Test des Sony Ericsson S700i

19 Minuten

SonyEricsson S700i - VerpackungDas Sony Ericsson S700i ist eines der ungewöhnlichsten Handys, die neu auf dem Markt erschienen sind. Allein das Display ist größer als das manch anderer Handys insgesamt und nicht nur in puncto Größe schlägt es andere Displays um Längen. Die ungewöhnliche Anordnung der Funktions- und Navigationstasten außen am Gerät sind schon sehr auffallend, genau wie das gesamte Design. Spätestens die verschließbare Kamera auf der Rückseite, durch einen metallenen Ring noch besonders hervorgehoben, macht das Handy auch für Handymuffel zu einem Hingucker! Nicht nur die Bezeichnung S700i erinnert dabei stark an ein Vehikel der obersten Luxusklasse, sondern auch die Vielzahl der Features und der konzeptionell gute Gesamteindruck – der Preis – allerdings auch. Jetzt im Test…Das Sony Ericsson ist in einer ansprechenden, in edlen, hellen Grautönen gehaltenen Verpackung erhältlich, wobei die dunkelgrünen Stirnseiten den Eindruck eines hochwertigen Kartons noch abrunden. Das Handy ist darauf groß und glänzend abgebildet und fällt sofort angenehm auf – schon das Foto auf der Verpackung macht neugierig auf mehr…

SonyEricsson S700i - Lieferumfang

Im Karton befindet sich ein schöner heller Innenkarton, der, obwohl beim Herausnehmen als Eierkarton enttarnt, zunächst einen hochwertigen Eindruck macht und das Handy + Zubehör schön präsentiert. In dem Karton finden sich, man höre und staune, neben dem Handy und einem Akku, ein Reiseadapter, eine englische Bedienungsanleitung, eine CD mit Software zum Anschluss des Handys an einen PC (PC-Suite), ein hochwertiges Headset und ein 32MB Memory Stick Duo. So macht schon das Auspacken wirklich Spaß! Irgendwie fehlt aber noch ein Kabel zum Anschluss and den PC – oder wie soll das funktionieren? Nachdem die anderen Teile so durchdacht erscheinen, zweifelt man hier eher an seinem eigenen Technikverstand als an der Vollständigkeit des Handyzubehörs. Zu recht…SonyEricsson S700i - Handy FrontalansichtDas Handy ist leicht zusammengebaut. Einfach nur die SIM-Karte in die passende Lasche schieben, den Akku drauflegen, den Deckel zuschieben und schon ist das Gerät startbereit. Genauso leicht lässt sich das Handy auch wieder zerlegen und die SIM-Karte entfernen. Alles passt gut und nur in einer (der richtigen) Position zusammen.

Optisch macht das S700i einen ungewöhnlichen aber durchaus eleganten Eindruck. Ganz in Silber gehalten und in zugeklappten Zustand mit dem alles dominierenden Riesendisplay. Es ist allerdings dadurch auch sehr groß und obwohl das Display nur sehr flach ist – das merkt man beim Ausklappen der Tastatur- auch sehr tief und eher klobig. Für eine kleine Damenhandtasche ist das „Mobile“ jedenfalls definitiv ungeeignet und selbst die Tasche in der guten alten Jeans beult es deutlich aus.

Beim ersten in die Hand nehmen bestätigt sich der Eindruck, dass das Handy ungewöhnlich tief ist, etwa wie eine Zigarettenschachtel. Das relativ hohe Gewicht überrascht nochmals, wobei hier das Display wirklich eine Mitschuld trägt. Trotz diesen Widrigkeiten liegt das „Mobile“ gut in der Hand. Der Klappenmechanismus lässt sich mit einer Hand allerdings nicht gut betätigen. Die Materialien fühlen sich hochwertig und angenehm an. Dieser Eindruck relativiert sich leider innerhalb kurzer Zeit, da rund um die Navigationstasten die silberne Farbe beginnt, langsam dünner zu werden und sich dann ganz auflöst, so dass das hässliche beige Plastik darunter hervorschaut. Aufgeklappt ist das Gerät ziemlich ausbalanciert. Alle Tasten und Bedienungselemente lassen sich gut erreichen.

