Test des Sony Ericsson Satio

31 Minuten

Sony Ericsson Satio

Es ist soweit: Genau wie Samsung mit seinem Pixon12, begibt sich nun auch Sony Ericsson, mit dem im Herbst erscheinenden Satio, in die Liga der 12-Megapixel-Kamerahandys. Anders als beim Pixon12 handelt es sich beim Satio nicht um ein Gerät mit geschlossenem Betriebssystem, sondern um ein Smartphone mit Symbian S60-Firmware, welche Sony Ericsson mit eigenen Oberflächensymbolen versehen hat. Für guten Durchblick sorgt ein 3,5 Zoll großer Widescreen-Bildschirm und für gute Connectivity WLAN, UMTS, HSDPA und sogar A-GPS. Hat das Sony Ericsson Satio gegenüber dem Samsung-Neuling die Nase vorn oder reicht es womöglich nur für ein mühsames Hinterherhecheln? Das verrät Ihnen der Praxistest auf inside-digital.de.

Es ist soweit: Genau wie Samsung mit seinem Pixon12, begibt sich nun auch Sony Ericsson, mit dem im Herbst erscheinenden Satio, in die Liga der 12-Megapixel-Kamerahandys.

Anders als beim Pixon12 handelt es sich beim Satio nicht um ein Gerät mit geschlossenem Betriebssystem, sondern um ein Smartphone mit Symbian S60-Firmware, welche Sony Ericsson mit eigenen Oberflächensymbolen versehen hat.

Für guten Durchblick sorgt ein 3,5 Zoll großer Widescreen-Bildschirm und für gute Connectivity WLAN, UMTS, HSDPA und sogar A-GPS.

Hat das Sony Ericsson Satio gegenüber dem Samusung-Neuling die Nase vorn oder reicht es womöglich nur für ein mühsames Hinterherhecheln? Das verrät Ihnen der Praxistest auf inside-digital.de.

Sony Ericsson SatioDie Verpackung des SE Satio präsentiert sich, je nach Handyfarbe, in unterschiedlicher Farbgebung. So geht der dominierende Farbton der Verpackung des schwarzen Handymodells eher ins Pink/Violette, während sich die Verpackung des bordeauxfarbenen Smartphones in knalligem Rot präsentiert. Auf einer Banderole, von der die quadratische Pappschachtel eingefasst ist, sind zudem bunte Bilder vom schicken Fotohandy zu sehen. Der Karton selber wirkt stabil und modern. Das runde Sony Ericsson-Logo präsentiert sich auf der Kartonseite nicht wie sonst gewohnt in grün/silber, sondern in rot/silber beim roten- und in violett/silber beim schwarzen Handymodell. Klappt man den Deckel der Schachtel auf, kommt das Satio zutage, welches in eine weiße Papphalterung eingebettet ist, die von einem fließenden roten Designelement verziert wird. Um das Handy besser aus der Halterung heben zu können, gibt es eine Papplasche. Auch die weiße Halterung kann aufgeklappt werden, um an das mitgelieferte Zubehör zu gelangen. Mitgeliefert werden:

  • Netzteil
  • 1000 mAh Li-Polymer Akku
  • Stereo-Headset
  • USB-Datenkabel
  • Stylus (Stift)
  • 8 GB MicroSD-Speicherkarte
  • Bedienungsanleitungen in verschiedenen Sprachen

Anders als von anderen Sony Ericsson Modellen gewohnt, verfügt das Satio erfreulicherweise nicht mehr über einen Memory Stick Micro (M2)-, sondern über einen MicroSD-Karten-Steckplatz, kann somit mit den deutlich günstigeren MicroSD-Speicherkarten ausgestattet werden. Im Testgerät steckte eine 8 GB MicroSD-Speicherkarte schon bei der Lieferung im Kartenslot. Eine Software-CD mit Synchronisationssoftware sucht man zunächst vergebens – beim Lesen der Bedieungsanleitung erfährt man jedoch, dass das Satio sehr wohl eine Synchronisations-Software im Gepäck hat – mehr dazu im Kapitel „Connectivity“. Beim Nutzer werden offensichtlich vom Hersteller gute Kenntnisse im Umgang mit einem S60-Betriebssystem vorausgesetzt, denn die Bedienungsanleitungen sind im knappen Faltkartenformat angelegt – die Beschreibungen der Handyfunktionen beschränken sich nur auf das Nötigste. Wer es ausführlicher haben will, muss sich die umfangreichere Bedienungsanleitung von der Sony Ericsson Website herunterladen.

Sony Ericsson Satio
Sony Ericsson Satio

Die Akkuabdeckung nimmt in etwa die Hälfte der Handyrückseite ein. Zum Entfernen muss man nur leichten Druck ausüben und sie nach unten schieben. Um die Simkarte einzulegen muss auch der Akku aus seiner Halterung befreit werden. Das Einlegen der Simkarte gestaltet sich ein wenig frickelig, denn sie wird in eine Art Schublade eingelegt, die sich unter der großen Kameraabdeckung befindet. Der dünne und wackelige Schub lässt sich mit einer kleinen Plastiklasche herausziehen und macht einen nicht wirklich stabilen Eindruck. Während das Einlegen der Simkarte noch einigermaßen unkompliziert vonstatten geht, ist der Nutzer während des Entfernens damit beschäftigt, gleichzeitig irgendwie die SIM-Karte zwischen Daumen und Zeigefinger zu bekommen, während er mit der anderen Hand den Schub mit der Plastiklasche daran hindern muss, sich während des Angelns nach der Simkarte nicht selbständig wieder in seinen Slot hineinzuschieben. Komfortabel geht anders. Das Einlegen des Akkus und Aufsetzen der Abdeckung geht glücklicherweise wieder leicht. Die Akkuabdeckung sitzt auch erfreulich fest in ihrer Verankerung und knarzt oder knackt, ebenso wie die restlichen verbauten Handyteile, auch bei festerem Zufassen, nicht.

