Test des Sony Ericsson K660i

8 Minuten

Sony Ericsson K 660i

 

Wo „K“ drauf steht, steckt nicht immer „K“ drin. Sony Ericsson verlässt bei der Gerätebezeichnung die gewohnten Kategorien und stellt mit dem K660i ein Handy vor, das nicht zu der altbekannten Cybershot-Reihe gehört. Unter dem Motto „Überall online“ steht mobiles Internet bei diesem Gerät im Vordergrund. Im Praxistest von inside-digital.de stellt sich heraus, ob der Sprung vom Kamerahandy zum Internethandy gelungen ist.

 

Sony Ericsson K 660iDie Verpackung des K660i ist recht schlicht gehalten. In einem schnörkellosen Karton befindet sich das Handy in einem Papprahmen sowie das Zubehör in Plastikbeuteln. Neben den Bedienungsanleitungen enthält das Paket ein einfaches Headset, ein Ladegerät und ein USB-Datenkabel.

 

 

 

 

 

Sony Ericsson K 660i

 

 

Sony Ericsson K 660i

Sony Ericsson K 660iDas K660i im Farbschema „Lime on White" macht einen frischen und modernen Eindruck. Auf den ersten Blick fallen neben der Farbe die runden Zifferntasten und die hochwertig wirkende Oberfläche auf. Leider trübt sich dieser Eindruck ein, wenn man das Gerät in die Hand nimmt. Die Plastikoberflächen fühlen sich eher billig an und erwecken den Verdacht, dass das schöne Äußere bereits nach wenigen Monaten ramponiert sein könnte.

 

 

 

 

Auseinander- und zusammenbauen lässt sich das K660i sehr einfach. Datenkabel und Headset Sony Ericsson K660isitzen perfekt an ihrem Anschluss auf der unteren Geräteseite. Die Speicherkarte hat auf der linken Seite ihren Platz, rechts findet man Kamerataste und Lautstärkeregler. Auf der Vorderseite befindet sich neben dem Ziffernfeld und den üblichen Funktionstasten eine Schnellzugriffstaste für das Verfassen von Nachrichten und eine Taste für den schnellen Zugang zum Internet.

 

 

 

 

 

 

Die Bedienung des Handys über das Steuerkreuz und die Tastatur funktioniert ohne Probleme. Der Druckpunkt der Tasten ist angenehm Sony Ericsson K660iund die Steuerung genau. Durch den guten Abstand der Zahlen auf dem Tastenfeld ist das blinde Tippen einer SMS ohne weiteres möglich und die präzise Eingabe von Nummern und Wörtern garantiert. Der Vibrationsalarm verrichtet ohne Grund zur Beanstandung seinen Dienst.

Sony Ericsson K 660iTelefonate mit dem K660i sind auch unter schwierigen äußeren Bedingungen in guter Qualität möglich. Baustellenlärm, Kneipengespräche oder überfüllte Bahnen tun der Verständlichkeit auf beiden Seiten keinen Abbruch. Bei Bedarf lässt sich die Lautstärke des Hörers vor und während des Gesprächs nachjustieren. Während des Gesprächs ist diese Funktion auch über die Lautstärke-Tasten auf der Geräteseite möglich, so dass der Hörer nicht vom Ohr genommen werden muss.

 

 

Die theoretische maximale Gesprächsdauer mit dem K660i liegt nach Angaben von Sony Ericsson bei ungefähr vier Stunden im UMTS-Betrieb, im Standby-Modus sollen es gut zwei Wochen sein. Auch wenn diese Laborwerte in der Realität nicht zu erreichen sind, kann man über die Laufzeit des Handys nicht meckern. Auch der häufige Gebrauch des mobilen Internets wirkt sich nicht übermäßig stark auf den Stromverbrauch aus.

 

Sony Ericsson K 660iIn puncto Farbbrillianz, Schärfe und Auflösung des Menüs, der Spiele und der Internetseiten gibt sich das K660i keine Blöße. Sowohl im Dunkeln als auch bei hellem Tageslicht ist auf dem Display alles zu erkennen. Die Helligkeit des 4,1 mal 3,2 Zentimeter großen Displays lässt sich außerdem nach den eigenen Bedürfnissen einstellen.

 

 

Wer seinem Handy einen individuellen Touch geben möchte, sollte einen Blick auf die unterschiedlichen Startbilder, Hintergründe und Bildschirmschoner werfen, die bei Bedarf aus den eigenen Fotoalben ergänzt werden können. Eine Auswahl von Profilen steht zur Verfügung, um auch das Menü des K660i den eigenen Wünschen anzupassen.

 

 

Die integrierte Kamera ist nicht unbedingt das Aushängeschild des Handys. Über die seitliche Schnellwahltaste oder aus dem Menü steht sie nach kurzer Ladezeit für Schnappschüsse und kleine Videoclips zur Verfügung. Die Einstellungsoptionen der 2,0-Megapixel-Kamera ohne Fotoleuchte und Blitz entsprechen dem einfachen Standard für Digitalkameras. Besondere Bildqualität und gestochen scharfe Aufnahmen darf man jedoch trotz „K" im Handynamen nicht erwarten. Auf der mitgelieferten Speicherkarte ist Platz für Dateien bis zu einer Gesamtgröße von 256MB.

