Test des Sony Ericsson K330

19 Minuten

Sony Ericsson K330

Die junge Generation von Handybesitzern wird – im Gegensatz zur restlichen Bevölkerung – immer jünger. Die mode- und vor allem kommunikationsbewussten Teenies von heute haben mit dem Sony Ericsson K330 ein weiteres Telefon zur Auswahl, das sie auf die komplexeren Gefilde der mobilen Kommunikation vorbereiten kann. Klar ist, dass das Gerät nicht zu kompliziert sein darf. Aber welche Funktionen bietet das K330, um den Teenies den Weg zu späteren und dann natürlich komplexeren Handys zu ebnen? Und wie steht es um das Display und die Sprachqualität? Dies und mehr erfahren Sie im folgenden redaktionellen Test von inside-digital.de.

Sony Ericsson K330Grün, Grün, grün sind alle meine Linien… So oder ähnlich könnte man das bekannte Kinderlied über Farben auf das K330 umdichten. Auf der Verpackung teilt sich Weiß mit einer Art frischen Limettengrün die Oberfläche. Die Vorderseite ist durch einen weißen Hintergrund und verschiedene Abtönungen des Grüns in geraden Linien geprägt. In der Mitte des Farbspiels steht es da, das K330 – und das sogar fast in Lebensgröße. Die leichte Verpackung aus Karton deutet schon an, dass der Inhalt eher ein Einsteigergerät als ein Highend-Smartphone sein wird. Innen bietet sich ein nüchternes Bild: Anleitungen in drei Sprachen sowie Faltblätter über SAR-Werte und zusätzliche Informationen über das Telefon sind hintereinander gestapelt. Davor liegen das Headset mit Ladekabel sowie dem Telefon selbst und dem 780mAh starken Akku. Ob ein Datenkabel bei diesem Handy sinnvoll gewesen wäre wird sich im Test zeigen.

 

Sony Ericsson K330
Sony Ericsson K330
 

Beim ersten Fühlen scheint das K330 stabil und robust: Spalten sind minimal, nichts wackelt, klappert oder ist lose. Auch beim Auseinanderbau oder beim Anbringen des Zubehörs sitzen alle Teile fest. Sony Ericsson K330Die verwendeten Materialien bestätigen aber den Eindruck, den man beim Öffnen des Kartons hatte: Es handelt sich um ein Handy, das überwiegend aus Plastik und daher auch recht kostengünstig hergestellt wurde. Dennoch erweckt es nicht den Eindruck, dass es sich um ein Billig-Fabrikat handelt. Betrachtet man das Barrenhandy für moderne Teens näher, ergibt folgender Aufbau: Die Vorderseite ist vom Bildschirm mit darüber liegendem Schriftzug des Herstellers geprägt. In der Mitte befindet sich der Navigationsknopf. Es ist ein Vier-Wege-Knopf – also ohne Bestätigungstaste – in dem Vier Symbole der jeweiligen Schnellzugriffe zu sehen sind (Nachrichten, Kamera, Telefonbuch und Radio) und der von einer metallisch grünlichen Fassung umgeben ist. An den Seiten des Steuerungsbuttons sitzen zwei weitere Tasten für Rufannahme sowie Auflegen. Der letztere fungiert zugleich als Einschaltknopf.

Sony Ericsson K330Die untere Hälfte der Seite bildet die numerische Tastatur mit zwölf Knöpfen in der typischen Anordnung. Sehr gut fällt bei diesem Modell der Druckpunkt aus, der auf sämtlichen Tasten dafür sorgt, dass ein Knopfdruck deutlich zu spüren ist. Lediglich ist die Tastengröße nur suboptimal, aber für dünne Teeny-Finger sollte dies kein Problem sein. Auch der Steuerknopf erlaubt eine präzise Navigation durch die einzelnen Menüebenen. Bei den numerischen Tasten bedeutet der gute Druckpunkt eine einfache und präzise Schreibe von Nachrichten, die trotz der kleineren Tasten sogar ohne Sichtkontakt erfolgen kann.  Die Seiten des K330 durchläuft ein grünlicher Streifen, der die gleiche Farbe hat, wie sie schon auf der Verpackung zu sehen war. Auf der oberen Seite befindet sich noch der Steckplatz für das Ladekabel und das Headset. Sonst sind keine weiteren Elemente auf den Seiten verbaut. Der Handyrücken ist geriffelt und fühlt sich beim Anfassen gut an. Neben dem Logo samt Schriftzug sitzt dort nur noch die Linse der Kamera. 