Sony Ericsson Satio Das sehr gut verarbeitete Handy gibt es in den Farben Bordeaux, Schwarz und Silber. Während das rote Smartphone sehr gewagt und modern wirkt, kommen bei den schwarzen und silbernen Modellen eher die die edlen Aspekte des neuen SE-Handys zur Geltung. Das Handyfeel ist gut und hochwertig. Einziges Manko sind die nicht sehr weich abgerundeten Außenkanten, so dass die unteren Ecken beim Halten und Bedienen des Handys deutlich in die Handinnenfläche drücken. Zu einem bulligen Feeling in der Handhabung tragen die nicht allzu zierlichen Ausmaße von 112.0 Höhe x 55.0 Breite x 13.3 mm Tiefe bei. Die Front wird vom großen schwarzen Display beherrscht das sehr schick wirkt, jedoch nach einiger Zeit der Benutzung förmlich nach einem Putztuch schreit – was es, das sei hinzugefügt, durchaus mit den meisten großen Touchscreens zeitgemäßer Handys gemeinsam hat. Anfänglich mag es einem passieren, dass man das Display des Satio versehentlich beim Halten des Handys auf den Kopf dreht, denn die Fläche über dem Display ist, anders als bei den meisten Touchscreens, breiter als die unter dem Display, obwohl unter dem Screen noch drei schmale Tasten angeordnet sind.

Über dem Display sieht man einen dezent silbernen Sony Ericsson-Schriftzug, einen kleinen Lautsprecher, die Linse für die Videoanrufkamera, einen Abstandssensor (sehr praktisch, da dieser das Display während eines Telefonats abschaltet, so dass man es nicht aus Versehen mit der Wange „bedient“), einen Lichtsensor und eine kleine Lade- und Nachrichtenanzeige-LED. All diese Komponenten sind so angenehm dezent gestaltet, dass sie erst beim genaueren Hinsehen überhaupt auffallen. Auf der Rückseite fällt der Blick sofort auf eine recht bullig geratene Kameraabdeckung, unter der sich Kamalinse, Xenon-Blitz, Fotoleuchte, Videolicht und Helligkeitssensor der Kamera verbergen – auch die Abdeckung wird von einem silbernen Sony Ericsson-Schriftzug verziert. Nur ein kleines traditionelles SE-Logo ist ansonsten noch auf der Rückseite zu sehen.

Sony Ericsson SatioAn der Oberkante befindet sich ein kleiner Außenlautsprecher und die Ein-/Aus-Taste. Linke und rechte Außenseite sind in mattsilber gehalten. Einen kleinen Schandfleck, in dem ansonsten so homegen gestalteten Handyäußeren, stellt der große und leider nicht abgedeckte Multifunktionsslot dar, der in der Mitte der linken Außenseite prangt. Darüber befindet sich eine silberne Schiebetaste zum Sperren und Entsperren des Displays und darunter, praktischerweise an der Handyaußenseite angebracht, der Slot für die MicroSD-Speicherkarte. Diesen hat der Hersteller mit einer Abdeckung versehen, so dass Staub kaum eine Chance hat hier einzudringen. Eine Wipptaste zur Lautstärkeregulierung findet man oben an der rechten Außenseite, darunter eine Kameraansichtstaste und eine Kameramodustaste. Eine große Auslösertaste bildet den Abschluss. Auch der Freund der Handschlaufe wird mit einer Öse an der Unterkante des Smartphones zufrieden gestellt. USB-Datenkabel und Netzteil sitzen in dem großen Multifunktionsslot, wie auch nicht anders von Sony Ericsson-Handys gewohnt, fest und wackelfrei, dank seitlicher Verankerungen. Bis auf den unabgedeckten Multifunktionsslot lässt sich über die Spaltmaße des Satio nicht meckern. Alles wurde passgenau und penibel verarbeitet und somit einer Staubeindringung wirkungsvoll der Kampf angesagt.

Sony Ericsson SatioUnter dem Display befinden sich nebeneinander die drei breiten, aber sehr schmalen Tasten für Anruf, Menü und Beenden-/Aus. Grundsätzlich lassen sich diese Tasten aufgrund ihrer Breite sehr gut auch mit dickeren Fingern bedienen. Da sie aber sehr dicht am Display angesiedelt sind, passiert es des öfteren, dass man versehentlich von ihnen herunter, auf die an der Displayunterkante angesiedelte Menüleiste rutscht, und somit ungewollt Anwendungen öffnet. Da das Touchphone nicht über eine reale Tastatur verfügt, erfolgt die Texteingabe sowohl beim Halten des Handys im Hoch- als auch im Querformat, über ein virtuelles Tastaturfeld. Im Querformat hat man die Wahl zwischen einer alphanumerischen Tastatur, einer kleinen QWERTZ-Tastatur zur Bedienung mit dem Stylus oder einer großen QWERZT-Tastatur zur Bedienung mit dem Finger. Blinde Eingabe ist fast unmöglich, da sich die Tasten nicht fühlbar voneinander abgrenzen lassen. Dickeren Fingern wird aber zumindest das alphanumerische Tastenfeld, dank großer Darstellung, gerecht. Der Vibrationsalarm des Satio ist in seiner Lautstärke erfreulich dezent und dennoch in Hemden- oder Hosentasche gut spürbar. Er kann für sich alleine oder zusammen mit einem Rufton eingestellt werden.

