Test des Sony Ericsson K800i

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Test des Sony Ericsson K800i-1„Für den perfekten Moment – das erste Cybershothandy der Welt“ – so lautet der Slogan auf der offiziellen Sony Ericsson Homepage. Mit dem K800i bringt der Konzern nun den Nachfolger des erfolgreichen K750i auf dem Markt. Das K800i allerdings unterscheidet sich so gravierend von seinem Vorgänger, dass man fast sagen könnte, es wäre ein „Next Generation“-Handy. Wie es sich für ein würdiges Nachfolge-Modell gehört, bietet es einige Neuerungen. Dazu zählen unter anderem die 3,2-Megapixel-Kamera mit Xenon-Blitzlicht, volle UMTS-Funktionalität und ein verbessertes Display. Aber sind all diese neuen Funktionen wirklich ausgereift? Ist die Cybershotkamera sinnvoll für so ein kleines Gerät? Ob das K800i einen Bereicherung für Mobilfunk-Markt ist zeigt unser ausführlicher Test.Test des Sony Ericsson K800i-2Geliefert wird das K800i in einem relativ kleinen, bunten Karton. Dieser ist sehr leicht und sieht ansprechend aus. Öffnet man die Verpackung, liegen oben die Anleitungen in deutsch, italienisch und französisch.

Gleich darunter befinden eine Garantiekarte und die Software für den PC. Daneben liegt gleich das Gerät selbst. Klappt man die darunter liegende Pappe auf, findet man das Ladegerät, den Akku, eine Trageschlaufe aus Leder, ein Datenkabel für die Verbindung zum PC und ein Stereo-Headset.

Das Ladegerät des K800i ermöglicht es, neben dem Ladekabel auch ein Datenkabel anzuschließen. Zudem lässt sich das Gerät auch über den USB-Anschluss laden.

Des Lieferumfang in der Übersicht:

  • Sony Ericsson K800i
  • Li-Polymer Akku mit 950 maH
  • Stereo-Headset
  • zwei Schutzpolster für das Headset
  • Datenkabel für die Verbindung zum PC
  • Trageschlaufe aus Leder
  • CD mit der Sony Ericsson PC Suite
  • Anleitungen in deutsch, französisch und italienisch
  • Kurzanleitungen in deutsch, französisch und italienisch
  • Garantiekarte

Leider hat Sony Ericsson diesmal keine Speicherkarte mit beigefügt. Diese wäre besonders für die digitale Kamera und den MP3-Player von Vorteil gewesen.

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Test des Sony Ericsson K800i-5Beim Zusammenbau des Telefons, sollte man erst einmal die Bedienungsanleitung zur Hand nehmen, da sich der Akkudeckel relativ schwer entfernen lässt. Erst ein leichter Druck auf die Mitte des Akkudeckels bei gleichzeitigem Schieben, lässt den Akkudeckel ausrasten. Die SIM-Karte lässt sich hingegen sehr einfach einlegen. Auch der Zusammenbau des Telefons ist einfacher. An der linken Seite kann eine Sony MemoryStick-Micro-Speicherkarte eingefügt werden. Hierzu klappt man einfach die Plastik-Abdeckung auf. Beim Einlegen der Karte rastet diese hörbar ein.

Die Front des K800i besteht größtenteils aus Aluminium. Einzig die Tasten, der Joystick und die Display-Umrandung bestehen aus Kunststoff. Die Seite des Telefons ist allerdings komplett aus Kunststoff. Dieser ist sehr gut verarbeitet. Die Rückseite dieses Handys besteht aus gummiertem Kunststoff, der sich sehr gut anfühlt und auch den ein oder anderen Kontakt mit einen Schlüssel oder ähnlichem gerne verzeiht.

Test des Sony Ericsson K800i-6Die Verarbeitung ist, wie man es von Sony Ericsson gewohnt ist, sehr gut. Nichts knarzt oder gibt nach. Die verschiedenen Materialien passen sehr gut zusammen. Andere Hersteller müssten selbst in dieser Preisklasse passen.