 

Sony Ericsson K 660i

 

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Sony Ericsson K 660i
Sony Ericsson K 660i

Klar, einfach und intuitiv. Die Menüführung des K660i hält sich an den bewährten Standard von Sony Ericsson und ist auch für Markeneinsteiger leicht verständlich.

 

 

Mit den Navigationstasten und optisch unterstützt durch Icons findet man sich leicht im Menü zurecht. Die Schnellzugriffstasten sind zum Großteil fest belegt mit den Funktionen Internet, Nachrichten, Medien und Telefonbuch.

 

 

Zwei Tasten des Steuerkreuzes lassen sich jedoch mit weiteren Wunschfunktionen versehen. Darüber hinaus sind alle wesentlichen Funktionen auch über das Hauptmenü leicht erreichbar.

 

 

Das Tastenfeld lässt sich mit Kurzwahlen für die wichtigsten individuellen Telefonnummern belegen. Die Anrufliste lässt sich unsortiert oder in entgangene, angenommene sowie selbst gewählte Gespräche unterteilt darstellen. Unter „Einstellungen" können die Grundfunktionen des Handys wie Klingelton, Rufumleitungen und Displayeinstellungen verändert werden.

 

 

E-Mails, MMS und SMS verfasst man mit der T9-unterstützten Texteingabe ohne größere Probleme. Ein Zähler schaltet sich bei Kurznachrichten erst ab dem 140. Zeichen ein.

 

 

Das Einrichten eines E-Mail-Postfachs und das Abrufen von RSS-Feeds ist unkompliziert. Auf Basis von RSS-Feeds lässt sich auf dem Startbildschirm auch ein Nachrichtenticker einrichten, um unterwegs auf dem Laufenden zu sein. Neben der manuellen Tastensperre kann man auf Wunsch auch eine automatische Sperre einrichten.

Sony Ericsson K 660iUm mit anderen Geräten Daten auszutauschen oder um als Modem zu fungieren, lässt sich das K660i per Datenkabel oder Bluetooth mit anderen Handys verbinden. Als Unterstützung kann man dafür auf das mitgelieferte Programm „PC Suite" von Sony Ericssson zurückgreifen.

 

 

Auch für die Synchronisation des persönlichen elektronischen Terminkalenders oder Adressbuchs mit dem Handy steht die „PC Suite" zur Verfügung. Einziges Manko: Wer kein Windows nutzt, bleibt außen vor. Die Suite ist nur für Microsoft-Betriebssysteme ausgelegt. Die Verbindung mit Bluetooth-Geräten wie Headset oder Lautsprecher ist unkompliziert und funktioniert tadellos.

 

 

 

Sony Ericsson K 660i
Sony Ericsson K 660i
Sony Ericsson K 660i
Sony Ericsson K 660i

 

 

Im Telefonbuch des K660i ist die Vielfalt der möglichen Kontaktdaten groß. Telefonnummern, Adressen, Foto und Geburtsdatum lassen sich im Speicher hinterlegen.

 

 

Für jede Rufnummer kann außerdem eine gesprochene Kurzwahl definiert werden. Die Spracherkennung funktioniert allerdings so unzuverlässig, dass diese Funktion keinen wirklichen Mehrwert bietet. Während des Telefonats kann man Gesprächsausschnitte aufzeichnen, das Mikrofon stumm schalten oder zwischen verschiedenen Anrufern wechseln. Die integrierte Freisprecheinrichtung liefert passable Tonqualität.

 

 

Für verschiedenste Lebenslagen stehen dem Nutzer unterschiedliche Profile zur Verfügung, um Klingeltöne, Vibrationsalarme und Anrufeinstellungen der jeweiligen Situation anpassen zu können. Im Organizer stehen einfache Standard-Funktionen zur Verfügung. Neben Wecker, Stoppuhr und Rechner gibt es eine Notizfunktion, einen Aufgabenspeicher und einen Terminkalender.

 

 

Im Unterhaltungsprogramm des K660i sind die Spiele „JC does Texas", „Quadra Pop" und „Rollercoaster Rush 3D" vorinstalliert. Weitere Programme wie „PhotoDJ", „VideoDJ" und „Music DJ" helfen beim Zeitvertreib. Der MP3-Player verfügt über alle Standard-Funktionen.

 

 

Sony Ericsson K 660i

Das K660i soll vor allem im mobilen Internet punkten. Leider steht dem ungetrübten Surfvergnügen jedoch das nicht allzu groß geratene Display im Weg, so dass das Handy seine zweifellos vorhandenen Software-Stärken nicht richtig ausspielen kann.

 

 

Da der MP3-Player und die Kamera sowie die weiteren Funktionen des Geräts nur dem aktuellen mittleren Standard entsprechen, sitzt das K660i zwischen den Stühlen. Als Einstieg in die Welt des mobilen Internets ist es eine vernünftige Option, für fortgeschrittene und anspruchsvollere Nutzer ist das Gerät jedoch nicht zu empfehlen.

 

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