Test des Sony Ericsson C901 GreenHeart

36 Minuten

Sony Ericsson C901 GreenHeart

Das C901 ist eines der ersten Handys aus der GreenHeart – Reihe. In dieser verspricht der Hersteller Sony Ericsson besonders umweltbewusst zu agieren: Es wird kein Handbuch mehr in Papierform beigelegt, was den Papierverbrauch deutlich senkt. Dadurch wird es auch möglich eine ultrakompakte Verpackung zu verwenden. Außerdem wird im Herstellungsprozess auf umweltschädliche Chemikalien verzichtet und Recyclingkomponenten verwendet. Trotz der Öko-Herstellung braucht sich das Cybershot-Handy nicht hinter der Konkurrenz zu verstecken. Es ist mit aktueller Technik ausgestattet und zeigt in unserem Test auf inside-digital.de wie viel Power ein umweltbewusstes Handy haben kann.

Sony Ericsson C901 GreenHeartDas erste Adjektiv, das einem beim Betrachten der Verpackung einfällt ist: knuffig. Eine kleine zierliche Verpackung umhüllt das C901, welche aus dünnen Wänden besteht. Die Vorderseite sowie die Rückseite ist weiß und hat jeweils die Vorder- und die Rückseite des Handys abgebildet. Zudem wurde der Sony Ericsson Schriftzug aufgedruckt, die Bezeichnung des Handys sowie Blätter, die die GreenHeart Produktlinie kennzeichnen. Die Seiten sowie Deckel und Unterseite sind in einem grün-gelben Farbverlauf gehalten und passen ausgezeichnet zum Öko-Handy.

Wird der Deckel aufgeklappt, befinden sich auf beiden Flügeln der Verpackung Zeichnungen. Auf dem ersten Flügel ist das Einlegen der SIM-Karte und des Akkus dargestellt. Wird der Flügel aufgeklappt, erscheinen auf dem zweiten Flügel zwei weitere Bilder. Auf diesen ist zu sehen, wie das Handy eingeschaltet und das Verknüpfungs-Menü geöffnet wird. Dadurch besitzt der Benutzer direkt die wichtigsten Informationen um das Handy benutzen zu können, ohne ein Benutzerhandbuch gelesen zu haben. Das Benutzerhandbuch kann man sich auf Wunsch von der Sony Ericsson Webseite herunterladen. Zum Zeitpunkt des Tests stand nur die englische Version zur Verfügung. Die Bedienung ist jedoch selbsterklärend, weshalb in der Regel ein Benutzerhandbuch nicht nötig ist.

In der zierlichen Verpackung befindet sich das C901 inklusive Akku und Akkudeckel, Stereo-Headset, Ladegerät sowie einer aus weißem Stoff bestehenden halbdurchsichtigen Handyhülle. Auf ein Datenkabel sowie eine Speicherkarte wurde leider verzichtet. Zwar wäre dieses Zubehör sinnvoll, jedoch aus ökologischer Sicht betrachtet reicht das beigelegte Zubehör vollkommen aus. Wer ein Datenkabel benötigt oder den Speicher erweitern möchte, kann sich das gewünschte Zubehör nachkaufen.

Sony Ericsson C901 GreenHeart
Sony Ericsson C901 GreenHeart

Nachdem das Handy, der Akku sowie der Akkudeckel aus der Verpackung entnommen wurden, muss zunächst die SIM-Karte eingesetzt werden. Diese findet unterhalb des Akkus Platz und wird in eine dafür vorgesehen Halterung geschoben. Danach kann der Akku eingesetzt werden. Die eventuell erworbene Speicherkarte kann ohne Entfernen des Akkus rein- oder rausgeschoben werden. Der Steckplatz für diese befindet sich am Kopfende. Zum Schluss wird der Akkudeckel auf die Rückseite aufgesetzt und mittels eines Schiebemechanismus, welcher sich an der Stirnseite befindet, arretiert. Dadurch wird der Akkudeckel nochmals ans Handy angezogen und festgedrückt. Um die SIM-Karte wieder zu entfernen, wird zuerst die Arretierung wieder gelöst. Der Akkudeckel muss mit dem Fingernagel an der Stirnseite vom Handy weggezogen werden. Hierzu benötigt man etwas Kraft, da der Akkudeckel wirklich gut festsitzt. Danach kann der Akku mit einem Fingernagel aus seinem Platz raus gehoben werden. Die SIM-Karte wird mittels leichtem Druck und ziehen aus der Haltevorrichtung geschoben.

Sony Ericsson C901 GreenHeartIst das C901 zusammengebaut macht es einen sehr soliden Eindruck. Der Schwerpunkt des Handys befindet sich etwas über dem Navigationskreuz weshalb es in beiden Händen sehr gut liegt. Die verwendeten Materialien sowie die gute Verarbeitung versprechen eine lange Lebensdauer. Das Gehäuse besteht aus glattem aber robusten Plastik. Die Tastatur hat, im Gegensatz zu den seitlichen Knöpfen, noch eine durchsichtige Plastikschicht erhalten. Einzig der Schiebemechanismus für die Kamera und der Auslöseknopf sind aus Metall. Hier ist auch der größte Schlitz im Handy, welcher Staub eindringen lassen könnte. Schaut man sich jedoch die dem Akku zugewandte Seite des Akkudeckels an, stellt man fest, dass die Schlitze für den Schiebemechanismus notwendig sind und komplett zugebaut sind. Somit kann sich höchstens Staub von außen am Schiebemechanismus festsetzen, aber nicht ins Handy gelangen. Einen kleinen Makel hat jedoch die Front. Hier besteht ein größerer Schlitz am unteren Ende der Tastatur zwischen dieser und dem Aufkleber „Cyber-shot“. Hier wird sicherlich Staub eindringen können. Ob und wie sich das auf die Funktionsfähigkeit der Tastatur auswirkt muss beobachtet werden.