Sony Ericsson K330Die Jugend von heute steckt voller Tatendrang und ist nicht Wortkarg. Die zweite Eigenschaft könnte für das K330 ein Verhängnis werden, da seine Sprachqualität nicht gut ausfällt. Die Stimme des Gesprächpartners ist stark verrauscht, klingt sehr metallisch und wie aus einem Tunnel. Draußen auf der Straße oder im Bahnhof kann eine Unterhaltung also durchaus zu einer anstrengenden Angelegenheit werden. Die Lautstärke lässt sich nur beim Telefonieren neinstellen. Die vom Hersteller angegebenen Standby-Zeiten von 300 Stunden sind recht übertrieben, vor allem wenn man bedenkt, dass ein 780mAh Akku mitgeliefert wurde. In der Realität schrumpfen die umgerechneten 12,5 Tage bei regulärem Telefonierverhalten auf rund sieben, was aber immer noch kein schlechtes Ergebnis ist. Das Ladekabel sollte man bei längeren Ferien aber dennoch nicht vergessen. Bei den Gesprächszeiten muss man ebenso Abzüge machen. Somit bleiben von den sieben angegebenen Stunden zirka drei bis vier.

Sony Ericsson K330Das 3,3 Mal 2,6 große Display wartet mit einer Auflösung von 128 Mal 160 Pixel bei 65.536 möglichen Farben. Dies sollte alle Teeny-Augen zum leuchten bringen. In der Praxis ist die Anzeige leicht matt und etwas grob, liefert aber immer noch verhältnismäßig gute Bilder. Die Farbbrillanz ist zwar auch nicht die beste, aber für ein Modell dieser Preisklasse ist dies durchaus passabel. Leider ist die Lesbarkeit bei starker Lichtquelle oder Sonneneinstrahlung nicht sehr gut, da die Anzeige stark spiegelt und man sich ein schattiges Plätzchen suchen muss, um den Inhalt der neuen SMS lesen zu können. Bei Dunkelheit leuchten die Farben aber dafür noch mehr. Natürlich bietet das K330 auch Möglichkeiten, das Display an individuelle Wünsche anzupassen: Man kann zwischen vier vorinstallierten grafischen Designs wählen, wenn man das Aussehen der Anzeige global verändern möchte – es lässt sich aber auch nur der Hintergrund wechseln. Über die erweiterten Einstellungen, wo auch Punkte zur Tastensperre und Sicherheit sind, findet man – wider erwarten – die Option zur Helligkeit. Ansonsten können noch Zeiteinstellungen vorgenommen werden: Neben der Uhrzeit und dem Datum können auch die Zeitzone sowie die Sommer- oder Winterzeit gewählt werden. Möchte man das Telefon seinem jung gebliebenen Oheim in England, Frankreich oder Italien schenken, ist dies mit dem Modell kein Problem. Denn das K330 unterstützt bei der Wahl der Anzeigesprache alle vier Idiome. Das mittlerweile Pflichtgewordene Mitbringsel eines jeden Handys ist die Kamera. Vor allem junge Menschen ist dies eine interessante Funktion. Das K330 bietet als Einsteigertelefon eine VGA-Kamera mit einer maximalen Auflösung von 640 Mal 480 Pixel.

