Test des Sony Ericsson G705

17 Minuten

Sony Ericsson G705

„Generation Web“ – eine Bezeichnung für Handymodelle des Herstellers Sony Ericsson, die eine klare Zielrichtung dieser Modellpalette vorgibt. Das neue Modell G705 erblickt als zweites Gerät dieser Serie in diesen Tagen das Licht der Welt. Ein Multimedia-Slider mit einer ansehnlichen Ausstattungsliste mit dem Schwerpunkt „Connectivity und Online-Fähigkeit“, das laut Hersteller eine „perfekte Interneterfahrung“ bringen soll. Die Daten des G705 klingen durchaus vielversprechend, von UMTS/HSPA über WLAN bis zu einem integrierten GPS-Empfänger ist so ziemlich alles zu finden, was für einen Multimedia-Allrounder als zeitgemäß bezeichnet werden kann.

Wie gut kann sich das neueste Modell mit seinen Fähigkeiten platzieren und wie schlägt sich der Kandidat im umfangreichen Testparcour von inside-digital.de? Lesen Sie dazu den ausführlichen Testbericht.

Sony Ericsson G705Das G705 wird in einer Sony Ericsson-typischen gelb-weißen kleinen Box geliefert. Ein Bild des G705-Modelles und die herausragensten Fähigkeiten dieses G-Serie-Phones weisen unmissverständlich auf den Online-Schwerpunkt hin. Der Lieferumfang setzt sich nicht von dem üblichen etwas mageren Standard ab. Neben dem Serien-Akku BST-33 mit 950mA und einem Netzladeteil hat Sony Ericsson dem G705 auch noch ein Stereo-Headset (zweiteilig mit Klinkenstecker-Adapter) beigelegt. Eine relativ ausführliche Betriebsanleitung in Buchform in mehreren Sprachen, eine Kurzanleitung, eine Daten-CD mit Sync-Programm und eine SAR Information runden den knappen Lieferumfang ab. Wie für ein Phone dieser Klasse zu erwarten hat auch noch eine M2-Memory Stick Micro-Speicherkarte mit ein Gigabyte Speicherkapazität den Weg als Standard-Bestandteil des Lieferumfanges gefunden. Die Karte ist bereits im Testgerät eingelegt. Alles ist gut verpackt in der Box untergebracht.

Sony Ericsson G705
Sony Ericsson G705
 

Bereits beim „Erstkontakt“ kommt ein etwas zwiespältiger Eindruck auf. Die Baugröße des Sony Ericsson-Sliders mit den Maßen von 95 x 47 x 14,5 mm bei 98 Gramm Gewicht macht das G705 zu einem angenehmen und unauffälligen Begleiter mit durchaus kompakten Abmessungen, die auch für Hosen- und Hemdtaschen eine angenehme Trageweise erwarten lässt.

Sony Ericsson G705Mit der Verarbeitung sieht es auf den ersten Blick nicht ganz so positiv aus. Das G705 wirkt nicht wie andere Modelle wie aus einem Guss. Vielmehr neigt der über die gesamte Rückseite gehende Akkudeckel bei einem etwas festeren Zupacken zu deutlichen Geräuschen (Knacken und Knirschen) und der Slider wackelt im geöffneten Zustand etwas in den Führungsschienen. Die hochglänzende schwarze Vorderfront des Sliders zieht die Fingerspuren magisch an und hinterlässt schon nach kurzer Zeit einen etwas „fleckigen“ Gesamteindruck. Tasten- und Bedienelemente sind sauber in das Gehäuse integriert. Das Testgerät wurde in der Farbe „Silky Gold“ geliefert, was einen optischen Kontrast zwischen der schwarzen Vorderseite und der goldfarbenen Rückseite des G705-Sliders ergibt. Auch die runden Bedienelemente für die Rufannahme, für die Rufbeendigung und die zentrale Bestätigungstaste des Nav-Key sind in dem goldfarbenen Ton gehalten. Diese heben sich dadurch optisch deutlich von der dunklen Oberfläche ab. Das Einlegen der SIM-Karte ist sehr einfach und erfordert keinen besonderen Aufwand und ist auch ohne Werkzeug zu bewerkstelligen. Der SIM-Kartenleser ist oberhalb dem Akku untergebracht. Über einen festen Einschub kann die SIM-Karte eingeschoben und bei Bedarf wieder herausgezogen werden. Dann den Li-Polymer-Akku einsetzen, Akkudeckel aufschieben – fertig ist das G705 für den ersten Einsatz! Auch im betriebsfertigen Zustand wirkt das Telefon handlich.

