriert worden wäre, dann würde der Gesamteindruck positiv abgerundeter sein. In der jetzigen Ausstattungsvariante wird sich die Kaufbegeisterung potentieller Käufer vermutlich etwas in Grenzen halten.

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