Sony Ericsson SatioDie Stimmen klingen auf beiden Anruferseiten beim Sony Ericsson Satio etwas gequetscht und Blechern. Über mangelnde Lautstärke kann man sich, zumindest bei einem Telefonat über den Telefonlautsprecher, nicht beklagen. Durch die seitliche Wipptaste ist die Lautstärke so laut regelbar, dass man sein Gegenüber auch in lauter Umgebung noch gut verstehen kann. Anders sieht es mit der Lautstärke aus, wenn die Freispechanlage angeschaltet wird. Zumindest auf Handyseite klingt der Gesprächspartner zu leise, so dass ein Einsatz im Auto wenig sinnvoll erscheint. In Puncto Empfangsleistung zeigte sich das Satio im Test in gut abgedeckten D-Netzen durchgehend sehr gut. Immer noch gut war die Leistung im E+-Netz mit weniger starker Abdeckung – zwar zeigte die Statusanzeige nicht den höchsten Wert an, Gespräche rissen aber dennoch nicht ab. In GSM-Netzen soll das Satio laut Hersteller bis zu 11 Stunden Gesprächszeit durchhalten, bis es wieder ans Netz muss – das ist eine sehr gute Zeit. In UMTS-Netzen sind es immerhin noch 4 Stunden und 50 Minuten. Für die Standbyzeiten sind 360 Stunden im GSM und 340 Stunden im UMTS-Netz angegeben. Videoanrufe dürfen bis zu 2 Stunden und 20 Minuten dauern. Im Test hielt der noch untrainierte 1000 mAh Li-Polymer-Akku vier Tage bei mittlerer Belastung durch MP3-Player und Kamera und in etwa einer Stunde Gesprächszeit, durch.

Der SAR-Wert liegt mit 1,37 W/kg Herstellerangabe recht hoch.

Sony Ericsson SatioBeim Sony Ericsson Satio schaut man auf ein riesiges 3,5 Zoll Display mit 16,7 Millionen Farben und einer Auflösung von 360 x 640 Pixel. Anders als beim Samsung Pixon12 handelt es sich hier um einen TFT-Touchscreen und leider nicht um ein AMOLED Display. Nichts desto trotz ist die Darstellung auf 4,4 cm Breite und 7,7 cm Höhe brillant und kontrastreich. Videos laufen ruckelfrei auf dem Widescreen im 16:9-Format. Bei direkter Sonneneinstrahlung zeigt es die typische Glanz-Touchscreen-Krankheit – man sieht fast nichts mehr von der tollen Darstellung. Mit Glühlampenlicht kommt es dagegen, dank stufenloser Einstellmöglichkeiten für die Displayhelligkeit, gut klar. Die Beleuchtungsdauer lässt sich zwischen 5 und 60 Sekunden einstellen – warum der Hersteller diese Funktion „Licht-Zeitüberschreitung“ nennt, bleibt sprichwörtlich im Dunkeln – Hauptsache man weiß, was gemeint sein könnte. Als Begrüßung/Logo kann man wahlweise einen Standard wählen, ein Text oder ein Bild einstellen. Die Design-Einstellungsmöglichkeiten zum Personalisieren von Display und Menü-Ansichten sind sehr umfangreich und unterteilen sich in die Punkte Allgemein, Menü, Standby-Modus-Design, Hintergrundbild und Anruferbild. Auf das Standby-Modus-Design wird in diesem Test im Abschnitt „Bedienung und Menüführung“ näher eingegangen. Unter dem Punkt „Allgemein“ sind die Themes Unlimited, Clarity und Mosaic zu finden. Weitere Themes lassen sich aus dem Internet herunterladen. Als Hintergrundbild kann das dem aktiven Theme zugehörige Bild, ein selbstgeknipstes Foto oder ein auf dem Handy schon vorhandenes Hintergrundbild, beziehungsweise eine Diashow eingestellt werden. Unter dem Icon „Anrufbild“ verbergen sich die Einstellungsmöglichkeiten für die Anzeige bei eingehenden Anrufen. Hier stehen ein Designbild, Standard oder eine benutzerdefinierte Einstellungsmöglichkeit zur Auswahl, wenn man zum Beispiel einem Anrufer ein selbstgeschossenes Foto zuordnen will.

Das Satio verfügt über ein resistives Touchdisplay, das auf Druck reagiert und mit dem Finger oder dem Stylus bedient werden kann. Auch für das Touchdisplay gibt es zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten wie Handschrifttraining, Schreibsprache, Schreibgeschwindigkeit, Führungslinie, Stiftbreite, Schreibfarbe, adaptive Suche und eine Touchscreen-Kalibrierung für eine optimale Reaktion des Screens bei Bedienung mit dem Stylus. Das Display reagiert schnell und sensibel auf die Eingabe sowohl mit dem Finger, als auch mit dem Stift. Da alle Symbole und Menüeinträge ausreichend groß sind, kann weitestgehend auf den Stylus verzichtet werden. Auf Wunsch reagiert der Touchscreen auf Eingabe mit leichter Vibration in Stufe1 – 3 und/oder leisen Klick-Sounds in Stufe 1 – 3. Ein Lagesensor bringt die Displaydarstellung beim Drehen des Handys vom Hoch- ins Querformat. Der Sensor kann ausgeschaltet werden. Aktiviert man ihn, dient er optional zur Anrufstummschaltung oder einem Schlummermodus, wenn man das Handy auf die Displayseite dreht. Der Sensor reagiert in der Regel schnell. Im Test kam es jedoch vor, dass das Display beim Kippen vom Hoch- ins Querformat ab und an für kurze Zeit ein Streifen-durchzogenes krisseliges Bild zeigte, bis es sich wieder scharf stellte. Auch reagierte der Sensor manchmal etwas übereilt, sprich, stellte sich ins Hochformat, wenn man das Handy aus dem Querformat heraus ablegte, aber gar nicht vorher ins Hochformat gekippt hatte – zeitweise kam es hier zu einem kurz angezeigten schwarzen Bildschirm.