Auch das Feeling des Materials ist sehr hochwertig. Das Gerät liegt mit seinen 106 x 47 x 18 Millimetern sehr gut in der Hand. Es ist zudem nur minimal größer als sein Vorgänger. Das Gewicht von 115 Gramm ist für ein UMTS-Gerät ebenfalls gering. Viele Geräte mit vergleichbarer Ausstattung wiegen bedeutend mehr.

Absetzender Staub hat beim K800i von Sony Ericsson wenig Chancen. Die Spalten zwischen den einzelnen Materialien sind so gering, dass sich dort nichts absetzen kann. Einzig zwischen den einzelnen Tasten auf der Tastatur könnte sich das ein oder andere Staubkorn verirren. Dies lässt sich aber problemlos reinigen. Der Einschub für die Speicherkarte ist durch eine Plastikklappe geschützt. Die Buchse für das Ladegerät hat leider keinen Schutz. Dies wird aber auch nicht weiter stören. Das Headset findet ebenfalls an der Ladebuchse seinen Platz.

Die 3,2-Megapixel-Kamera ist durch eine Klappe geschützt. Schiebt man diese seitlich auf, wechselt das Telefon automatisch in den Kamera-Modus. Gut ist auch, dass Sony Ericsson einen Anschluss für eine Auto-Antenne eingebaut hat. Somit kann man das Gerät in Verbindung eines KFZ-Einbausatzes betreiben. Über der Kamera sieht man den Ausgang für den Lautsprecher. Selbst wenn das Telefon auf dem Tisch liegt, kann man alles gut hören, da das Gerät durch die Kamera-Verschlusskappe leicht schräg liegt.

Test des Sony Ericsson K800i-7An der Seite des Telefons befindet sich links eine Taste mit der man den integrierten Mp3-Player starten und stoppen kann. An der rechten Seite befindet sich der Infrarot-Port. Zudem ist hier auch die Auslösetaste für die Kamera untergebracht worden. Weiter oben findet man eine Wipp-Taste um die Lautstärke bei Gesprächen zu regeln.

Die Tastatur des K800i ist relativ klein, dafür aber sehr hochwertig ausgefallen. Die Tasten lassen sich selbst mit größeren Fingern leicht bedienen. Die einzelnen Tasten haben nur einen geringen Abstand und ragen leicht aus dem Gehäuse. Der Druckpunkt der Tastatur ist deutlich hörbar. Über der Tastatur wurde mittig der Joystick angebracht. Auch dieser lässt sich ohne Probleme bedienen. Zum Bestätigen einzelner Menüpunkte kann dieser gedrückt werden. Links neben dem Joystick befindet sich die Zurück-Taste, mit der man beispielsweise eine Menü-Ebene zurück gelangt. Auch die Browser-Taste findet hier seinen Platz. Bedient man diese, verbindet das Gerät ohne Rückfrage mit dem Internet. Zudem ist natürlich auch der linke Softkey dort zu finden. Auf der rechten Seite findet man die Löschtaste, den rechten Softkey und eine Taste, die man mit den meistgenutzten Applikationen belegen kann.

Durch den präzisen Druckpunkt der einzelnen Tasten, ist die Tastatur für das schreiben einer SMS sehr gut geeignet. Selbst das blinde Schreiben einer SMS ist sehr einfach, sodass sich kaum Schreibfehler einschleichen werden.

Der Vibrationsalarm ist ebenfalls deutlich spürbar. Er ist angenehm leise und macht sich selbst in einer Hemden-Tasche bemerkbar. Ist man in einer Besprechung, kann man das Telefon entweder komplett Stumm schalten oder auch auf Vibration stellen. Auch das Vibrieren beim Klingeln ist für das K800i kein Problem.Test des Sony Ericsson K800i-8Die Sprachqualität dieses Mobiltelefons ist sehr gut. Man nimmt während eines Gespräches nur ein leises Ruherauschen wahr. Der Gesprächspartner ist sehr deutlich zu hören, und aucham anderen Ende der Leitung kam die eigene Stimmer beim Test sehr gut an. Ist man allerdings unterwegs sollte man die Gesprächslautstärke mit den seitlichen Tasten eher laut einstellen, da man sonst kaum etwas versteht.

Auch die Empfangsqualität hinterlässt im E- und auch im D-Netz einen relativ guten Eindruck. Nur in Altbauten kann es zu einer schwachen Empfangsleistung im E-Plus und o2-Netz kommen.