Durch den Sony Ericsson Stecker lässt sich das mitgelieferte Headset sowie das Ladegerät ans Handy anschließen. Durch den Schnappmechanismus haftet das Zubehör sehr gut am C901 und kann nicht unbeabsichtigt gelöst werden. Weiteres beziehungsweise älteres Zubehör wird ebenfalls an diesem Steckplatz angeschlossen und kann weiterhin benutzt werden. Auf der anderen Seite des Handys befinden sich weitere Tasten für die Lautstärke sowie die Kamerabedienung. Der Kippschalter für die Lautstärke sowie die zwei weiteren Tasten stehen leicht hervor, sind weiß und lassen sich gut bedienen. Der Auslöseknopf ist, wie zuvor beschrieben, aus Metall und ist der einzige, der bündig mit der seitlichen Fläche abschließt. Dadurch steht dieser kaum heraus und kann somit auch nicht unbeabsichtigt gedrückt werden. Der Schiebemechanismus ist mit leichten Rillen versehen und der Schriftzug „Cyber-shot“ wurde heraus gestanzt. Durch diese Kombination lässt sich dieser sehr gut angreifen und hin und her schieben.

Sony Ericsson C901 GreenHeartGleiches gilt für das Navigationskreuz. Dieses ist leicht hervorgehoben und lässt sich präzise steuern. Die Abhebe- sowie Auflegetaste sind von jeweils einer Softkeytaste sowie der darunterliegenden Taste umschlossen. Durch die leichte Wölbung der Tasten sind sie leicht zu erfühlen. Die beiden Softkeytasten sind zwar wie alle anderen Tasten auch leicht gewölbt, jedoch tiefer eingelassen. Dies führt dazu, dass diese beiden Tasten etwas schwerer zu erreichen bzw. zu erfühlen sind. Die darunter liegende Verknüpfungstaste sowie die C-Taste sind dagegen besser zu bedienen. Bei dem darunter liegende Zahlenfeld ist es ebenfalls so. Jede einzelne Taste ist gewölbt, innerhalb einer Zeile sind die Zahlen durch einen minimalen Spalt voneinander getrennt. Die einzelnen Zeilen sind des Weiteren durch tief eingesetzte Plastikstege optisch und physikalisch voneinander getrennt. Das erhöht die Fühlbarkeit enorm, weshalb SMS nach kurzem Training auch blind geschrieben werden können.

Sony Ericsson C901 GreenHeartDie Fronttasten besitzen alle einen identischen und guten Druckpunkt.Durch die gute Verarbeitung sind keine Knack-Geräusche zu hören. Gleiches gilt für die seitlich angebrachte Auslösetaste. Diese fokussiert durch leichtes Drücken das anvisierte Motiv und löst bei stärkerem Druck aus. Die restlichen seitlichen Tasten hingegen besitzen einen etwas anderen Druckpunkt und lassen sich deutlich weicher drücken. Dadurch entsteht leider ein nicht ganz einheitliches Bediengefühl. Der Vibrationsalarm ist sehr geschmeidig und lässt das Handy schön sanft vibrieren. Hier hat Sony Ericsson einen guten Mittelweg zwischen sanft und aufdringlich gefunden – auch wenn ein etwas stärkerer Vibrationsalarm nicht geschadet hätte.

Sony Ericsson C901 GreenHeartDie Performance des Mikrofons sowie des Lautsprechers sind durchweg gut. Der Lautsprecher gibt sehr ausgewogen das hörbare Klangspektrum wieder. Bässe sowie Höhen sind vorhanden und lassen den Gesprächspartner klar und deutlich rüberkommen. Auch auf höchster Lautstärkenstufe bleibt der Lautsprecher innerhalb seiner Parameter weshalb es keine Verzerrungen oder Übersteuerungen gibt. Um die Lautstärke zu ändern, kann während des Gespräches der seitliche Kippschalter benutzt werden. Dieser regelt die Lautstärke in neun Stufen auf das gewünschte Maß. Auch das Mikrofon leistet gute Arbeit. Der Gesprächspartner versteht einen klar und deutlich. Ebenso wichtig wie die Gesprächsqualität sind auch die Empfangsqualität sowie die Verbindungsvielfalt. Das C901 kann sich in die vier GSM Netze einbuchen, weshalb es auch für Auslandsreisen geeignet ist. Hierzu zählen GSM850, GSM900, GSM1800 sowie GSM1900 inkl. GPRS und EDGE. Außerdem beherrscht es auch den Mobilfunkstandard UMTS und kann sich in UMTS900 sowie in UMTS2100 ein buchen. Wem dies nicht ausreicht kann hier ebenfalls auf den Datenturbo HSPA zurückgreifen.

Je nachdem welche Technologie man verwendet, wird der Akku mehr oder weniger belastet. Sony Ericsson gibt für UMTS vier Stunden Gesprächszeit an. Wechselt man in das GSM Netz kann man mehr als doppelt so lange telefonieren, neuneinhalb Stunden sollen möglich sein. Nicht ganz so gravierend ist die Differenz im Stand-by Betrieb. Hier gibt der Hersteller 430 Stunden Bereitschaft im GSM Netz an. Zehn Stunden weniger, also 420 Stunden, kann man im UMTS Netz eingebucht bleiben. Dies sind umgerechnet knapp 18 Tage. In unserem Test hat das Handy eine Woche durchgehalten. Dies ist ein kombinierter Wert aus Stand-by-Zeit, kurzen Telefonaten sowie der Nutzung des MP3-Players und einer Hand voll Fotos mit der Kamera. Ein sehr guter Wert in Anbetracht dessen, was das Handy in dieser Zeit geleistet hat.

Das Öko-Handy suggeriert nicht nur Umweltbewusstsein, sondern man verbindet damit auch geringe Strahlenwerte. Wer deswegen glaubt, das C901 wäre besonders strahlungsarm, wird enttäuscht. Der Hersteller gibt einen maximalen Strahlenwert von 1.57 W/kg. Um das ganze etwas zu entschärfen muss hierzu gesagt werden, dass das Handy bei normaler Benutzung die Sendeleistung und damit den maximalen SAR-Wert absenkt.

Sony Ericsson C901 GreenHeartMit einer diagonalen Größe von 5,50 Zentimeter ist das Display in Relation zur Handygröße etwas zu klein geraten. Im Detail wurden 240 x 320 Pixel auf dem Display untergebracht. Das sehr leucht- und kontraststarke Display hat eine Breite von 3,30 Zentimeter und eine Höhe von 4,40 Zentimeter. Die 262.144 Farben werden hierauf sehr scharf dargestellt. Das Display wird durch die Frontscheibe geschützt, weshalb es ein wenig spiegelt. Erst wenn dieses komplett ausgeschaltet ist, spiegelt die Frontscheibe stärker. Gleiches gilt auch bei starker Sonneneinstrahlung. Hier kann man je nach Einfallswinkel das Display mittelmäßig bis gut ablesen.

