Test des Sony Ericsson K530i

18 Minuten

Sony Ericsson k530i: Draufsicht

Konnte man vor wenigen Jahren noch die Handys des japanisch-schwedischen Joint-Ventures Sony Ericsson an einer Hand abzählen, reiht sich mittlerweile der Handyhersteller locker bei den ganz großen Anbietern ein. Praktisch jede Form und Ausstattung hat man im Angebot, und dabei oft Handys, die sich technisch stark ähneln, jedoch unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Das jüngste Mitglied ist das Sony Ericsson K530i, das man optisch und technisch am ehesten mit dem erfolgreichen Mittelklasse-Barren K610i vergleichen kann, was wir auch in unserem Testlabor getan haben.

Sony Ericsson k530i: VerpackungEine Überraschung ist es nicht, was man bekommt: Die Schachtel, inzwischen bei Sony Ericsson einheitlich in quadratischer Boxenform, hat gleich ab Werk mit einem bronze-silbernen Muster (das sich später als Champagner-Silber herausstellt) die Farbe des Handys übernommen. Das Handy liegt gleich obenauf, und zwar, ohne aus Versehen das falsche Handy zu verkaufen, praktisch und gut sichtbar unter einer Klarsichtfolie.

 

 

Einmal die Handyhalt-Pappe gelupft, erspäht man direkt das mitgelieferte Zubehör: Ein Stereo-Headset mit Rufannahmetaste und einem Anschluss für ein anderen Kopfhörer, das Datenkabel, die 512 Megabyte-Speicherkarte, einen Berg Kurz- und Langanleitungen sowie die obligatorische Software.

 

Sony Ericsson k530i: Lieferumfang

Sony Ericsson k530i: TastaturWer die Geschichte der hierzulande im Handel befindlichen Sony Ericsson-Handys ein wenig verfolgt, und noch das eine oder andere Handydesign vor Augen hat, erkennt einmal mehr die Parallelen zum K610i: Flaches Gehäuse, große Tasten (die in letzter Zeit nur noch sporadisch bei Sony Ericsson zu finden sind), die auch auf den zweiten Blick dem „Original" verdächtig ähnlich sehen, und ein in der Mitte angebrachter, dezenter Navi-Key.

Ein paar durchweg positive Verbesserungen lassen sich dennoch finden, und eine von denen ist haptischer Natur: Die Rückseite des Handys besteht aus einer Soft-Touch-Oberfläche, welche sehr griffig ist und das Abziehen des Akkudeckels kinderleicht gestaltet. Ein leichter Druck auf die Klappe, ein vorsichtiges Schieben, und schon ist der Akku befreit.

Ebenfalls ein Einfaches ist das Entfernen der SIM-Karte: Wie zum Beispiel beim K800i ist das Entfernen mit nur einem Finger möglich. Ein langwieriges Fummeln, wie bei anderen Handy üblich, entfällt damit.

Sony Ericsson k530i: GrößenverhältnissNun aber los, der Akkudeckel sitzt, und schon hält man ein wirklich formschönes Gerät in der Hand, das einen unweigerlich an das K610i erinnert. Das Gehäuse ist dank Softtouch auf der Rückseite griffig, es schmeichelt geradezu der Hand. Alles macht einen durchdachten und stimmigen Eindruck.

Auch die Elemente der Vorderseite sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Ein großes, dunkles und nur leicht spiegelndes Display, gleich darunter die gut aufeinander abgestimmten Bedientasten. Der Rahmen um das Display ist in dunkler Rauchglas-Optik gehalten, das restliche Handy in bronzefarbenem (oder eben Champagner-Silver) Kunststoff.

Anschlüsse findet man da, wo man sie bei Sony Ericsson gewohnt ist: An der linken Seite des Handys befinden sich das geschützte Schubfach für den Memory Stick sowie die Ein- und Ausschalttaste für den Walkman, rechts die Lautstärketasten sowie die Kamerataste. An der Oberkante befindet sich noch ein etwas zu klein geratener An- und Ausschalter, den man leider nur mit Fingerspitzengefühl bzw. einem Stift gut bedienen kann. Unten wartet, auch das ist keine große Überraschung, der Anschluss für das Ladegerät oder aber das Datenkabel. Die Spaltmaße sind sehr gering und die Tasten weisen keinerlei Angriffsflächen für Schmutz und Staub auf. Das Handy wirkt sehr robust. Es scheint auch einen Sturz ohne größere Schäden überstehen zu können. Die Anschlussstelle für Headset, Ladekabel und USB-Kabel lässt sich das Anschließen von Zubehör konfliktfrei gefallen. Es hält gut und kann nicht unbeabsichtigt, etwa in der Tasche, herausrutschen.