Laut Hersteller hat das K800i eine maximale Gesprächszeit von bis zu sieben Stunden. Mehrere Testgespräche konnten dies auch bestätigen. Mit seiner Gesprächszeit liegt das K800i gut im Rennen, da viele andere Hersteller nach fünf Stunden ihren Dienst quittieren.

Die Standby-Zeit liegt bei bis zu 350 Stunden. In der Praxis schafft es eine Akkuladung bei normalem Gebrauch auf stolze acht Tage. Im UMTS-Netz kam das Gerät auf immerhin fünf Tage Standby-Zeit.Test des Sony Ericsson K800i-9Als Display kommt die transreflektive TFT-Technik zum Einsatz. Diese erlaubt das Ablesen des Displays selbst bei enormer Sonneneinstrahlung. Die Farbtiefe ist auf 262.000 Farben festgelegt worden. An der Größe des Displays hat sich leider nichts getan. Denn die Maße sind mit 31,9 x 39,8 Millimeter dem K750i gleichzusetzen. Allerdings verfügt das Display mit 320 x 240 Pixeln über eine höhere Auflösung.

Die Lesbarkeit des Displays ist als sehr gut einzustufen. Die Farben kommen sehr Brillant rüber und auch bei Sonneneinstrahlung hinterlässt das Display einen guten Eindruck.

Die Beleuchtung des Displays ist ebenfalls angenehm hell und lässt sich auf Wunsch im Menü anpassen. Im Auslieferungszustand hat das Gerät eine Helligkeit von 75 Prozent. Um diese zu ändern, muss man im Menü auf Einstellungen gehen. Danach drückt man mit dem Joystick nach links, bis der Menüpunkt für den Bildschirm erscheint. Dann scrollt man etwas runter, bis man den Menüpunkt für die Helligkeit erreicht. Nun kann man die Helligkeit beliebig anpassen.

Der Kontrast lässt sich leider nicht verändern. Dies ist aber auch nicht tragisch, da das Display von jedem Betrachtungswinkel aus gut abgelesen werden kann.

Natürlich lässt sich bei dem Gerät auch eine Begrüßungsnachricht hinterlegen. Diese wird dann nach jedem Start des Telefons im Display angezeigt. Zudem lassen sich, wie von Sony Ericsson bereits gewohnt, Themen installieren. Im Gerät sind von Anfang an vier Stück vorinstalliert. Es lassen sich aber auch beliebig viele nachrüsten.

Auch das Hintergrundbild wird in diesem Menüpunkt verändert. Dafür stehen mehrere Bilder zur Auswahl. Auch hier kann man heruntergeladene Bilder oder auch selbst geschossene Bilder als Hintergrundbild wählen.

Test des Sony Ericsson K800i-10Zudem stehen mehrere Bildschirmschoner zur Auswahl. Allerdings verbrauchen diese sehr viel Strom, so dass die Standby-Zeit deutlich geringer ausfällt. Wer keinen Bildschirmschoner einsetzen möchte, kann sich die Uhrzeit im Standby-Betrieb anzeigen lassen. Verzichtet man auf dieses Feature, schaltet das Display nach einer Minute komplett ab.

Öffnet man die Kamera-Abdeckung, schaltet das Gerät sofort in den Kamera-Modus. Das Display zeigt sich auch hier von seiner starken Seite. Der Sucher arbeitet sehr schnell und zeigt alle wichtigen Funktionen an. Darunter ist unter anderem die momentan gewählte Auflösung, der eventuell gesetzte Makro Modus und die noch verbleibenden Bilder. Da man das Telefon nun vertikal hält, kann man das Telefon auch problemlos mit einer Hand bedienen. Um die Kamera auszulösen, braucht man einfach die oben liegende Auslöse-Taste zu drücken. Da das Telefon mit einem Autofokus arbeitet, beträgt die Auslösezeit etwa fünf Sekunden. Allerdings werden selbst die Bilder scharf, wo das zu schießende Objekt verwackelt.