Durch den integrierten Beleuchtungssensor passt sich die Displayhelligkeit der Umgebung perfekt an. Dies kommt nicht nur dem Akku sondern auch den Augen zu gute. In heller Umgebung leuchtet das Display auf der höchsten Stufe, dabei sind alle weiteren Beleuchtungsmaßnahmen wie Tastaturbeleuchtung ausgeschaltet. Sukzessiv dimmt das Display sich bei Dunkelheit ab. Ab einem gewissen Pegel schaltet sich erst die Tastaturbeleuchtung dazu, welche in einem sanften weiß aufleuchtet. Somit ist es möglich in jeder Lichtsituation das Handy gut bedienen zu können. Die Displayhelligkeit lässt sich zudem auch in den Einstellungen festlegen. Somit wird bei heller Umgebung die eingestellte Helligkeit verwendet. Zur Auswahl stehen 50, 60, 70, 80, 90 und 100 Prozent. Weitere Einstellungen gibt es nur in Verbindung mit dem Design. Hierzu kann das Hintergrundbild, Hauptmenülayout, Design, Startbildschirm, Bildschirmschoner sowie die Uhrengröße eingestellt werden.

Der Startbildschirm lässt in den Optionen die Einstellungen Standard, Aus, Bild und Video zu. Aus bedeutet in dem Fall nicht, dass es keine Startanimation gibt, sondern, dass nur die Standard Sony Ericsson Animation erscheint. Standard bedeutet in dem Fall, dass nach der Startanimation des Sony Ericsson Logos eine Themenspezifische Animation kommt. Wem dies nicht gefällt kann sich ein Bild oder ein Video anzeigen lassen. Die Ausschaltanimation mit einem weg fliegenden Sony Ericsson Logo lässt sich nicht ändern. Der Bildschirmschoner kann wahlweise ausgeschaltet oder eingeschaltet werden. Schaltet man diesen ein, kann man sich ein Bild als Bildschirmschoner wählen. In unserem Test wurde jedoch nicht das gewählte Bild, sondern das komplette Display ausgeschaltet, egal welche Datei als Bildschirmschoner gewählt wurde.

Ebenfalls wurde dem C901 ein Lagesensor verpasst, der sehr gut funktioniert. Wird das Handy ins Querformat gedreht, passt sich der Displayinhalt zügig an. Im Kameramodus befindet sich das Display ebenfalls im Querformat. Auf dem Display, der auch als Sucher dient, ist alles sehr gut zu erkennen. In der linken unteren Ecke werden die eingestellte Auflösung, die verbleibenden Bilder, der Speicherort sowie der gewählte Autofokus eingeblendet. In den Optionen, welche sich mit der linken Softkeytaste öffnen lassen, kann man die gewünschten Einstellungen vornehmen. Folgende Einstellungen können vorgenommen werden:

Der Aufnahmemodus bietet die Optionen Normal, Smile Shutter, Kontrastoptimiert, BestPic, Panorama und Rahmen. Die zu fotografierende Szene kann wahlweise automatisch aber auch manuell auf Nachtszene, Nachtportrait, Landschaft, Porträt, Strand/Schnee, Sport oder Dokument gewählt werden. Zu jedem gewählten Punkt wird auch ein Beispielbild angezeigt, was nicht nur sehr schick aussieht, sondern auch die Wahl erleichtert. Die Bildgröße kann man von 5MP auf 3MP, 1MP oder VGA (640×480) ändern. Der Autofokus kann ebenfalls von automatisch auf Gesichtserkennung, Makro oder Unendlich eingestellt werden. Der integrierte Blitz kann wahlweise auf automatisch gestellt werden, die Funktion Rote Augen reduziert eingeschaltet oder komplett ausgeschaltet werden. Der Selbstauslöser kann man ebenfalls bei Bedarf dazu schalten. Die Zeit zum Auslösen beträgt zehn Sekunden und lässt sich nicht ändern. Nach dem Abdrücken, ertönt ein Ton in immer längeren Abständen, bis schließlich das Foto erstellt wird. Der Punkt Belichtungsmodus beinhaltet die Optionen Normal oder Spot. Mehr Optionen hingegeben sind unter dem Punkt Weißabgleich hinterlegt. Hier hat man die Auswahl zwischen Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Neonlicht und Glühlampe. Zudem lassen sich verschiedene Effekte wie Schwarzweiß, Negativ, Sepia und Solarisieren direkt auf das anvisierte Motiv anwenden. Einen Menüpunkt weiter gelangt man zu weiteren Einstellungen. Hier kann man die Fotoqualität von Normal auf Fein hochschrauben. Die AF-Leuchte aus- oder einschalten sowie die BestPic Funktion von Langsam auf Schnell stellen. Ebenfalls lässt sich die Überprüfung sowie die Position hinzufügen ein oder ausschalten. Das Speicherziel kann wahlweise der interne Speicher oder die Speicherkarte sein. Das automatische Drehen eines Bildes kann hier ebenfalls aus- oder eingeschaltet werden. Vier Verschlusstöne stehen zur Auswahl. Sollte kein Ton gewünscht sein, kann man diesen auch ausstellen. Die zwei letzten Punkte setzen die Einstellungen sowie den Zähler zurück.

Sony Ericsson C901 GreenHeartEinige grundlegende Einstellungen kann man auch mittels Zifferntasten direkt ansteuern. Durch die Aktivierung des Kameramodus leuchten die beiden Softkeytasten, das Navigationskreuz sowie die Tasten, 3, 6, 9 und die Raute-Taste in blau auf. Dadurch unterscheidet sich die Beleuchtung von der eigentlichen Tastaturbeleuchtung, welche in Weiß leuchtet. Wird die Kamera bei Dunkelheit aktiviert, erlischt die eigentliche Tastaturbeleuchtung und nur die Kameratasten leuchten auf. Mittels des Navigationskreuzes kann die Bildhelligkeit eingestellt werden. Über die Softkeytasten wird der Kameramodus beendet oder das Optionsmenü aufgerufen. Die Taste 3 ist für das Aufnahmemodus-Menü zuständig, die Taste 6 für Szenen, die Taste 9 für den Selbstauslöser und die Raute-Taste für den Blitz. Die jeweiligen Einstellungsoptionen sind identisch mit jenen im Optionsmenü. Der eingebaute Blitz ist keine gewöhnliche LED-Lampe, wie sie öfters verbaut wird, sondern ein starker Xenon-Blitz. Dadurch werden auch weiter entfernte Objekte ausreichend beleuchtet.