Sony Ericsson SatioDas Hightlight des Sony Ericsson Satio stellt die Handykamera mit sagenhaften 12 Megapixeln dar. Ein Xenon-Blitz und zusätzliche Fotoleuchte sorgen für gute Ausleuchtung bei schlechten Lichtverhältnissen. Ein 12-fach Digitalzoom holt Lieblingsmotive, auch bei höchster Bildauflösungseinstellung, noch heran. Als Sucher dient das große Handydisplay wahlweise im Hoch- oder Querformat. Grundsätzlich macht es seine Aufgabe gut, was die Voransicht der dargestellten und tatsächlich aufgenommenen Bildausschnitte betrifft. Die Voransicht des Bildes unterscheidet sich aber häufig deutlich vom geknipsten Bild, besonders, wenn man die Einstellung auf „Auto“ setzt, und die Kamera die nötigen Optimierungseinstellungen selbst vornimmt. Wie das Foto tatsächlich aussieht, kann man dann erst bei der Nachbetrachtung sehen – die Voransicht des Bildes war im Test häufig deutlich dunkler oder heller. Der Auslöser, bedienbar über die im Kameramodus blau umrandet leuchtende Auslöser-Taste, braucht, bei automatisch eingestelltem Autofokus, etwas über eine Sekunde. Noch ein hinnehmbarer Wert, aber es geht auch schon schneller, wie das Samsung Pixon12 beweist. Super sind die Fotoschnelltasten – so kann man mit der Kameramodustaste schnell zwischen Kamera- und Videomodus wechseln und die Kameraansichtstaste gibt sofort einen Einblick in den Foto- und Videoordner. Mit dem Finger oder über eine Scrolleiste kann man sich in diesem Ordner durch die Aufnahmen scrollen, diese löschen, versenden oder bearbeiten. Links und rechts sind auf dem Touchdisplay Leisten mit Einstellungsmöglichkeiten angezeigt. Für die Kamera gibt es folgende Optionen:

  • Auto
  • Belichtung
  • Blitz (Aus, Auto, Rote-Augen-Korrektur)
  • Aufnahmemodus (Normal, Panorama, BestPic, Smile Detection, Touch-Auslöser)
  • Szenen (Auto, Hochformat, Querformat, Nachtaufnahme, Sport, Dokument, Nachtportrait, Strand und Schnee)
  • Selbstauslöser (Aus, An 2s, An 10s)
  • Bildgröße (2MP, 5MP, 9MP, 10MP, 12MP)
  • Autofokus (Unendlich, Auto, Makro, Gesichtserkennung)
  • Weißabgleich (Auto, Glühlampe, Neonlicht, Tageslicht, Bewölkt)
  • Bildstabilisator (Aus, Ein)
  • Effekte (Aus, Negativ, Solarisieren, Sepia, Schwarzweiß)
  • Verschlusston (Sound 1,2,3,4, Aus)

Für Videoaufnahmen gibt es die Einstellungsmöglichkeiten:

  • Selbstauslöser (Aus, An 2s, An 10s)
  • Videoformat (VGA 640×480, QVGA 320×240, für Bildnachrichten)
  • Weißabgleich (Auto, Glühlampe, Neonlicht, Tageslicht, Bewölkt)
  • Effekte (Aus, Negativ, Solarisieren, Sepia, Schwarzweiß)

Außerdem gibt es den Button „Setup“ für Kamera- und Videoaufnahmen mit folgenden Einstellungsmöglichkeiten:

  • Auto-Überprüfung (Aus, Ein)
  • BestPix-Tempo (Langsam, Schnell) * BestPic nimmt in einer Sekunde neun Bilder auf, von denen man sich dann das beste auswählen kann.
  • Geo-Tag (Aus, Ein)
  • Auto-Drehen (Aus, Ein)
  • Rücksetzen

Die Einstellungsmöglichkeiten sind also umfangreich, reichen aber in ihrem Umfang nicht gänzlich an die des Samsung Pixon12 heran. Fotos bringt der schicke Knipser im GIF- oder JPEG-Format in den Kasten, Videos haben, je nach Einstellungsgröße, ein MPEG4 oder 3GP-Format. Betrachten kann man die aufgenommenen Fotos und Videoclips im Medienordner. Im Querformat sollte sich eigentlich durch Kippbewegung des Handys das nächste oder vorherige Foto anzeigen lassen – leider funktionierte diese Funktion im Test nur nach Laune des Handys und neigte sehr zum Hakeln. Neue Unterordner für Fotos und Videos lassen sich in den Foto- und Videoordnern auf dem Telefonspeicher oder auf der Speicherkarte anlegen. Fotos können mit einem umfangreichen Programm nachbearbeitet werden. Sie lassen sich verkleinern, in Schärfe, Helligkeit und Kontrast regulieren, drehen, zuschneiden, mit Sprechblasen, Text, Postereffekt, Rahmen und Cliparts versehen oder in Schwarzweiß, Sepia oder Negativ anzeigen. Auch rote Augen lassen sich im Nachhinein korrigieren. Bei optimalen Lichtverhältnissen kann man mit der Kamera des Satio sehr scharfe Bilder schießen. Wählt man den Automatikmodus, in dem die Handykamera die Einstellungen zur Bildoptimierung selber vornimmt, wirkten die Testfotos jedoch durch die Bank weg leicht überbelichtet.

In dunkleren Räumen leisten Xenon-Blitzlicht und Fotoleuchte gute Dienste. Das Blitzlicht leuchtet einen mittelgroßen Raum bei Dunkelheit voll aus. Aber auch hier gilt wieder, was zu dicht vor der Linse ist, wird überbelichtet. Zum Glück gibt es ja die Möglichkeit, Einstellungen selbst vorzunehmen oder die Bilder im Nachhinein zu bearbeiten. In diesem Fall hat man die Chance, optimale Bilder zu schießen. So kann man auch mal die Digitalkamera zuhause vergessen, wenn man das Sony Ericsson Satio dabei hat. Die selbstgedrehten Videoclips sehen auch auf dem PC-Monitor betrachtet gut aus. Ruckler gibt es kaum, die Bilder sind klar, wenngleich auch die Videos größtenteils von der Überbelichtungskrankheit befallen sind. Nichts desto trotz stellen sie einen hohen Spaßfaktor dar und eignen sich gut dazu, besondere Momente festzuhalten.

