Test des Sony Ericsson Hazel

14 Minuten

Sony Ericsson Hazel

Kurz nach der Markteinführung des Sony Ericsson Elm, legt das schwedisch-japanische Jointventure mit dem Schwestermodell Hazel nach. Wie auch das Elm, besteht das Hazel aus recyceltem Kunststoff und unterstreicht dabei seine Zugehörigkeit in der Sony Ericssons GreenHeart-Familie. Zwar sparte der Hersteller an Verpackungsmaterial, aber nicht an der Ausstattungsliste. Neben UMTS mit HSPA, Wlan und GPS, gehört auch eine 5-Megapixel-Kamera zu den Leistungsmerkmalen. Was die beiden Schwestern gemeinsam haben und wo die Unterschiede liegen, hat die Redaktion von www.inside-digital.de getestet.

Die Verpackung des Hazel besteht aus recyceltem Material. Die in weiß-blau gehaltene, kleine Schachtel, beherbergt das überschaubare Zubehör. Neben dem Handy, welches sich in einer weißen Textilhülle befindet, findet man das Ladekabel, den 1000 mAh-Akku, das Headset und die SAR-Information. Auf eine gedruckte Anleitung und die Software-CD wurde zur Schonung der Umwelt verzichtet – beides kann bei Bedarf heruntergeladen werden. Ein Datenkabel oder eine Speicherkarte sucht man ebenso vergeblich.

Sony Ericsson Hazel
Sony Ericsson Hazel

Das Entfernen des Akkudeckels geht sehr leicht von der Hand: Mit dem Fingernagel wird die Abdeckung am unteren Ende des Gerätes nach oben gezogen. Die SIM-Karte wird unter dem Akku arretiert. Positiv hervorzuheben ist, dass es für den Speicherkartenwechsel nicht das Entfernen des Akkus bedarf, da der MicroSD-Slot sich neben der Kameralinse befindet.

Sony Ericsson HazelDas Handy liegt mit seinen Maßen von 102.0 x 49.5 x 16.0 Millimetern und einem Gewicht von 120 Gramm sehr gut in der Hand und auch das geschwungene Design der Rückseite weiß zu gefallen. Der silberfarbene Akkudeckel, welche aus Kunststoff besteht, soll durch seine geriffelte Struktur für mehr Griffigkeit sorgen. Die Verarbeitung des Hazel hinterlässt einen gespaltenen Eindruck. Während das Gerät als solches, sehr gut verarbeitet und der Slider nur ein minimales Spiel im offenen Zustand auf weißt, kann die Rückseite nicht überzeugen. Der Akkudeckel hat aufgrund des weichen Kunststoffes ein Spiel, welches selbst bei leichtem Druck in einem unschönen Knarzen endet. Dies trübt den sonst guten haptischen Eindruck der verwendeten Materialen. Das Problem des zu weichen Akkudeckels und das damit verbundene Knarzen, konnte die Redaktion schon bei dem Sony Ericsson Xperia X10 feststellen. An dieser Stelle sollte der Hersteller unbedingt für zukünftige Geräte nachbessern.

 

Sony Ericsson HazelWie auch beim Elm befindet sich auf der linken Geräteseite der ungeschützte FastPort-Anschluss. An der rechten Seite findet man die Lautstärkewippe sowie die Kamerataste. Die Rückseite ziert eine kleine Kameralinse und ein LED-Fotolicht. Zudem befinden sich hier drei kleine Schlitze für den Lautsprecher. Auf einen 3.5-Millimeter-Klinkenanschluss wurde verzichtet. Unter dem Display befindet sich die 5-Wege-Navigation, welche von sechs weiteren Tasten umrandet wird. Unter den zwei Schnellstarttasten, welche mit den Kontakten und der Google-Suche vorbelegt sind, befinden sind zwei kleine farblich abgesetzte Tasten für die Anrufannahme und das –beenden. Letztere fungiert auch als An- und Aus-Schalter des Gerätes. Zudem wurden noch eine Zurück-Taste und eine Taste verbaut, welche für das Aufrufen von Verknüpfungen und aktiven Anwendungen zuständig ist. Die Tastatur ist im klassischen 3×4-Design. Die einzelnen Tasten sind nicht voneinander getrennt. Nur die Reihen als solches weisen eine minimale Trennung auf. Ein Blindschreiben ist damit nur schwer möglich. Alle Tasten haben einen weichen aber nicht schwammigen Druckpunkt und sind beim Betätigen nahezu lautlos.