Sind alle Einstellungen getätigt, kann das Bild aufgenommen werden. Hierzu wird der Auslöseknopf gedrückt und das im Display anvisierte Motiv wird innerhalb einer Sekunde scharf gestellt. Drückt man die Auslösetaste weiter durch wird das Bild erstellt und ebenfalls innerhalb einer Sekunde abgespeichert und je nach Einstellung nochmals angezeigt. Es besteht die Möglichkeit, das Bild zu schwenken und zu zoomen. Möchte man das Bild aufpeppen, kann die Photo Fix Funktion verwendet werden. Innerhalb von ein bis zwei Sekunden wird das Bild digital aufgebessert. Die Ergebnisse lassen sich sehen. Je nach Bildinhalt wird das Bild wenig bis stark verbessert. Sollte man mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, kann die Änderung verworfen werden. Möchte man selbst Hand anlegen, kann der Photo DJ gewählt werden. Hier hat man verschiedene Optimierungsmöglichkeiten. Zu den Möglichkeiten zählen Auto-Abgleich, Lichtbalance, Helligkeit/Kontrast, Farbabgleich, Drehen, Effekte hinzufügen sowie Objekt hinzufügen. Zu den Effekten zählen Tönung, Sepia, Schwarzweiß, Solarisieren, Negativ, Cartoon sowie Gemälde. Als Objekte kann man Cliparts, Rahmen sowie Texte hinzufügen. Hat man sich für ein Objekt entschieden, kann man dieses mittels Navigationskreuz frei auf dem Bild platzieren.

Mittels der Einstellung Smile Shutter erkennt das Handy Gesichter und fokussiert diese direkt an. Beim betätigen der Auslösetaste bleibt das Gesicht weiterhin anfokussiert und ein Smiley blinkt in der oberen linken Ecke. Erst wenn der zu fotografierende lächelt, löst das Handy automatisch aus. Ein sehr tolles und auch gut funktionierendes Feature. Dadurch wird jedes Foto mit einem Lächeln begleitet. In unserem Test hat diese Einstellung sehr gut geklappt. Möchte man trotz eingeschaltetem Smile Shutter ein Foto machen, ohne auf ein Lächeln warten zu müssen, muss die Auslösetaste nochmals betätigt werden und das Foto wird erstellt. Mittels einer der seitlichen Tasten kann zwischen Foto- und Videomodus umgeschaltet werden. Die andere Taste führt direkt zu den Medien. Dies Umschaltung zwischen Foto- und Videomodus ist schnell und zeigt ein verändertes, den Videoeinstellungen entsprechenden, Optionsmenü an. Hier kann die Videolänge von Normal auf MMS gekürzt werden. Die Leuchte, der Nachtmodus, der Selbstauslöser und das Mikrofon könne nach Bedarf ein- oder ausgeschaltet werden. Der Belichtungsmodus bietet neben Normal auch die Spotfunktion an. Weißabgleich und Effekte bieten den gleichen Funktionsumfang wie im Fotomodus. In den weiteren Einstellungen lässt sich der Bildstabilisator sowie die Überprüfung ein- oder ausschalten. Das Speicherziel kann gewählt und die Einstellungen und Zähler zurückgesetzt werden. Alle erstellten Videos sind im MP4-Dateiformat abgespeichert. Hier wird eine Auflösung von 320×240 Pixel verwendet. Ein Bearbeiten dieser, wie bei den Bildern zuvor, ist nicht möglich.

Die Qualität der Bilder ist durchweg gut. In heller Umgebung werden alle Bilder scharf, farben- und kontrastreich erstellt. In Räumen sowie etwas dunklerer Umgebung werden Bilder ohne Blitzlicht leicht verrauscht. Im Gesamten jedoch ist die Qualität durchweg positiv zu bewerten. Gleiches gilt für Videos. Die Auflösung reicht zwar nicht ganz aus, um die Bilder am Fernseher richtig genießen zu können, am heimischen Rechner jedoch werden diese flüssig und scharf dargestellt. Schaltet man den Bildstabilisator ein, werden leichte Wackler kompensiert, jedoch entstehen dadurch perspektivische Verzerrungen im Video. Gerade Gegenstände werden beim Schwenken schräg dargestellt. Auch das Display zeigt eine leichte Verzögerung gegenüber dem anvisierten Motiv. Hier empfiehlt es sich, auf den Bildstabilisator zu verzichten.

Beim C901 wird auf das proprietäre Betriebssystem gesetzt. Hat man einmal ein Sony Ericsson Handy bedient, kommt man automatisch auch mit dem C901 Handy zurecht. Die Menüpunkte sind, wie bei anderen Modellen, sehr ähnlich. Aber auch Neueinsteiger finden sich im durchdachten Menü schnell zurecht. In der ersten Zeile befindet sich PlayNow, Internet sowie Unterhaltung. Eine Etage tiefer sind die Symbole Cybershot, Nachrichtenfunktionen sowie Medien. Die dritte Zeile ist mit Alarme, Kontakte und Radio. Belegt. In der untersten Zeile findet man Anrufe, Organizer und die Einstellungen.

Das Layout lässt sich auf vier verschiedene Arten darstellen. Das Raster zeigt die gewohnte Darstellung wie oben beschrieben. Das Layout „Drehen“ zeigt alle erwähnten Punkte einzeln an. Zwischen den Punkten lässt sich mittels Navigationskreuz nach links oder rechts wechseln. Das Einzelsymbollayout zeigt eine kleine vertikale Liste auf der rechten Seite mit Icons an, durch welche mittels Navigationskreuz gewechselt wird. Das ausgewählte Symbol wird mittig auf dem Display als großes Icon dargestellt. Der vierte Layout-Punkt nennt sich Design. Hier wird das Menü so dargestellt, wie es im Thema abgespeichert ist. Modern sind hier Flash-Menüs, welche wie das Rastermenü angeordnet und mit Animationseffekten versehen sind.

Alle Icons sind sinnvoll beschriftet, ein Ändern der Reihenfolge ist jedoch nicht möglich. Hinter jedem Menüpunkt findet man die erwarteten Unterpunkte, weshalb man sich auch als Neuling schnell zurechtfindet. Befindet man sich im Menü bedarf es drei weiterer Schritte um eine SMS verfassen zu können. Schneller geht es nur, wenn man sich das Navigationskreuz mit einem Shortcut belegt. Hierzu kann in den Einstellungen jede Richtung des Navigationskreuzes frei belegt werden.