Der Aufnahmemodus kann über den Shortcut auf der Navigationstaste oder das Hauptmenü aufgerufen werden – im Menü kann man zwischen Foto oder Video wählen, der Schnellzugriff über die Steuertaste öffnet automatisch den Fotomodus. Ist dieser aktiviert, erscheint das Motiv auf dem Display in leicht unscharfen sowie farbunechten Couleurs. Viele Informationen werden dem Nutzer beim Fotografieren nicht angezeigt: Über dem Sucher sieht man die Auflösung und – falls eingeschaltet – auch ein Mondsymbol für den Nachtmodus. Die Navigationstaste ist mit den direkt ansteuerbaren Optionen für Helligkeit und Zoom belegt. Die daneben liegenden Softkeys bilden den Auslöser und die Möglichkeit, in das vorherige Menü zurückzukehren. Die Aufnahmegeschwindigkeit sowie die Reaktionszeit des Displays sind leider sehr schlecht: Es dauert eine Weile bis das Foto aufgenommen wird und manchmal ruckelt der Sucher, wie man das von einem langsamen PC bei zu viel Rechenaktivität kennt.

Sony Ericsson K330Die Einstellungen sind nur über das Menü der Kamera zu erreichen. Dort kann man den Nachtmodus und das Mikrofon einschalten. Des Weiteren können auch Bildqualität (Fein, Standard und Economy), Bildgröße (klein und groß) sowie die Art der Video-Aufnahme (normal und für MMS) eingestellt werden. Wie man daran sieht sind die Funktionen nicht klar den einzelnen Modi – also Foto- und Video-Modus – zugeordnet, weshalb sich der junge Nutzer zu Anfang auf ein Ratespiel der Funktionen einlassen muss. Dieses entfällt aber bei den Effekten, die global für Foto- und Video-Aufnahmen gelten. Dazu zählen normal, Sepia, Schwarzweiß und Negativ. Neben den Einstellungen sind im Kamera-Hauptmenü noch die Punkte "Aufnehmen" für Fotos und "Video Aufnehmen" für Filme vorhanden. Analog verhält es sich bei der listenartigen Anzeige aller vorhandener Medien, die sich ebenfalls in "Fotos" und "Videos" aufspaltet – Bilder lassen sich aber auch in einer Diashow ansehen. Im Videomodus bietet sich der gleiche Anblick wie beim Foto-Modus. Mit dem Unterschied, dass anstatt der Auflösung nun die aktuelle Dauer des Films eingeblendet wird.


Sony Ericsson K330
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Die recht karge Vielfalt der Menüs beim K330 lassen die Bedienung sehr intuitiv ausfallen. Im Hauptmenü findet man neun auf Anhieb identifizierbare Icons, die entweder per Navigationstaste oder Direktanwahl mittels numerischer Tastatur aktiviert werden können.

In der ersten Reihe ist es der Organizer, das Internet sowie das FM-Radio, welches mit dem Headset betrieben werden kann. Die mittlere Linie formieren die Icons für Kamera, Nachrichten und Alarme. Und in der untersten Zeile befinden sich Kontakte, Anrufprotokolle sowie die Einstellungen. Geht man tiefer in die Menüebenen weiter, folgen nur noch Listemenüs ohne zusätzlich erläuternde grafische Symbole. Bei den Schnellzugriffsfunktionen bietet das K330 theoretisch sieben Schnellzugriffe – aber halt nur theoretisch. Praktisch gesehen verlinken zwei auf das gleiche Ziel, nämlich das Adressbuch, weshalb dann nur noch sechs übrig bleiben.

Die Navigationstaste bietet neben den bereits erwähnten Kontakten drei weitere Shortcuts: zum Kameramodus, zu Nachrichten und zum Radio. Die beiden Softkeys am unteren Bildschirmrand ermöglichen den Zugriff auf das Hauptmenü und wieder Mal das Telefonbuch. Leider sind diese – ebenso wie das Hauptmenü – während eines Telefonats nicht zugänglich.

Um die Weglängen ohne Schnellzugriffe beim K330 zu verdeutlichen, soll an dieser Stelle der Weg zur SMS betrachtet werden: Neben dem Shortcut auf der Navigationstaste kommt man über das Hauptmenü zum Schreiben einer Nachricht. Dafür muss das Symbol des Umschlags gedrückt werden, im darauf folgenden Listenmenü muss – ebenso wie beim Shortcut – der zu erstellende Nachrichtentyp gewählt werden (SMS oder MMS).