Das Kunststoffmaterial des Gehäuses hinterlässt einen insgesamt stabilen wenn auch nicht besonders hochwertigen Eindruck. An der linken Außenseite ist nur eine kleine Aufschrift „M2″ zu finden. Diese weist den Weg zu dem unter dem Akkudeckel liegenden Speicherkartenleser für eine M2-Memory Stick Micro-Speicherkarte. Die Karte lässt sich nicht sonderlich praxisgerecht einsetzen bzw. entnehmen, wenn man dazu erst den Akkudeckel entfernen muss. Am linken oberen Gehäuserand befindet sich die Sony Ericsson-Schnittstelle für den Anschluss des Netzladeteiles und des Stereo-Headsets. Auf der rechten Seite ist eine kleine Wipptaste zur Lautstärkeregelung und die Starttaste für die Kamerafunktion untergebracht. Auf der Geräteoberseite befindet sich eine winzige runde Taste zum Start des Musik-Players. Diese ist zudem noch versenkt angebracht, was eine etwas fummelige Bedienung zur Folge hat.

Sony Ericsson G705Die Rückseite wird dominiert vom Objektiv der 3.2-Megapixel-Kamera und einer kleinen Foto-LED zur Unterstützung der Aufnahmen bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Auf der Vorderseite ist ein TFT-Display mit 240 x 320 Pixel und darüber ein zweites Objektiv für Videotelefonate. Unter dem Display befinden sich ein Sony Ericsson-Fünf-Wege-Nav-Key und je links und rechts davon noch drei weitere Einzeltasten. Die linke Tastengruppe enthält die Funktionen „Suchen-Softmenü“ (oben), Rufannahmetaste (Mitte) und „Verknüpfungsmenü“ (unten). Die rechte Tastengruppe ist mit den Funktionen „Kontakte“ (oben), Rufbeendigungstaste (Mitte) und „Löschen – C-Taste“ (unten) vorbelegt. Jeweils die obere und untere Taste ist in dem glänzenden Schwarz gehalten wie die Gehäusevorderseite. Die Erkennbarkeit im Vergleich zur goldfarbenen Rufannahme- und Beendigungstaste leidet deshalb etwas darunter. Zudem ist die Tastenbeleuchtung dieser Tasten auf der Slider-Vorderseite etwas schwach ausgefallen, was die Erkennbarkeit zusätzlich noch etwas erschwert. Grundsätzlich ist der Druckpunkt der Einzeltasten deutlich spürbar und die Bedienbarkeit ist soweit okay. Vom Nav-Key kann man das leider nicht sagen, der Druckpunkt ist hier sehr schwammig und ungenau, was in der Praxis häufige Fehlbedienungen zur Folge haben dürfte. Vor allem ist der zentrale Bestätigungsknopf sehr ungenau zu bedienen, da er sich kaum vom breiten Ring des Nav-Key abhebt und ungewollter Weise oft diese Ringtaste mit betätigt wird.

Sony Ericsson G705Nach dem Aufschieben des Sliders erscheint eine herkömmliche Zwölfer-Handy-Tastatur in Metallfolien-Bauweise. Die Einzeltasten sind ganz leicht nach oben gerundet, was die Fühlbarkeit etwas mehr unterstützt. Der Druckpunkt und die Bedienbarkeit sind soweit in Ordnung, wobei die erste Tastenreihe (1, 2, 3) einen etwas schwächeren Druckpunkt aufweist wie die übrigen Tasten. Die Tastaturfläche ist in dem goldfarbenen Ton wie die Rückseite gehalten. Die Beschriftung ist ausreichend deutlich. Die Tastaturbeleuchtung ist generell etwas schwach und zudem noch ungleichmäßig, die mittlere vertikale Tastenreihe (2, 5, 8, 0) ist generell etwas schwächer beleuchtet wie die beiden Außenreihen. Die rechte vertikale Tastenreihe verfügt noch über Zusatzsymbole, die bei der Nutzung des Internet-Browsers zum Einsatz kommen (3=Eingabeleiste Webadresse, 6=Favoriten, 9=Startseite, #=Zoomfunktion). Der integrierte Vibrationsalarm kann wahlweise ohne oder mit den verschiedenen Ruftönen eingestellt werden. Der Vibrationsalarm ist deutlich zu spüren.

Sony Ericsson G705Die Sprachqualität und auch der Empfang ist in allen Netzen sehr gut. Eine stabile Netzverbindung gewährleistet auch in schwächer versorgten Gebieten eine unterbrechungsfreie Kommunikation. Bei beiden Gesprächspartnern ist die Verständigung klar und deutlich. Während des Gespräches kann mit der seitlichen Wipptaste die Lautstärke verändert werden. Mit einer Tastenbetätigung lässt sich die integrierte Freisprecheinrichtung einschalten. Auch hier ist die Verständigung klar und deutlich, bei maximaler Lautstärke wirkt der Lautsprecher etwas höhenlastig – die Lautstärke ist auch für eine etwas lautere Geräuschkulisse in der Umgebung praxistauglich. Die Gesprächs- und Standby-Zeiten werden vom Hersteller mit zehn Stunden/400 Stunden angegeben – im UMTS/HSDPA-Betrieb reduziert sich laut Hersteller die Gesprächszeit auf vier Stunden und die Standby-Zeit auf 350 Stunden. Im Test war nur eine wesentlich geringere Standby-Zeit von circa sechs Tagen bei geringer bis mäßiger Nutzung des Handys zu erreichen. Die gelegentliche Nutzung des GPS-Empfängers verringerte die Standby-Zeit zusätzlich sehr deutlich. Auch der WLAN-Einsatz verringert merklich die Einsatzzeiten. Als Handset mit Quadband und UMTS/HSDPA/HSUPA ist das G705 für Weltreisende voll zu empfehlen.

Der SAR-Wert liegt beim G705 relativ hoch: 1,05 W/kg.

Sony Ericsson G705Das Sony Ericsson G705 verfügt über ein hochauflösendes TFT-Display mit 2,4 Zoll, 240 x 320 Pixel und 262.144 Farben. Die Farben wirken hell und kontrastreich und die Ausleuchtung des Bildschirms ist gleichmäßig und bei maximaler Helligkeitsstufe ausreichend hell. Im direkten Sonnenlicht oder bei heller Umgebung ist das Display nur wenig schlechter ablesbar. Was zu Einschränkungen führen kann sind die teilweise deutlichen Spiegelungen der Displayabdeckung. Die Helligkeit des Farb-Displays kann in fünf Stufen eingestellt werden. Der Kontrast kann nicht geändert werden. Für die gibt es vier verschiedene Grundthemen (Back to black, Clarity, Flowers, Gold lines) die Sony Ericsson beim G705 Designs nennt. Ein Hintergrundbild kann wahlweise aus den Designs oder aus einer Anwendung aktiviert werden. Als Bildschirmschoner steht diesem Modell ein Bild aus der Bildergalerie zur Verfügung.

Statusmeldungen wie Netzstärke, Akku-Ladezustand, Signalisierungsart, Datum und Zeit und bei Bedarf die Homezone-Verfügbarkeit lassen sich auf dem Display mit einem Blick ablesen. Nach circa 15 Sekunden schaltet das Display in einen gedimmten Zustand und dann nach weiteren fünf Sekunden ganz ab und bleibt dunkel. Statusinfos können dann nur durch Betätigung einer Taste angezeigt werden. Bei aktivierter Tastensperre (auch automatisch) beziehungsweise geschlossenem Slider sind wichtige Meldungen wie verpasste Anrufe, neue Mitteilungen und weiteres nur zu erkennen, wenn eine Taste betätigt wird. Durch Betätigung der Lautstärkewippe wird die Uhrzeit und die Symbole für verpasste Anrufe oder eingegangene Mitteilungen angezeigt. Eine LED-Signalisierung für Netzverbindung oder verpasste Anrufe ist bei diesem Sony Ericsson-Modell leider nicht integriert. Das Sony Ericsson G705 ist mit einer integrierten Kamera mit einem 3,2-Megapixel-Objektiv ausgestattet. Die Auflösung ist relativ gering ausgefallen, ist aber für brauchbare Schnappschüsse noch geeignet. Hier hätte Sony Ericsson auch eine höherwertige Linse integrieren können, die für andere Baureihen (W-Serie, CyberShot-Linie) vorbehalten bleibt. Die maximale Auflösung der Aufnahmen beträgt 2.048 x 1.536 Pixel.