Die linke Shortcut-Taste ist mit den Medien belegt, die rechte führt zur Suche. Leider lässt sich diese Tastenbelegung manuell nicht ändern. Nur während eines Gespräches ändert sich diese Belegung. Die rechte Taste schaltet den Lautsprecher ein oder aus. Die linke Softkeytaste ist mit mehreren Optionen wie Anruf hinzufügen, Mikrofon aus, Anruf halten MFV-Töne aus und Aufnehmen hinterlegt. Besonders der letzte Punkt ist sinnvoll. Hiermit ist es sehr schnell möglich ein Telefongespräch aufzuzeichnen. Des Weiteren kann man auch mittels des Bestätigen-Knopfes im Navigationskreuz ins Menü gelangen, woraufhin man alle Handyfunktionen auch während eines Gespräches nutzen kann.

Nicht ganz so einfach wie ein Gespräch aufzuzeichnen ist das Einstellen der Rufnummerübermittlung. Dies wird nämlich in den Einstellungen unter „Anrufe“ getätigt. Somit kann leider nicht auf die Schnelle bei einem speziellem Anruf die Rufnummer de-/aktiviert werden. Einfacher hingegen lassen sich die Anruflisten anzeigen. Hier kann man wahlweise über das Hauptmenü zu den Anruflisten navigieren oder einfach auf die Annahmetaste drücken. Vier Registerkarten sortieren die Anrufe voneinander. Die erste Registerkarte beinhaltet alle gespeicherten Anrufe. Die drei weiteren Registerkarten sortieren die Anrufe nach angenommenen, gewählten sowie unbeantworteten Anrufen. Um auch alles auf dem Display erkennen zu können, wurde die Schriftart und Schriftgröße sehr gut auf die Displaygröße angepasst, weshalb auch sehschwächere Menschen keine Probleme haben sollten. Wem es trotzdem schwer fällt, das Menü oder das Display allgemein abzulesen hat leider keine Möglichkeit die Schrift in irgendeiner Weise abzuändern. Dies ist jedoch im Normalfall auch nicht nötig.

Beim Verfassen einer SMS hingegen sieht es nicht anders aus. Hier kann im Optionsmenü die Schriftgröße von Klein über Normal bis hin zu Groß geändert werden. Ebenfalls lässt sich auch die Farbe abändern. Hierzu stehen 28 verschiedene Farben zu Auswahl. Beides ist jedoch leider nicht während der Eingabe sichtbar, sondern nur wenn man die die Vorschau der fertiggestellten MMS sich anzeigen lässt. Ändert man die Größe und Farbe, wechselt mit einem Hinweis die Nachricht in eine MMS. Somit ändert sich die Schriftgröße während der Eingabe leider nicht. Auch die Hintergrundfarbe lässt sich den Wünschen nach anpassen, wird aber auch nur in der Voransicht der MMS dargestellt.

Zusätzlich können in die Nachricht Symbole hinzugefügt werden, wie z.B. Smileys. Diese werden beim Empfänger nur dann als richtige Smileys dargestellt, wenn das Gerät auch diese Funktionalität besitzt. Ansonsten wird mittels normalen Zeichen ein Smiley gezeichnet. Während der Eingabe kann auf das T9 Wörterbuch zurückgegriffen werden. Dieses wird entweder über das Optionsmenü oder über die Stern-Taste de-/aktiviert. Nicht erkannte Wörter können buchstabiert und in das Wörterbuch hinzugefügt werden. Ebenfalls lässt sich die Sprache des Wörterbuches auswählen, somit wird man beim Verfassen englischer Nachrichten ebenfalls unterstützt. Während der Eingabe ist leider nicht ersichtlich, wie viele Zeichen man verbraucht hat.

Erst ab 140 Zeichen wird ein Zähler eingeblendet, der die letzten 20 Zeichen anzeigt. Werden diese überschritten, poppt eine Nachricht auf dass eine zweite SMS versendet wird und der Zeichenzähler ist wiederum verschwunden bis man sich der dritten Nachricht nähert.Möchte man Multimedia-Inhalte einfügen, kann an den unteren Bildschirmbereich navigiert und das gewünschte Medium ausgewählt werden. Hierzu zählen Bilder, Animationen, Videos und Sounds. Ebenfalls lassen sich Fotos direkt über die Kamera erstellen oder Töne aufnehmen. Hat man sich für den Inhalt entschieden, kann in den Optionen noch das Layout eingestellt werden. Hier kann wahlweise der Text und danach der Inhalt angezeigt werden oder umgekehrt

Sony Ericsson C901 GreenHeart
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Möchte man Multimedia-Inhalte einfügen, kann an den unteren Bildschirmbereich navigiert und das gewünschte Medium ausgewählt werden. Hierzu zählen Bilder, Animationen, Videos und Sounds. Ebenfalls lassen sich Fotos direkt über die Kamera erstellen oder Töne aufnehmen. Hat man sich für den Inhalt entschieden, kann in den Optionen noch das Layout eingestellt werden. Hier kann wahlweise der Text und danach der Inhalt angezeigt werden oder umgekehrt. Verwendet man Satzteile mehrmals, speichert man diese als Vorlage. Nicht fertiggestellte Nachrichten werden auf Wunsch im Entwurfsordner abgelegt.

Wer größere Nachrichten bzw. Dateianhänge verschickt, weicht in der Regel auf E-Mails aus. Über den E-Mail-Client Assistenten können mehrere E-Mail Konten angelegt werden. Eine Beschränkung, auch nach sieben E-Mail-Konten, ist im Test nicht aufgefallen. Um ein Konto einzurichten wird der anzuzeigende E-Mail-Name eingegeben. Danach wird die E-Mail-Adresse inklusive Passwort eingetragen. Im nächsten Schritt kann wahlweise eine Verbindung ins Internet hergestellt werden um POP3/IMAP4 sowie SMTP Einstellungen zu laden. Für die großen Provider sind diese hinterlegt. Wer keine Verbindung herstellen möchte oder einen eigenen Server betreibt, hat im nächsten Schritt die Wahl POP3 oder IMAP4 auszuwählen und die Serveradresse inkl. SMTP-Adresse einzugeben.