Auf dem Sony Ericsson arbeitet ein Symbian S60 5th Edition Betriebssystem, das Sony Ericsson mit einer eigenen Benutzeroberfläche ausgestattet hat. Das Hauptmenü besteht werkseitig aus 12 selbsterklärenden Menü-Icons mit den Bezeichnungen: PlayNow, Internet, Unterhaltung, Kamera, Nachrichten, Medien, Ortsbezogene Dienste, Kontakte, Kalender, Logbuch, Organizer, Einstellungen. Die Menüansicht kann wahlweise als Raster oder Liste eingestellt werden. Außerdem kann man die Reihenfolge der Menü-Icons beliebig umgestellen, die Icons sind in andere Ordner verschiebbar und neue Ordner (Icons) anlegbar. Unter den Menü-Icons befinden sich teilweise Listenmenüs (manchmal durch Reiter unterteilt), teilweise aber auch, wie zum Beispiel im Unterhaltungsordner, weitere Menüs in Rasteransicht. Bei der Menü-Ansicht merkt man, das sich viel Mühe dabei gegeben wurde, das Menü intuitiv bedienbar sein zu lassen – allerdings sind die Anwendungen und Programme so unfangreich, dass man sich unweigerlich zunächst darin verläuft, wenn man sich noch nicht mit diesem Handy auskennt. Auch sind manche Menüpunkte zweimal zu finden, so zum Beispiel die Standby-Modus-Designs, die sowohl in den Designs, als auch unter dem Standby-Modus angesiedelt sind. Während des Tests kam es mehrmals beim Navigieren in den Menü-Ebenen zu einem schwarzen Bildschirm, in dem nur noch am oberen Bildschirmrand Statusanzeige, Uhrzeit und Akkustand zu sehen waren. Hier besteht offensichtlich noch Nachbesserungsbedarf bei der Firmware.

Sony Ericsson SatioSony Ericsson SatioSony Ericsson Satio

Sehr gewöhnungsbedürftig, aber typisch für das Symbian S60 Betriebssystem ist, dass auf Einträge in Listenmenüs zweimal geklickt werden muss, bevor sie sich öffnen. Icons in Rastermenüs kommen mit einem Klick aus. Kurzer Druck auf die Hauptmenütaste führt sofort ins Hauptmenü, durch langen Druck auf die Hauptmenütaste werden aktuell ausgeführte Anwendungen angezeigt. Auf dem Standby-Bildschirm werden am oberen Bildschirmrand standardmäßig die fünf Ansichten Favoriten, Lesezeichen, Ruhemodus, Fotos und Verknüpfungen in einer Menüleiste angezeigt, vorausgesetzt man wählt für das Telefon das Standard-Standby-Design aus. Am unteren Bildschirm findet man hier ein Icon für den Telefonmodus, eins für den Medienordner, eins für Nachrichten (was einen sehr kurzen Weg zum Erstellen einer SMS darstellt) und eins für Google Mobile. Wählt man ein anderes Standby-Design, bekommt man eine neue Ansicht mit jeweils anders angeordneten Schnellzugriffs-Icons. Zur Auswahl stehen die fünf verschiedene Standby-Designs Finger use, Sony Ericsson, Ganze Seite, Einfach und Navigationsleiste.

Mehr Flexibilität in der persönlichen Gestaltung von Schnellzugriffen geht wirklich kaum. Eine weitere, für Menschen mit Fehlsichtigkeit sehr wichtige, Einstellungs-Option ist die Schriftgrößeneinstellungsmöglichkeit in Groß, Normal oder Klein. Auch der Weg zum Unterdrücken oder zum Senden der eigenen Rufnummer ist verhältnismäßig kurz. Hierzu begibt man sich ins Hauptmenü, danach in Einstellungen – Anrufen (Einstellungen) – Anrufen – Anruferkennung senden. In einem zweiten Anrufs-Ordner befindet sich auch die Einstellungsmöglichkeit zur automatischen Wahlwiederholung. Nicht nur Captain Kirk kann von nun an in sein Logbuch schauen, sondern auch der Besitzer des Sony Ericsson Satio – unter dem Logbuch-Icon verbergen sich nämlich die Anruflisten des Telefons. Nicht nur unbeantwortete Anrufe, eingegangene Anrufe, gewählte Nummern und alle Anrufe werden hier mit Datum, Uhrzeit und Dauer angezeigt, sondern es gibt auch einen Datenzähler, der Einblick in gesendete und empfangene Daten gibt. Wie schon unter „Verarbeitung und Design“ erwähnt, werden Nachrichten wahlweise über eine virtuelle alphanumerische Tastatur, mit dem Stift auf einem kleinen QWERTZ-Tastaturfeld, dem Finger auf einem großen QWERTZ-Tastaturfeld oder per Handschrift mit dem Stylus eingegeben. Die Handschrifterkennung funktioniert sehr gut. Man hat neben dem Feld auf dem man den eingegebenen Text in Druckbuchstaben sieht, ein großes weißes Eingabefeld zur Verfügung, auf dem man den jeweiligen Buchstaben schreiben kann. Einer Nachricht können Bilder, Videoclips, Soundclips, Seiten, Vorlagen, Notizen, Präsentationen, Visitenkarte und andere Dateien hinzugefügt werden. Auch lassen sich aus dem Nachrichtenprogramm heraus neue Bilder, Videos und Sounds aufnehmen. Ist eine angehängte Datei zu groß für eine SMS, wird die Nachricht automatisch als MMS konfiguriert. Damit man bei überlangen SMS immer weiß, die wievielte SMS man gerade verfasst, wird am oberen Bildschirmrand von 160 Zeichen (für eine SMS) herunter gezählt. Sind 160 Zeichen verbraucht, springt ein Zähler daneben auf die Nummer 2, stellvertretend für die zweite SMS und so weiter.