Sony Ericsson G705Die Kamera verfügt über folgende Einstellungsmöglichkeiten:

  • Aufnahmemodus (Normal, Panorama, Rahmen, Bildfolge)
  • Bildgröße (3 MP, 2 MP, 1 MP, VGA)
  • Nachtmodus (Aus, Ein)
  • Fotolicht (Aus, Ein)
  • Selbstauslöser (Aus, Ein)
  • Weißabgleich (Auto, Tageslicht, Bewölkt, Neonlicht, Glühlampe)
  • Effekte (Aus, SW, Neg., Sepia)
  • Fotoqualität (Fein, Normal)
  • Überprüfung (Ein, Aus)
  • Position (GPS-Daten hinzu)
  • Speicherziel (Tel., Karte)
  • Automatisches Drehen (Aus, Ein)
  • Verschlusston
  • Einstellungen und Zähler zurücksetzen

Ein digitaler 3,2x- Zoom ist ebenfalls integriert, diese Funktion ist jedoch ausschließlich in der kleinsten Bildgröße (VGA) nutzbar – eine wenig sinnvolle Praxis-Lösung. Grundsätzlich gelingen gute Schnappschüsse bei ausreichender Beleuchtung. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann zur Unterstützung die Foto-LED zugeschaltet werden. Von der Wirkung sollte man sich nicht zu viel erwarten, ab einer Entfernung von circa einem Meter ist die positive Wirkung nicht mehr sichtbar. Generell sollte man keine zu hohen Anforderungen an die Kamera stellen, zumal auch auf nützliche Funktionen wie Autofokus und optischen Zoom verzichtet wurde.

Eine Videoaufnahme ist ebenfalls möglich. Hier kann die Videolänge vorgewählt werden (Normal oder für MMS). Die max. Auflösung der Videoaufnahmen beträgt 320×240 Pixel. Aufgenommene Bilder und Videos können im internen circa 128 Megabyte großen dynamischen Gerätespeicher oder auf der mitgelieferten M2-Speicherkarte abgelegt werden. Der Speicher ist damit ausreichend bemessen, zumal die integrierte Speichererweiterung mit M2-Speicherkarten problemlos bis acht Gigabyte möglich ist. Das Versenden der Aufnahmen über MMS oder E-Mail-Anhang ist möglich. Auch können die Aufnahmen online in einen Bild- bzw. Video-Blog gestellt werden. Auf der Handytastatur können kurze Texte relativ komfortabel mit T9-Unterstützung eingegeben werden.

 
Sony Ericsson G705
Sony Ericsson G705
Sony Ericsson G705
Sony Ericsson G705
Sony Ericsson G705

Das Sony Ericsson-eigene Betriebssystem arbeitet flott und ohne erkennbare Verzögerungen.
Die Menüstruktur ist einfach und klar strukturiert und sowohl von den Symbolen als auch den Erklärungen leicht verständlich aufgebaut. Die Icons sind klar dargestellt und sind größtenteils selbsterklärend.

Über teilweise bis zu vier Ebenen kann man per Tasteneingabe rasch durch das Menü navigieren und die gesuchten Punkte finden. Die Abkürzungen zu einzelnen Menüerklärungen sind ausreichend deutlich.
Um eine SMS zu erstellen reichen normalerweise vier Tastendrucke, bei Nutzung der Verknüpfungsfunktion sind nur zwei Tastenbetätigungen zum Start der Funktion notwendig.

Am unteren Displayrand werden immer zwei Softtasten angezeigt, die im Grundzustand die Suchfunktion der Internetanwendung (Google) und die Kontakte zeigen. Diese Belegung kann nicht abgeändert werden.

Die Darstellung und Größe der Schrift ist auch für ältere Menschen ohne größere Schwierigkeiten erkennbar.

Das G705 hat eine integrierte Anrufliste, die auch getrennt nach „Rufe in Abwesenheit“, „Empfangene Anrufe“ und „Gewählte Rufnummern“ die gewünschten Informationen anzeigen kann.

Die Sliderfunktion kann wahlweise so voreingestellt werden, dass beim Öffnen ein Gespräch angenommen und beim Schließen wieder beendet wird.