Beim Schreiben der Nachricht, erweist sich das Einsteiger-Modell für Knipser als praktisch: Während man über die numerische Tastatur den Text eingibt, kann man über die Sterntaste bei kurzem Drücken zwischen Groß- und Kleinschreibung wechseln. Drückt man den Knopf länger, kann man eine der Systemsprachen als Eingabesprache sowie die herkömmliche Mehrfachtippmethode oder Zahlentastatur wählen.

Sonderzeichen können nur über das Optionsmenü eingefügt werden – sie lassen sich aber auch abschalten. Neben SMS-Bildern kann man auch Animationen und Töne anhängen, allerdings verbrauchen sie sehr viele Zeichen, sodass man mit wenig Text und einem SMS-Bild schnell bei drei für den Versand benötigten SMS landet. Der Zeichenzähler tritt hier als ein Countdown auf, der erst bei neun verbliebenen Zeichen erscheint.

Möchte man an der SMS zu einem anderen Zeitpunkt weiterschreiben, kann sie gespeichert und später im Entwürfe-Ordner wieder aufgegriffen werden. Tippt man ein Wort, das die T9-Software nicht kennt, wird man gefragt, ob es dem Wörterbuch hinzugefügt werden soll. Bei einer ruhigen Minute auf dem Bahnhof kann man Begriffe auch direkt über die Optionen eingeben.

Möchte man eine MMS erstellen, muss man das vor dem Verfassen auch auswählen. Denn es ist nicht möglich die SMS in eine MMS umzuwandeln. Das Schreibfeld sieht bei Multimedia-Nachrichten gleich aus. Erst nach dem Einfügen eines Bildes, Tons oder Films wird klar, dass man sich im MMS-Modus befindet. Ein wenig grafische Abgrenzung hätte hier Abhilfe und vor allem Klarheit geschaffen.

Über die Optionen können die Anzeigedauer sowie Bildoptionen eingestellt oder weitere Objekte und Folien hinzugefügt werden. Bevor man die MMS losschickt, ist es möglich, sich eine Vorschau anzusehen und die Nachricht sogar als Vorlage zu speichern.

Die Anrufliste ist beim K330 recht simpel gestrickt, es gibt nämlich nur eine. Man kann sie entweder über die Rufannahmetaste oder über das Hauptmenü erreichen. Im Anruferprotokoll angekommen, sieht man untereinander alle Anrufe. Neben einem Symbol, das den Anruftyp anzeigt befindet sich die Nummer oder der Name des Kontakts. Über Optionen kann man zwar Details des Anrufs einsehen, eine Uhrzeit oder Datum wird dennoch nicht angezeigt – junge Menschen sind doch aber stets zeitlos, oder?

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit der Nummer eine SMS zu schicken, einen konkreten oder auch alle Einträge zu löschen. Über das Drücken der Rufannahme kann der Kontakt auch angerufen werden. Geht man über das Hauptmenü zu der Anruferliste, kann man sich zusätzlich die Dauer aller Gesprächstypen sowie die dafür anfallenden Kosten anzeigen lassen – sehr praktisch zum Erlernen der Kostenkontrolle beim Handy.

Nutzer mit einer Prepaid-Karte können sich sogar das Guthaben anzeigen lassen. Ein weiterer Punkt im Menü des Protokolls sind die Anrufeinstellungen. Dort kann man die Rufnummerunterdrückung ausschalten, Rufumleitung, Mailbox, Anklopffunktion und Beschränkungen für Telefonate aktivieren sowie alle Notrufnummern einsehen. Klingeltöne und Signaltöne lassen sich in den Einstellungen unter Sounds und Alarme verändern. Beim Rufton kann man einen aus zwölf vorgegebenen Klingeltönen wählen und sich für eine Lautstärke entscheiden (stumm, diskret, normal und laut).

Zusätzlich kann die Vibration noch zugeschaltet werden. Diese erweist sich leider als sehr schwach, sodass sie in Rucksäcken, Hand- und Hosentaschen definitiv untergeht, obwohl sie auf glatten Flächen recht laut wirkt.

