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Sony, Toshiba, Panasonic, Sharp: Japaner in der Gewinnzone


Japanische Elektronikfirmen haben die Kurve gekriegt

Die Sony-Zentrale in Berlin
Die Sony-Zentrale in Berlin

In der jüngeren Vergangenheit schien es, als sollte für die japanischen Unternehmen aus der Unterhaltungselektronik die Konkurrenz aus Südkorea übermachtig werden. Jetzt schlagen Japans "Big Player" überraschend zurück: Sowohl Sony als auch Toshiba, Panasonic und Sharp haben in dieser Woche positive Geschäftszahlen vorgelegt.

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Sony


Sony konnte die Experten pünktlich zum deutschen Firmenjubiläum - vor genau 40 Jahren, am 28. Juli 1970, gründete der japanische Elektronikkonzern seinen ersten Firmensitz in Köln-Braunsfeld - mit einem Umsatzschub und der Rückkehr in die Gewinnzone überraschen. Der Konzernumsatz stieg im ersten Geschäftsquartal 2010 um knapp vier Prozent auf 1,66 Billionen Yen, umgerechnet rund 15 Milliarden Euro. Nach einem Verlust von über 220 Millionen Euro im Vorjahr wurde nun ein operativer Gewinn von fast 600 Millionen Euro eingefahren.


Ein Grund für den Aufschwung ist neben dem strikten Sparkurs vor allem guten Verkäufen bei Bravia-Fernsehern und der Playstation 3 zu verdanken. Im ersten Quartal gingen über fünf Millionen LCD-TVs über die Ladentische, fast zwei Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum. Von der Spielekonsole PS3 konnten 2,4 Millionen Stück abgesetzt werden (Q1 2009: 1,1 Mio.). Selbst der Vorgänger Playstation 2 verkaufte sich mit 1,6 Millionen Stück genauso gut wie 2009. Von PS3-Software verkaufte Sony von April bis Juni fast 25 Millionen Titel, zehn Millionen mehr als im Vorjahr. Der Konzern hob die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2010/2011 denn auch gleich auf 1,6 Milliarden Euro an.


Toshiba


Toshiba machte im ersten Quartal des Geschäftsjahrs einen Umsatz von 1,47 Billionen Yen, umgerechnet rund 13 Milliarden Euro, was einem Anstieg gegenüber Q1 2009 von fast 1,2 Milliarden Euro entspricht. Aus einem Verlust von 330 Millionen Euro wurde ein operativer Gewinn von 270 Millionen Euro.


Panasonic


Panasonic steigerte seinen Quartalsumsatz um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 2,16 Billionen Yen, was umgerechnet gut 19 Milliarden Euro entspricht. Der operative Gewinn betrug 745 Millionen Euro. Jetzt will der Konzern den Konkurrenten und weltgrößten Akkuhersteller Sanyo komplett übernehmen und damit sein zweites Standbein mit Solarzellentechnik und Lithium-Ionen-Batterien stärken.


Sharp


Auch Sharp expandiert in Bereiche außerhalb der Unterhaltungselektronik und kündigte am Donnerstag an, die Produktion von Solarzellenmodulen in der Fabrik im walisischen Wrexham ab Ende des Jahres zu verdoppeln. Bei der Präsentation der Quartalszahlen konnte der Konzern einen Umsatzsprung von 600 auf gut 740 Milliarden Yen - umgerechnet rund 6,6 Milliarden Euro - vermelden. Der Nettogewinn lag bei 95 Millionen Euro, nach einem Verlust von über 220 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

 

Autor: RS
Bildquelle: presscentre.sony.eu
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