
Der luxemburgische Satellitenbetreiber SES Astra hat am Freitag positive Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2010 vorgelegt: So verbesserte sich der Umsatz des Konzerns um 4,5 Prozent auf knapp 845 Millionen Euro; der Betriebsgewinn stieg ebenfalls um 4,5 Prozent auf gut 386 Millionen Euro. Die Reichweite der Astra-Satelliten erhöhte sich auf 125 Millionen Fernseh-Haushalte.
"SES setzte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ihre Wachstumsstrategie weiter in die Tat um, brachte drei neue Satelliten in ihre Umlaufbahn und nahm deren Betrieb auf", sagte Romain Bausch, Präsident und CEO von SES. "Diese Satelliten stellen für die Vereinigten Staaten, Europa, den Nahen Osten, Afrika und die Region des Indischen Ozeans erhebliche Ersatz- und Zusatz-Kapazität bereit."
Die technische Reichweite von SES Astra verbesserte sich um drei Millionen auf 125 Millionen TV-Haushalte. Mit 77 Millionen Satelliten-Haushalten und 71 Millionen Kabel-TV-Haushalten übertrifft die Satellitenreichweite in Europa erstmals diejenige des Kabelfernsehens. Die Zahl der HDTV-Kanäle stieg weiter an: Inzwischen werden 135 HD-Kanäle über das Astra-System ausgestrahlt.
Auf dem deutschen Markt konnte HD Plus (HD+), die neue Plattform für HDTV-Dienste, den Receiver-Herstellern seit dem Start Ende 2009 über eine Million Smartcards zustellen, was das Unternehmen als "beachtlichen Erfolg" bezeichnet. Neben einer Palette von etwa 20 verfügbaren HD+ Receiver-Modellen ist der Zugang zum Angebot inzwischen auch mit anderen Set-Top-Boxen über ein CI+ Modul möglich, von dem bereits mehr als 100.000 verkauft wurden.
SES strebt weiterhin für die Geschäftsjahre 2010 bis 2012 ein jährliches Umsatzwachstum in Höhe von fünf Prozent an. Diese Wachstumsrate berücksichtigt die Beendigung des analogen Direktempfangs in Deutschland - der größte Teil hiervon dürfte nach Ansicht von Astra im Jahr 2012 auslaufen.