In den Einstellungen lässt sich eine Signatur eintragen sowie Einstellungen für das Herunterladen von E-Mails tätigen. Beim Herunterladen können wahlweise nur der Betreff, der Betreff plus Text oder eine maximalen Größe bei E-Mails heruntergeladen werden. Das Downloadlimit kann man selber festlegen. Unterstützt der Server auch die E-Mail-Push Funktion, kann man diese in den Einstellungen aktivieren.

Sind alle Einstellungen getätigt, kann auch die erste E-Mail verfasst werden. Optisch unterscheidet sich die E-Mail stark von einer SMS/MMS. Die Oberfläche ist in grau gehüllt, am oberen Bildschirmrand ist die An: Zeile sowie darunter die Betreffzeile. Unter dieser befindet sich mit einer Größe von etwa 40 Prozent der Displaygröße das Textfeld für die E-Mail. Zu guter Letzt befinden sich unten die Dateianhänge. Hinzugefügt werden kann alles was im Dateimanager angezeigt wird. Mehrere Anhänge auch größer als 5MB bereiten dem C901 keinerlei Probleme.

Schon Usus ist das freie Einstellen von Klingeltönen. Jedem Anruf oder Nachricht kann ein Klingelton hinzugefügt werden. Unterstützt werden Ruftöne sowie Videoruftöne. Die unterstützten Formate sind MP3, MIDI, AAC, AAC+, AMR, WAV, WMA sowie für Videos das MP4-Format. Ebenso gehört auch die Tastensperre zu jedem Handy. Neben der wahlweise eingeschalteten automatischen Tastensperre, welche sich nach 15 Sekunden aktiviert, kann das Handy auch mittels Stern-Taste und rechter Softkeytaste ge- oder entsperrt werden.

Das C901 verfügt über folgende Verbindungsmögkichkeiten:

  • GRPS
  • EDGE
  • UMTS
  • HSPA
  • Bluetooth
  • USB mit Massenspeicher-Funktion

Aufgrund des fehlenden Datenkabels kann das C901 den Datenaustausch nur über die Bluetooth-Schnittstelle bewältigen. Die Verbindung mit einem Laptop klappt hier auf Anhieb. Dateien können direkt über die Windowsoberfläche hin und her kopiert werden. Um mehr Komfort zu erhalten, muss die Sony Ericsson PC Suite installiert sein. Diese wird, aufgrund des fehlenden Datenträgers von der Herstellerseite runtergeladen. Die Software ist für Windows XP sowie Windows Vista verfügbar. Ebenfalls lässt sich auch ein Plugin für Apple Rechner runterladen um das Handy mit dem Rechner synchronisieren zu können. Denn erst über dieses Programm lassen sich weitere Funktionen des Handys nutzen. Somit ist es möglich sein Telefon zu sichern und ggf. wiederherzustellen. Auch eine Synchronisierung mittels Outlook ist hierüber möglich. Ebenfalls lassen sich über das Programm Dateien hin und her kopieren, SMS und MMS Nachrichten verwalten und Kontakte sowie der Kalender pflegen. Genauso einfach kommuniziert das C901 auch mit Zubehör. Hierzu gehören vorrangig Bluetooth-Headsets sowie Freisprecheinrichtungen. Die Verbindung wird hergestellt und das Zubehör kann sofort benutzt werden.

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Wer nicht gerne im Telefonbuch nach Namen sucht, kann die Sprachwahl benutzen. Hierzu wählt man den gewünschten Kontakt aus, navigiert in den Kontaktoptionen zum Sprachbefehl und befolgt die Anweisungen auf dem Bildschirm. Es erscheint ein Hinweis, dass nach dem Signalton der Name aufgenommen wird. Ist dies erledigt, kann man sich die Aufnahme nochmals anhören. Um einen Kontakt mittels Sprachwahl anzurufen, wird der seitliche Wippschalter gedrückt, woraufhin ein Ton ertönt und die Sprachaktivierung eingeschaltet ist. Danach kann der aufgenommene Name durchgesagt werden. Die Erkennungsrate hängt von der Umgebungslautstärke ab, ist aber durchweg gut.

Ebenfalls kann ein sogenanntes Zauberwort hinterlegt werden. Dieses wird benötigt um die Sprachaktivierung einzuschalten, somit erspart man sich das drücken des seitlichen Wippschalters was besonders während der Autofahrt sinnvoll ist. Somit wird z.B. während der Verbindung zu einer KFZ-Freisprecheinrichtung permanent auf das Zauberwort gewartet. Wird dieses genannt, wird die Sprachaktivierung eingeschaltet und der Name des zu wählenden Kontakts kann durchgesagt werden. Während eines Telefonats kann man über die linke Softkeytaste das Optionsmenü aufrufen. Hierüber ist es möglich die Stummschaltung einzuschalten oder das aktuelle Gespräch aufzuzeichnen. Über die Bestätigungstaste im Navigationskreuz kann das Menü aufgerufen und alle Funktionen des Handys genutzt werden. Die rechte Softkeytaste hingegen dient zum ein- und ausschalten der Freisprecheinrichtung. Die Lautstärke ist laut, aber angenehm. Auch während einer Autofahrt versteht man den Gesprächspartner gut und deutlich.

Für die Autofahrt wird das Profil Kfz-Betrieb eingestellt, welches optimal für den Betrieb im Pkw ausgelegt ist. Aber auch zu jeder anderen Gelegenheit gibt es entsprechend vordefinierte Profile. Hierzu zählen Normal, Meeting, Kfz-Betrieb, Draußen, Headset, Zuhause und Büro. Jedes Profil lässt sich bei Bedarf optimieren und abändern. Alle Profile, außer das Profil Normal, lassen sich auch umbenennen und somit für andere Zwecke optimieren. Leider fehlt eine zeitgesteuerte Profilauswahl. Beim Erstellen eines neuen Kontakts im Telefonbuch öffnet sich ein entsprechendes Untermenü mit mehreren Registerkarten. Zunächst werden der Name sowie die neue Nummer eingetragen. Nach der Eingabe der Nummer kann eine Zuordnung durchgeführt werden. Zur Auswahl stehen Mobil, Mobil (privat), Mobil (Arbeit), Privat, Geschäft, Fax und andere. Eine Unterscheidung zwischen Vor- und Nachname macht das Telefonbuch nicht. Intern jedoch wird der erste Name als Vorname abgespeichert, der zweite Name als Nachname. In den Optionen kann die Sortierreihenfolge von Vorname, Nachname oder Nachname, Vorname eingestellt werden. In der zweiten Registerkarte können die E-Mail Adresse sowie die Internetadresse festgehalten werden. Ebenfalls lassen sich jedem Kontakt individuelle Bilder, Ruf- und Nachrichtentöne sowie ein Sprachbefehl hinterlegen. In der vorletzten Registerkarte kann man mehrere Informationen zum Kontakt hinterlegen. Hierzu zählen Titel sowie Firma. Die weiteren Informationen können zum einen Geschäftlich und zum anderen Privat abgespeichert werden. Die Unterscheidung der Punkte Straße, Zusätzliche Info, Ort, Bundesland, PLZ, Land werden anhand eines vorangestellten Icons dargestellt. In der letzten Registerkarte können noch Infos und der Geburtstag hinterlegt werden. Auf die gleiche Art und Weise können auch bestehende Kontakte bearbeitet werden.