Analog zum Rufton verhält es sich bei den Nachrichtentönen, bei denen sieben vorinstallierte Signale zur Verfügung stehen – ähnlich ist es bei der Alarmmelodie, welche allerdings nur fünf Klänge bietet. Wer das ewige Piepsen des Telefons nicht mehr hören mag, der kann alle Töne – inklusive Tastentöne – ausschalten. Umgebungsprofile hat K330 nicht, es lässt sich lediglich zwischen Stummschaltung (je nach Einstellung mit oder ohne Vibration) und Normalbetrieb schalten. Möchte man das Handy mal weglegen oder in die Tasche stecken, kann man durch das Drücken der Kombination von Sterntaste und linker Softkey am Bildschirmrand die Tastensperre aktivieren. Die Blockade kann aber auch auf Automatik gestellt werden. Sie geht dann nach einiger Zeit der Inaktivität an.

Was die Verbindungsmöglichkeiten des K330 angeht, ist das Telefon nur recht spartanisch ausgestattet. Da kein USB-Kabel mitgeliefert ist, muss der Nutzer eins erst erwerben. Hat man doch ein Kabel parat, wird das Handy vom PC nicht erkannt und es lässt sich darüber nur der Akku aufladen. Somit wird auch der Grund für das fehlende USB-Kabel klar. Bei drahtlosen Verbindungen verfügt das Teenie-Phone lediglich über Bluetooth. Dafür klappte die Verbindung mit anderen Handys oder auch einem kabellosen Headset einwandfrei.

Da Teenies oft anscheinend mit wenig auskommen, findet man im K330 auch wenige Komfortfunktionen: Während eines Gesprächs kann man die integrierte Freisprecheinrichtung über die Funktionen einschalten – das Ausschalten geht dann über einen Softkey. Daneben kann man das aktuelle Gespräch parken und einen anderen Teilnehmer anrufen. Das Telefonbuch ist – wie alle tieferen Menüebenen – als Liste aufgebaut. Darin werden Kontakte alphabetisch angezeigt und ein Symbol zeigt auch an, ob diese auf der SIM-Karte oder auf dem Telefon gespeichert sind. Wenn man das Adressbuch nicht nach einem Eintrag mühselig durchforsten möchte, kann man auch nach einem Kontakt suchen lassen – allerdings funktioniert die Suche nur nach dem ersten Eintrag im Namen (je nach dem, kann es dann der Name oder der Vorname sein).

Möchte man einen neuen Kontakt erstellen, kann man neben dem Namen leider nur drei Telefonnummern eingeben. Des Weiteren bietet das Telefonbuchmenü auch den Zugriff auf die Mailbox sowie die eigene Nummer, falls man die mal vergessen sollte – man ruft sich selbst ja selten an. Es ist auch möglich, Kontakte via SMS, MMS und Bluetooth zu versenden oder sie zwischen der SIM-Karte und dem Telefon zu kopieren. Auch die Einstellungen zur Kurzwahl erfolgen über das Adressbuch.

Die Organizerfunktionen sind im Menü unter dem Punkt "Extras" zu finden. Neben Kalender, Stoppuhr und Timer befinden sich dort auch die Funktionen der Taschenlampe, eines Datei-Managers sowie des Rechners. Im Kalender kann man die Tage in der Monatsansicht sehen – dies ist auch die einzige Ansicht, die das K330 bietet. Oben sind der Name des Monats samt Jahreszahl sowie die Nummer der aktuell gewählten Kalenderwoche. Der Sonntag ist als einziger Tag rot markiert, alle anderen Tage sind schwarz. Der aktuelle Tag wird durch ein grünes Kästchen mit schwarzer Umrandung gekennzeichnet und der markierte Tag wird durch eine grüne Fläche kenntlich gemacht. Termine werden in dieser Übersicht wie die Markierung allerdings in anderen Farben verdeutlicht: so steht ein Khaki-Ton für Aufgaben am aktuellen Tag und die Farbe Orange für alle anderen Tage.