SonyEricsson S700i - ohne Akku

SonyEricsson S700i - Simkarten-PlatzBetrachtet man die Spaltmasse des S700i, ist ein Staunen über die gute Verarbeitung kaum zu vermeiden. Da können sich andere Hersteller wirklich ein Beispiel nehmen, denn auf den ersten Blick gibt es gar keine Spalten mit Ausnahme des Schlitzes, der durch den Klappmechanismus entsteht. Auch alle Anschlüsse und Buchsen sind durch leider etwas auffällige, aber wirkungsvolle Plastikkappen verdeckt und selbst die Tastatur, die ja durch den Klappmechanismus eh gegen gröberen Schmutz gesichert ist, erscheint gut geschützt. Lediglich 4 sehr kleine Löcher (2 für den Lautsprecher und 2 für das Mikro) verbinden die Welt innerhalb des Handys mit der großen außenherum. Wackeln oder gar Klappern kennt dieses Gerät nicht. Beim Telefonieren ist das Handy ein Multitalent, das Rechts- wie Linkstelefonierer gleichermaßen glücklich macht.

Das Zubehör lässt sich ziemlich einfach einstecken und wieder entfernen. Einfach die entsprechende Klappe öffnen, und schon kann man das Headset, Ladekabel etc. anschließen. Achtung, die Klappe ist schnell ausgerissen und dann im Nirwana eines nicht aufgeräumten Autos o.ä. verschwunden! Das Ladekabel hakt ziemlich und könnte etwas passgenauer sein, das Headset ebenso. Die Speicherkarte lässt sich dagegen einlegen „wie Butter“.

SonyEricsson S700i - TastaturDie Tastatur macht leider nur einen durchschnittlichen Eindruck. Tastengröße, Tastenabstand und Erreichbarkeit stimmen noch einigermaßen, auch wenn die Ziffernblocktasten durchaus hätten größer ausfallen dürfen – Platz genug wäre vorhanden. Auf dem oberen Teil des Geräts befinden sich unter dem Display diese Navigationstasten, mittig die OK Taste. Als ob die runden Tasten durch ein Rechteck eingezäunt werden sollten, liegen die 4 weiteren Tasten an den imaginären Ecken. Oben die beiden Softkey-Tasten und unten die „Zurück“ – sowie die „Löschen“ Taste. Auf dem unteren (einklappbaren) Teil liegen der übliche 4*3 Ziffernblock und darunter links noch eine Funktionstaste und rechts die An/Aus-Taste. Zusätzlich findet man auf dem Rand der unteren Schale links noch zwei Tasten zum justieren der Lautstärke beim Telefonieren und eine Taste um die Kamera auszulösen. Auch auf der rechten Seite entdeckt man noch einen weiteren Knopf zum betätigen der Tastatursperre.

SonyEricsson S700i - leicht aufgeklapptDie Tasten des Ziffernblocks fühlen sich, kaum spürbar bis gar nicht an. Da sie im Handy eingelassen sind und nicht hervorstehen, lassen sie sich nur sehr schwer ertasten. Auch einen Druckpunkt spürt man nicht, weil es gar keinen gibt. Die Softkey-Tasten sind ebenfalls kaum mit dem Tastsinn zu lokalisieren – immerhin spürt man hier das Auslösen durch den Druckpunkt deutlicher. Eine blind geschriebene SMS wird bei diesem Handy selbst bei hoher Fehlertoleranz zur Katastrophe. Da es jedoch mehrere Möglichkeiten gibt, eine fast fertige SMS per Knopfdruck für immer ins Jenseits zu befördern kann man ziemlich sicher sein, dass man eine blind geschriebene SMS sowieso SonyEricsson S700i - aufgeklapptnicht blind abschicken kann bzw. sie vermutlich irgendeinem Bewohner des Hades schickt – und da ist der Text quasi egal.

Der Vibrationsalarm ist leise und doch stark genug. Die Laufzeit des Akkus könnte etwas länger sein. Vor allem aber wäre Wünschenswert, dass die Anzeige der Akkuleistung mehr den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht. Anstatt dessen zeigt die Anzeige im Display „voll“ bis ca. 80% des „Saftes“ aufgebraucht ist. Dann geht alles ziemlich schnell und wenn man kein Ladekabel parat hat, ist nach kurzer Zeit oder wenigen Minuten Telefonieren die Luft raus und das Handy meldet sich streikend vom Netz ab. SonyEricsson S700i - KopfhörerIn puncto Sprachqualität ist das S700i gut. Es gibt keine Eigengeräusche, allerdings ist bei lauter Umgebung der Telefonierende nur mäßig gut zu verstehen. Die Lautstärke lässt sich auch während dem Telefonieren mit dem seitlichen Tasten prima regulieren. Der Empfang scheint in beiden Netzen ungefähr gleich gut, könnte aber noch etwas besser sein. Möglicherweise werden D-Netze etwas bevorzugt, dieser Eindruck könnte aber auch von der Tagesform abhängig sein.