Sony Ericsson k530i: Handy beleuchtetMit seinen 92 Gramm liegt das K530i in einer guten Handy-Gewichtsklasse. Sehr positiv: Es liegt hervorragend in der Hand, die Tasten sind ohne große Verrenkungen erreichbar und auch im Dunkeln gut zu erfühlen. Blind SMS-Tippen ist möglich, zumal man die kleinen Erhöhung auf der Taste „5" deutlich spürt. Ebenfalls gut angelegt sind die Funktionstasten, ist doch zwischen diesen ausreichend Platz, um nicht aus Versehen falsch zu drücken. Der Vibrationsalarm ist gut spürbar, funktioniert auch mit Klingelton und ist zudem dezent genug, um nicht in einer ruhigen Umgebung zu sehr zu stören. Das Navigieren in den verschiedenen Menüs und das Steuern der Musik erleichtert das leicht bedienbare Steuerelement in der Mitte des Gerätes erheblich.

Sony Ericsson k530i: HeadsetDer Empfang des K530i ist einwandfrei. Man hat den Eindruck, ein K610i in Händen zu halten. Legt man beide, den vermeintlichen Vorgänger und einen Nachfolger, nebeneinander, so hat man exakt die gleiche Feldstärke. Das gilt sowohl im GSM- als auch im UMTS-Netz, wobei sich der Empfang des letzteren einfach über das Menü deaktivieren lässt, um nicht unnötige Akku-Energie zu verbrauchen. Bemerkenswert: Selbst in schwachen Netzen, an Orten mit schlechtem Empfang oder bei schneller Fortbewegung ist ein Gesprächsaufbau möglich. Was als kleiner Wermutstropfen bleibt: Das Handy ist mit einem sehr zügigen Netzwechsel ausgestattet, es springt also schneller von einem Funkmast zum anderen und bricht damit eher mal ein Telefonat ab als andere.

Auch die Sprache kann sich hören lassen: Einen Gesprächspartner kann man laut und deutlich verstehen. Sollte dieser mal zu laut werden, braucht man das Gerät nicht weiter vom Ohr weg halten. Hier genügt die simple Lautstärkeanpassung mit dem Zeigefinger mittels Kippschalter an der Seite. Auch flüsternde Personen sind gut zu verstehen. Die Qualität ist bei Anrufen in das Festnetz noch um einiges besser, was jedoch auf die Gegenstelle zurückzuführen ist.

Gesprächs- und Standbyzeit sind mit gemessenen guten fünf Stunden, bzw. etwas über zehn Tagen sehr ordentlich. Auch bei hoher Belastung durch den Musikspieler oder die Kamera hält der Akku gut durch.

Auch das Display scheint auf den ersten Blick ein alter Bekannter zu sein: Mit 176 x 220 Pixel hat es die gleiche Auflösung wie schon das K610i. Der Unterschied zwischen beiden wird jedoch erkennbar, wenn man das Telefon einschaltet: Die Farbwiedergabe und Schärfe beim K530i sind hervorragend, und so auch die Beleuchtung. Die Werte, die diese Anzeige schafft, stellen locker die Vorgänger in den Schatten. Wer mit der Beleuchtung des alten Displays bereits glücklich war, der kann das des K530i um ein ganzes Stück dimmen, Energie sparen und lächeln. Das bedeutet auch, dass die Lesbarkeit bei Sonnenlicht gut bleibt, verrenken, um etwas zu erkennen, muss man sich hier nicht. Im Dunkeln ist die Lesbarkeit hervorragend.