Wer etwas Speicher sparen möchte, der kann die Auflösung der Kamera auch verringern. Das K800i bietet dazu Bildgrößen von ein bis drei Megapixel sowie VGA-Auflösung. Natürlich kann man auch den Speicherort von Telefon auf Speicherkarte umstellen. Hierzu unterstützt das Gerät Speicherkarten von bis zu 1024 MByte.

Wie gewohnt können die Bilder auch in Sepia, Schwarz-Weiß, Negativ oder Solarisierend aufgenommen werden. Zudem kann man auch unter mehreren Szenen wählen. Neben dem normalen Nacht-Modus stehen ebenfalls Strand, Schnee und Landschaft zur Auswahl. Zudem können Kunden auch verschieden Rahmen auswählen.

Der Blitz und auch der Autofokus können auch ausgeschaltet werden. Das Ausschalten des Verschluss-Signals ist allerdings nicht möglich. Dafür kann man hier einen von insgesamt vier Tönen wählen.

Die Qualität der Bilder ist sehr gut, denn selbst an den Rändern ist die Schärfe gleich bleibend. Die Farbsättigung wirkt in einigen Umgebungen etwas zu hoch, was allerdings nicht störend wirkt. Ein Rauschen erkennt man ebenfalls nur bei genauerem Hinsehen auf dem PC. Auch der Xenon-Blitz leistet sehr gute Arbeit. Die Aufnahmen selbst in dunkleren Umgebungen angenehm hell.

Ein Bild verbraucht mit der maximalen Auflösung in der Regel lediglich 700-800 Kilobyte.

Wie jedes Telefon mit einer Kamera bietet auch das K800i einen digitalen Zoom. Diesen kann man selbst bei der höchsten Auflösung bis zu 16-fach dazu schalten.

K800i - beim Fotografieren

Natürlich ist es in der heutigen Mobilfunkwelt Gang und Gäbe, dass ein Mobiltelefon auch Videos aufnehmen kann. Auch das K800i von Sony Ericsson kann Videos mit einer maximalen Auflösung von 176 x 144 Pixel aufnehmen. Auch hier lässt sich der Speicherort auf die Speicherkarte legen. Die Aufnahmedauer ist unbegrenzt, was langen Videospaß garantiert.

Die Qualität der Videos ist vergleichsweise gut. Auf dem PC sind sie zwar etwas verpixelt, dafür aber ruckelfrei. Die Videos werden wie gewohnt im 3GP-Modus aufgenommen. Um diese auf dem PC betrachten zu können, braucht man den Real- oder Quicktime-Player.

Die gemachten Videos und Bilder können in selbst erstellten Ordnern abgelegt werden. Um einen Ordner zu erstellen braucht man nur den Datei-Manager zu öffnen. Hier kann man unter Bilder oder Videos seine Ordner erstellen und anschließend beliebig benennen.

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Wie von Sony Ericsson gewohnt, wird das Menü als Icon-Menü dargestellt. In der ersten Menü-Ebene werden zwölf Menüpunkte dargestellt. Diese sind wie folgt aufgeteilt: Playnow, Internet, Unterhaltung, Cyber-Shot, Nachrichten, Music-Player, Datei-Manager, Kontakte, Videoanruf, Anrufe, Organizer und Einstellungen.

Mit der PlayNow-Technologie baut das Gerät eine Verbindung mit dem Internet auf. Dort kann man sich dann einen Musiktitel anhören, bevor man ihn kauft. Leider baut das Gerät sofort eine Internetverbindung auf, sobald man diesen Menüpunkt bestätigt. Allerdings wird diese Technologie nicht von jedem Netzbetreiber unterstützt.

Im Internet-Menü erscheint auf dem Display eine Startseite in der man unter anderem die Google-Suche starten kann. Hierzu stellt das Gerät keine Internetverbindung her. Erst nach der Eingabe der Suche versucht das Gerät sich ins Internet einzuwählen. Die Startseite kann beliebig geändert werden.

Test des Sony Ericsson K800i-20Unter dem Menüpunkt Unterhaltung können Spiele angewählt werden. Im Auslieferungszustand sind hier bereits drei Spiele vorinstalliert. Zudem findet man unter diesem Menüpunkt auch das eingebaute Radio, den Video-Player, den Video- Photo- und Musik-DJ, die Fernbedienung und die Aufnahme für Sound.

