Test des Sony Ericsson J100i

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Test des Sony Ericsson J100i-1Mit dem J100i versucht Sony Ericsson einen neuen Kundenstamm auf dem heiß umkämpften Handymarkt zu erreichen: Mobilfunkkunden, denen Basisfunktionen wie das Telefonieren und Schreiben von Kurznachrichten reichen. Diese Zielgruppe braucht weder eine Kamera noch einen Mp3 Player in ihrem Handy. Hier will Sony Ericsson jetzt mit dem J100i in die Bresche springen. Der Hersteller will mit dem J100i das neue Klientel ansprechen, indem er versucht, Funktionalität und ansprechendes Design in einem Handy zu vereinen. In dem folgendem Test wird sich zeigen, ob Sony Ericsson die Symbiose geschafft hat.Test des Sony Ericsson J100i-2Das Sony Ericsson J100i wird in einer Standard Sony Ericsson Verpackung in "polar white" geliefert. Auf der Schachtel wird das J100i in zwei Modellvarianten abgebildet; in "schwarz-grau" und "polar weiß-grau". Des Weiteren sind die verschiedenen Funktionen des Handys auf der Verpackung aufgeführt. Alles in allem ist die Verpackung, ebenso wie das J100i, sehr einfach gehalten, ohne jeden ausgefallenen Schnick-Schnack. Der Lieferumfang des J100iumfasst das Handy, einen Akku, ein Ladekabel sowie das Handbuch in drei Sprachen (deutsch, französisch und italienisch).

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Test des Sony Ericsson J100i-5Beim Zusammenbau des J100i erwies sich die SIM-Kartenhalterung als etwas zu eng: Die SIM-Karte wurde von der Halterung leicht in Mitleidenschaft gezogen. Durch das Einschieben der Karte, wird die Oberfläche leicht abgerieben. Versucht man dann, die SIM-Karte wieder rauszuholen, braucht man dafür einiges an Geschick. Der Akku sowie der Akkudeckel ließen sich leicht ein- und ausbauen.

Test des Sony Ericsson J100i-6Das 70 Gramm schwere J100i fällt dem Nutzer durch sein elegantes Design direkt ins Auge. Durch die Farbgebung in "polar white" in Kombination mit dem matten Grau wirkt das Handy hochwertig und rechtfertigt den Preis von 70 Euro.Das Handy fühlt sich in der Hand gut an und die Tasten sind einfach strukturiert angeordnet, damit jeder Benutzer das Handy leicht bedienen kann. Die einzelnen Elemente des Gehäuses passen haargenau zusammen und lassen das Handy kompakt erscheinen. Probleme mit Staub im Gehäuse sollte der Nutzer nicht haben. Das Tastenlayout des J100i sieht auf den ersten Blick gut strukturiert aus. In der Mitte des Tastenfeldes sind vier Tasten in einem silbernen Ring angeordnet. Über diesen Tastenring kommt man in vier vorgegebene Menüpunkte, die am häufigsten gebraucht werden. Der Druckpunkt der Tasten ist zwar deutlich zu spüren, dennoch fühlen sich die Tasten schwerfällig an. Die Größe der Zifferntasten lässt eine bequeme Bedienung des Handys zu. Der Vibrationsalarm kann sowohl als Alarm- sowie als Anrufsignal genutzt werden. Der Vibrationsmotor ist nicht sehr stark, so hört man den Alarm schlecht oder spürt ihn fast gar nicht, wenn man das Handy am Körper trägt.

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Test des Sony Ericsson J100i-8Während eines Telefonates ist die Stimme des Gesprächspartners gut zu hören. Störend ist aber ein deutlich hörbares Rauschen im Hintergrund. Insbesondere bei langen Telefonaten kann sich dieses Rauschen als sehr störend erweisen. Die Rufton-Lautstärke des J100i ist in sechs Stufen unterteilt. Bei den höheren Lautstärken wird der Nutzer darauf hingewiesen, dass "laute Ruftöne das Gehör schädigen können". Laut Hersteller schafft das Handy eine maximale Gesprächszeit von acht Stunden und eine Standby-Zeit von 300 Stunden! Mit diesen Zeiten hält das Handy locker mit seinen großen Brüdern aus dem Hause Sony Ericsson mit und gehört zu den Spitzenreitern seiner Klasse. Und auch im Test war keine drastisch auffallende Stand-By- und Gesprächszeitunterschreitung zu verzeichnen.Test des Sony Ericsson J100i-9Das Display des J100i misst 30 x 20 mm. Laut Hersteller handelt es sich hier bei um ein STN-Display (Super-Twisted-Nematic), das 100 x 44 x 18 Millimeter misst und 65.536 Farben darstellen kann.

Am integrierten Bildschirmschoner erkennt man schnell, dass man an dieses Display keine großen Erwartungen stellen darf: Die Darstellung des Displays ist pixelig, grob und etwas unscharf.

Bei starker Sonneneinstrahlung ist es zudem schwierig, etwas auf dem Display zu erkennen.

Positiv zu bewerten ist die Beleuchtung des Displays und der Tastatur, wenn man sich im Dunkeln aufhält.

Das Display ist gut lesbar und das Tastaturfeld mit blau beleuchteten Tasten gut bedienbar.

Beim J100i gibt es die Möglichkeit unter fünf verschiedenen Hintergrundthemen für das Display auszuwählen: Blue, Pixels, Purple, Sand und Vinyl.

Des Weiteren kann der Nutzer einen Bildschirmschoner einschalten.

Den Kontrast des Displays kann man über fünf Stufen am Gerät verstellen.

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Das J100i verfügt über ein Listenmenü. (Für ein Iconmenü wäre auch aufgrund des minimalen Displays kein Platz gewesen). Das Menü ist in folgende neun Punkte eingeteilt: Nachrichten, Anrufliste, Töne + Signale, Alarme, Spiele, Einstellungen, Extras, SMS-Services und das Telefonbuch. Das Menü ist einfach und strukturiert aufgebaut. Auch der ungeübte Handybesitzer dürfte sich einfach und schnell zurechtfinden. Um zum Beispiel eine SMS zu schreiben, bedarf es nur drei einfacher Schrittfolgen. Ein weiterer Pluspunkt des J100i sind die vier Schnellzugriffsfunktionen auf dem Tastendisplay. Diese sind in der Mitte des Handys auf dem silbernen Ring angeordnet.

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Neben der Direktanwahl zum SMS – Schreiben ist der direkte Zugriff in das Telefonbuch möglich. Die beiden anderen Kurzwahltasten sind mit der Alarmfunktion und der Ruftontypeinstellung belegt. Bei der Einstellung des Ruftons kann der Nutzer sich zudem aussuchen, ob er durch den Rufton, Vibration + Rufton oder nur Vibration über einen Anruf informiert werden möchte. Die Belegung der vier Tasten lässt sich nicht ändern. Unterhalb des Bildschirms befinden sich zwei Tasten, die unsinnigerweise nochmals mit der Direktwahl zum Menü und zum Telefonbuch belegt sind. Auch die Funktionen dieser Tasten können nicht von dem Benutzer geändert werden.

Die Schriftgröße im Menü lässt sich ebenfalls nicht ändern, ist für den durchschnittlichen Handynutzer jedoch gut lesbar.

Die Rufnummerunterdrückung findet man nach einigem Suchen unter Einstellungen –> Anrufe -> Meine Nummer. Im Menü befindet der nützliche Punkt Anrufliste, indem man verpasste Anrufe, gewählte Nummern und angenommene Anrufe wieder findet. Die Tastatursperre lässt sich mit den Tasten "*" und dann "Sperren" aktivieren.

Das SMS Schreiben ist nicht unbedingt eine Stärke des J100i. Sony Ericsson hat ihm eine abgespeckte Version der gewohnt bedienungsfreundlichen Software verpasst, mit der man sich nur schwer anfreunden kann. So kann das Handy keine neuen Wörter erlernen – man muss von T9 in die Direkteingabe wechseln, um ein unbekanntes Wort einzufügen. Und will der Nutzer aus dem SMS-Schreib-Menü heraus, muss erst die komplett geschriebene SMS Buchstabe für Buchstabe gelöscht werden. Das ist relativ zeitaufwendig. Im SMS-Menü findet man rund ein dutzend Vorlagen für verschiedene SMS-Nachrichten, die alle in Englisch geschrieben sind. Zudem ist es sehr mühsam, auf dem Tastenfeld schnell eine SMS zu schreiben. Die Tasten sind schwergängig und die Eingaben werden nur sehr langsam von der Tastatur an das Display weitergegeben. Das J100i kann polyphone Klingeltöne wiedergeben. Im Handy sind bereits zehn verschiedene Klingeltöne gespeichert, die man wahlweise als Klingelton, Nachrichtensignal oder Alarmsignal verwenden kann.Test des Sony Ericsson J100i-22Das Sony Ericsson J100i bietet keine Möglichkeit, Daten auszutauschen! Leider musste man beim Zubehör ein Datenkabel, sowie auch die Software, die das Übertragen der Daten möglich gemacht hätte, schmerzlich vermissen. Hier hätte SonyEricsson noch etwas mehr Möglichkeiten ausschöpfen können.

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Das Telefonbuch ist einfach aufgebaut. Der Nutzer kann bei einem neuen Kontakt Name und Nummer hinterlegen. Das Sony Ericsson J100i bietet Platz für bis zu 250 Kontakte.

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Unter dem Menüpunkt Extras findet man einen Taschenrechner und eine Stoppuhr. Der Taschenrechner beherrscht die Grundrechenarten und Prozentrechnung. Im Menüpunkt "Alarme" ist es möglich, sich über bis zu drei verschiedenen Zeiten benachrichtigen zu lassen. Die Zeit und Datumsanzeige wird immer in der Mitte des Displays angezeigt. Eine Änderung der Schreibweise ist unter Einstellungen möglich.

Auf dem J100i sind zwei Spiele zur Unterhaltung gespeichert. Das erste Spiel heißt
"Ball". In diesem Spiel hat man drei Hände mit denen man herunterfallende Bälle einfangen muss. Das zweite Spiel heißt "Memory". Hier muss der Spieler Tastenkombinationen, die vorgegeben werden, fehlerfrei wiederholen, um in das nächst Level zu kommen. Die beiden Spiele haben wenig bis keinen Unterhaltungswert und sind schwer zu steuern.

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Das J100i von Sony Ericsson zeigt sich als einfach zu bedienendes und elegantes Handy, das einem Benutzer, der nur mit seinem Handy telefonieren möchte, vollends genügt. Das J100i wird sich bestimmt seine Freunde im Bereich der Mobilfunk-Einsteiger, so wie es auch von Sony Ericsson angedacht war, finden. Und für den Preis von 70 Euro bekommt man ein solides Handy, das seinem Besitzer Freude machen wird.

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