Kostenlose SIM-Karte: Hier gibt es sie noch

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Zugegeben: Handytarife sind inzwischen sehr günstig geworden. Dennoch kann es interessant sein, auch mal ein anderes Netz auszuprobieren. Am besten geht das mit einer kostenlosen SIM-Karte. Wir zeigen dir, wo du noch eine gratis SIM-Karte für dein Handy bekommst und was sie dir bietet.
Half-SIM-Träger von O2
Bildquelle: Telefónica

Warum eine kostenlose SIM-Karte?

Wie eingangs erwähnt kann eine kostenlose SIM-Karte dazu dienen, ein neues Netz besser kennenzulernen. Gerade im ländlichen Gebiet sind noch immer nicht alle Netze abgedeckt. Eine kostenlose Handykarte im Smartphone bietet sich daher an, bevor zu einen Zwei-Jahres-Vertrag im falschen Netz unterschreibst. Hast du ein Handy mit Dual-SIM-Funktion hast, kannst du sogar die kostenlose Prepaid SIM-Karte und deine eigentliche Karte parallel betreiben.

Eine Allnet Flat bekommst du natürlich nicht kostenlos, aber du kannst angerufen werden. Vielleicht eignet sich eine solche Karte daher als Erreichbarkeits-Karte für die Mutter, Oma oder das Kind. Aber Vorsicht: Werden die Karten nicht aufgeladen, werden sie auch irgendwann wieder abgeschaltet.

Kostenlose SIM-Karte von der Telekom

Beginnen wir bei den drei großen Netzbetreibern Telekom, Vodafone und O2. Bei der Telekom selber hast du leider keine Möglichkeit mehr, wirklich kostenlos eine SIM-Karte zu bekommen. Früher gab es einmal die Xtra Freikarte oder den Tarif Data Comfort Free. Beide wurden abgeschafft. Dennoch kannst du das Netz gratis testen. Mehr dazu später.

CallYa Freikarte: Kostenlose Vodafone-SIM-Karte

Die Prepaid-Marke von Vodafone heiß CallYa. Über die Webseite kannst du eine Vodafone CallYa Freikarte bestellen. Dazu musst du auf der Webseite den Tarif CallYa Talk&SMS auswählen. Dieser wird groß mit 0,00 Euro beworben. Mit der CallYa Freikarte kannst du für 9 Cent in alle Netze telefonieren und SMS verschicken. Datenoptionen gibt es ab 2,99 Euro. Um das zu nutzen, ist allerdings eine Aufladung notwendig. Lädst du die Karte nicht auf, kannst du immerhin testen, wie gut dein Vodafone-Empfang ist und bist telefonisch erreichbar.

 

O2 Freikarte: Gratis SIM für O2

Die O2 Prepaid Freikarte ist ebenfalls weiterhin erhältlich. Die O2 Freikarte ist für O2 ein guter Absatzkanal, um Kunden über die kostenlose Karte dann doch zu einer kostenpflichtigen Nutzung zu bewegen. Auch hier kosten SMS und Gesprächsminuten 9 Cent, eine Aufladung der Prepaid Karte ist dafür notwendig. Daten sind ab 1,99 Euro buchbar. Besonderheit: Bei einer Aufladung bis zum 14. Januar gibt es einmalig 150 GB Datenvolumen für die Laufzeit von 28 Tagen geschenkt. Im EU-Roaming kannst du das Volumen aber nicht nutzen.

Kostenlose Discounter-SIM-Karten

Der wohl bekannteste Discounter auch im Mobilfunkmarkt ist Aldi. Aber: Aldi Talk bietet keine kostenlosen SIM-Karten an. Dennoch kannst du das Telefónica-Netz, das Aldi nutzt, kostenlos testen. Einerseits gibt es dafür die oben angesprochene O2 Freikarte, andererseits aber auch die Marken Ortel Mobile und Netzclub.

Kostenlose SIM-Karten im O2-Netz

Beide Marken gehören zur Telefónica Deutschland. Die Ortel Mobile Freikarte bietet dir Gespräche für 9 Cent pro Minute nach Deutschland und Gespräche ab 1 Cent pro Minute ins Ausland. Allerdings fallen zusätzlich 9 Cent beziehungsweise 15 Cent pro Anruf an. Auch hier gilt: Für eine Nutzung muss das Konto aufgeladen werden. Es handelt sich um einen Prepaid-Tarif.