Als Anfangstag der Woche kann ein beliebiger Tag eingestellt werden – ganz praktisch für arbeitsame Teenies. Über die Optionen lässt sich das Datum einstellen und eine Notiz hinzufügen oder auch wieder löschen. Bei der Erstellung hat man die Möglichkeit zur Eingabe eines Betreffs, des Erinnerungsdatum sowie der Zeit. Um den Eintrag nicht zu verpassen, kann der Nutzer eine Erinnerung einstellen. Um nicht den Überblick zu verlieren können sämtliche Notizen auch als eine Art Dia-Show eingesehen werden. Der Timer und die Stoppuhr ergänzen die Sparte der Zeitbezogenen Anwendungen mit grundlegenden Funktionen. Die Taschenlampe erweist sich lediglich als ein weißer Bildschirm, der nicht sofort nach wenigen Sekunden ausgeht. 

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Der Datei-Manager ist auch nicht wirklich das, was man erwartet hätte. Es werden lediglich fünf Anzeigemöglichkeiten geboten (Fotos, meine Bilder, meine Sounds, meine Designs und Videos) bei denen der nicht veränderbare Standardspeicherort für die jeweiligen Medien geöffnet wird und in denen die Inhalte dann aufgelistet werden. Im Menü der Extras findet man aber auch Spiele, von denen sich einige aber als weitere Tools erweisen: So verhält es sich mit dem Konverter, er zwischen verschiedenen Einheiten diverser Größen umrechnet sowie dem Health Mate, eine Art Berechnungsprogramm für Kalorienverbrauch, den Bodymass-Index etc.. Die weiteren zwei Anwendungen sind tatsächlich Spiele. Eines davon ist eine Art Tetris und im anderen Spiel muss man mit einem Stuntman diverse halsbrecherische Sprünge und Flüge wagen. Alles in allem ist der Fun-Faktor nicht sehr hoch, aber das sollte einen aktiven jungen Menschen ohnehin nicht stören. Was den mobilen Musikgenuss angeht, bietet das Teeny-Phon nicht viel.

Neben dem integrierten FM-Radio hat man keine weitere Möglichkeit, Musikdateien abzuspielen, da das K330 über einen Player nicht verfügt – somit erübrigt sich das USB-Kabel nun endgültig. Zu alledem klingt die einzige musikalische Ablenkung auf dem Handy, also das Radio, auch leicht verrauscht. Musikalische Extras, wie Equalizer, sind bei der minimalen Multimedia-Ausstattung natürlich nicht enthalten. Dafür kann man im integrierten Radio nach Sendern suchen, ihre Frequenz manuell eingeben, sie speichern und die Radio-Anwendung minimiert im Hintergrund laufen lassen. Die Klangqualität über das mitgelieferte Headset ist auch nicht besonders überragend. Es entsteht ein klang der sehr stark von Mittelfrequenzen geprägt ist. Das Fehlen von Höhen und Tiefen ist deutlich hörbar. Radio-Fans sollten aufpassen, denn bei häufiger Nutzung des Radios muss beachtet werden, dass die Akkuleistung dadurch auch beeinflusst wird.

Sony Ericsson K330
 

Nun denn. Das K330 ist ein Einsteiger-Telefon par excellence. Bei Sony Ericssons Modell geht es in der Tat sehr spartanisch zu – für manchen Teeny-Geschmack vielleicht sogar zu sehr. Im Innern des Spartaners herrscht zu viel Nüchternheit, was sich vor allem in den wenigen und nicht sehr umfangreichen Funktionen widerspiegelt.

Dafür glänzt es mit der Verarbeitung. Diese fällt nämlich erstaunlich gut aus und lässt das Modell recht robust wirken – als das es sich dann auch tatsächlich erweist. Aber für ein Einsteigerhandy, das für rund 79 Euro angeboten wird, ist dies durchaus akzeptabel. Man muss halt nur wissen, was man damit außer Telefonieren noch machen möchte. Als ein Einsteigermodell ist das K330 auf Grund seines Designs eher für die junge Generation gedacht – hier würde sich sicherlich der aufstrebende Teenager zumindest einen Musik-Player wünschen. Ein weiterer Punkt, der junge Nutzer stören könnte ist der Mangel an individueller Einstellung am Gerät. Für die älteren Herrschaften sind die Knöpfe und der Bildschirm zu klein um eine simple Bedingung zu garantieren. Auch die Sprachqualität hätte für die Hörschwachen besser ausfallen sollen.

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