Mit der Bluetooth-Fernbedienung kann man unter anderem seinen Audio-Player auf dem PC steuern. Aber auch das Steuern anderer Anwendungen ist möglich. Leider funktioniert hier die Verbindung zum PC nicht immer zuverlässig. Erst nach mehreren Versuchen baut das Gerät eine Remote-Verbindung auf, um den PC steuern zu können.

Die Aufnahmemöglichkeit für Sound hätte sicherlich im Organizer Bereich als Diktiergerät einen besseren Platz gefunden, da dort diese Möglichkeit fehlt. Die aufgenommenen Audio-Stücke, werden allerdings klar und deutlich wiedergegeben.

Mit den drei zur Auswahl stehenden DJ´s lassen sich die jeweiligen Dateien bearbeiten und auch erstellen.

Wie erwartet steckt hinter der Bezeichnung Cyber-Shot die Digital-Kamera. Zur Videoaufnahme gelangt man, wenn man im Kamera-Modus auf Einstellungen geht. Gleich der erste Menüpunkt lässt die Kamera zur Videoaufnahme wechseln.

Im Nachrichten-Menü können MMS-, SMS- und E-Mail-Nachrichten gesendet und empfangen werden. Zudem findet man hier auch eine Anwendung mit dem Namen RSS-Reader Dieser erlaubt es Wetter-Infos, aktuelle Schlagzeilen und Sony Ericsson News während des Surfens herunter zu laden. Die heruntergeladenen Inhalte können dann ohne eine weitere Internetverbindung gelesen werden.

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Das Erstellen einer Nachricht ist sehr einfach. Hierzu geht man im Nachrichten-Menü einfach auf Verfassen. Nun kann man zwischen einer SMS-, MMS-, Sprach- oder E-Mail-Nachricht wählen. Anschließend braucht man nur einen beliebigen Text eintragen. Dies geht, wie bereits erwähnt, wie von selbst. Ist man mit dem Schreiben fertig, braucht man nur den Joystick drücken. Jetzt kann man die Zielnummer eingeben oder auch eine Nummer aus dem Telefonbuch wählen. Bei einer weiteren Bestätigung wird dann die Nachricht gesendet.

Die T9-Worterkennung lässt sich beliebig erweitern. Sie arbeitet, wie schon bei den Vorgängern sehr zuverlässig und lässt sich sehr leicht Handhaben.

MMS-Nachrichten können mit Anhängen bis zu einer Größe von 300 Kilobyte gesendet und empfangen werden. Wie auch in den E-Mail-Nachrichten lassen sich hier beliebig viele Anhänge einfügen. Neben Audio-, Video- und Bild-Dateien lassen sich hier auch Visitenkarten und Menü-Designs versenden.

Der Music-Player dient zum Abspielen von MP3- und AAC-Dateien. Wie es sich für einen guten MP3-Player gehört, steht auch hier ein Equalizer zur Auswahl. Dieser beinhaltet vier verschiedene Einstellungen. Zudem kann man seine Einstellungen auch selbst beliebig verändern. Des Weiteren gibt es Einstellungen für die Titel- oder Album-Wiederholung und für den Zufallsmodus.

Im Datei-Manager kann man wie auf dem PC seine Ordner erstellen und verwalten. Natürlich kann man hier auch die Dateien betrachten oder abspielen. Um den freien Speicher herauszufinden, geht man einfach auf „Mehr“ um die Einstellungen zu öffnen. Anschließend geht man auf Speicherstatus. Nun hat man einen Blick auf den freien Speicher im Telefon und auf dem Memory-Stick-Micro.

Hinter den Kontakten versteckt sich das Telefonbuch. Dieses fragt beim ersten Öffnen, ob die SIM-Kontakte auf das Telefon übertragen werden sollen. Die Eintrags-Suche ist ebenfalls sehr logisch durchdacht. Um einen Eintrag zu suchen, braucht man einfach nur den beliebigen Namen einzugeben. Das Telefon zeigt dann den gewünschten Eintrag an. Auch das Erstellen eines neuen Telefonbuch-Eintrags ist sehr leicht. Das K800i unterstützt bis zu 1000 Einträge im Telefonbuch. Pro Eintrag lassen sich neben fünf Telefonnummern, die komplette Postanschrift und auch die E-Mail Adresse eintragen. Zudem hat man die Möglichkeit das Geburtsdatum der Person einzutragen. Dieses wird dann automatisch in den Kalender kopiert. Wer seinen Kontakt mit einem Bild oder einem eigenen Rufton verzieren will, hat auch hierzu die Möglichkeit.