SonyEricsson S700i - Hauptbildschirm
SonyEricsson S700i - Datei Explorer

SonyEricsson S700i - RückseiteDas 320*240 Pixel große TFT – Display ist ein halber Fernseher, ein Hammer, der wohl kaum noch zu übertreffen ist. Auch die 262.144 verschiedenen, darstellbaren Farben sind richtig klasse. Die Farbwiedergabe ist unglaublich (oder wie kann man brillant noch steigern?) – auch bei starker Sonneneinstrahlung ist die Lesbarkeit mehr als gut.

Im Dunkeln leuchtet das Handy angenehm hell. Die Tasten sind einmal mehr im „blau macht glücklich“ Ton genügend beleuchtet.

Displayhelligkeit, Beleuchtung, Hintergrundbild und das Bildschirmschoner lassen sich bei den Displayeinstellungen anpassen. Für den Hintergrund stehen mehrere Motive bereit, es lässt sich aber auch ein eigenes Bild benutzen, oder eines mit der Kamera schießen. Eine Animierte Begrüßung lässt sich Ein- oder Ausschalten und ebenfalls mit einem eigenen Foto gestalten.

Die Kamera des S700i macht wirklich gute Bilder. Leider braucht aber das Foto länger als das Knipsgeräusch, so dass man schnell das Bild verwackelt, weil man sich zu früh bewegt. Komisch ist allerdings, dass man die Kamera nur benutzen kann, wenn das Handy zugeklappt ist.

SonyEricsson S700i - Display Kamerasucher

Das Display zeigt im Suchermodus gut erkennbar, was fotografiert werden könnte. Es lassen sich hier auch eine ganze Reihe von Einstellungen vornehmen und Modi aktivieren (z.B. Einzel/Serienbild/Matrixaufnahme, Bild mit Rahmen, Nachtmodus, Selbstauslöser, Modi wie Sepia/Graustufenaufnahme/Negativ, Größe von 160*120 bis 1280*960, Einstellung der Helligkeit, auch bei Gegenlicht uvm.). Ein digitaler Zoom (8x) steht ebenso zur Verfügung wie die Möglichkeit, für die Aufnahme nachts oder in dunkler Umgebung einen hellen Spot ähnlich einem Blitz hinzuzuschalten.

Es lässt sich auch eine Videosequenz drehen, leider wird dies aber nur in einer Auflösung von 176*144 dargestellt. Das Bild ist gut erkennbar und wackelt nicht übermäßig. SonyEricsson S700i - Speicherkarten EinschubSämtliche Helligkeitseinstellungen sind hier ebenfalls justierbar.

An Speicher- und Ablagemöglichkeiten ist das S700i gut ausgestattet und insbesondere durch die Speicherkarte völlig schmerzfrei. Es lassen sich dadurch richtig viele Bilder und/oder mehrere Videosequenzen speichern. MP3s, Bilder oder Videos lassen sich umbenennen. Leider lassen sich aber keine eigenen Ordner anlegen oder vorhandene umbenennen.

Die Qualität der Aufnahmen ist dank der Megapixel-Kamera wirklich gut und natürlich lassen sie sich zudem auf dem PC nachbearbeiten. Schärfe, Auflösung und Helligkeit erfüllen die Erwartungen voll und ganz.

SonyEricsson S700i - Hauptmenü
SonyEricsson S700i - Nachrichten Menü

Das Menü des Sony-Ericsson ist übersichtlich und meist intuitiv zu verstehen. Es gibt 12 Punkte, die wahlweise durch Icons einzeln dargestellt oder in Listform angezeigt werden und sich auch direkt per Taste anwählen lassen. Alle darunter liegenden Menü-Ebenen werden dann jeweils in Listform, oft aber mit einem Icon versehen, angezeigt. Durchgängig hat das Menü eine Tiefe von 3. Die gängigen deutschen Bezeichnungen sind durchgängig benutzt. Aber die Schnell-Stumm-Schaltung (langer Druck auf die Löschen-Taste) muss erst einmal gefunden werden.