Sony Ericsson SatioSony Ericsson SatioSony Ericsson Satio

Eine Nachricht kann an beliebig viele Kontakte und Gruppen gleichzeitig versendet werden. Zum Verfassen einer E-Mail muss zunächst eine Mailbox definiert werden. Das Erstellen des E-Mailkontos erfolgt über einen E-Mailassistenten, der bis auf die Eingabe der E-Mailadresse alles automatisch übernimmt. Alternativ ist aber auch eine manuelle Eingabe der Daten möglich. Die Dateneingabe für das E-Mailkonto ist nur im Display-Querformat auf der großen QWERTZ-Tastatur möglich – die alphanumerische Tastatur steht hierfür nicht zur Verfügung. Bis auf die zusätzlichen Eingabefelder An: und CC: gleicht das Fenster für die E-Mail-Eingabe dem Fenster zur SMS- und MMS-Eingabe. Einer E-Mail können Bilder, Videoclips, Soundclips, Vorlage, Notizen, Präsentationen und andere Dateien angehängt werden. Anders als im Nachrichtenprogramm, kann man von hieraus keine neuen Bilder, Videos oder Sounds aufzeichnen. Ein automatischer Download von E-Mails oder E-Mail-Benachrichtigungen vom E-Mail-Server, kann in verschiedenen Download-Intervallen aktiviert oder deaktiviert werden.

Sony Ericsson SatioSony Ericsson SatioSony Ericsson Satio

Als Rufton sind sowohl Klingeltöne im M4A, MP3 und AAC-Format, als auch Videos vorinstalliert, die bei höchster Lautstärkeeinstellung voll und laut wiedergegeben werden. Die Ruftöne können auch als Nachrichten- oder Videosignal verwendet werden. Um zu vermeiden, dass man während des Handytransports in der Tasche versehentlich Menüpunkte auf dem Display öffnet, können Display und Tastatur ganz schnell mit der seitlichen Sperrtaste ge- und entsperrt werden. Aber auch eine automatische Tastensperre ist wahlweise ohne Wartezeit oder mit benutzerdefinierter Wartezeit einstellbar. Entscheidet man sich für die benutzerdefinierte Einstellung, hat man die Möglichkeit, stufenlos eine Zeit von bis zu einer Stunde einzugeben.

Sony Ericsson Satio

An Connectivitymöglichkeiten hat Sony Ericsson beim Satio wirklich nicht gespart. So kommt es mit:

  • Sony Ericsson SatioGPRS Klasse 29
  • EDGE 296 KBit/s
  • UMTS Down 384 KBit/s Up: 64 KBit/s
  • HSDPA
  • HSUPA
  • WLAN b/g
  • Bluetooth 2.0
  • USB-Massenspeicher
  • USB/ POP-Port Schnittstelle
  • TV-Out
  • A-GPS
  • MicroSD-Speicherkartenunterstützung

Sind HotSpots oder ein Router in der Nähe, sorgt WLAN für eine sehr schnelle Verbindung ins Internet. Aber auch über UMTS und EDGE lässt sich bei entsprechender Netzabdeckung in flotter Geschwindigkeit surfen. Hat man keine Netzabdeckung für dieses schnellen Daten-Transfers, gibt es immerhin noch GPRS Klasse 29. HSDPA und HSUPA sorgen für einen schnellen Down- beziehungsweise Upload von Daten, beispielsweise von Musik für den MP3-Player des Handys.

Auch wenn keine CD mit Synchronisations-Software im Lieferumfang vorhanden ist, muss der Nutzer auf eine entsprechende Software nicht verzichten: Schließt man das Handy bei eingelegter mitgelieferter Speicherkarte zum ersten mal an den PC an und wählt auf dem Handy-Display die Option „Massenspeicher“, wird das Handy vom PC als solcher erkannt und im Arbeitsplatz als externes Laufwerk angezeigt. In diesem findet man auch das Installationsprogramm für „PC Companion“ zur schnellen Verbindung mit dem Internet, Navigation auf dem Telefon und Installation von Anwendungen. Außerdem beinhaltet das Installationsprogramm eine „PC Suite“ zum Synchronisieren und Verwalten von Kontakten und Kalender zwischen Telefon und PC und die Sicherung von Telefondaten. Zur Übertragung von Mediendaten wie Musik, Videos, Fotos und Podcasts, zwischen Telefon und PC, lässt sich „Media Go“ installieren. Die Installation dauert zwar ziemlich lange, lohnt sich aber, da der Umgang mit der Software sehr komfortabel ist. Schließt man das USB-Kabel zwischen Handy und PC, erscheinen auf dem Handydisplay Icons für die Verbindung mit der „PC Suite“, die Medienübertragung, die Verbindung als Massenspeicher und die Option „Drucken“. Im Test wurde das USB-Datenkabel anstandslos vom PC erkannt und automatisch installiert. Die Synchronisation sowohl über das USB-Datenkabel als auch über das schnelle Bluetooth klappte reibungslos. Erfolgreich über Bluetooth auf das Handy übertragene Dateien quittiert das Satio mit Vibration und Ton.