Um einen Videoanruf zu starten geht man einfach auf Videoanruf im Menü. Dort wählt man dann einfach eine Nummer und drückt auf „Anrufen“. Voraussetzung für Videotelefonie ist allerdings, dass der Gesprächspartner ebenfalls ein UMTS-fähiges Telefon besitzt.

In der Anruf Menü-Ebene hat man die Einsicht zu den zuletzt gewählten Nummern und den empfangenen Anrufen. Aber auch unbeantwortete Anrufe werden hier angezeigt.

Im Organizer lassen sich neben Terminen, Aufgaben und Notizen auch Alarme erstellen. Zudem kann man einen Blick in den übersichtlichen Kalender werfen. Dieser wird in der Monats- und, auf Wunsch, auch in der Wochen-Ansicht angezeigt. Der Kalender bietet eine Kapazität von bis zu 300 Terminen, Aufgaben oder Geburtstagen.

Aber auch die vorinstallierten Anwendungen haben hier ihren Platz. Von Anfang an sind bereits drei Programme vorinstalliert. Neben zwei Fotobearbeitungs-Programme, bietet das K800i auch ein Programm zum Steuern von HP-Druckern. Hierüber lassen sich neben Texten auch Bilder ausdrucken.

Zu den sonstigen Organizer-Funktionen zählen noch der Rechner, die Stoppuhr und die Timer-Funktion.

Wer Geräte-Einstellungen tätigen möchte, kann dies unter „Einstellungen“ machen. Hier lassen sich neben der Uhrzeit auch Hintergrundbilder, Profile, Internet-Einstellungen und auch Anruf-Umleitungen einstellen. Zudem befinden sich hier auch die Einstellungen für die Bluetooth-Verbindung. Selten ist auch die Möglichkeit, ein Software-Update ohne PC vorzunehmen.

Aber auch die Ruftöne können im Menü der Einstellungen angepasst werden. Neben MP3-Tönen werden auch Midi und AMR-Töne unterstützt. Midi-Ruftöne gibt das Gerät mit bis zu 72-Stimmen wieder.

Die Tastensperre wird mit Drücken der Stern- und rechten Softkey-Taste aktiviert und auch deaktiviert.Test des Sony Ericsson K800i-27Wie es sich für ein voll ausgestattetes Mobiltelefon gehört, bietet das K800i viele Verbindungsmöglichkeiten. Neben Bluetooth, Infrarot, USB auch Sync-ML, mit dem das Telefon mit einen Internet-Server Synchronisiert werden kann.

Dateien lassen sich schnell und problemlos über Bluetooth und Infrarot an andere Geräte senden und empfangen. Neben Bilder, Musik und Videos lassen sich auch Visitenkarten und Menü-Designs senden.

Das K800i lässt sich sowohl mit Outlook, als auch mit Lotus Notes synchronisieren.

Die Verbindung zum PC ist ebenfalls sehr problemlos. Das Telefon kann mit Bluetooth, Infrarot oder dem USB-Kabel mit dem PC verbunden werden. Leider wird das Telefon jedoch erst nach der Treiber-Installation als Wechseldatenträger erkannt. Die Verbindung läuft allerdings schnell und zuverlässig. Auch das Übertragen von Musik über das mitgelieferte Datenkabel geht ausreichend schnell von statten.

Nach der Installation der PC-Suite wählt man erst einmal den richtigen Verbindungstyp. Ist das Gerät verbunden, kann man seine Kontakte synchronisieren, seine Termine verwalten oder auch seine Bilder am PC bearbeiten.

Aber auch die Nutzung als GPRS- oder UMTS Modem erlaubt das K800i. Es lässt sich reibungslos mit einem Notebook oder einem PDA verbinden. Wer kein USB-Kabel oder Bluetooth-Stick zur Hand hat, kann auch die Infrarotverbindung als Modem nutzen.