Es gibt die folgenden Menüpunkte:

  • Play Now (über Internet)
  • Internet Services (Search, Picture Gallery, Video Gallery, Settings)
  • Unterhaltung (Spiele, MusicDJ, Rekorder)
  • Kamera (Fotos und Videoaufnahmen, Settings)
  • Nachrichten (Verfassen, Posteingang, Freunde, Mailbox anrufen, Email, Entwürfe, Vorlagen, Postausgang, gesendete, Gespeicherte, Einstellungen)
  • Radio
  • Dateimanager
  • Telefonbuch (Eintrag suchen, Neuer Eintrag, Gruppen Optionen)
  • Media Player
  • Verbindungen (SMS, Bluetooth, Infrarot, Synchronisierung, Internet- und Javaeinstellungen, Streamingoptionen)
  • Organizer (Kalender, Aufgaben, Notizen, Anwendungen, Alarm, Timer, Stoppuhr, Rechner, Code Memo)
  • Einstellungen (Allgemein, Sounds&Alarme, Display, Anrufe)
SonyEricsson S700i - untere Seitenansicht
SonyEricsson S700i - Seitenansicht
SonyEricsson S700i - obere Seitenansicht
SonyEricsson S700i - obere Seitenansicht
SonyEricsson S700i - Seitenansicht
SonyEricsson S700i - untere Seitenansicht

Gewöhnungsbedürftig ist, dass man die Anruflisten nur aus dem Hauptbildschirm und nicht übers Menü aufrufen kann.

Ein großes Manko bei diesem Gerät ist jedoch die Software. Ohne erkennbaren Grund stockt diese mitten während der Benutzung plötzlich und wirklich lange (teilweise über 20 sec.!). Noch schlimmer ist, dass der Benutzer gerade bei dieser Tastatur eher sich selbst zuschreibt und einige Tasten mehrfach betätigt – und das S700i nach dem „verschlucken“ der Software alle diese Befehle plötzlich ausführt. So hat man im harmlosen Fall in einer SMS einige unnütze Buchstaben geschrieben – im schlimmeren Fall startet das Handy beispielsweise einen ungewollten Anruf, der nicht nur Geld kostet, sondern den Gesprächspartner auch noch verärgert – zumindest wenn dies um 3 Uhr morgens passiert.

Um eine SMS zu schreiben, muss man entweder 4 Tasten drücken oder den Schnellzugriff über „Pfeil nach links“ und SMS auswählen (MMS ist so ebenfalls schnell erreichbar) direkt zu nutzen. Da es 4 Pfeile und die OK – Taste gibt, existieren auch viele Abkürzungen, die dem Nutzer die Navigation mit etwas Übung noch einfacher machen. Nach links kann man wie gesagt eine neue SMS verfassen. Nach oben erreicht man mit einem Tastendruck das Diktiergerät, nach rechts kann man die Spiele erreichen, nach unten erreicht man direkt das Telefonbuch, per Softkey links die Anruf-Listen, per Softkey rechts Abkürzungen zum Stummschalten und den Bluetooth und Infrarotschnittstellen.

Die Zifferntasten lassen sich mit Schnellwahlnummern belegen, die aber über 2 Klicks erreichbar sind. Die Tasten auf der linken Seite lassen sich benutzen, um die Sprachwahl zu aktivieren oder, um während eines Telefonats die Hörerlautstärke einzustellen. Während eines Gesprächs lässt sich das Telefonbuch benutzen. Erreicht man seinen Gesprächspartner nicht, ist eine automatische Wahlwiederholung on-board. Die Tastatursperre funktioniert sehr zuverlässig.

Änderungen an Schrift, Schriftgröße, Farbe oder Art sind nicht möglich. Einen Anruf ohne die Übermittlung der eigenen Rufnummer kann man nach dem Drücken von 5 Tasten tätigen. Die Tastensperre ist äußerst wirksam, aber auch etwas gewöhnungsbedürftig. Es lässt sich auch einstellen, wann die Displays automatisch deaktiviert, genauer deren Beleuchtung abgeschaltet wird. (z.B. nach 30 sec.).