Sony Ericsson HazelDie Sprachqualität wurde im Vodafone-Netz getestet. Hier unterscheiden sich die beiden Schwestermodelle. Während bei dem Elm die Sprachqualität nicht überzeugen konnte und eklatante Mängel aufwies, ist die Qualität beim Hazel um Längen besser. Auf mittlerer Lautstärke wird der Gesprächspartner klar und deutlichen vernommen. Lediglich bei maximaler Lautstärke kommt es zu geringen Verzerrungen, vornehmlich bei tiefen Stimmen. Über die integrierte Freisprecheinrichtung ist der Klang über das gesamte Lautstärkenspektrum sehr gut. Auch in recht lauten Umgebungen, kann man den Gesprächspartner gut verstehen. Mittels der NoiseClear-Funktion sollen störende Nebengeräusche auf ein Minimum reduziert werden, um so vom Gesprächspartner auch in lauter Umgebung störungsfrei verstanden zu werden. Das klappte im Test sehr gut. Der Gesprächspartner merkte einen deutlichen Unterschied mit zugeschalteter Geräuschreduzierung. Der Empfang kann indes nicht vollends überzeugen. In geschlossenen Räumen verliert das Handy recht schnell seine Balken der Netzanzeige.

Die Akkulaufzeit ist hingegen sehr gut. Der 1000-Milliamperstunden-Akku liefert laut Hersteller eine Standby-Zeit von bis zu 18 Tagen und soll für zehnstündige Gesprächzeiten im GSM-Netz reichen – wer per UMTS telefoniert, muss sich mit vier Stunden begnügen. Bei gelegentlicher Nutzung der Internetdienste, einigen Zehn-Minuten-Telefonaten und ständig aktiviertem Bluetooth ist eine realistische Standby-Zeit von fünf Tagen machbar. Der Sar-Wert beträgt laut Hersteller 0,68 W/kg und liegt damit 0,5 Punkte unter dem des Schwestermodells Elm.

 

Sony Ericsson HazelDas 2,6 Zoll große Display löst mit 240 x 320 Pixel auf und stellt bis zu 16 Millionen Farben dar. Die Darstellung von Bildern oder Videos ist scharf und kontrastreich. Ein Lagesensor dreht die Medien automatisch ins Querformat und der Helligkeitssensor dimmt bei Dunkelheit das Display ein wenig ab und schaltet die Tastaturbeleuchtung hinzu. Außerhalb von geschlossenen Räumen ist das Ablesen sehr gut möglich. Nur bei direkter Sonneneinstrahlung wird das Ablesen erwartungsgemäß erschwert.

Sony Ericsson spendierte dem Hazel seine bewährte 5-Megapixel-Kamera samt LED-Fotolicht. Mittels des seitlichen Kamerataste, welche auch als Auslöser fungiert, wird die Kamera gestartet und ist in drei Sekunden einsatzbereit – für Schnappschuss-Fans ist dies zu lang. Vor dem Hintergrund, dass das Hazel kein ausgesprochenes Foto-Handy ist, sind die Einstellungen für ein Gerät dieser Preisklasse sehr umfangreich und lassen fast keine Wünsche offen. Positiv fällt zudem die Informations-Funktion zu den einzelnen Einstellungen auf, welche kurz erklärt, welchen Einfluss diese jeweils haben:

  • Sony Ericsson HazelModus (Normal, Lächelerkennung, Panorama, Rahmen)
  • Szenen (Nacht, Nachtportrait, Landschaft, Portrait, Strand/Schnee, Sport, Dokument)
  • Bildgröße
  • Autofokus (Gesichtserkennung, Makro, Unendlich)
  • Fotolicht
  • Selbstauslöser
  • Belichtungsmodus (Normal, Spot)
  • Weißabgleich
  • Effekte
  • Geotagging

 