Im Telefonbuch wird nach dem ersten Eintrag gesucht, weshalb es wichtig ist im Optionsmenü die Reihenfolge einzustellen. Wer seine Kontakte in Gruppen einsortieren möchte, kann dies ebenfalls tun. Hierzu wird über das Optionsmenü eine Gruppe erstellt und die gewünschten Kontakte eingefügt. Alles funktioniert reibungslos und zufriedenstellend. Ebenso wichtig, wie das Telefonbuch ist der Organizer. Kurze Notizen lassen sich unter dem Programm Notizen durchführen. Dies funktioniert sehr einfach, indem eine neue Notiz gewählt und diese direkt verfasst werden kann. Ebenso einfach werden auch Aufgaben erstellt. Nach dem Eintragen der Aufgaben wird gefragt, ob eine Erinnerung gewünscht wird. Danach kann die gewünschte Uhrzeit festgelegt werden und die zu erledigende Aufgabe ist fertig eingetragen.

 

Wird der gewünschte Tag im Kalender gewählt, kann ein neuer Termin angelegt werden. Nach dem Eintragen des Themas kann auf Wunsch die Kategorie von Termin auf Geburtstag, Urlaub oder Anderer umgeändert werden. Auch die Anfangszeit sowie die Dauer des Termins kann man frei eistellen. Möchte man sich an den eingetragenen Termin erinnern lassen wird hierzu die Erinnerungsfunktion benutzt. Mögliche Erinnerungszeiten sind beim Einschalten des Handys, fünf, zehn, 15, 30 oder 60 Minuten vor dem Ereignis sowie zu einem komplett frei wählbaren Datum und Uhrzeit. In den Details kann der Termin mit zusätzlichen Parametern vervollständigt werden. Hierzu zählt der Ort und die Beschreibung des Termins sowie ob es sich um einen Ganztagstermin handelt. Handelt es sich um einen wiederkehrenden Termin, kann die Wiederholung eingeschaltet werden. Der Termin kann täglich, wöchentlich, monatlich sowie jährlich wiederholt werden.

Auch diverse Zeitfunktionen sind im C901 integriert. Hierzu zählt der schon zur Standardausstattung gehörende Wecker. Bis zu fünf unabhängige Alarme können frei definiert werden. Nachdem man die Uhrzeit eingetragen hat, kann die Wiederholungsregel eingestellt werden. Hier kann man Wochentage ankreuzen, an dem der Wecker aktiv werden soll. Ebenfalls lässt sich die Schlummer-Dauer auf drei, fünf, sieben, zehn, 15 oder 30 Minuten einstellen. Jeder Alarm besitzt einen Alarmton, welcher wahlweise eine Musikdatei sein kann oder das integrierte Radio. Beim Radio muss beachtet werden, dass dieses nur mit angeschlossenem Headset funktioniert, da dieses als Antenne dient. Dieser Hinweis erscheint direkt bei der Auswahl des Radios, somit kann hier nichts falsch gemacht werden. Die Alarmlautstärke kann den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Zur Auswahl stehen Laut, Normal, Leise und Diskret. Als zusätzliches Feature kann man sich einen Alarmtext sowie ein Alarmbild anzeigen lassen. Damit der Kalender richtig funktioniert, muss jedoch zuvor das Datum sowie die Uhrzeit im Handy eingestellt werden. Zuerst wählt man die Zeitzone, in jener man sich befindet. Danach kann man das Datum und die Uhrzeit einstellen. Beide Werte werden permanent auf dem Hintergrundbild angezeigt. Befindet man sich in einem Untermenü wird die aktuelle Uhrzeit zusätzlich direkt neben dem Batteriesymbol eingeblendet. Für Sportler dürfte ebenfalls die Stoppuhr interessant sein. Diese kann nicht nur gestartet und gestoppt werden, sondern auch bis zu neun Rundenzeiten festhalten. Die nächste Applikation nennt sich Timer. Hier kann eine frei gewählte Zeit eingetragen und der Timer gestartet werden. Dieser läuft dann im Hintergrund die eingestellte Zeit ab und meldet sich sobald das Ende erreicht wurde.

Auch an Unterhaltung mangelt es dem C901 nicht. Sechs Spiele wie Bowling, Brain Challange, Brick Breaker, Bubble Town, Kasparov Chess und Sudoku befindet sich auf dem Handy. Hier sollte für jeden etwas dabei sein um die ein oder andere Minute überbrücken zu können. Bowling beispielsweise ist für ein kleines Spiel zwischendurch sehr gut geeignet, jedoch sollte auch Platz in der unmittelbaren Umgebung gegeben sein. Denn gebowlt wird Nintendo Wii-typisch mit dem integrierten Bewegungssensor. Spiele-Spaß ist hier garantiert. Wem dies zu sportlich ist, kann sich an einem der anderen Spiele versuchen. Sudoku ist beispielsweise ein Denkspiel, bei dem es gilt horizontal, vertikal sowie im Teilviereck keine doppelten Zahlen vorkommen zu lassen. Wer täglich etwas für sein Gehirn tun möchte, sollte Brain Challange ausprobieren. Hier kann die tägliche Gehirnleistung ermittelt und bei Übung natürlich auch gesteigert werden. Logische Spiele sowie Geschicklichkeitsspiele kommen in einem guten Mix vor. Gleiches gilt für die anderen Spiele, welche spannenden Zeitvertreib versprechen.