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Wie fast jedes heutige Mobiltelefon, unterstützt auch dieses Gerät die Sprachwahl-Funktionalität. Hierbei werden bis zu 40 verschiedene Nummern unterstützt. Die Sprachwahl arbeitet sehr zuverlässig und ist für den Betrieb im Auto besonders gut geeignet.

Aber auch die Sprachsteuerung wird unterstützt. Aktiviert man diese, kann man einen eingehenden Anruf, beim Ansagen des gespeicherten Wortes annehmen. Leider stehen hier nur zwei verschiedene Befehle zur Auswahl.

Wer während eines Gespräches wichtige Informationen erhält, kann diese im dynamisch großen Sprachspeicher aufnehmen und später anhören.

Auch das Stummschalten eines Gespräches ist möglich. Hierzu geht man auf „Mehr“ und dann auf „Mikrofon aus“. Um den Gesprächspartner wieder teilhaben zu lassen, wiederholt man einfach den Vorgang.

Ebenfalls positiv ist die interne Freisprech-Funktion. Diese ist angenehm laut und selbst auf der höchsten Stufe noch gut verständlich. Besonders gut geeignet ist diese auch während eines Videoanrufes. So braucht man nicht immer das Headset im Ohr haben, um den anderen zu verstehen.

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Wie die meisten Mobilfunk – Hersteller bietet auch Sony Ericsson in seinem Neuling eine Auswahl von Umgebungsprofilen. Standardmäßig stehen sieben Profile zur Auswahl. Diese können beliebig bearbeitet und auch umbenannt werden. Um vom Standby-Modus aus ein Profil auszuwählen, braucht man einfach nur kurz die Power-Taste des Telefons zu drücken. Sobald man dies getan hat, erscheint auf dem Display ein Menü, wo man Profile auswählen kann, die Tastensperre aktivieren kann oder natürlich auch das Telefon ausschalten kann.

Gut ist ebenfalls die Möglichkeit, das Telefon im Flugmodus zu starten. Hierbei wird der GSM- Empfänger komplett ausgeschaltet, sodass nur die Funktionen genutzt werden können, die keine Netzverbindung benötigen. Besonders für die Organizer-Verwaltung über den Wolken ist diese Funktion sehr gut geeignet.

Insgesamt sind drei Spiele vorinstalliert. Dank Java MIDP 2.0 kommen die Games sogar in 3D-Grfaik daher. Im ersten Spiel geht es darum, Fotos von seltenen Fischen zu machen. Es gibt eine Karriere-Modi und auch eine Bestenliste, die man übers Internet updaten kann. Das zweite Spiel ist ein normales, aber gut ansehnliches 3D-Minigolf-Spiel. Auch hier gibt es eine Karriere und auch eine Highscore-Liste. Das letzte Spiel ist bereits von mehreren Sony Ericsson Telefonen bekannt. Es handelt sich um ein 3D-Tennis-Spiel. Der Spielspaß und auch die Grafik sind sehr gut. Es gibt einen Turnier-Modus, einen Freispiel-Modus und auch die Möglichkeit eines Bluetooth-Spiels. Dort kann man dann gegen andere Telefone antreten und sein Können unter Beweis stellen.

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Mit dem K800i bringt Sony Ericsson einen sehr guten Nachfolger des K750i auf dem Markt. Sowohl die 3,2-Megapixel-Kamera mit ihrem Xenon-Blitz, als auch die Organizer-Funktionen sind sehr gelungen. Das K800i ist nur minimal größer als sein Vorgänger, bietet aber neben Bluetooth, und UMTS auch eine zweite Kamera für Videotelefonie. Der eingebaute Mp3-Player sowie das integrierte Radio machen einen guten Eindruck. Der Sound kommt angenehm laut und klar verständlich rüber. Die Verarbeitung des Gerätes ist ebenfalls sehr gut. Ein kleiner Nachteil ist allerdings die falsch platzierte Musikaufnahme-Funktion. Diese hätte im Organizer-Menüpunkt als Diktiergerät sicherlich einen besseren Platz gefunden.

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