Das Bild ist innerhalb von einer Sekunde scharf gestellt und nach einer weiteren Sekunde kann das Bild betrachtet werden. Das Ergebnis lässt sich aus der Vorschau heraus vergrößern oder mittels der Funktion „PhotoFix“ optimieren. Hierbei werden die Helligkeit und die Sättigung gegebenenfalls korrigiert. Auf dem Handydisplay wissen die Bilder zu gefallen. Ach auf dem PC-Monitor können sie überzeugen. Die Sättigung und der Kontrast sind sehr ausgewogen. Lediglich in dunklen Bereichen erkennt man ein Bildrauschen, welches aber nicht störend ist. Mit der Kamera lassen sich durchaus brauchbare Abzüge für das Fotoalbum erstellen.

Videos werden mit maximal 640 x 480 Pixel gedreht. Die VGA-Auflösung reicht für das Betrachten auf dem Handy und für den Upload auf diverse Videoportale aus. Wer allerdings qualitativ hochwertige Videos drehen will, wird hiermit keine Freude haben. Auf dem PC kommt es bei schnellen Kameraschwenks zu einer recht starken Kästchenbildung. Auch braucht die Kamera ca. eine Sekunde, um zwischen Hell und Dunkel zu unterscheiden, weshalb man bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen des Öfteren entweder nur einen schwarzen oder einen zu hellen Bereich im Video hat.

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Sony Ericsson setzt als Betriebssystem auf eine Eigenentwicklung; verschiedene Designs sorgen für den individuellen Look des Handys. Einzig dem Menü fehlt es ein wenig an Farbe. So sind die Icons zwar klar verständlich, aber dafür weniger farbenfroh. Auch eine Änderung des Themes schafft hier keine Abhilfe. Das Menü ist im klassischen Rasterformat aufgebaut und kann wahlweise als Karusell oder mit Einzelsymbolen dargestellt werden.

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Auf dem Startbildschirm lassen sich diverse Widgets anzeigen. Ein Druck des Navigationskeys nach oben öffnet das Auswahlmenü, um die einzelnen Programme zu aktivieren. Zu den Widgets gehören der Kalender, Facebook, MySpace, Twitter und ein Schrittzähler. Nach der Aktivierung werden diese auf dem Startbildschirm angezeigt und können mit Hilfe der Navigationstaste nach rechts oder links durchgescrollt werden.

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Für die Kommunikation stehen SMS, MMS und E-Mail bereit. Die Texteingabe erfolgt per T9-Texteingabe. Zudem verfügt das Elm über eine Worterkennung, welche mögliche Wörter schon vor dem letzten Buchstaben erkennt und diese zur Auswahl bereit stellt. Neue Wörter können hinzugefügt werden. Wer auf die T9-Funktion verzichten möchte, dem steht die übliche Eingabe mittels mehrmaligen Drucks der Tastatur für die Buchstaben bereit. Wie bei Sony-Ericsson-Handys üblich, zeigt das Gerät auch Smilies an.

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Fügt man der Nachricht Medien wie Bilder, Töne oder Videos hinzu, wird automatisch eine MMS erstellt. Nachrichten werden entweder im Posteingang angezeigt oder man wählt die Darstellung im Chatformat, bei der die geschriebene und die empfangene Kommunikationen chronologisch sortiert angezeigt werden.

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Ein Assistent unterstützt den Nutzer bei der Einrichtung seiner E-Mail-Konten. Die speziellen Kontoeinstellungen können aus dem Internet heruntergeladen werden. Wer das nicht möchte, kann dies auch manuell vornehmen. Neben zeitlich definierten Abrufintervallen für neue Nachrichten kann auch E-Mail-Push aktiviert werden, falls es denn vom Kontoserver unterstützt wird.