Sony Ericsson k530i: DraufsichtIn Sachen Displayeinstellungen hat das K530i viel zu bieten. Sowohl verschiedene Designs, als auch Hintergrundbild, Startbildschirm und Bildschirmschoner können individuell angepasst werden. Auch die Helligkeit des Displays kann nach den persönlichen Wünschen reguliert werden, der Kontrast jedoch nicht. Wer noch über ausreichendes Sehvermögen verfügt, der sollte das Display übrigens ruhig ein wenig dimmen, verbraucht es dadurch doch deutlich weniger Strom. Vorgefertigte Profile gibt es einige, diese sind sinnvoll angepasst, können aber auch selbst modifiziert werden.

In Sachen Fotofunktion ist das Handy für die mobiltelefonische Mittelklasse gut gerüstet, über das Thema „Video" spricht man auch hier besser nicht. Aktiviert man die Kamera, was sowohl über die seitliche Taste als auch das Menü möglich ist, hält man das Gerät wie gewohnt horizontal und nutzt das Display als Sucher. Verschiedene Aufnahmequalitäten (2MP – 1600 x 1200, 1MP – 1280 x 960 Pixel und VGA – 640 x 480) und Bildoptimierungen (schwarzweiß, solarisieren, negativ, etc.) lassen kaum Wünsche offen.

Die Kamera hat eine digitale Zoomfunktion, einen Makromodus für Nahaufnahmen, einen Nachtmodus für sehr dunkle Aufnahmen, verschiedene Verschlusstöne (erklingen beim Abdrücken), einen Selbstauslöser, Weißabgleich und natürlich ist das Speicherziel frei definierbar. Als wenn das alles noch nicht genügt, bietet die Kamera verschiedene Aufnahmemodi. So z.B. eine Panoramafunktion mit bis zu drei Bildern nebeneinander und eine schnelle Bildfolge. Bei dieser werden vier Bilder schnell hintereinander aufgenommen, was allerdings zur Folge hat, dass die Bildqualität aufgrund der schnellen Bildfolge automatisch gesenkt wird (VGA 640 x 480). Dieser Effekt tritt auch bei den Panoramabildern auf, auch wenn ich mir nicht erklären kann, warum das so ist. Das Auslösen eines normalen Fotos in bester Qualität dauert etwa 1,5 Sekunden, was unter anderem am automatischen Fokussieren liegt.

Ein Video kann maximal mit 176 x 144 Pixel aufgenommen werden, da die Bildfolge hier ungleich höher ist. Das führt wiederum zu der bei Sony Ericsson schon bekannt schlechten Videoqualität, welche von praktisch allen anderen Herstellern locker in den Schatten gestellt wird. Eine zusätzliche Beleuchtung, mit welcher sich bessere Bilder auch nachts machen lassen, sucht man vergeblich. Davon lässt man also besser die Finger.

Alle Bilder und Videos werden bevorzugt auf der beiliegenden Speicherkarte abgelegt, welche heutzutage für einen Musik- und/oder Fotofreund ein praktisch unverzichtbares Extra darstellt.

 

 

Sony Ericsson k530i: Handy beim Fotografieren
Sony Ericsson k530i: Menü
Sony Ericsson k530i: Neuer Kontakt
Sony Ericsson k530i: Nachricht verfassen
Sony Ericsson k530i: Kalender
Sony Ericsson k530i: Dataimanager
Sony Ericsson k530i: Profile
Sony Ericsson k530i: Tennis
Sony Ericsson k530i: Verbindungen

Mit nur einem Druck auf die in der Mitte befindliche, halbkugelförmige Taste, kommt man in die zentrale Bedienung des K530i. Das Menü selbst ist übersichtlich auf einer Seite dargestellt. Hierbei kommen die Themes zum Einsatz, deren Icons schon zu den Klassikern bei Sony Ericsson gehören. Man kann durch Drücken einer Zahl direkt in ein bestimmtes Menü gelangen, etwa die „5" für die Nachrichten. Alternativ kann man über die Navigationstasten steuern. Das System ist absolut transparent und einfach, und wer sich immer noch für ein Nokia-Handy „aufgrund der einfacheren Menüführung" entscheidet, der sollte sich vielleicht die Scheuklappen abnehmen lassen.

