Test des Sony Ericsson C905

22 Minuten

Sony Ericsson C905
 

Seit dem vierten Quartal 2008 ist das heiß ersehnte Cyber-Shot Handy C905 von Sony Ericsson auf dem deutschen Mobilfunkmarkt erhältlich. Das C905 verfügt über eine integrierte Kamera mit sage und schreibe 8,1 Megapixel sowie Xenon Blitz und soll die Kompaktkamera ersetzen.  inside-digital hat das Pixelwunder auf Herz und Nieren geprüft und getestet, ob mehr Pixel auch für bessere Fotos garantieren und was das Cyber-Shot neben der Fotografie noch zu bieten hat. Interessant ist auch die Frage, ob der schicke Slider ebenso gut im Test abschneiden kann wie sein Vorgänger, das C902, das in den Handy-Bestenlisten ganz vorne zu finden ist.

Sony Ericsson C905

 

Die klassisch zeitlose Verpackung in Schwarz wirkt mir ihren silbernen Aufdrucken elegant und weckt den Entdeckerinstinkt des Beobachters. Insgesamt fällt die Verpackung sehr übersichtlich aus, da sie schlicht gestaltet ist. Auf der Vorderseite stechen dem Beobachter die silberfarbene Kameralinse ins Auge, der Aufdruck „8,1 Megapix“ sowie Herstellername und Modellbezeichnung. Hersteller und Modell finden sich auf den vier Seiten des Kartons wieder. Die Rückseite ist unbedruckt. Nimmt man den Deckel ab, offenbaren sich zwei weitere Schachteln mit identischem Look zum Äußeren. Beide Schachteln sind aufklappbar.

In der einen befindet sich das C905, welches sehr nobel in schwarzem Samt gebettet ist, in der anderen verbirgt sich die Hardware. Nach dem herausnehmen der beiden Schachteln, kommt eine weitere Schachtel zum Vorschein, dessen Inhalt die Bedienungsanleitung und die PC Suite darstellen. Der komplette Lieferumfang sieht wie folgt aus: Handy, Akku, USB Adapter, Ladekabel, USB Datenkabel, Trageriemen, Headset, Speicherkarte, Bedienungsanleitung und PC Suite.  Die Bedienungsanleitung ist übersichtlich gestaltet. Besonders positiv fällt der separate „Camera Guide“ auf.

 

Sony Ericsson C905
Sony Ericsson C905

Zum Öffnen der Akkuabdeckung muss diese nur nach unten weg geschoben werden. In umgekehrte Weise schließt man den Akkudeckel. Genauso einfach lässt sich auch der Akku selbst einsetzen und herausnahmen. 

Sony Ericsson C905Die SIM Karte lässt sich ebenfalls problemlos einschieben und herausziehen. Der Speicherkarten Slot befindet sich links außen, so dass der Memory Stick Micro auch ohne öffnen des Akkudeckels gewechselt werden kann. Als positiv erweist sich die Speicherkartenabdeckung, die den Einschub vor Staub und Schmutz schützt. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist das C905 als Slider Variante ausgeführt, das klassische rechteckige Design blieb allerdings erhalten. Als innovativ erweisen sich das abgerundete obere und untere Ende des Gerätes und verleihen ihm eine extravagante Note. Der erste Eindruck verspricht ein High Tech Gerät, das robust und elegant zugleich wirkt. Mit den Maßen 104 x 49 x 18 Millimetern und einem Gewicht von 136 Gramm ist das Cyber-Shot mit Sicherheit kein zierliches Mobiltelefon und lässt sich nicht ohne weiteres in jeder Hemd- oder Hosentasche verstauen. Über dem Display ist der Sony Ericsson Schriftzug aufgedruckt, unter dem Display steht Cyber-Shot.

Obligatorisch befindet sich auf der Rückseite des Gerätes das Sony Ericsson Emblem in dreidimensionaler Ausführung. Auf der Abdeckung der Kameralinse findet man erneut den Cyber-Shot Aufdruck. Der erste hochwertige Eindruck wird von der Kombination aus mattem, schwarzem Kunststoffmaterial sowie polierten und gebürsteten Edelstahl Elementen verstärkt.Die Verarbeitung der Schalter und Tasten ist sehr gut, ebenso die Qualität der Steckverbindungen bei denen die Spaltmaße auf ein Minimum reduziert sind. Die Spaltmaße des Schiebemechanismus dürften etwas kleiner ausfallen, denn hier kann Staub und Schmutz in das Geräteinnere eindringen. Der Schiebemechanismus als solcher funktioniert tadellos. Der Schlider gleitet vorbildlich nachdem ein leichter aber bestimmter Widerstand überwunden wird.

Sony Ericsson C905Als äußerliche Bauteile befinden sich auf der rechten Seite die Wipptaste zum Regeln der Lautstärke und der Zoomeinstellung, der Kameraauslöser, die Kameramodustaste und die Play Taste. Auf der gegenüberliegenden Seite sind der Speicherkarten Slot, die Anschlussbuchse für das Ladekabel, USB Datenkabel und Headset zu finden. Auf der Rückseite sind der Spiegel für Selbstportraits, die Blitzeinheit und die Kameralinse platziert. Die Kameralinse wird von einer seitlich verschiebbaren Abdeckung gegen Schmutz geschützt. Links unten am Handy befindet sich die Öse für den Trageriemen. Im zugeschobenen Zustand stehen dem User lediglich der Navigationskey, zwei Softkeytasten, die rote und die grüne Hörertaste sowie die c-Taste und die Taste für das aktive Menü zur Verfügung. Schiebt man den Slider auf kommt eine konventionelle Zifferntastatur zum Vorschein. Die Funktionstasten und der Navigationskey stehen aus der Oberfläche heraus und lassen sich prima ertasten. Die Zifferntastatur ist nahezu eben und die einzelnen Tasten sind nicht voneinander zu unterscheiden. Auch geübten Schreibern fällt das Blinde Tippen schwer.

Sony Ericsson C905Die Druckpunkte aller Tasten sind gut gewählt und zeugen von hoher Qualität der Bauteile. Der 5-Wege Navigationskey sitzt mittig unter dem Display und ist als Quadrat mit abgerundeten Ecken ausgeführt. Die Mitte des Buttons besteht aus gebürstetem Edelstahl, die Randbereiche sind aus poliertem schwarzem Kunststoff. Ein metallischer Rand grenzt den Navigationskey vom Rest des Gerätes ab. Dem Vibrationsalarm fehlt es an Durchsetzungsvermögen. Trägt man den Slider nicht direkt am Körper ist der Alarm nicht wahrnehmbar. Die Stärke der Vibration ist nicht einstellbar. Klingelton und Vibrationsalarm ertönen gleichzeitig. Auf Wunsch kann der Vibrationsalarm deaktiviert werden.

Sony Ericsson C905Die Sprachqualität ist gut, der Ton wird sauber übertragen. Die Verständlichkeit bei beiden Gesprächspartnern ist einwandfrei. Über einen Wipptaster rechts außen am C905 kann die Lautstärke über 16 Stufen intervallweise eingestellt werden. Auch beim Freisprechen sind die Qualität und die Verständigung tadellos. Das Handy muss nicht direkt vor den Mund gehalten werden, um beim Freisprechen eine gute Qualität zu gewährleisten, sondern kann ruhig in einiger Entfernung positioniert werden. Das Freisprechen mit dem Headset funktioniert sehr gut. Laut Hersteller sind Dauergespräche bis neun Stunden im GSM Modus möglich, bei UMTS Nutzung hält der Akku bis zu vier Stunden durch. Sony Ericsson gibt für den Lithium Polymer Akku eine Standby Zeit von 380 Stunden bei GSM und 360 Stunden bei UMTS an. Im Test hielt der Akku 70 Stunden im UMTS Modus durch und 160 im GSM Modus. Nach zwei Stunden ist der Akku wieder vollständig geladen. Die Akkuleistungsanzeige im Standby Bildschirm ist wenig verlässlich, aber exakte Auskunft erhält man durch Drücken des Wipptasters auf der rechten Seite der eine Übersicht mit den Telefonstatusinformationen öffnet. Der Empfang des Gerätes ist durchweg gut, auch in Gegenden wo der Netzzugang nur erschwert möglich ist bleibt der User erreichbar. Als Frequenzbänder verfügt das Gerät über GSM (Quadband 850, 900, 1800, 1900 Megahertz) und UMTS/HSDPA (Singleband 2100 Megahertz).

Der Sar-Wert des C905 beträgt 0,77 W/kg.

Sony Ericsson C905Sony Ericsson hat das C905 mit einem 2,4-Zoll großem TFT Display ausgestattet das eine Bildschirmdiagonale von 60,9 Millimetern sein Eigen nennt. Bei einer Auflösung von 240×320 Pixel können bis zu 262.144 Farben dargestellt werden. Bilder werden gestochen scharf und brillant wiedergegeben. Auch die Darstellung der Zeichen ist scharf und einwandfrei. Bei Dunkelheit lässt sich das TFT Display problemlos ablesen, aber bei grellem Licht oder direkter Sonneinstrahlung ist das korrekte Ablesen schwierig. Die Anzeige ist sehr gut ausgeleuchtet und über fünf Stufen kann die Helligkeit an die Wünsche des Benutzers angepasst werden. Im aufgeschobenen Zustand schaltet sich das Display automatisch nach 18 Sekunden ab. Wird der Slider zugeschoben erlischt die Anzeige bereits nach drei Sekunden. Ein Displayschoner mit 13 vorinstallierten Bildmotiven schützt den Bildschirm gegen Einbrennen. Auf Wunsch kann dieser auch deaktiviert werden. Für die Ein- und Ausschaltanimation stehen keine Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung. Zur Personalisierung des Handys tragen vier vorinstallierte Designvarianten bei. Weitere Designs können per Internet downgeloadet werden. Der Fokus liegt beim Cyber-Shot Wort wörtlich auf der 8,1-Megapixel Kamera mit 16fachem Digitalzoom, Autofokus, Bildstabilisator und Gesichtsfelderkennung. Nur zwei Sekunden nach dem Aktivieren ist die leistungsstarke Kamera einsatzbereit. Das Display arbeitet als Sucher nicht überzeugend, da es nur langsam reagiert und Details zum Teil verzerrt dargestellt werden. Ebenso schnell wie die Kamera aktiv ist sind auch die Aufnahmen fixiert.

Im Kameramodus wir der Benutzer permanent über folgende Services informiert: Modus (Video, Foto), aktueller Speicherort, Anzahl an speicherbaren Aufnahmen, Bildformat, Bildgröße und Szenenauswahl. Das Cyber-Shot verfügt über eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen und stellt damit so manche Digitalkamera ins Abseits. Im Einzelnen sind das die Funktionen:

  • Aufnahmemodus (Normal, Kontrast Optimierung, BestPic, Panorama, Rahmen)
  • Szenen (Automatisch, Nachtszene, Nachtportrait, Landschaft, Portrait, Strand, Schnee, Sport, Dokument)
  • Bildgröße (8MP, 5MP, 3MP, VGA 640 x 480)
  • Autofokus (Automatisch, Gesichtserkennung, Makro, Unendlich)
  • Blitz (Automatisch, Rote Augen reduzieren, Aus)
  • Selbstauslöser
  • Belichtungsmodus (Normal, Sport)
  • Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Neonlicht, Glühlampe)
  • Effekte (Aus, Schwarzweiß, Negativ, Sepia, Solarisieren)
  • Fotoqualität (normal, fein)
  • AF Leuchte (auto, aus)
  • BestPic (schnell, langsam)
  • Überprüfung (ein, aus)
  • Stabilisator (ein, aus)
  • Position hinzufügen (ein, aus)
  • Speicherziel (Telefon, Speicherkarte)
  • Auto Drehen (ein, aus)
  • Verschlusston

 

Das Cyber-Shot hält für jede erdenkliche Situation die passenden Einstellungen und Funktionen bereit. Es dauert zwar eine Weile bis man sich mit dem multifunktionalen Leistungsmerkmal des Gerätes vertraut gemacht hat, aber dafür macht es hinterher umso mehr Spaß damit zu arbeiten. Das intensive Einarbeiten ist von Nöten, da die automatische Situationserkennung meistens nicht die optimalen Einstellungen wählt und der User von dem Bildergebnis enttäuscht ist. Die integrierte Blitzeinheit ist durchsetzungsfähig und trägt beträchtlich zur Bildqualität im positiven Sinne bei. Das gleiche gilt auch für den elektronischen Bildstabilisator der vorbildlich arbeitet. Selbst bei sehr schnellen Bewegungen entstehen unverzerrte und scharfe Bilder. Trotz des guten Displays muss der Slider der hochauflösenden Kamera Tribut zollen, denn die Qualität der Fotos ist nicht gut wenn diese auf dem Handy betrachtet werden. Manche Bildinformation wird verpixelt dargestellt. Betrachtet man die Bilder aber auf dem Computer ist die Qualität sehr gut. Bilder können im vorinstallierten Ordner oder auf der Speicherkarte hinterlegt werden. Das Erstellen eigener Ordner ist nicht möglich. Die Bildformate BMP, GIF, JPEG und PNG werden von dem Gerät unterstütz. Zum Bearbeiten von Fotos steht ein Photo DJ zur Verfügung mit dessen Hilfe Lichtbalance, Kontrast, Helligkeit und Farbabgleich vorgenommen werden können sowie Effekte und Objekte hinzugefügt. Professionell kann man Bilder mit dem in der PC Suite enthaltenen Adobe Photoshop bearbeiten.

Sony Ericsson C905Per Knopfdruck auf die Kameramodustaste rechts außen am Gerät wechselt man in den Videomodus. Beim erneuten Drücken derselben Taste in das Cyber-Shot wieder im Kameramodus. Im Videomodus hat der Slider eine Auflösung von 320×240 Pixel und unterstützt folgende Formate: H.263, H.264, MPEG4, 3GP und Real. Das Display arbeitet als Sucher bei der Aufnahme von Video Dateien gut, nichts ruckelt oder wird verzerrt dargestellt. Die Qualität der Aufnahmen ist allerdings mittelmäßig, da Sequenzen mit schnellen Bewegungen stark verpixelt wiedergegeben werden. Betrachtet man die Videos auf dem Computer ist die Qualität etwas besser. Auch hier steht ein Feature zum Bearbeiten der Videos bereit. Mit Hilfe des Video Dj´s kann man Aufnahmen zuschneiden, Texte einfügen, Sounds hinzufügen und Übergänge erstellen. Die maximale Länge der Videos ist dynamisch und von der Gesamtspeicherkapazität abhängig. Gespeichert werden die bewegten Bilder im vorinstallierten Ordner „Video“. Das Erstellen eigener Ordner ist nicht möglich.

Sony Ericsson C905

                               Original Kamera-Foto | für volle Bildgröße bitte klicken

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Sony Ericsson C905
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Das Hauptmenü besteht aus 12 Menüpunkten die optional als Desktop, als Einzelsymbol (Liste), in Ringform oder Design abhängig dargestellt werden können. Alle Hauptmenüpunkte sind animiert und die meisten davon sind selbsterklärend. Ausnahme macht dabei der Ordner Unterhaltung. Er ist zwar sinngemäß benannt, aber das Symbol mit Stiften und einem Ordner ist unpassend. Die Untermenüs werden als Listen dargestellt und können nicht verändert werden. Trotz der Multifunktionalität sind die Wege durchs Menü recht kurz. So ist man nach nur drei Klicks beim Verfassen von Nachrichten: Nachrichtenfunktionen – Verfassen – Nachricht. Noch schneller geht es natürlich per Shortcut.

Der quadratische Navigationskey sitzt mittig unter dem Display. Seine Ansteuerung ist einfach und präzise, da der Button recht groß ist. Ein leises Knacken kommentiert jede Betätigung. Der 5-Wege Navigationskey ist frei belegbar. Die Softkeytasten sind hingegen statisch belegt. Die rechte Taste mit den Kontakten und die linke Taste mit den Medien. Als Schnellzugriffsmöglichkeiten stehen auf der rechten Seite die Kameramodustaste bereit und durch Betätigen des Lautstärkereglers erhält man die Statusinformationen über das Gerät. Die Kamera wird auch automatisch beim Öffnen ihres Shutters aktiviert. Während eines Gespräches stehen folgende Schnellzugriffe zur Verfügung die sich per linker Softkeytaste aufrufen lassen: Anruf hinzufügen, Mikrofon aus, Anruf halten, MFV Töne aus und Aufnehmen. Mit dem rechten Softkey wird der Lautsprecher eingeschaltet und mit Hilfe des Navigationskeys gelangt man ins Hauptmenü.

Die dargestellten Schriftzeichen sind klar und sauber. Leider gibt es keine Einstellungsmöglichkeiten um Veränderungen vornehmen zu können. Auch die Schriftgröße kann nicht verändert werden, Ausnahme ist hier das Erstellen von Nachrichten. Deshalb dürften Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen Probleme bekommen, alles korrekt zu erkennen.

Zum Unterdrücken der Rufnummer muss der Benutzer dem Pfad Einstellungen – Anrufe – Nr. zeigen / unterdrücken folgen. Die Anruflisten erreicht man einfach über den Hauptmenüpunkt „Anrufe“ oder direkt per Shortcut. Die Anrufliste ist obligatorisch in folgende Listen unterteilt: Alle, Angenommen, Gewählt und Unbeantwortet. Ist die gewählte Rufnummer besetzt fragt das C905 nach, ob die automatische Wahlwiederholung aktiviert werden soll. Das Ganze geschieht immer einmalig.

Zum Erstellen einer Nachricht muss der User ins Nachrichtenfunktionsmenü und anschließend „Nachricht verfassen“ anwählen. Einfacher und schneller geht es natürlich per Shortcut über den Navigationskey. Beim Schreiben wird der Verfasser von einer gut funktionierenden und lernfähigen T9 Funktion unterstützt. Der Nachrichteneditor informiert permanent über den aktuellen Schreibmodus, den geschriebenen Text und zeigt eine Reihe von Symbolen an. Die Symbole stehen für Dateien, die angehängt oder integriert werden können in eine Nachricht.

Als Schreibmodi stehen Groß- und Kleinschreibung in Kombination mit und ohne T9 Funktion zur Verfügung. Zwischen den Modi kann leicht mit der Sterntaste gewechselt werden. Als Besonderheiten hält der Slider die Möglichkeiten bereit, das Textformat (Größe, Farbe, Zeitparameter) und das Layout (Hintergrundfarbe, Textposition) zu modifizieren.

Folgende Dateien können in eine Nachricht integriert werden: Bild, Animation, Video, Sound. Zum direkten Speichern einer Nachricht gibt es keine Option, erst wenn man per Softkey „zurück“ navigieren möchte wird der User gefragt, ob die Nachricht gespeichert werden soll. Hierfür steht der Ordner „Entwürfe“ bereit. Eigene Ordner können nicht erstellt werden.

Der Slider macht keinen Unterschied zwischen Erstellen von SMS und MMS. Für beide Varianten gibt es nur einen Editor. Unter den Optionen, die der User mit dem linken Softkey erreicht, gibt es die Möglichkeit eine SMS in eine MMS umzuwandeln und umgekehrt. Für die Speicherung von Multi Media Messages gelten die gleichen Bedingungen wie für SMS.

Positiv fällt beim Cyber-Shot auf, dass sich das Gerät selbst konfiguriert. Hierfür muss der Benutzer lediglich im Einstellungsmenü das Untermenü Konvektivität öffnen und die Aktion „Einstellungen automatisch“ anwählen. Das Konfigurieren der Email Einstellungen erfolgt manuell. Leider gibt es im Handbuch dafür keine Anweisung. Zum Erstellen von Emails muss der User dem Pfad Nachrichtenfunktionen – Verfassen – Email folgen.

Der Editor zeigt permanent den Empfänger, den Betreff, den geschriebenen Text und die Anhänge an. Angehängt werden können folgende Dateien: Bild, Sound, Design, Video, Visitenkarte und Webseite. Sony Ericsson hat dem C905 19 Klingeltöne mit auf den Weg gegeben und acht Signaltöne, allesamt im MIDI, M4a oder im MP3 Format. Die Liste der Töne kann beliebig erweitert werden. Die Formate AAC, AAC+, AMR, AMR-NB, eAAC+, M4a, MIDI, MP3, MPEG4, WAV und WMA unterstützt der Slider. Die Tastatursperre wird durch das Zuschieben des Gerätes aktiviert. 

Sony Ericsson C905Als Verbindungsmöglichkeiten hält das Cyber-Shot folgende Möglichkeiten bereit: Wi-Fi, Bluetooth, USB Datenverbindung, PC Synchronisation, Internet und TV-Out. Der Verbindungsaufbau via Bluetooth funktioniert reibungslos und ebenso das Übertragen von Dateien. Nahezu alles kann übertragen werden und für eine Datei der Größe 3,1 Megabyte brauchte das C905 eine Zeit von 73 Sekunden. Beim Erstellen einer Datenverbindung zum PC via USB Datenkabel gibt es ebenfalls keine Probleme. Die Verbindung arbeitet zügig und im Test wurde eine fünf Megabyte große Datei in nur fünf Sekunden übertragen. Im mitgelieferten Software Paket befinden sich die PC Suite als solche, der Sony Ericsson Media Manager und der Apple Quick Time Player. Insgesamt lässt dieses Paket nichts vermissen und dient dem umfassenden Verwalten und Bearbeiten von Dateien. Die PC Suite ist übersichtlich und selbsterklärend aufgebaut. Mit ihrer Hilfe können Daten, SMS, MMS, Kontakte und der Kalender verwaltet werden. Für die Medien (Bilder, Videos, etc.) steht der Media Manager zur Verfügung. Zum Synchronisieren des Handys mit dem PC ist nur ein Klick erforderlich und die Interaktion ist binnen Sekunden abgeschlossen. Um schnell im Internet zu surfen verfügt das C905 über UMTS mit HSDPA. Desweiteren spendierte Sony Ericsson eine Wlan-Schnittstelle für den Internetzugang daheim oder über  einen HotSpot unterwegs. 

Ein weiteres Highlight ist der integrierte aGPS-Empfänger. Als Navigationssoftware stehen von Haus aus Google Maps und eine Demoversion von Wayfinder zur Verfügung. Das Kartenmaterial muss sich allerdings aus dem Internet herunter geladen werden. Die Karten sind im Rahmen der Testphase zwar umsonst, allerdings können Kosten beim herunterladen entstehen, wenn man keine Flatrate besitzt. Das Navigieren funktioniert sehr gut. Die Routenanweisungen sind klar und verständlich auf dem Display zu erkennen. Über eine Sprachsteuerung verfügt das C905 zwar, aber diese ist nur im begrenzten Umfang einsetzbar. Die Sprachsteuerung kann nur in Zusammenhang mit Zubehör Komponenten wie der KFZ Freisprecheinrichtung genutzt werden. Weiter verfügt das Handy auch über eine Sprachwahl. Diese funktioniert sehr gut. Zuerst wird ein Wort aufgenommen welches anschließend einem Kontakt zugeordnet wird. Durch langes Drücken der Lautstärketaste wird die Sprachwahl aktiviert und der User aufgefordert seine Auswahl zu treffen. Im Test wurde jede Sprachwahl korrekt ausgeführt.

Über einen integrierten Sprachspeicher verfügt der Slider ebenfalls. Die Größe des Sprachspeichers ist dynamisch und abhängig von der aktuell zur Verfügung stehenden Speicherkapazität. Mit Hilfe des Sprachspeichers können auch Telefonate mitgeschnitten werden. Allerdings ist deren Qualität mittelmäßig und die Lautstärke sehr leise. Mit Hilfe der linken Softkeytaste kann die Stummschaltung aktiviert werden indem die Option „Mikrofon aus“ ausgewählt wird. Die integrierte Freisprechfunktion leistet sehr gute Dienste. Das Gerät muss nicht direkt vors Gesicht gehalten werden, um zu sprechen und dennoch ist die Verständlichkeit auf beiden Seiten der Leitung einwandfrei. Über einen integrierten Anrufbeantworter verfügt das Handy nicht. Sony Ericsson hat das C905 mit insgesamt sieben Profilen ausgestattet die allesamt treffend bezeichnet sind. Darüber hinaus kann der User alle Profile nach Lust und Laune seinen Wünschen anpassen. Der interne, flexible Speicher hat 160 Megabyte zu bieten und kann mittels Memory Stick Micro um weitere 8GB erweitert werden. Im Telefonbuch können bis zu 1000 Kontakte und 7000 Rufnummern hinterlegt werden. Pro Kontakte können sieben Rufnummern und die Email Adresse gespeichert sowie eine Kategorie zugewiesen werden. Das Bearbeiten beziehungsweise das Hinzufügen von Einträgen geschieht über die Option „Kontakt bearbeiten“ oder das Anwählen der Option „Neuer Kontakt“. Die Telefonbucheinträge kann sich der Benutzer nach Vor- oder nach Nachnamen sortieren lassen und in selbst erstellte Kategorien einteilen. Für einen schnellen Verbindungsaufbau stehen insgesamt neun Kurzwahl Möglichkeiten bereit. Während einem Telefonat kann auf das Telefonbuch zugegriffen werden.

Der Slider verfügt über einen Organizer mit integriertem Kalender. Termine können mit einer ganzen Reihe an Detailinformationen versehen werden. So kann man dem Termin ein Thema zuweisen oder den Eintrag als Geburtstag, Urlaub oder Andere kennzeichnen. Zusätzlich kann der User Anfangszeiten, Dauer, Erinnerung, Ort und Beschreibung festlegen. Einträge können entweder täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich wiederholt werden. Weitere Organizer Funktionen sind das Hinterlegen von Aufgaben und Notizen. Aufgaben können ein Thema sowie Datum und Uhrzeit zugewiesen werden. Sony Ericsson hat das Cyber-Shot mit einem Haus eigenen Music Player ausgestattet der folgende Formate unterstütz: ACC, ACC+, AMR, AMR-NB, eACC+, M4A, Midi, MP3, MPEG4, WAV und WMA. Lieder können entweder via Bluetooth oder USB Datenkabel übertragen werden. Mit dem Datenkabel braucht das Gerät zum Übertragen von fünf Megabyte lediglich fünf Sekunden. Unter Verwendung von Bluetooth nahm das Übertragen der gleichen Datei eine Zeit von 130 Sekunden in Anspruch.

undefined undefinedIm ausgeschalteten Zustand wird der Player als Wechseldatenträger erkannt. Dank der Resumefunktion steigt der Player an der Stelle wieder ein, wo er zuvor das Lied verlassen hat. Der integrierteEqualizer verfügt über fünf Klangspektren die der User allesamt konfigurieren kann. Des Weiteren steht das Feature Id3 Tag zur Verfügung, welches den Benutzer über Interpret, Song, Album, Länge und Dateiformat des aktuellen Musikstücks informiert. Die Speicherung von Sound Dateien erfolgt im vorinstallierten Ordner „Musik“. Der Ordner gliedert die Einträge nach Titel, Interpret, Album und Genre automatisch. Die Lautstärke kann über 16 Stufen intervallweise eingestellt werden. Dies geschieht mit Hilfe des Lautstärkereglers rechts außen am Handy.

undefined undefinedDer Lautsprecher ist sehr durchsetzungsfähig und macht das Musik hören auch bei unruhiger Umgebung möglich. Die Qualität der wiedergegebenen Sounds ist gut, allerdings gehen tiefe Töne etwas verloren. Kommt das Headset zum Einsatz ist die Klangqualität hervorragend. Voluminös wird die Musik wiedergegeben und auch die Bässe kommen bestens zur Geltung. Der zur Verfügung stehende Lautstärkebereich ist mehr als ausreichend. Bei mittlerer Lautstärke verbraucht der Music Player circa fünf Prozent der undefined undefinedAkkuleistung bei einer Stunde Dauerbetrieb. Weitere Features sind das FM Radio mit RDS Funktion, Abspielmodus und der Stereoraumklang. Beim Abspielmodus können die Funktionen „zufällig“ und „Schleife“ eingestellt werden. Der Stereoraumklang macht undefined undefinedsich nur unter Verwendung des Headsets bemerkbar. Zum Erledigen von Rechenaufgaben hält das Handy einen Taschenrechner bereit. Als Zeitfunktionen werden ein Timer und eine Stoppuhr angeboten. Von Haus aus verfügt das Handy über drei Spiele die allesamt aus dem Sportbereich stammen. Im Einzelnen sind das Kasparov Chess, Need for Speed und Tennis WTA Tour. Weitere Games können via Internet downgeloadet werden. Der integrierte Wecker funktioniert auch bei ausgeschaltetem Gerät. Als Zubehör ist das C905 mit einigen Bearbeitungsprogrammen ausgestattet, wie zum Beispiel dem Video DJ, Photo DJ und Music DJ zum Bearbeiten der jeweiligen Formate. Darüber hinaus steht eine Bluetooth Fernbedienungsfunktion bereit.

Sony Ericsson C905

Das C905 trägt den Beinamen „Cyber-Shot“ völlig zu recht und nicht umsonst legt Sony Ericsson bei der Vermarktung dieses Gerätes den Fokus auf die Kamerafunktion. Scharfe Bilder in guter bis sehr guter Qualität liefert die 8,1-Megapixel Kamera, die mit Funktionen wie Autofokus, Xenonblitz, Bildstabilisator und Gesichtsfelderkennung aufwarten kann. Dank ihrer Vielzahl an Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten lässt sie so manche Digitalkamera blass aussehen. GPS, Wlan und HSDPA runden das Paket ab. Wer die Nadel im Heuhaufen sucht kann an diesem Mobiltelefon bemängeln, dass die Kontaktvielfalt zu Wünschen übrig lässt und dass keine eigenen Ordner erstellt werden können. Sony Ericsson hat es aber dennoch geschafft, einen würdigen Nachfolger des C902 zu kreieren, der ein gelungenes Gesamtpaket mit extravagantem Design darstellt und einen Preis von circa 460 Euro ohne Vertrag rechtfertigt.

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