SonyEricsson S700i - Oberseite
SonyEricsson S700i - Unterseite

Das Verfassen einer SMS ist kinderleicht und funktioniert intuitiv – abgesehen von den Eigenarten der Software, die sehr oft während der Eingabe einen längeren Stillstand (bis 20 sec.) verursacht. Jedenfalls liegen alle Zeichen am vermuteten Platz. Schön ist, dass man zum Senden eine Extra-Auswahl bekommt, die einem die letzten SMS Ziele anbietet, so dass man nicht erst im Telefonbuch nach der Nummer suchen muss. Exzellent funktioniert auch die lernfähige T9-Spracherkennung, die nicht nur die Wörter erkennt, sondern gleich eine Übersicht der möglichen Wortvarianten anbietet und diese sogar nach häufigem Gebrauch auflistet – das ist klasse! Unschön ist allerdings, dass man beim Druck einer falschen Taste eine fast fertige SMS ohne Vorwarnung oder Sicherung verliert – bei einem so durchdachten Telefon hätte ich hier Besseres erwartet. Zum Verwalten der SMS gibt es mehrere Ordner, etwa Posteingang, Entwürfe, Vorlagen oder Gesendete, einen eigenen Ordner kann man jedoch nicht erstellen oder einen vorhandenen auch nicht umbenennen. Natürlich lassen sich mehrere SMS verkettet senden (bis zu 7) und auch das Versenden von EMS ist möglich –das Sony bietet auch gleich eine ganze Auswahl davon an.

Über denselben Menüpunkt „Nachrichten“ lassen sich auf diesem Gerät auch MMS versenden. Falls man dieses vorhat, muss man allerdings erst das Gerät dafür einrichten – andere Hersteller liefern hier vorkonfigurierte Einstellungen. Hat man dies geschafft, lassen sich die Multimediaobjekte (Bild, Text, Sound, Video, Foto) einfügen wobei auch Sprachmemos sich verschicken lassen – sogar an mehrere Empfänger gleichzeitig – wenn man das nötige Kleingeld hat, versteht sich. Email versenden ist mit dem S700i natürlich auch möglich und sogar in der Anleitung gut erklärt. Das Handy kann mit den Protokollen POP3, IMAP4 und SMTP umgehen. Push-to-talk hätte man diesem Handy zugetraut, mit dieser Funktionalität kann es aber nicht dienen. Dafür kann man das Handy aber am „My Friends“ Server anmelden, einer Art Messenger für Handys über das man z.B. sieht, wann ein Freund online ist.

SonyEricsson S700i - KameralinseDer Sound des Handys ist angenehm – die 40 stimmigen – polyphonen Klingeltöne klingen ausgesprochen gut, wenn da nur welche wären! Ein einziger magerer und nicht mal schöner Klingelton ist auf dem Handy zu finden. Wenn der nicht gefällt (und das tut er garantiert nicht), muss man sich entweder andere Töne herunterladen, per Bluetooth oder IR von einem Freund überspielen, oder aber mit dem MusicDJ selbst komponieren. Das Komponieren ist wirklich ein schönes Feature, aber ein paar mehr Standardklingeltöne hätten es wirklich sein dürfen! Das Handy ist Real-Tone fähig und auch MP3, Wav-Dateien und MIDI Songs lassen sich abspielen – genug Speicher ist durch den Memory-Stick ja auch vorhanden. Super ist die Radiofunktion, weil der Empfang sehr gut und auch die Wiedergabe mit eingeschaltetem Lautsprecher prima ist, wobei außerdem auch kaum Strom verbraucht wird.SonyEricsson S700i - Rückseite leicht geöffnetDas S700i hat eine USB, eine Infrarot und auch eine Bluetooth-Schnittstelle, kann natürlich die kostenpflichtigen Übertragungsmöglichkeiten wie SMS/MMS und GPRS nutzen und selbstverständlich per WAP auch über das Internet kommunizieren. Die Verwaltung der Schnittstellen ist durch einen eigenen Menüpunkt extraleicht – warum gibt es das nicht bei jedem Handy? Das Synchronisieren von Kontaktdaten ins mitgelieferte PC-Suite auf den Rechner funktioniert mühelos und auch mit MS Outlook lässt sich ein Datenabgleich ohne größere Probleme durchführen. Noch mehr Spaß macht die kabellose Übertragung über die IR-Schnittstelle. Das Headset funktioniert einwandfrei und mit gutem Sound.

SonyEricsson S700i - Display SMS
SonyEricsson S700i - Display Foto
SonyEricsson S700i - Display Spiel Darts
SonyEricsson S700i -  Display 3D Spiel Tennis
SonyEricsson S700i - Display Kalender
SonyEricsson S700i - Display Weltzeituhr
SonyEricsson S700i - Display Radio
SonyEricsson S700i - Display Browser
SonyEricsson S700i - Display Termine
SonyEricsson S700i - Display Wochenkalender

Das Handy verfügt über Sprachwahl, Sprachsteuerung und auch über eine mit 2 Klicks aktivierbare Freisprechfunktion, welche in beide Richtungen passabel überträgt. Man kann Teile eines Telefonats mitschneiden oder mitgeschnittene Dateien abspielen. Ebenfalls ist eine Stummschaltung möglich. Es gibt ein Reichhaltiges Angebot an Profilen – eigentlich schon zu viele, weil nicht immer klar sein dürfte, worin der Unterschied jeweils besteht, beispielsweise der des Profil Büro zum Profil „Zuhause“ liegt und wann welches besser passt – möglicherweise ist das aber auch Gewöhnungssache. Leider gibt es kein Flugzeugprofil. Durch langes Drücken der „Löschen“ Taste lassen sich alle Signaltöne ausschalten.

Das Telefonbuch bietet die Möglichkeit, bis zu fünf Telefonnummern mit Name, Adresse, Firma und E-Mail zu speichern. Toll ist, dass man in den Anruflisten sieht, welche der Telefonnummern eines Kontakts angerufen haben. Schön auch, dass man noch einen kurzen Freitext pro Person hinterlegen kann. Gruppen zusammenstellen oder einen Eintrag einer Gruppe zuordnen ist auch nicht möglich – es gibt aber keine vorbereiteten Gruppierungen. Mann kann dem Telefonbuch – Eintrag ein Bild (z.B. mit der Kamera gemacht) und einen persönlichen Klingelton hinzufügen. Während eines Gesprächs lassen sich Telefonnummern speichern und im Telefonbuch herumblättern und das Gerät bietet auch eine Voicemail-Funktion.

Der Organzier des S700i bietet keine großen Überraschungen. Es gibt verschiedene Wecker, den normalen Kalender, in dem sich Termine speichern lassen, eine „Memofunktion“, in der sich max. 100 einfache Memos/Erinnerungen ablegen lassen, die je nach Einstellung auf sich im geeigneten Moment per Erinnerungsklingelton aufmerksam machen. Eine Geburtstagsfunktion in Verbindung mit dem Telefonbuch ist vorhanden und eine prima Idee. Weiterhin kann man noch Notizen eingeben und hat einen Rechner zur Verfügung (geeignet für die 4 Grundrechenarten). Eine schöne Idee ist noch der Code Memo, bei dem man nach passieren einer zusätzlichen Passwortschranke seine Codes von EC-Karte, Handy etc. hinterlegen kann. Hoffentlich ist dieser Bereich auch wirklich gut geschützt.

Das Sony Ericsson S700i verfügt über eine Weltzeituhr, eine Stoppuhr und einen Countdownzähler. Man kann sich die Uhr in 12 oder 24Stunden anzeigen lassen oder die Zeitzone verändern. Das Handy besitzt außerdem eine einmalige Alarmfunktion, eine tägliche Alarmfunktion und eine Weckruffunktion. Die Weckmelodie kann man selbst bestimmen oder komponieren. Beim Klingeln hat der Wecker auch eine Snooze-Funktion. Spiele lassen sich bei dem großen und farbenfrohen Display gern auch länger spielen. Leider war nur ein einziges Spiel im Auslieferungszustand dabei (Super Real Tennis). Für Sportfans ein schönes Spiel, aber ansonsten hätte man dem Handy ruhig 2 oder 3 weitere Spiele spendieren können. Selbstverständlich lassen sich jederzeit weiter Spiele downloaden und auch vorhandene Spiele löschen – aber das kostet ja auch noch mal extra! Das Gerät ist Java-fähig und damit sollte man im WWW ein passendes Spiel finden. Oder passionierter E-Tennis-Spieler werden…

SonyEricsson S700i - Rückseite geöffnet

Das S700i ist ein ordentliches, aber leider nur mit Abstrichen gutes Premiumhandy. Gute Bedienbarkeit, edles Aussehen, das schöne große Display und die reichhaltige Ausstattung in Bezug auf die Connectivity sind die positiven Highlights, viele schöne Features weitere positive Punkte. Dass das Gerät in puncto Sounds und Spiele nur eine sehr dürftige Erstausstattung bietet, ist schade. Die wirklich schlechte, dauernd stockende Software und eine nach vier Wochen schon abblätternde Farbe sind dagegen echte Ärgernisse. Eigentlich schade, denn von diesen abgesehen, passt das Sony Ericsson S700i absolut in die S-Klasse der Mobilfunktelefone.

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Frau auf elektrischem Tretroller
GfK-Studie zu E-Scooter: 70 Prozent der Bürger zeigen kein Interesse
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