Sony Ericsson C901 GreenHeart
Sony Ericsson C901 GreenHeart
Sony Ericsson C901 GreenHeart
Sony Ericsson C901 GreenHeart

Über den integrierten Browser lässt sich auch das Internet durchsuchen. Verwendet wir der Sony Ericsson-eigene Browser. Ist dieser gestartet, kann über ein Eingabefeld direkt eine Suchmaschine befragt oder eine Internetadresse eingegeben werden. Ist dies geschehen, wird die Verbindung über das Mobilfunknetz hergestellt und die Seite runtergeladen und angezeigt. Wie schnell dies geschieht hängt maßgeblich von der Art der Verbindung ab. Im UMTS-Netz werden alle aufgerufenen Seiten zügig runtergeladen und dargestellt. Ist kein UMTS verfügbar dauert das Runterladen länger. Der Browser stellt alle Seiten gut dar. Auch Flash-Seiten wie beispielsweise youtube.com werden angezeigt. Videos werden separat in einem speziellen Programm eingeblendet, weshalb sich auch die Größe des Videos ans Display anpassen lässt. Doch auch die Webseiten lassen sich bei Bedarf durch die Zoomfunktion vergrößern oder verkleinern. Insgesamt funktioniert der Browser angenehm und ist auch gut zu bedienen. Aufgrund der Auslegung auf die Fotofunktionalität ist das Display für ein längeres Surfen nicht geeignet. Kurze Ausflüge in die virtuelle Welt jedoch bewältigt das C901 mit Bravur.

Auf einen GPS-Empfänger hat Sony Ericsson verzichtet. Trotzdem besitzt das Handy einen Menüpunkt „ortsbezogene Dienste“ sowie „Geotagging“. Die Position wird durch die Handymasten (aGPS) bestimmt, was nur eine grobe Eingrenzung ermöglicht, aber keine exakten Positionsbestimmung. Erwirbt man GPS-Zubehör wird die Positionsbestimmung genauer. Der integrierte Musikplayer ist ebenfalls sehr ausgereift. Gewünschten Lieder können mittels Bluetooth über die Sony Ericsson PC Suite oder mit Windows-Bordmitteln kopiert werden. Benutzt man ein USB-Datenkabel kann man das Handy auch als Massenspeicher benutzen. Der interne Speicher wird dann als Datenträger im Betriebssystem angezeigt. Wird eine Speicherkarte eingelegt, erscheint ein zweiter Datenträger mit der Speicherkarte.

Sind die Lieder übertragen, kann man sich eigene Playlisten erstellen. Eine Begrenzung gibt es hierbei nicht. Nachdem der Playlistname eingetragen wurde, können die Musikstücke mittels Ankreuzens in die Playlist eingefügt werden. Zu den Unterstützten Dateiformaten zählen MP3, MIDI, AAC, AAC+, AMR, WAV sowie WMA. Ob man sich Unterordner erstellt hat, spielt für den Player keine Rolle. Es wird immer der komplette Speicher durchsucht und alle Mediendateien angezeigt ohne auf eine Ordnerstruktur Rücksicht zu nehmen. Während des Abspielens werden der Titel, der Interpret sowie der Albumname angezeigt. Zusätzlich werden die aktuelle Spielzeit sowie die verbleibende Restdauer eingeblendet inklusive eines Fortschrittbalkens. Falls ein Cover in der Datei eingebettet ist, erscheint dieses über dem Fortschrittsbalken. Direkt daneben wird die aktuelle Position innerhalb der Playlist angezeigt. Das Navigationskreuz dient zur Steuerung des Players. Verlässt man den Musikplayer und öffnet diesen später erneut, kann an der gleichen Stelle des Liedes fortgesetzt werden.

 

Wer mehr aus seinen Liedern herausholen möchte, kann den Equalizer benutzen. Hier gibt es vordefinierte Klangspektren wie Normal, Bass, Mega Bass, Sprache sowie Höhenanhebung. Natürlich kann man die Klangspektren auch manuell abändern und so sein individuelles Spektrum erstellen. Wird der Musikplayer täglich benutzt, schmälert dies die Akkulaufzeit. Je nach Verwendungsdauer muss der Akku nach drei Tagen aufgeladen werden. Die Klangqualität des integrierten Lautsprechers ist wie bei der Freisprecheinrichtung gelungen. Klar, deutlich und laut kommt die Musik aus der Box. Überwiegend benutzt man jedoch die mitgelieferten Kopfhörer um die Mitmenschen nicht zu stören. Hier gibt es keinen Grund zur Beanstandung, auch wenn der Bass etwas zu kurz kommt. Wer hier mehr rausholen möchte muss auf andere Kopfhörer setzen oder direkt zu der Walkman-Reihe des Herstellers greifen. Für ein Cyber-shot Handy jedoch ist der Musikplayer sehr gelungen. Für diejenige, die gerne Radio hören, wurde auch jenes integriert. Zur Bedienung gibt es nicht viel zu sagen. Sind die Kopfhörer einmal angeschlossen kann das Radio gestartet und ein Sendersuchlauf getätigt werden. Gefundene Sender lassen sich abspeichern und direkt per Tastendruck je nach Position direkt anwählen. Ebenfalls lässt sich eine Frequenz manuell einstellen und der Lieblingssender abspeichern.

Sony Ericsson C901 GreenHeart

 

Sony Ericsson hat aus recycelten Materialien, für diejenigen die ihr ökologisches Gewissen beruhigen wollen, ein neues Handy erschaffen. Würde man den Hintergrund nicht kennen, würde einem nicht auffallen, dass es sich um ein Handy aus recyceltem Material handelt. Die gute Verarbeitung sowie die Menge an Features lassen keine Wünsche offen. Das C901 bietet eine gute Fotofunktionalität gepaart mit solider Technik und Software. Einzige Kritikpunkte sind das etwas größere Spaltmaß an der Unterkante des Ziffernblocks, die etwas tiefer gelegten Softkeytasten sowie das etwas zu klein geratene Display. Diese Punkte sind jedoch leicht zu verschmerzen in Angesicht dessen, dass man ein hochwertiges Handy erhält und etwas Gutes für die Umwelt getan hat.

Pro:

  • Recyceltes Material
  • gute Kamera
  • Solide Verarbeitung
  • gute Organizerfunktionalität
  • guter Mediaplayer
  • lange Akkulaufzeit

Contra:

  • etwas kleines Display
  • größerer Spalt zwischen Tastatur und Cyber-shot Aufkleber
  • Video-Bildstabilisator verzerrt das Video stark
  • seitliche Tasten haben anderen Druckpunkt als Haupttasten
  • Softkeytasten liegen etwas tiefer als restliche Tasten, weshalb diese minimal schwerer zu erreichen sind

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