Das Schreiben einer SMS oder auch MMS gestaltet sich sehr einfach mit diesem Sony Ericsson-Handy. Eingaben können über die Handy-Tastatur getätigt werden. Eine T9-Eingabehilfe unterstützt bei der Texteingabe.
Die Tasten der Handy-Tastatur haben – wie bereits erwähnt – einen sehr deutlichen Druckpunkt und sind immer zielsicher zu bedienen. Auch etwas groß geratene Hände oder Finger dürften kaum Schwierigkeiten bei der Bedienung haben.

Der Benutzer kann unter einer vorinstallierten Auswahl von 26 Klingeltönen (polyphon 64-stimmig) seinen Favoriten wählen.

 

 

Sony Ericsson G705Folgende Verbindungsmöglichkeiten sind integriert:

  • GPRS
  • EDGE
  • HSCSD
  • UMTS (850/1900/2100)
  • HSDPA (3,6 Mbit/s)
  • HSUPA
  • WLAN
  • WAP (2.0)
  • Bluetooth 2.0EDR mit A2DP-Unterstützung
  • USB-Massenspeicher
  • Media-Device
  • Modem
  • PictBridge
  • PC-Sync

Bei der Datenübertragung spielt das G705 seine volle Stärke aus. Ob über GSM/GPRS/EDGE oder über die Datenturbos UMTS/HSDPA/HSUPA und auch über die WLAN-Schnittstelle kann ein schneller und effizienter Datenaustausch erfolgen. Internetinhalte lassen sich problemlos abrufen und über den integrierten Netfront-Browser anzeigen (mit RSS-Feeds-Funktion). Bei Bedarf und Netzverfügbarkeit ist dies über alle Emfangsbänder nutzbar. Die Datentransfer-Rate im UMTS/HSDPA-Band oder im WLAN-Band war hier durchschnittlich immer sehr hoch. Die Bluetooth-Verbindung klappt mit allen gängigen Zusatzgeräten sehr gut. Pairing und Einbindung sind einfach und ohne großen Aufwand möglich. Mit dem mitgelieferten Synchronisationsprogramm „PC suite“ ist ein Datenabgleich mit einem Outlook-Programm möglich. Der Sync-Vorgang funktioniert tadellos, auf dem G705 können bis zu 1000 Kontakte abgespeichert werden. Jedem Kontakt lassen sich bei Bedarf ein individueller Rufton, ein Bild, ein Nachrichtensignal und/oder ein Sprachbefehl je Rufnummer zuordnen.

Ein E-Mail-Programm gibt es beim G705 als Standard-Anwendung. Mit dem E-Mail-Programm lassen sich nach POP3- und IMAP4-Verfahren die E-Mails auf das Handy laden. Ein automatischer Mailabruf in den Zeitintervallen von fünf Minuten, 30 Minuten, 60 Minuten, zwei Stunden, 4 vier Stunden, 12 Stunden oder 24 Stunden kann bei Bedarf vorgewählt werden. Der E-Mail-Client verfügt über eine E-Mail-Push-Funktion. Damit können Exchange-Postfächer in einem Blackberry-ähnlichen Modus automatisch die E-Mails auf das Handy senden. Downloadlimit und die maximale Download-Größe lassen sich ebenfalls individuell festlegen. Grundsätzlich können die Datendienste per OTA der Netzbetreiber konfiguriert werden. Dies ist problemlos mit allen Netzbetreibern möglich. Eine manuelle Einrichtung von Nachrichten- und Verbindungskonten kann von erfahrenen Nutzern auch manuell vorgenommen werden.

Über die integrierte Freisprecheinrichtung lassen sich bequem Gespräche führen. Ein guter Klang und eine ausreichende Lautstärke unterstützen den guten Gesamteindruck der Freisprecheinrichtung. Als herausragendes Ausstattungsmerkmal verfügt das G705 über einen integrierten GPS-Empfänger mit aGPS-Unterstützung. Der Satfix ist in einer kurzen Zeit (rund 30 Sekunden) durchgeführt. Ein Routing ist mit der bereits vorinstallierten Software „Wayfinder Navigator“ über einen Testzeitraum von drei Monaten möglich. Die Navigations-Lösung eignet sich für das gelegentliche Navigieren durchaus und ist auch von der Kartenanzeige praxisgerecht aufgebaut. Eine deutliche Sprachansage von Navigationsanweisungen fehlt allerdings. Alternativ kann auch mit dem vorinstallierten Zusatzprogramm „Google-Maps“ gearbeitet werden.