Die Untermenüs sind wie gewohnt variabel aufgebaut. Gewöhnlich sind die einzelnen Punkte untereinander angeordnet, die Anrufe und Optionen haben jedoch zusätzlich Registerkarten, welche sich durch horizontales Navigieren erreichen lassen. Die Weglängen sind erträglich, allerdings braucht man etwa zur Auswahl eines Bildschirmschoners mindestens acht Klicks zuzüglich der Wahl des entsprechenden Bildes. Dafür gibt es im Gegenzug viele Schnellzugriffsfunktionen. Da wären etwa die vier frei definierbaren Richtungstasten des Navigationsrades, die Verknüpfungstaste, welche schnellen Zugriff auf wiederum frei wählbare Funktionen bietet oder die Kurzwahlfunktion der Ziffern „2" bis „9".

Das Schreiben von Textnachrichten, MMS und E-Mails ist denkbar einfach. Die Eingabehilfe ist lernfähig, die Tasten gut und schnell zu drücken. Während der letzten 20 Zeichen macht der Zeichenzähler darauf aufmerksam und ein Ton erklingt, sobald das Ende der ersten SMS erreicht ist und eine neue beginnt. Das ist jedoch nur bedingt gut: Immer wieder muss man Nachrichten nachkorrigieren, will man mit den verbleibenden 20 Zeichen noch sinnvolle Inhalte transportieren.

Die Anruflisten erreicht man schnell über die linke Softtaste und kann dort mit seitlichem Druck auf den eleganten Navi-Key durch die vier Register (Alle, Angenommen, Gewählt und Unbeantwortet) navigieren.

Überall, wo das Dateisystem benötigt wird, etwa beim Einfügen von Bildern, beim Anschauen des Fotoalbums oder der Auswahl eines Hintergrundbildes kommt das gleiche Interface zur Geltung, was die Suche vereinfacht. Sehr praktisch ist auch das Hilfesystem. Wo immer ein Punkt unklar ist, gibt es eine Information zu der entsprechenden Einstellung. Sollte mal eine noch unbelegte Taste gedrückt oder eine Funktion ausgewählt werden, die weitere Einstellungen benötigt, wird das erklärt und eine Lösung angeboten. So wird man bei nicht eingestecktem Headset und der Auswahl des Radios darauf hingewiesen, dass dieses unbedingt benötigt wird, da dort die Antenne integriert ist. Das ist interessant, bekommt man beim Benutzen den Eindruck, dass das Headset dem Empfang keineswegs verbessert, sondern das Handy selbst für den Empfang zuständig ist.

Der dezent eingelassene und trotzdem gut bedienbare Kippschalter an der rechten Seite kann neben der Lautstärkeregelung während des Musikhörens auch durch längeres Drücken zum vorherigen oder nächsten Titel springen lassen. Die Lautstärke des integrierten Lautsprechers ist erstaunlich: Nur wenige Mobiltelefone sind derart gut zur Beschallung auch größerer Räume geeignet wie das K530i.

Ebenfalls gut: Das Headset ist kinderleicht anzuschließen und lässt sich auch einfach in den Ohren und an der Kleidung befestigen, so dass das Mikrofon immer in Hörweite ist. Will man allerdings die Sprachwahl nutzen, muss man zuerst einen kleinen Knopf am Headset drücken, der durch die runde Form nicht ohne weiteres zu finden ist.

Sony Ericsson k530i: USB-KabelWie es sich für ein modernes Handy gehört, verfügt das K530i über einen ganzen Satz verschiedener Möglichkeiten Verbindungen zu schaffen. Dazu gehören neben den Standards Bluetooth und UMTS.

Durch seine Bluetoothschnittstelle erfüllt das k530i natürlich alle Voraussetzungen für gute Kurzstreckenkommunikation im Jahr 2007. Die Nachfrage nach Infrarot-Schnittstellen ist doch inzwischen unterirdisch niedrig. Die Verbindung mit anderen Handys funktionierte dabei genauso hervorragend wie mit einem PC, Mac oder Headset. Prima ist die Unterbringung des neuen Stereostandards A2DP, der auch Musik in bester Qualität auf ein kabelloses Stereoheadset überträgt. Wer übrigens eine Infrarot-Schnittstelle sucht, der tut dies vergeblich. Stören tut das nicht wirklich, denn eine derart steinzeitliche Verbindung gehört wahrlich in die technische Mottenkiste.