Sony Ericsson Satio
Sony Ericsson Satio
Sony Ericsson Satio

Sprachsteuerung und Sprachwahl sucht man beim Sony Ericsson Satio leider vergebens. Aber es gibt eine Sprachmemo-Funktion, mit der Sprachaufzeichnungen in hoher Qualität, Standard-Qualität und MMS-kompatibel, aufgenommen werden können. Die Freisprechfunktion des Handys ist zwar komfortabel über einen großen Menü-Button auf dem Display während eines Telefonats zu bedienen, aber deutlich zu leise für einen Einsatz im Auto – während man auf der Festnetzseite gut gehört wird, klingt der Gesprächspartner auch bei lautester Einstellung ziemlich dumpf. Auf dem Display findet man während des Gespräches auch ein Icon zur Stummschaltung des Mikrofons, wenn man einmal nicht möchte, dass der Gesprächspartner mitbekommt, was um einen herum gesprochen wird. Die Profile Allgemein, Stumm, Meeting, Draußen, Pager und Flight Mode sind werkseitig auf dem Handy vorinstalliert, jedoch lassen sich auch neue Profile selbst erstellen. Alle Profile lassen sich mit umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten den eigenen Bedürfnissen anpassen. Die Profile Stumm, Meeting, Draußen und Pager sind zeitbegrenzt einstellbar.

Kaum Wünsche offen lässt das umfangreiche Telefonbuch des Satio. Dem einzelnen Kontakt lassen sich Daten wie Mobiltelefon, Telefon, E-Mail, Videoanruf, Internet-Telefon, Push To Talk, Firma, Stellenbezeichnung, Geburtstag, Adresse etc. hinzufügen, um nur einige der erweiterbaren Datenoptionen zu nennen. Für eine bessere Übersicht lassen sich die Kontakte in Gruppen einteilen. Auch während eines Telefonats kann man auf das Telefonbuch zugreifen. Jedem Kontakt kann ein Anruferbild hinzugefügt werden, das während eines eingehendem Anrufes auf dem Display angezeigt wird. Zu den Organizer-Funktionen des Satio gehört ein praktischer Datei-Manager, in dem man alle Ordner des Telefons und der Speicherkarte verwalten kann. Einen Umrechner findet man im Organizer ebenso wie Notizfunktion und Taschenrechner. Wer sein Handy gerne als Büro für unterwegs benutzt, würde sich über das vorhandene Quick-Office sicherlich freuen, wäre es denn nicht nur in einer Demoversion vorhanden, in der Dokumente nicht selbst erstellt werden können, es sei denn, man kauft sich kostenpflichtig die Vollversion. Ein Adobe Reader ist ebenso in einer zeitbegrenzten Testversion vorhanden. Auch hier gilt – Verlängerung gibt es nur kostenpflichtig.

Eine Suchfunktion hilft beim Auffinden von Nachrichten, Titeln, Bildern, Videoclips, Kalendereinträgen, Notizen und Kontakten auf dem Telefon. Apropos Kalender – auch den gibt es selbstverständlich, wenngleich er nicht im Organizer zu finden ist, sondern ihm ein Extra-Icon im Hauptmenü zugedacht wurde. Wahlweise in Monats-, Tages- oder Aufgaben-Ansicht angezeigt, kann man ihm Termine mit den Daten Betreff, Standort, Anfangszeit, Endzeit, Anfangsdatum, Enddatum, Erinnerung, Wiederholung und Synchronisierung hinzufügen. Im Organizer gibt es das Icon „Meine Anwendungen“ – hier verbergen sich ein Setup-Assistent, PicasaWeb und Blogger, MyLook, ein Direktlink zum Videoportal YouTube, SMS Preview, RoadSync und World Mate. Außerdem sind hier auch ein klassisches Sudoku und das Spiel „Labyrinth“ zu finden, bei dem man eine Kugel mit dem Lagesensor durch ein dreidimensional gestaltetes Spielfeld navigieren muss, ohne dass sie in Löcher im virtuellen Labyrinthboden fällt. Beide Spiele sind nette Pausenfüller. Verschlafen gibt es mit dem Satio nicht mehr, denn es lassen sich beliebig viele Alarme mit den Optionen Zeit, Zeitzone, Datum, Datumsformat, Datumstrennzeichen, Zeitformat, Zeittrennzeichen, Uhrentyp, Uhr-Alarmsignal, Schlummerzeit, Werktags und Automatische Zeitaktualisierung einstellen. Auf dem Standbybildschirm werden ständig Uhrzeit und Datum angezeigt – während der Navigation durch die Handymenüs immerhin noch die Uhrzeit. Durch einen Klick auf eine virtuelle Uhr auf dem Standbybildschirm lässt sich auch jederzeit auf Uhrzeit- und Weckerfunktionen direkt zugreifen.

Sony Ericsson Satio
Sony Ericsson Satio
Sony Ericsson Satio
Sony Ericsson Satio

Um mit dem Handy-Browser im Internet zu surfen, müssen keine Mobilfunkanbieterdaten manuell eingegeben werden, denn das Telefon sucht sie sich selber und trägt sie automatisch ein. Der Browser unterstützt Java/ECMA Skripte, das Speichern von Lesezeichen, Wortsuche und die Einstellung verschiedener Schriftgrößen. Die Seitenaufbaugeschwindigkeit könnte schneller sein, ist aber noch hinnehmbar. Bei EDGE-Verbindung brauchte der Aufbau der datensparenden Mobil-Ansicht der inside-digital.de Seite etwa 15 Sekunden, der Aufbau der klassischen Ansicht benötigte 25 Sekunden. Durch die Seiten, die wahlweise in Vollansicht oder mit einer breiten grauen Menüleiste an der rechten Displayseite dargestellt werden, kann man zu allen Richtungen hin mit dem Finger scrollen. In der Mobilansicht geht das sehr flüssig, während die klassische Ansicht beim Scrollen sehr ins Ruckeln gerät. Praktisch ist eine Überblick-Funktion, bei der die gerade besuchte Seite in kleiner Ganzseiten-Ansicht gezeigt wird. Mit einem roten verschiebbaren Rahmen kann man sich einen Seitenabschnitt auswählen, der groß angezeigt werden soll. Mit einem Zurück-Button kommt man in eine 3D-Ansicht der bisher besuchten Webseiten, durch die man mit dem Finger hindurchscrollen und die gewünschte Seite auswählen kann. Gezoomt werden kann wahlweise durch Doppelklick mit dem Finger, was im Test sehr gut funktionierte oder mit einer Leiste, die sich über einen Menübutton öffnen lässt. Nervig war im Test, dass das Display während der Navigation immer wieder kurze Aussetzer zeigte, man schaute dann für ein paar Sekunden auf einen schwarzen Bildschirm. Wählt man die klassische Ansicht werden Websites weitestgehend identisch zu der Darstellung in einem PC-Browser dargestellt.