Im Sony Ericsson G705 verrichtet ein FM-Radio mit RDS-Unterstützung seinen Dienst. Nach dem Anstecken des Headsets, das auch gleichzeitig als Antenne dient, ist das Radio betriebsbereit. Komfortfunktionen wie Sendersuchlauf, Senderspeicher (20 Plätze) mit RDS-Funktion und weiteres erleichtern die Bedienung und unterstützen den Anwender bei der Inbetriebnahme. Das integrierte FM-Radio bietet Musik- und Hörgenuss in einer guten Qualität. Die Radiowiedergabe kann auch wahlweise über den integrierten Gerätelautsprecher geschaltet werden. Sieben klassische Umgebungsprofile gibt es beim G705 von Sony Ericsson. Diese lassen sich individuell anpassen und bei Bedarf aktivieren. Auch ein Flugprofil ist Bestandteil der Ausstattung des G705. Damit ist auch die Nutzung im Flugzeug als Musik-Player oder durch die Möglichkeit der Deaktivierung aller Sendemodule möglich. Das Medienprogramm auf demG705 ist für die Wiedergabe von Musik und Videos nutzbar. Auch können aufgenommene Fotos über dieses Programm betrachtet werden. Funktionen wie „Mega Bass“ und „PlayNow“ erweitern den Komfort der Musikwiedergabe. Eine Auto-Rotate-Funktion mittels eines integrierten Lagesensors lässt in einigen Anwendungen die Komfortfunktion zu, dass sich die Anzeige automatisch um 90 Grad dreht wenn das Handy entsprechend gekippt wird. 

Sony Ericsson G705
Sony Ericsson G705
Sony Ericsson G705
Sony Ericsson G705

Nützliches Zubehör für Businesskunden wie Quick Office (Word-, Excel- und PowerPoint-Dokumente anzeigen und bearbeiten) sucht man bei diesem Gerät vergeblich. Ein Notiz- und ein Aufgaben-Programm in Verbindung mit dem detaillierten Adressbuch sind die nutzbare Organizer-Ausstattung des Sony Ericsson G705.Auf dem Gerät sind bereits zwei Spiele (Brain Juice, Super Breakout) und diverse Unterhaltungsprogramme vorinstalliert (MusikDJ, VideoDJ, PhotoDJ), die dem Handynutzer bei Bedarf Entspannung bringen. Auch eine Bluetooth-Funktion „Fernbedienung“ ist Ausstattungs-Bestandteil des G705. Damit können nach dem Pairen andere Geräte mit Bluetooth ferngesteuert werden – ein nettes und durchaus nützliches Gimmick. Ein Voice-Recorder ist Bestandteil der Grundausstattung. Die Sprachwahl ist ebenso möglich. Als nützliche Extras sind ein Rechner, eine Stoppuhr, ein Code-Memo-Programm und ein Timer integriert. Auch ein Wecker ist als Zubehör vorhanden. Die Vielfalt der vorinstallierten Anwendungen wird durch die Programme „AccuWeather“, „Comeks Strips“, „Standby World“, „Walk Mate“ und „YouTube“ noch ergänzt. Das Sony Ericsson-Programm „TrackID“ ermöglicht die Suche von kurzen Musiksequenzen, die über das Radio aufgenommen wurden, via Internet nach Interpret und genauem Titel.

Sony Ericsson G705
 

Ein Onlinespezialist wie er im Buche steht. Dies trifft auf das G705 durchaus zu. In der Tat ist das Medium Internet mit der lückenlosen Vielzahl der Verbindungsmöglichkeiten auf dem G705 nahezu perfekt als mobile Lösung umgesetzt. Den Gesamteindruck trübt etwas die nicht sonderlich hochwertige Verarbeitung, der schlecht zu bedienende Nav-Key und die etwas schwache Kamera. Alles in allem jedoch ist das G705 ein Multimedia-Spezialist, der es Wert ist, dass man ihn in die engere Auswahl nimmt. Auch die integrierte Navigationslösung ist eine brauchbare Erweiterung des Leistungsspektrums.

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