 

Dafür sorgt das mitgelieferte USB-Kabel für problemfreie Kommunikation zwischen PC und Handy, welche leider recht träge ist, vor allem wenn es um größere Datenmengen geht, etwa beim Überspielen von MP3-Dateien. Weiterhin ist die Synchronisation mit PC oder PDA möglich, auch das Empfangen und Senden von E-Mails ist per POP3, SMTP und IMAP4 möglich.

 

Das Telefonieren im Auto ist dank Headset und Freisprecheinrichtung sehr komfortabel und sogar legal. Die Tonqualität ist gut, Sprachwahl und Sprachbefehle können genutzt und auch eine externe Antenne kann angeschlossen werden. Einen Nachteil hat das Gerät aber bei der Verbindung mit vorbereiteten Freisprecheinrichtungen in moderneren Autos – es überwacht – auch wenn das Auto ausgeschaltet ist, permanent das Umfeld, um eventuelle Sprachbefehle aufzunehmen. Das reduziert die Haltbarkeit des Akkus erheblich.

 

Auch ins Internet kann man sich mit dem K530i problemlos wagen: Dank des vorinstallierten Netfront-Browsers lassen sich auch Webseiten, die nicht extra für ein WAP-Handy angepasst wurden, anzeigen. Dabei verkleinert der Browser die Seiten, um weiterhin den Großteil der Informationen darstellen zu können. Auch lassen sich Webseiten im Querformat anzeigen, was gerade bei umfangreicheren Informationen hilfreich ist.

 

Auch wer seinen PC unterwegs in das Netz der Netze einklinken will, kann sich seines K530i bemächtigen: Sowohl via Datenkabel als auch via Bluetooth verwandelt es sich flugs in ein Modem, das ein Notebook mit der Außenwelt verbindet.

Was heute zur Standardausstattung eines Sony-Ericsson-Mittelklassehandys gehört, ist bei anderen Herstellern nur in der Oberklasse zu haben: Neben den allgemein üblichen Telefonfunktionen (anklopfen, makeln, halten, Konferenzschaltung, Stummschaltung etc.) ist das Menü reichhaltig ausgestattet. So besitzt es beispielsweise einen Sprachspeicher, der dank dynamischer Speicherung je nach Speicherplatz genutzt werden kann.

 

Der Kalender ist, wie bei Sony Ericsson üblich, ebenfalls sehr umfangreich. Neben der normalen Monatsansicht bietet er auch eine Wochen- und eine Tagesansicht. Zudem können Termine mit Anfangsdatum/-zeit und Enddatum/-zeit gespeichert werden. Geburtstage werden direkt aus dem Adressbuch in den Kalender übernommen. Einzelne Termine können kopiert, verschoben oder auch via Bluetooth, SMS, E-Mail oder MMS gesendet werden. Beim SMS-Versand werden diese allerdings immer mal wieder, je nach Umfang, in mehrere Nachrichten zerteilt, weshalb man diesen Weg der Distribution hinterfragen sollte.

 

Das Adressbuch kann, wie üblich, pro Kontakt bis zu fünf Nummern speichern, zusätzlich können Mailadresse, Webadresse, Bild, persönlicher Rufton, Sprachbefehl für jede Nummer, Titel, Firma, Straße, Ort, Bundesland, PLZ, Land (Straße bis Land auch noch privat), Bemerkungen und zusätzlich noch der Geburtstag gespeichert werden. Über die Optionen ist neben einer Datensicherung auf der Speicherkarte auch das Senden des kompletten Adressbuches via Bluetooth möglich.

Sony Ericsson k530i: Ansicht oben
Sony Ericsson k530i: Ansicht oben links
Sony Ericsson k530i: Ansicht Seite
Sony Ericsson k530i: Ansicht unten links

Im Menüpunkt Organizer befindet sich unter anderem der Punkt „Alarm". Man kann den Alarmton frei wählen und zusätzlich einen regelmäßigen Alarm definieren, auch kann man sich seinen eigenen Radiowecker bauen: Mit angeschlossenem Headset, das hier als Antenne fungiert, macht man das Telefon zu einem Wecker, der mit dem Lieblingssender den Tag beginnt.