Ein Google-Icon zur Google-Web-Suche findet man im Organizer, eine Chat-Funktion unter dem Unterhaltungs-Icon im Hauptmenü, und ein „PlayNow“-Icon führt den Nutzer direkt zum Sony Ericsson Downloadportal für Musik, Spiele, Applikationen und Klingeltöne. Das vorhandene GPS kann wahlweise als netzbasiertes GPS, Bluetooth GPS oder internes GPS genutzt werden. Zur Navigation ist Wisepilot auf dem Handy installiert. Dieses unterstützt Navigation, (mus gesondert erworben werden), Radarwarnungen und Kartenanzeige. Genügt eine einfache Anzeige von Standorten oder Routenplanung, kann man auf GoogleMaps zugreifen. Die Anzeige des eigenen Standortes funktionierte im Test damit innerhalb weniger Sekunden. Musik bekommt man über Bluetooth, USB-Datenkabel oder MicroSD-Speicherkarte vom PC auf das Handy. HSDPA sorgt für einen schnellen Download aus dem Internet, und weiß man einmal nicht, um welchen Musiktitel es sich bei einem gehörten Stück handelt, das man unbedingt haben möchte, hat Sony Ericsson auch hier durch die Installation des Musikerkennungs-Programms „TrackID“ vorgesorgt.

Im Medienordner findet man seine Musikdateien in einer Bibliothek wieder, vorausgesetzt sie wurden dort abgelegt, sorgsam geordnet nach Interpreten, Alben, Titel, Playlists (von denen man auch neue erstellen kann), Hörbücher und Podcasts. Während der Wiedergabe zeigt der MP3-Player Interpreten, Titel und Album an. Einen Klangregler, eigentlich schon Standard bei Handy-MP3-Playern, sucht man beim Satio vergebens, ebenso Einstellungsoptionen für Visualisierungsmöglichkeiten. Lediglich auf eine Reihenwiedergabe der Musikstücke muss man nicht verzichten. Der Klang des Players ist voll und gut und wird über das mitgelieferte Headset noch verbessert. Ein Manko ist die fehlende Klinkenbuchse – nicht mal ein Adapter wurde mitgeliefert, so dass man das eigene Headset leider nicht anschließen kann. Abspielen lasst sich Musik in den Formaten AAC, AAC+, eAAC+, MIDI, MP3, WAV und WMA. Unter Dauergebrauch des Players geht der Akku in seiner Standbyzeit ziemlich in die Knie, so dass man ein Netzteil dabei haben sollte, wenn man länger unterwegs ist. Unterwegs ist man auch mit dem UKW-Radio des Handys immer auf dem neuesten Stand, vorausgesetzt man hat das Headset eingepackt, denn dieses benötigt das Radio als Antenne.

Sony Ericsson Satio

Ordentlich verarbeitet ist es, das Sony Ericsson Satio. Ob die auffallende Form und Farbgebung gefallen ist eher eine Geschmacksfrage – edel wirkt es allemal. In Puncto Kamera hat das Samsung Pixon12 gegenüber dem Satio etwas die Nase vorn, wenngleich auch die Kamerafunktion des Pixon12 nicht ohne Makel ist. Die Kamera des SE Satio neigt bei Automatikeinstellung zu Überbelichtung und auch die Einstellungsoptionen sind, obwohl üppig bemessen, nicht ganz so umfangreich wie die der Konkurrenz. Punkten kann es dagegen beim GPS, denn hier ist eine vollwertige Navigationssoftware mit an Bord. Etwas längere Spendierhosen hätte man sich dagegen von Sony Ericsson bei der Ausstattung von Adobe PDF und Quickoffice gewünscht, beide sind nämlich nur in einer Testversion vorhanden. Mäkeln könnte man auch über den in seinen Funktionen ziemlich abgespeckten MP3-Player und eine fehlende Klinkenbuchse. Großes Lob geht dagegen an das große brillante Display, wenngleich noch etwas an der Firmware gefeilt werden sollte, um Abstürze und hin und wieder vorkommende Krisselbilder zu vermeiden. Insgesamt ist das Sony Ericsson Satio ein modernes und solides Touchscreen-Handy mit guter Ausstattung, das auch dem Business-Gebrauch gerecht wird.

Pro

  • A-GPS mit Navigationssoftware vorhanden
  • gute Verarbeitung
  • selbstgedrehte Videoclips werden ordentlich
  • großer Funktionsumfang
  • sehr gute Empfangs- und Sendeleistung
  • großes brillantes Touchdisplay
  • umfangreiche Connectivity

Contra

  • vorübergehende Krisselbilder oder schwarze Displayanzeige
  • Adobe PDF und Quickoffice nur als Testversion
  • MP3-Player mit wenigen Einstellungsmöglichkeiten
  • fehlende Klinkenbuchse
  • etwas klobiges Design
  • Fotos werden im Automatikmodus überbelichtet

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen