Test des Sony Ericsson K510i

13 Minuten

Test des Sony Ericsson K510i-1 "Für Bilder, die es sich zu zeigen lohnt." So bewirbt Sony Ericsson das K510i, ein Business – Handy aus der K-Serie, welches neben Photographie und Bildbearbeitung natürlich auch einiges an Business – Tools zur Verfügung stellen kann. Ob es nur in diesen Gebieten glänzt oder auch die restlichen Funktionen dem hohen Standard eines Sony Ericsson Handys entsprechen, haben wir für Sie in unserem Testlabor herausgefunden.Test des Sony Ericsson K510i-2Wie man es von Sony Ericsson gewöhnt ist, wurde auch das K510i ordentlich verpackt. Eine stabile Pappschachtel schützen das Handy samt Zubehör.

Dazu gehören neben der Kurz- und der Bedienungsanleitung – beide werden in Deutsch, Französisch und Italienisch geliefert – die Sony Ericsson PC Suite auf einer CD-ROM, ein Ladegerät und ein Datenkabel. Ein Headset ist leider nicht im Lieferumfang enthalten.

Die Kurzanleitung ist gut illustriert und erklärt auch dem Laien verständlich, wie SIM – Karte und Akku eingelegt werden. Auch die Kamerafunktionen werden erklärt.

Wie üblich, ist die Bedienungsanleitung sehr umfangreich und erklärt alle Funktionen sehr detailliert.

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Test des Sony Ericsson K510i-5Wer sein Handy gerne in seine Einzelteile zerlegt, um es kurz darauf wieder zusammenzubauen, wird mit dem K510i seine wahre Freude haben – es bieten sich viele Möglichkeiten. Wer dies nur tut, um SIM – Karte und Akku einzulegen, wird durch die Kurzanleitung hervorragend beraten. Einzig unschön ist, dass die SIM – Karte durch das Einschieben in das dafür vorgesehene Fach – verkratzen kann.

Mit schlichtem Design erfüllt das Gerät die Erwartungen an ein Business–Handy. Geht man allerdings ins Detail, fallen einige Kleinigkeiten auf, die durchaus besser durchdacht werden könnten. So fehlt etwa ein Kippschalter für die Lautstärke an der Seite des Gerätes. Diese muss während eines Gespräches recht mühsam durch den Navigationsknopf geregelt werden, welcher sich in der Mitte direkt unter dem Display befindet.

Test des Sony Ericsson K510i-6Links neben dem Navigationsknopf befinden sich ein Softkey und gleich darunter der Zurück – Knopf. Auf der gegenüberliegenden Seite teilen sich ein zweiter Softkey und der Lösch – Knopf den verfügbaren Platz. Direkt unter diesem Abschnitt befindet sich das Tastenfeld, welches dem Standardlayout entspricht.

Zusätzlich besitzt das Handy einen Knopf für die Kamera auf der linken und den Knopf für das Verknüpfungsmenü auf der rechten Seite. Dieser ist leider schlecht bedienbar und löst selten schon beim ersten Versuch die gewünschte Funktion aus.

Auf der Rückseite des K510i befindet sich die Kameralinse. Leider ist diese nicht von einer Klappe geschützt: Staub kann also schnell eindringen.

Alles in allem wirkt das Äußere des K510i robust und widerstandsfähig und kann gewiss den einen oder anderen Sturz unbeschadet überstehen. Die verarbeiten Materialien sind qualitativ hochwertig und nichts scheint schlecht verarbeitet oder billig zu sein.

Wer gerne blind SMS schreibt, ist mit diesem Gerät gut bedient. Die Tasten sind sehr gut spürbar, auch gibt es auf der Taste Fünf zwei Noppen, die die Orientierung zusätzlich erleichtern.

Die blinde Bedienung des Navigationsrades fällt schwer, da es nicht sehr präzise arbeitet. So kommt es schon mal vor, dass sich das Telefonbuch öffnet (nach unten), anstelle des SMS – schreiben Bildschirms (nach links).

Der Vibrationsalarm ist kräftig und gut in der Tasche spürbar. Dieser funktioniert auch mit Rufton und kann drei Eigenschaften haben: Ein, Ein wenn kein Ton und Aus.Test des Sony Ericsson K510i-7Über Sprachqualität und Empfang kann man sich nicht beklagen, selbst in den eher schwachen Netzen von E-Plus und O2 ist der Gesprächspartner auch in schlechteren Empfangsgebieten noch deutlich zu verstehen.

Durch die Lautstärkeregelung während des Gesprächs, versteht man den Gesprächspartner auch an einer stark befahrenen Straße noch ausreichend gut. Leider ist diese etwas kompliziert einzustellen – man muss den Navigationsknopf nach oben drücken, um die Lautstärke zu erhöhen.

Die Gesprächszeit ist mit den vom Hersteller angegebenen sieben Stunden ganz ordentlich. Effektiv hängt diese natürlich genau wie die Standby–Zeit (bis zu 360 Stunden) von verschiedensten Bedingungen ab. Im Normalbetrieb ist eine Gesprächszeit von fünf Stunden durchaus realistisch. Ohne großartige Nutzung von Kamera und MP3 – Player kommt man auf ungefähr zehn Tage, was 240 Stunden entspricht.Test des Sony Ericsson K510i-8Das Display des K510i ist mit 30 x 38 Millimetern groß genug um alle Informationen ordentlich darzustellen, aber noch nicht groß genug, um wirklich zu den richtig großen Displays gezählt zu werden. Die Auflösung ist mit 128 x 160 Pixel auch recht dürftig, letztlich aber völlig ausreichend. Die dargestellten Inhalte wirken nicht verpixelt.

Farbwiedergabe und -brilllianz sind auch in Ordnung. Zudem sind die Bilder scharf genug. Wer allerdings sehr viel Wert auf exakte Darstellung – ohne Einbußen – Wert legt, sollte sich ein Gerät mit einer höheren Auflösung zulegen.

Hat man die höchste einstellbare Helligkeit des Displays ausgewählt, sind die Bilder auf dem Display auch bei starker Sonneneinstrahlung noch zu erkennen, wenn auch nur schwach.

In der Dunkelheit hingegen sind Tasten und Display hervorragend zu erkennen. Sehr schön ist, dass die zu drückenden Tasten (Stern und rechter Softkey), um die eventuell eingerichtete Tastensperre zu deaktivieren, einzeln beleuchtet wird und somit schneller zu finden ist.

Außer der Helligkeit sind keine weiteren Einstellungen zum Display einstellbar. Keine Kontrasteinstellungen oder die Möglichkeit, die Zeit der Displaybeleuchtung zu modifizieren.

Dafür gibt es aber die Möglichkeit, den Hintergrund zu verändern, verschiedene Designs auszuwählen, den Startbildschirm anzupassen, einen Bildschirmschoner zu aktivieren und die Stromsparuhr einzuschalten.

Der Begriff Stromsparuhr ist etwas verwirrend. Wird die Uhr angezeigt, spart es keinen Strom – nur wenn sie aus ist, spart man Strom. Die Uhrzeit wird im Standby – Modus angezeigt.

Eine Besonderheit des Displays ist der Standby – Modus. Er macht das Display, zumindest wenn die Uhr inaktiv ist, komplett schwarz, so dass extra Strom gespart werden kann. Nach etwa 20 Sekunden ohne Tastendruck schaltet sich das Display aus.

Der Kamerasucher stellt den Inhalt des zukünftigen Bildes fast in Echtzeit da. Dreht man das Handy schnell, dauert es einen kurzen Moment, bis das Bild wieder scharf gestellt und die Helligkeit angepasst ist.

Rechts oben steht, wie viele Bilder noch mit der aktuellen Bildgröße geschossen werden können, bevor der Speicher erschöpft ist. Auch der momentane Zoomfaktor ist angegeben. Nutzt man den Nachtmodus wird in der rechten oberen Ecke des Sucherbildes ein kleiner Mond angezeigt. Auch für den Selbstauslöser steht dort ein Symbol.

Eingestellt werden kann die Bildgröße (Taste 1), der Nachtmodus (Taste 2), der Bildeffekt (Taste 3), der Selbstauslöser (Taste 4) und der Zoomfaktor über den Navigationsknopf (hoch und runter).

Vom Auslösen des Fotoknopfes bis zum Speichern des Bildes vergeht keine Sekunde. Verknüpft man beispielsweise eine Richtung des Navigationsknopfes mit der Kamera, kann man so in zwei Sekunden ein Bild mit der höchsten Auflösung schießen – das K510i eignet sich also ideal für Schnappschüsse.

Sonst gibt es drei Bildgrößen: 160 x 120 Pixel, 640 x 480 Pixel und 1280 x 1024 Pixel. Wenn eine der beiden kleineren Auflösungen gewählt ist, kann auch der Digitalzoom genutzt werden.

Selbstverständlich bietet das K510i auch eine Videofunktion. Die Videos können in zwei verschiedenen Formaten aufgenommen werden. Zum einen wäre da das für MMS geeignete 128 x 96 Pixel große Format und zum anderen 176 x 144 Pixel. Leider ist die Qualität der Videos nicht wirklich überragend.

Alle Bilder und Videos können in den dafür vorgesehenen Ordnern abgelegt werden, es besteht aber auch die Möglichkeit neue Ordner anzulegen, was beim Aufheben vieler Fotos durchaus angebracht ist.

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Die Bedienung des Gerätes ist im Allgemeinen intuitiv und daher leicht zu erlernen, wenn man noch keine Erfahrungen mit Sony Ericssons Handys hat. Das Hauptmenü selbst ist statisch und nicht veränderbar. Allerdings sind die Menüpunkte gut sortiert und die gewünschte Einstellung schnell zu finden.

Die wichtigsten Funktionen sind mit wenigen Tastendrücken zu erreichen. Durch die Verknüpfungen des Navigationsknopfes kann etwa die Taste "nach links" direkt mit der Nachrichtenerstellung verknüpft werden. Will man das nicht, ist die Funktion zu erreichen, wenn man vier Mal den Navigationsknopf drückt.

Die beiden Softkeys oben links und rechts sind fest mit der Anruferliste und dem Hauptmenü verknüpft. Zusätzlich kann die Verknüpfen – Taste rechts am Handy noch mit verschiedenen Funktionen verbunden werden.

Neben der SMS- und MMS – Erstellung kann auch eine E-Mail erstellt werden. MMS und E-Mail können mit Bildern, Videos oder/und Tönen versehen werden.

Die Tonqualität der MP3 – Dateien ist leider nicht überzeugend. Die Töne aus dem kleinen Lautsprecher an der Rückseite des Gerätes sind nicht besonders klangvoll. Vermutlich sieht das mit einem Headset anders aus, dieses muss aber separat erworben werden.

Die Tastatursperre erfüllt grundsätzlich ihren Zweck, kann aber leider nicht beeinflusst werden. Nach ca. 15 Sekunden werden die Tasten gesperrt. Dieser Wert ist nicht variabel.Test des Sony Ericsson K510i-17Das Versenden von Objekten über die gegebenen Schnittstellen – Infrarot und Bluetooth – ist ein leichtes Unterfangen. So wird das Objekt – ein Adressbucheintrag kommt dafür genauso in Frage wie ein Termin im Kalender, ein Bild, ein Video oder ein Klingelton – ausgewählt, über Optionen dann die gewünschte Schnittstelle gewählt und das Objekt versendet.

Natürlich kann ein Objekt neben Bluetooth und Infrarot auch per MMS oder E-Mail versandt werden. Das Vorgehen gleicht dem normalen Versand. Termine, Notizen, Kontakte und sogar Aufgaben können zusätzlich per SMS verschickt werden.

Zum Synchronisieren der Daten stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. Einmal ist das Ganze via Datenkabel oder Bluetooth mit der PC Suite machbar, aber auch über das Internet kann synchronisiert werden. Hierfür müssen die Daten des Remote – Servers eingegeben werden und die Synchronisation kann beginnen.

Die Synchronisation mit dem PC wird komplett über die mitgelieferte Software gesteuert. In der gedruckten Anleitung findet sich zwar keine genaue Instruktion dafür, auf der CD wird man jedoch einzeln durch die nötigen Vorgänge geleitet.

Wer glücklicher Besitzer eines Bluetooth – Headsets ist, hat natürlich die Möglichkeit, seine Gespräche darüber zu führen. Über das Verbindungsmenü in den Einstellungen kann dieses eingerichtet werden.

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Sprachbefehle können aufgenommen und benutzt werden. Das Erkennen der Sprache funktioniert gut. Im Menüpunkt Unterhaltung befindet sich die Sprachaufnahme. Die aufgenommenen Töne können per MMS verschickt werden oder auch als Klingelton verwendet werden. Die maximale Aufnahmezeit hängt vom verfügbaren Speicher ab.

Einen integrierten Anrufbeantworter gibt es leider nicht – jedoch eine Freisprechfunktion. Die Qualität der Stimmen aus dem Lautsprecher ist in Ordnung.

Die Profile sind – wie von Sony Ericsson gewohnt – gut gewählt und sinnvoll bestückt. Alle Profile sind individuell anpassbar, ein neues Profil kann aber nicht erstellt werden. Die Stummschaltung kann schnell über langes Drücken der Raute – Taste erreicht werden.

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Das Telefonbuch ist sehr umfangreich. Fünf Nummern, drei E-Mail Adressen, eine Webadresse, ein Bild, ein eigener Rufton und ein Sprachbefehl können zu jedem Kontakt gespeichert werden. Zudem ist auch die Eintragung eines Titels, einer Firma, einer Straße, eines Ortes, eines Bundeslandes, einer PLZ und eines Landes möglich. Auch private Adressdaten können hinterlegt werden. Letztlich kann zu jedem Kontakt noch ein Geburtstag und eine Info gespeichert werden. Dieser Geburtstag wird automatisch im Kalender abgelegt.

Insgesamt können 1.000 Kontakte abgelegt werden. Auch Gruppen kann man definieren und sofern erwünscht auch alle Kontakte auf einen Schlag löschen. Natürlich können auch alle gleichzeitig per Bluetooth oder Infrarot gesendet werden.

Der Kalender kann bis zu 300 Einträge fassen, besitzt eine Monatsansicht, Wochenansicht und eine Tagesansicht. Einzelne Termine können versandt und natürlich auch gelöscht werden.

Weiterhin besitzt das Gerät eine Aufgabenverwaltung, eine Notizfunktion mit StandBy – Anzeige, Alarmsignale (auch regelmäßige Alarme), einen Rechner, einen Timer, eine Stoppuhr und eine Brieftasche namens "Code-Memo" (speichert persönliche Daten passwortgeschützt).

Unter den zusätzlichen Anwendungen findet man die Software "FaceWarp" (verzerrt Gesichter), einen Newsreader und eine Weltzeituhr.

Das K510i hat bereits zwei Spiele gespeichert. Da wäre das bekannte "QuadraPop", der Tetris – Clon von Sony Ericcson (mit der auf Dauer nervenden Musik) und "MinigolfBT", welches alleine schon sehr unterhaltsam ist, aber auch über Bluetooth mit anderen gespielt werden kann.

Will man MP3 – Dateien abspielen, kann man das komfortabel über den mitgelieferten MP3 – Player machen, welcher auch Id3 – Tags unterstützt. Damit können auch eigene Playlisten erstellt.

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Was Sony Ericsson seinen Kunden da als Business – Handy verkauft, kann sich wirklich sehen lassen. Mit dem K510i hält man ein starkes Gerät in der Hand, das neben einem sehr umfangreichen Telefonbuch auch einen großen Kalender und viele Synchronisationsmöglichkeiten bietet. Zudem bietet es alle notwendigen Funktionen, die man bei einem Handy erwarten würde – inklusive Unterhaltung mit MP3 – Player und Spielen.

Wem das noch nicht genug ist, der kann mit der integrierten Kamera das eine oder andere Bild schießen und dieses dann auf dem heimischen PC kopieren. Ein Headset hätte den Lieferunfang des K510i noch abgerundet. Dennoch: Fakt ist, dass das Sony Ericsson K510i nahezu alles hält, was der Hersteller verspricht.

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