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Wie auch das Elm besticht das Hazel in Sachen Verbindungsmöglichkeiten: Das Quad-Band-GSM- und Dual-Band-UMTS-Handy bringt neben EDGE auch HSDPA und HSUPA mit. Für das heimische Netzwerk oder für Hotspots kann W-Lan verwendet werden. Für die lokale Datenübertragung steht neben USB samt Massenspeicherfunktion auch Bluetooth 2.1 bereit. Leider setzt Sony Ericsson auch beim Hazel auf den FastPort-Anschluss. Der branchenübliche MicroUSB-Anschluss würde das Fehlen eines Datenkabels im Lieferumfang nahezu wettmachen, da man ein solches Kabel mittlerweile zu fast jedem Handy dazu bekommt. So konnte der Datenaustausch per Kabel jedoch nicht getestet werden. Die Übertragung einer 13 Megabyte großen Datei dauerte mittels Bluetooth ca. eine Minute. Insgesamt stehen rund 280 Megabyte freier Speicher zur Verfügung. Dieser kann mittels MicroSD(HC)-Karte um bis zu 16 Gigabyte erweitert werden.

Der MP3-Player kann auf ganzer Linie überzeugen. Neben der Auflistung der Musiksammlung nach Interpreten, Titel, Alben, Genre oder Jahr, können eigene Playlisten erstellt werden. Der Player zeigt beim Abspielen das jeweilige Albumcover an. Wird das Handy um 90 Grad gedreht, erscheint das Cover nahezu im Vollbild. Hinter dem Cover werden zusätzlich Animationen angezeigt. Auch verfügt der MP3-Player über die Möglichkeit verschiedene Designs zu wählen. So kann man sich statt des Albumcovers eine abspielende Kassette, ein Tonbandgerät, einen Plattenspieler, ein Mischpult oder einen CD-Spieler anzeigen zu lassen. Neben den üblichen Einstellungen wie Zufallswiedergabe oder Wiederholungen, können mittels „SenseMe“ gemäß der eigenen Stimmung Musiktitel abspielt werden. Das Programm analysiert dabei anhand von Stimmungsdaten die Titel und gruppiert diese nach den Kriterien Traurig, Fröhlich, Schnell oder Ruhig. Eine separate Einteilung beziehungsweise Definition der jeweiligen Stimmung kann ebenfalls vorgenommen werden. Ein Abspielen von selbst angelegten Musikordnern ist nicht möglich.

Der Klang des auf der Rückseite angebrachten Lautsprechers ist voluminös und laut. Hier zeigt sich der Vorteil der leicht geschwungenen Bauform. So wird der Lautsprecher nicht abgedeckt und kann seinen Klang voll entfalten. Zwar verfügt das Hazel über einen integrierten Equalizer, jedoch hat dieser keine merkliche Auswirkung bei der Ausgabe über den Lautsprecher. Anders bei der Ausgabe über die mitgelieferten Stereo-Kopfhörer (HPM-60). Hier zeigt der Equalizer seine ganze Wirkung. Der Klang über das Headset kann über das gesamte Klangspektrum überzeugen. Lediglich die maximale Lautstärke ist zu leise. Einen Minuspunkt stellt der fehlende 3,5-Millimeter-Anschluss dar. So muss man auf handelsübliche Kopfhörer verzichten und ist auf das herstellereigene Zubehör angewiesen. Wird das Headset während der Wiedergabe vom Gerät abgezogen, muss die weitere Ausgabe über den Lautsprecher erst bestätigt werden. Somit werden die Mitmenschen in U- und S-Bahnen vor ungewollter Lärmbelästigung geschützt.

Das integrierte FM-Radio kann nur mit angeschlossenem Headset verwendet werden, die Ausgabe hingegen erfolgt auf Wunsch auch über den Lautsprecher. Mittels TrackID kann ein Lied, welches im Radio läuft, aufgezeichnet werden, um nach einer Serverabfrage den Namen und Titel anzuzeigen.

Das Telefonbuch ist sehr umfangreich gestaltet und gibt keinen Grund für Beanstandungen. Neben dem Namen, E-Mail-Adresse und diversen Telefonnummern kann der Kontakt einer Gruppe zugeordnet und mit einer Adresse versehen werden. Geburtstage mit automatischer Erinnerungsfunktion und Notizen runden das Telefonbuch ab. Der Kalender bringt indes keine großen Überraschungen zum Vorschein. Neben der Wochenansicht kann auch eine Monatsansicht gewählt werden. Standardgemäß lassen sich Termine, Aufgaben, Erinnerungen und Notizen erstellen und mit Alarmfunktionen versehen. Ein Dateimanager stellt den Inhalt des Telefonspeichern und der Speicherkarte entweder zusammen oder getrennt dar. Wer das Handy auch geschäftlich nutzen möchte, um Daten per Internet mit einem Server abzugleichen, wird sich über die Profile SyncML und Microsoft Exchange freuen.