 

Anders ist das bei Netzclub. Hier kannst du mit dem Tarif Sponsored Surf Basic einen kostenlosen Tarif buchen, der dir monatlich immerhin 200 MB LTE-Volumen bietet – EU-weit. Telefonie und SMS müssen mit jeweils 9 Cent bezahlt werden.

Kostenlose SIM-Karte im Telekom-Netz

Willst du das Telekom-Netz testen? Dann kannst du bei einem kleinen Exoten der Mobilfunkbranche eine kostenlose SIM-Karte bekommen. So wie auch die Netzclub-Karte ist sie zumindest kurz ohne Aufladung nutzbar. Lebara Mobile richtet sich eigentlich an ausländische Mitbürger, die viel ins Ausland telefonieren wollen.

Die kostenlose Prepaid-Karte kommt mit 3 Euro Startguthaben daher. Bist du bereit, mit der ersten Aufladung direkt 10 Euro aufzuladen, bekommst du sogar 30 Euro Guthaben. Jede Gesprächsminute in alle deutschen Netze kostet 9 Cent zuzüglich 15 Cent pro Verbindung, SMS kosten ebenfalls 15 Cent. Daten werden mit teuren 19 Cent pro MB berechnet. Mit zahlreichen Optionen kannst du aber interessante Tarif-Kombinationen auf deine Gratis-SIM bekommen – insbesondere, wenn du ins Ausland telefonieren willst. Bei Lebara musst du noch ohne LTE auskommen.

Rechnerisch kostenlos: Mit diesen SIM-Karten kannst du mehr machen

Weitere wirklich kostenlose SIM-Karten gibt es nicht. Da du die meisten Karten aber ohnehin mit 10 Euro aufladen musst, um sie nutzen zu können, kannst du dir auch Anbieter anschauen, die zwar einmalige Kosten von etwa 10 Euro für die SIM-Karte berechnen, aber dir auch direkt 10 Euro Startguthaben gewähren.

So kannst du beispielsweise bei Congstar für einmalig 9,99 Euro eine SIM-Karte im Telekom-Netz bekommen. Deinen Tarif kannst du dir mit Schiebereglern selber zusammenstellen. Dazu kannst du dein Startguthaben von 10 Euro nutzen.

Das gleiche Prinzip gilt bei Blau, ebenfalls eine Marke von Telefónica. Für 9,99 Euro bekommst du 10 Euro Startguthaben und kannst diese zum Telefonieren, SMSen und Surfen nutzen.

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9 KOMMENTARE

    • Die Karten bekommst du kostenlos statt dafür Bereitstellungskosten zu bezahlen oder direkt eine Gebühr zahlen zu müssen bevor du sie überhaupt in dein Handy legst. Einige kannst du sogar kostenlos nutzen, wie im Artikel hinreichend beschrieben wurde.

      Gruß
      Thorsten

  1. „Beginnen wir bei den drei großen Netzbetreibern Telekom, Vodafone und O2“

    Okay. Könnt ihr mir kurz die anderen Netzbetreiber nennen? Nur damit ich einschätzen kann wie viel Plan ihr von der Materie habt. Danke!

    • Das war so gemeint, dass es die drei großen Netzbetreiber gibt und eine Menge weiterer Discounter. Übrigens gibt es streng genommen sogar wirklich noch zwei Mobilfunknetzbetreiber. Einer betreibt aber statt eines Mobilfunknetzes ein Pagernetz (e*Message) und einer hat gerade erst seine Lizenz ersteigert und agiert noch nicht als Netzbetreiber (1&1 Drillisch).

      Groß Thorsten

  2. Inside what?
    Ich glaube ich bin hier auf Clickbait reingefallen, denn unterm Strich enthält der ganze Artikel (wenn man das überhaupt so nennen kann) nicht das was der Titel einem verspricht, man muss nur enttäuscht lesen, dass es keine wirklich kostenlosen SIM Karten mehr gibt.

    Wenigstens besuche ich diese Seite mit Brave Browser, somit hat die Redaktion genau soviel daran mit Werbung verdient, wie der Artikel wert war, nämlich null Komma nix.

    • Hallo Thorsten, ich weiß ja nicht,ob du es selbst schon bemerkt hast, aber dein Titel ist falsch, der müsste heißen:
      „Kostenlose SIM-Karte: Es gibt sie nicht mehr“

      • Lebara und Netzclub sind beide komplett kostenlos buch- und nutzbar – in sofern gibt es sie noch und die Überschrift ist richtig. Die anderen sind ebenfalls kostenlos und der Netzempfang kann getestet werden. Dass die Nutzung bezahlt werden muss, steht auf einem anderen Blatt.

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