
Der britische Werberat ASA hatte Samsungs IFA-Euphorie rund um die neue Produktkategorie LED-TV kürzlich einen kleinen Dämpfer verpasst. Georg R. Rötzer, Pressesprecher und Head of Corporate Marketing bei Samsung Electronics Germany, sieht im Werbeverbot auf der Insel jedoch keine Auswirkungen auf den deutschen Markt: "Wir dürfen die Bezeichnung LED-TV weiterhin verwenden", betont er auf Anfrage von inside-digital.de.
"Wir können die Entscheidungen des britischen Werberates hinsichtlich der Kampagne von Samsung UK nicht kommentieren, da die gesetzlichen Umstände und Bestimmungen nicht den deutschen entsprechen", so Rötzer. "Dennoch möchten wir betonen, dass Samsung die Bezeichnung LED-TV weiterhin legitim verwenden darf. LED-TV hat sich als anerkannter Begriff bei Herstellern, Händlern und Nutzern durchgesetzt."
Diese Argumentation hatte Samsung auch in Großbritannien geführt, konnte sich damit aber bei der "Advertising Standards Authority" (ASA) nicht durchsetzen. Der Werberat verfügte, dass die Anzeigen des Herstellers in ihrer jetzigen Form in Großbritannien nicht mehr verwendet werden dürfen. Als Begründung gab die ASA an, dass durch den Namen LED-TV der Eindruck vermittelt werde, das Display der Fernseher bestehe aus LEDs wie bei den großen Full-LED-Displays, die für Außenwerbung benutzt werden. Die Samsung-Werbung sei nicht eindeutig genug und deshalb einzustellen, entschied der Rat. Gegen Samsung war zuvor eine Klage wegen irreführender Werbung eingegangen.
Der Stand von Samsung auf der IFA 2009 (Quelle: inside-digital.de)
Livebilder vom LED-Angebot auf der IFA 2009 in Berlin (Quelle: inside-digital.de)