Sony Ericsson Hazel
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Für das mobile Internet setzt Sony Ericsson auf einen Netfont-Browser. Die Darstellung der einzelnen Seiten ist sehr gut. Mit Hilfe der Navigationstaste wird ein Mauszeiger auf dem Bildschirm bewegt, um den gewünschten Seitenausschnitt anzuwählen. Das Navigieren mithilfe der virtuellen Maus ist zwar gelungen, jedoch ist das ständige Scrollen – mit Hilfe der Navigationstaste – nach kurzer Zeit recht störend. Um dem entgegen zu wirken, kann mittels der Smart-Fix-Funktion die Darstellung so angepasst werden, dass der Seiteninhalt auf die Displaybreite reduziert wird und so zumindest das horizontale Scrollen ausbleibt.

Bei der Geschwindigkeit kann der Browser wieder punkten. Das Portal von inside-digital.de war über W-Lan innerhalb von 22 Sekunden geladen. Mit UMTS dauerte dies rund 35 Sekunden. Während des Ladens kann auf der Seite schon navigiert und Inhalte angesehen werden. Der Browser akzeptiert Cookies und interessante Seiten können per Link an Freunde verschickt werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, Bilder direkt von einer Internetseite auf dem Gerät zu speichern. Auf Flash muss man allerdings verzichten. Ein RSS-Reader und ein Podcast-Player runden das Paket ab.

Für die Routenplanung und lokale Suche steht Google Maps zur Verfügung. Die Navigation wird mittels Wisepilot, welches in einer Testversion vorhanden ist, durchgeführt. Das benötigte Kartenmaterial wird bei Bedarf aus dem Internet heruntergeladen. Der Sat-Fix kam unter freiem Himmel innerhalb von 22 Sekunden zustande. Neben der Routenführung bietet Wisepilot auch noch das Aufzeichnen von Strecken, eine Routenplanung und eine Suche nach Interessenkategorien in der Nähe seiner Position (POI).

Für die gelegentliche Unterhaltung sorgt eine Vielzahl von vorinstallierten Programmen: Neben einer Wetterapplikation, einem Barcode-Scanner und einem YouTube-Client gehören auch ein Umweltquiz, ein CO2-Ausstoss-Rechner und ein Schrittzähler, der auch gleich den eingesparten CO2-Ausstoss anzeigt, dazu. Der integrierte PlayNow-Service von Sony Ericsson erlaubt das Herunterladen zusätzlicher Software, Spiele, Designs, Musik und Videos.

Sony Ericsson Hazel

Das Hazel unterstreicht, wie auch das Schwestermodell Elm, das gestiegene Umweltbewusstsein des Herstellers. Der Verzicht auf überflüssiges Verpackungsmaterial und die Verwendung von umweltfreundlichen Materialen ist löblich. Das Handy überzeugt mit einer sehr guten Ausstattungsliste, einer guten Kamera und Sprachqualität. Auch die Verarbeitung wäre lobend hervorzuheben, wenn der Akkudeckel nicht dieses nervige Knarzen selbst bei leichtem Druck aufweisen würde. Denn das Gerät als solches, sowie auch der Slidermechanismus, sind vorbildlich verarbeitet. Das Hazel ist momentan für knapp 200 Euro zu bekommen und durchaus eine Empfehlung wert. 

Das Schwestermodell Elm, welches ebenfalls für knapp 200 Euro zu haben ist, unterscheidet sich äußerlich nur von der Bauart. Die inneren Werte sind nahezu identisch. Wer vor der Entscheidung steht, welches der beiden Geräte er kaufen soll, dem sei das Hazel nahe gelegt: größeres Display, ein Tick bessere Bildqualität und die wesentlich bessere Sprachqualität. 

Pro

  • Funktionsumfang
  • Kameraleistung
  • Sprachqualität
  • Musikqualität
  • geringer Preis

Kontra

  • Knarzender Akkudeckel
  • FastPort statt MicroUSB-Anschluss
  • Kein 3.5 Millimeter-Klinkenstecker

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