 

Auch dabei: Die Aufgabenfunktion dient der Speicherung von noch zu erledigenden Aufgaben oder Anrufen und speichert diese inklusive Erinnerungsfunktion ab. Nach Erledigung kann eine Aufgabe als erledigt markiert werden und steht so zum späteren Abruf bereit. Notizen können auch gespeichert werden.

 

Der integrierte Taschenrechner beherrscht Division, Multiplikation, Addition und Subtraktion. Zudem kann das Vorzeichen gewechselt werden, Dezimalwerte werden akzeptiert und ein Wert kann in den Zwischenspeicher gelegt werden. Dieser erlischt aber mit dem Verlassen des Rechners.

 

Weiterhin befinden sich im Organizer ein Timer (Countdown), eine Stoppuhr und eine Brieftaschenfunktion, in der wichtige Daten wie Geheimzahlen passwortgeschützt gespeichert werden können.

 

Der MP3-Player kann bequem über das Kurzwahlmenü erreicht werden. Einen direkten Zugriff wie bei Walkman-Handys gibt es leider nicht. Einmal im Menü angekommen, kann man wie gewohnt direkt alle Titel abspielen oder über die rechte Softtaste ein Menü aufrufen, der Navigationsring dient dabei zum Vor- und Zurückspulen. Nun stehen verschiedene Funktionen zur Verfügung: Minimieren (bei laufender Musik), Informationen (ruft detaillierte Informationen über die Datei auf), Abspielmodus (Zufällige Wiedergabe und Schleife), Equalizer (Normal, Bass, Mega BassTM, Sprache und Höhenanhebung. Manuelle Einstellung ist möglich), Sortieren (nach Interpret, Titel und Originalfolge), Senden und Löschen. Betätigt man die Zurücktaste rechts neben der Walkmantaste, erhält man eine Übersicht der auf dem Handy vorhandenen Musik und kann nach mehreren Sortierungen den gewünschten Song oder eine Abspielliste auswählen. Der Klang ist – speziell im Mega BassTM – Modus – mit dem Headset sehr gut. Auch ohne Headset ist er durchaus akzeptabel und außerdem erstaunlich laut.

 

Wer nicht weiß, wie ein Lied heißt, dem wurde beim k530i noch ein echtes Schmankerl beigelegt: TrackID, eine Software, mit welcher man ein Stück aufnehmen und an den Grace-Note-Server schickt. Dieser antwortet prompt und schickt den Titel, den Interpreten und damit alle wichtigen Infos aufs Handy. Ein tolles Werkzeug, das hervorragend funktioniert und völlig zu unrecht nur im Nebensatz erwähnt wird. Zwei Spiele werden von Haus aus mitgeliefert: Investigators und Tennis.

 

Sony Ericsson k530i: zerlegtes Gerät

Sie waren mit dem K610i glücklich oder fanden das Handy schon immer ganz schick? Sie suchen ein gutes Allround-Handy mit Radio? Sie wollen ein Mobiltelefon für alle Lebenslagen, auf das Sie sich verlassen können? Wenn Sie eine dieser Fragen mit „ja" beantworten können, dann kaufen Sie sich das Sony Ericsson K530i. Hier ist alles drin, was man heute von einem ordentlichen Handy erwartet, in einer schicken Verpackung und zum moderaten Preis.

Sicherlich: Technisch hat sich im Vergleich zum K610i nicht wirklich viel getan, die Highlights passen in eine Zeile: Es ist etwas dünner, das Display heller und hat nun ein Radio. Echte Technik-Highlights finden Sie hier nicht, dafür aber eine Menge etablierter Funktionen, die von Sony Ericsson eine behutsame Überarbeitung erfahren haben. Kurz: Man bekommt gute Mittelklasse-Qualität.

Da der Preis der gleiche sein dürfte wie bereits bei dem Vorgänger, sollte man hier bedenkenlos zugreifen. Für die kommenden zwei Jahre sind Sie mit dem K530i bestens gerüstet.

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